Beiträge von Ibuki

    Hallo Hunter-Lupi,

    mit dem Glück ist es so eine Sache. Ich habe extrem hart darum gekämpft so zu arbeiten wie ich es will und nicht so wie mein Arbeitgeber es will.

    In meinen Vorträgen würde ich natürlich auch dazu einige Anekdoten erzählen können. Das schöne als Frührentner ist das nun meine Firma mich für meine öffentliche Gedankenäußerungen nicht mehr rausschmeißen kann, denn ich bin ja schon draußen.

    Meisterschützen sollten ein gutes Gefühl für das Timing haben und ich meine meine Zeit ist nun gekommen um der Welt zu erklären und sinnlich darzustellen wie Meisterschützen intelligenter handeln als ihre Arbeitgeber es wünschen.

    Liebe Grüße

    Ibuki

    Danke Bastian für deinen Hinweis.

    Als junger Mann war für mich das Buch "Zen und die Kunst des Bogenschießens" sehr hilfreich. Auch dort im Zenbogenschießen, wie auch beim koreanischen Bogenschießen, geht es um die Stärkung des Geistes. Gleich auf der ersten Seite des Buches erklärt der Autor das das eigentliche Ziel vor allem darin bestehe das Bewusstsein und das Unterbewusstsein miteinander in Harmonie zu bringen.

    Ein kluger Mensch sagte einmal: "Innere Ordnung erzeugt äußere Kraft." Und nach meinen Erfahrungen haben Meisterschützen ein erhebliches Maß an innerer Ordnung erreicht. Deswegen sollten sie auch erkennbar ein hohes Maß an äußerer Kraft ausstrahlen.

    Tun sie das? Meiner Meinung leider oft nicht, denn vielen Meisterschützen fehlen die Werkzeuge ihre äußere Kraft zu versinnlichen. Insbesondere dann wenn sie keine weiteren Hobbys entwickeln um ihre Kräfte ausstrahlen zu lassen.

    Vor knapp 30 Jahren wurde mir dieses Problem bewusst und so habe ich nach 14jährigem Training meine Schießausrüstung für 700 DM an einen Vereinskollegen verkauft um mit diesem Geld nach Kalkutta zu fahren um dort einen Kunstmaler zu entdecken und mit dem Verkauf der Bilder langfristig einen Gewinn von 700.000 DM zu erzielen. Als zeitliches Ziel stellte ich mir 14 Jahre vor indem ich nach und nach mehr Erfahrungen als Galerist ansammeln wollte und am Ende nicht nur viel Geld verdient, sondern den Künstlern gegenüber auch ein gutes Werk getan hätte.

    Meine damaligen Sportschützenkollegen meinten aber mehrheitlich es würde nicht reichen ein guter Sportschütze zu sein um sich ein solch hohes Ziel zu stellen, man brauche spezifische Erfahrungen auf dem Kunstmarkt, auch Geld und Kontakte, man könne doch nicht glauben nur weil man gut schießen könne würde das Leben einen Menschen Erfolg garantieren. Und fast alle sahen mich scheitern und sogar meine Gesundheit in Gefahr wenn ich nach Kalkutta flöge.

    Ich sah das ganz anders und freute mich das wenigstens einer meiner Sportkollegen meine damalige Idee so positiv wie ich sah. Er meinte, ich könne gar nicht verlieren, denn auf meiner Suche in Kalkutta würde ich so viele verschiedene Menschen mit guten Ideen begegnen und deswegen würde ich extrem von dieser Reise profitieren.

    Auch sei es ja so, das wenn ich hierbleiben würde und noch einige Jahrzehnte weiter mich nur im Schießen fortbilden würde, darin auch eine gewisse Gefahr bestehe. Er selber sei das beste Beispiel. Er habe in 8 verschiedenen Schießdiziplinen über Jahrzehnte sehr erfolgreich geschossen und nun nach Jahrzehnten in dem Sport meine seine Frau er wäre langweilig und sie habe deshalb die Scheidung eingereicht und deswegen müssen sie wohl das gemeinsam hart ersparte Eigenheim verkaufen. Er hatte als junger Mann leider nicht den Mut, den ich nun zeige, meinte damals mein Sportkollege.

    Mein damaliger Sportkollege hat die Situation wirklich sehr genau erkannt. Die vielen Kontakte, die ich in Kalkutta hatte, haben mein Leben positiv verändert. Zwar habe ich nicht mein Ziel erreicht in 14 Jahren 700.000 DM oder 350.00 Euro mit Kunst zu verdienen. Es hat ungefähr doppelt so lange gebraucht. Aber was soll´s - vor einigen Jahren konnte ich mir eine schöne Doppelhaushälfte in einem guten Vorort von Bielefeld leisten und das Haus auch gleich in Bar bezahlen. Und das war nur möglich weil ich vor Jahrzehnten in Kalkutta war und viele ungewöhnliche Anregungen erhielt aus denen viele Jahre später einiges Geld hervorging.

    Meisterschützen sollten meiner Meinung nach in der Lage sein ihre vorhandenen Vorteile, wie z.B. ihre hoch entwickelte kognitive Kontrolle, auch auf anderen Gebieten einzusetzen.

    Deswegen trainiere ich auch sehr zeitintensiv klassische Gitarre und Kontaktjonglage und versuche darin eine professionelle Leistung zu erzielen. Mein langjähriger Beruf als Psychiatriepfleger hat mir geholfen darin starke Grundlagen zu entwickeln weil ich über Jahrzehnte in der Psychiatrie ca. 17.000 Stunden Zeit fand an meinem Arbeitsplatz meine Hobbys zu betreiben. In vielen Nächten als Nachtwache habe ich sogar mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit klassische Gitarrenlieder geübt.

    Nun als Frührentner möchte ich den längst vergangenen Stunden in der Psychiatrie und auf dem Schießstand, bzw. in Kalkutta wieder Leben einhauchen indem ich in Vorträgen von meinen Erlebnissen berichte und hoffe auch andere Menschen finden den Mut ihrer inneren Stimme zu folgen und ihre innere Ordnung zu entwickeln. Und mit etwas Glück könnte es mit meinen Zielen gelingen Geld für ein zweites Haus anzusammeln.

    Liebe Grüße

    Ibuki

    Liebe Leute,

    seit kurzem bin ich Frührentner und habe nun viel Zeit nachzudenken.

    Vor Jahrzehnten in meiner Jugend und in den jungen Erwachsenenjahren habe ich 14 Jahre intensiv Sportschießen betrieben. Mein Leben führte mich dann über einige Schlenker zu einem Job als Nachtwache in einem psychiatrischen Krankenhaus. Im Gegensatz zu meinen Kollegen erkannte ich schnell das man nicht nur als Sportschütze seine motorische Intelligenz nutzen kann sondern auch als Pfleger in der Psychiatrie.

    Über mehrere Jahrzehnte habe ich dort so oft es mir möglich war klassische Gitarre geübt, bzw. in den letzten Jahren vor meiner Verrentung auch Kontaktjonglage an meinem Arbeitsplatz trainiert.

    Nun möchte ich die 5 Themen Psychiatrie, Sportschießen, Gitarrespielen, Kontaktjonglieren und philosophische Gedanken in einem Vortrag verbinden. Meiner Meinung nach gehören alle diese Dinge zusammen, denn alle haben doch ein gemeinsames Ziel und zwar das Gehirn zu trainieren.

    Ich frage nun in diese Runde ob jemand interessante Literatur oder Personen kennt die mir nützliche Infos zu meinen Themen geben könnten und ob evtl. jemand aus einem Schützenverein Interesse hätte mich zu einem Vortrag einzuladen.

    Der Vortrag würde lauten: "Von Kalkutta nach Jericho - ein Meisterschütze in der Psychiatrie".

    Es wird darin eine Mischung aus Anekdoten meiner Schieß- und Psychiatrieerfahrungen geben, aber auch philosophisch-wissenschaftliche Gedanken zur Gehirnentwicklung werden einfließen und natürlich würde ich mit der Gitarre und den Jonglagekugeln arbeiten.


    Liebe Grüße

    Ibuki

    P.S. An dieser Stelle möchte ich einen Kunstschützen vorstellen, der mit seinen Künsten in Zirkussen auftrat und nicht nur gut schießen konnte, sondern auch als Musiker auftrat. Das besondere an ihm war, er hatte keine Arme und schoss mit einem Gewehr und musizierte mit einer Geige daher mit seinen Füßen. Er hieß Carl Hermann Unthan. Hier ein Link zu weiteren Infos:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Herrmann_Unthan

    Liebe Leute,

    eine junge Reporterin sollte sich nicht allzu neutral und langweilig in einem Kinderprogramm einem Thema nähern.

    Es ist fachlich richtig sich von dem Bekannten zu dem Unbekannten zu bewegen. Also zu fragen "ist schießen auch gefährlich" ist richtig. Ihre Schlussbemerkung über das Marschieren und die Musik ist zwar negativ aber auch das ist legitim, denn sie darf auch mal eine eigene Meinung haben.
    Und auch ich sehe im Marschieren und in der Marschmusik mehr Nachteile als Vorteile für viele Vereine denn die meisten (?) Menschen außerhalb der Vereine mögen diese Art von Auftreten in der Öffentlichkeit eher nicht.

    Liebe Grüße

    Ibuki

    Liebe Meisterschützen,

    ich bin neu hier und möchte mich nun vorstellen. Ungefähr 1974 kam ich zum Schießsport, damals war ich 13 Jahre alt und begann in einem
    Dorfschützenverein in der Nähe von Bielefeld mit dem Luftgewehrschießen.

    Das Besondere war dass ich mit dem Schießsport ganz genau das Gegenteil von dem tat was mein Vater von mir wünschte. Er war nämlich schwer in sibirischer Gefangenschaft traumatisiert worden und wollte mit Waffen absolut nichts zu tun haben. Er hätte es viel lieber gesehen wenn ich Musiker geworden wäre.

    Dennoch habe ich damals rund 14 Jahre Luftgewehrschießen betrieben. 1988 wurde ich dann mit 369 Ringen erstmals Vereinsmeister und das machte mich sehr nachdenklich. Wie weit würde ich wohl kommen wenn ich weitere 14 Jahre so weiter üben würde dachte ich mir damals. Meine Meinung war das ich mich vielleicht um weitere 14 Ringe verbessern könnte.

    Aber ich wollte damals diesen Weg nicht gehen sondern verkaufte nach langen Überlegungen meine Luftgewehrausrüstung an einen Vereinskameraden für 700 DM und hatte mir ein neues Ziel gesteckt.

    Mit diesen 700 DM wollte ich nach Indien fahren und dort unbekannte Künstler unterstützen indem ich ihre Bilder damit ankaufen wollte. Damit wollte ich für mich und auch für sie neue Lebenswege erschaffen und das alles aus dem Verkauf eines einzigen gebrauchten Luftgewehres. Ich dachte mir, mein mittlerweile längst verstorbener Vater wäre sehr stolz auf mich über diese Wendung.

    Na ja, Künstler aus Kalkutta nehmen auch so ihre Preise und wachsen nicht an den Bäumen. Letztendlich habe ich keinen direkten Erfolg landen können, aber ich hatte viele tolle Erfahrungen gesammelt. Unter anderem habe ich dort in Kalkutta meine Frau kennengelernt. Sie ist eine englische Krankenschwester und arbeitete dort in einem Sterbehaus. Wenige Monate nach unserem Kennenlernen heirateten wir und haben nun 3 fast erwachsende Söhne. Auf Anraten meiner Frau fing ich vor 20 Jahren an klassische Gitarrenlieder zu erlernen und nutze dieses Hobby auch oft in meinem Beruf als Pfleger in einem Wohnheim für psychisch kranke Menschen, außerdem Jongliere ich gerne. Durch diese Hobbys versuche ich die in meiner Jugend im Schützenverein antrainierte motorische Intelligenz weiter zu verbessern.

    Aber nun, nach 25jähriger Schießabwesenheit, möchte ich als bald 52jähriger es doch noch mal gerne wissen. Wo stehe ich wenn ich wieder Luftgewehr schieße?

    In diesem Monat möchte ich mir zunächst eine Schießbrille kaufen und dann damit in meinen alten Verein fahren und es nach langer Zeit wieder einmal ausprobieren mit einem Luftgewehr schießen. Vielleicht kaufe ich mir zu Weihnachten auch eine eigene Ausrüstung denn ich werde nicht allzu oft im Verein trainieren können. Der Fahrtweg ist etwas lang und ich habe auch nicht viel Zeit um außer Haus zu sein, aber Trockentraining wäre mir schon regelmäßig möglich.

    Ich werde hier im Forum das eine oder andere Thema lesen um mich schießsportlich auf den neuesten Stand zu bringen.

    Liebe Grüße

    Ibuki