Beiträge von Califax

    Schön wenn das bei euch so locker gesehen wird.

    Ich möchte noch mal sehr darauf hinweisen, dass unser Hygienekonzept 100% kompatibel zur aktuellen Allgemeinverfügung der Sächsischen Staatsregierung ist!

    Sorry, aber ich schule berufliche u.a. auch medizinisches Personal in Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten gem. RKI Richtlinie.

    Was ist aber ein Flugzeug oder Gerätschaften aus dem OP im Vergleich zu einem Schießstand?

    Die hygienischen Anforderungen sind wesentlich geringer, dafür ist aber das Zerstörungspotential durch falsche Produkte ähnlich.

    Nicht umsonst sind die hygienischen Anforderungen im medizinischen Bereich in der TRBA 250 festgelegt - diese gelten aber explizit nicht z.B. für Haltegriffe in Bussen u.ä. - Man sollte die Kirche schon im Dorf lassen.

    Und damit der Kunststoff keinen Schaden nimmt, interessiert mich das exakte Material, um eine Desinfektion darauf abzustimmen.

    In der Medizintechnik schreibt bei sensiblen Oberflächen der Hersteller vor, welches Mittel oder welche Mittel zugelassen ist oder sind. Und genau diese und keine anderen dürfen dann verwendet werden. Offensichtlich ähnlich wie oben beschrieben bei den Flugzeugen.

    Alkohol killt Kunststoffoberflächen. Alkoholische Desinfektionsmittels sind für Screens keine Option!

    Suchen wir also viruzide Flächendesinfektion ohne Alk...

    Fündig zum ersten: Melsept-SF (B.Braun, Melsungen)

    Einsetzbar bei: Metallen, Kunststoffen und gängigen Fußbodenmaterialien wie PVC, Gummi und Linoleum

    viruzid: 2%ige Lösung, Einwirkzeit 2 Stunden.

    begrenzt viruzid (keine Angabe bzgl Corona): 0,5%, 15min

    Forget ist.

    Fündig zum zweiten: Meliseptol® Foam pure

    Desinfektionsschaum für empfindliche Oberfläche, wie auch z.B. Acrylglas.

    begrenzt viruzid 15 Sekunden

    Vogelgrippe ("aviäre Influenza") 15 sec.

    Noroviren u.a. 5 min

    Könnte ggf. wirksam sein.

    u.s.w. u.s.f.

    Flächendesinfektion im medizinischen Bereich richtet sich in erster Linie gegen Bakterien, da diese die absolut häufigsten Krankheitsüberträger im Krankenhausalltag darstellen, Pilze werden als positiver Kollateralschaden gleich mit abgetötet. Viren sind da weniger im Fokus, auch wesentlich schwerer zu deaktivieren. Zur Aufbereitung medizinischer Produkte im "unkritischen Bereich" (Berührung nur mit intakter Haut) wird hier i.d.R. auch nur das begrenzte Programm gefahren: Reinigung, keine Desinfektion. Desinfektion erst bei "semikritisch" = Berührung von Schleimhaut oder krankhaft veränderter Haut.

    Auch die jetzt überall verordnete alkoholische Händedesinfektion ist ein Witz. Viruzid ist sie nur in den richtig harten und hautschädlichen Versionen (z.B. Softaman acute bzw. Sterilium virugard) - und da auch erst nach 60 Sekunden Einwirkzeit, nicht bereits nach 30!

    Die normalen Händedesinfektionsmittel richten sich gegen Bakterien, Pilze und einige leicht beeinflussbare Viren, die sich schon in 30 sek. mit rel. hautfreundlichen Rezepturen abtöten bzw. deaktivieren lassen. Also nicht gegen Corona!!!

    Im Übrigen wirkt gar kein alkoholisches Präparat gegen Bakterien-Sporen. Aus genau diesem Grund ist gründliches Händewaschen ebenso wichtig, um gesund zu bleiben.

    Händewaschen = REINIGUNG reduziert die Keime jedweder Art um bis zu ca. 80% (plus minus je nach Technik, Chemie und Studienlage). Das ist schon sehr viel und verhindert die meisten Infektionen, die sonst über die Grabscherchen übertragen worden wären. Das kann man auch auf unbelebte Flächen 1:1 übertragen.

    Hallo!

    Das mit dem Desinfizieren der Screens ist Schwachsinn!

    Aufwachen!

    Nebelfeucht abwischen reicht vollkommen! Studien haben gezeigt, dass sich Corona DNA auf toten Flächen wie z.B. Türklinken in Corona positiven Haushalten nachweisen lässt, diese aber sich nur in den wenigsten Fällen auf Nährlösung anzüchten ließ. Also nur Viren-Leichen!

    In Sachsen müssen die Sportgeräte nach Benutzung und vor Weitergabe GEREINIGT werden.

    Es gibt doch noch intelligentes (*) Leben in dem Amtsstuben!

    Zitat

    Trainingsgeräte sind nach der Benutzung zu reinigen

    Quelle: Allgemeinverfügung vom 12. Mai 2020, Az.: 15-5422/22


    (*) Die meisten Flächendesinfektionsmittel, die auch viruzid wirken, sind für empfindliche Oberflächen Gift. Auch muss die Lösung eine ganze Weile feucht wirken, um wirklich Ergebnisse zu zeigen. Das kurze Drüberwischen oder Einsprühen (und am besten gleich wieder trockenwischen) - wobei Sprühen gerade im medizinischen Bereich wg. Arbeitsschutz auf des geringstmögliche Maß zu reduzieren ist - ist nichts als Plazebo zur Beruhigung unwissender Menschen. Die Keimreduzierung kommt da eher bei Wischen durch die zusätzliche Reinigungsleistung (sog. ungesteuerte Keimminderung).

    Die Schießabteilungen sind in den meisten Ländern der Schützenverein, die haben schon in einigen Fällen durch den Wegfall der Einkünfte aus der verpachteten Gastronomie bei bestehenden Kosten für die Anlagen kräftige Ausfälle.

    Da hat der Karl den Nagel auf den Kopf getroffen!

    Genau so sieht das bei uns aus.

    Es fehlen nun 2 Monate Pacht und eingeplante Einnahmen aus Gästeschießen sowie Landeswettbewerben.
    Nun, es könnte schlimmer sein, aber ein paar Tausender sinds trotzdem.

    Solche Rücklagen wären aber für Vereine, soweit sie nicht an besondere zeitlich überschaubare Ausgaben geknüpft sind, aus steuerlichen Gründen nicht sinnvoll.

    Das ist das Problem unseres Steuerberaters.

    Denn auch gemeinnützige Vereine sind selbst vor dem Finanzamt keine Mönche (arm und keusch).
    Auch, wenn diese Mär sich wohl kaum ausrotten läßt.

    Rücklagen braucht der Verein, um z.B. neue Anlagen zu finanzieren, Kugelfang zu modernisieren, Belüftung zu erneuern, ggf. den Grund und Boden zu erwerben, auf dem das Vereinshaus steht ... Der möglichen und auch sinnvollen Ausgaben sind da viele, die eine Rücklage nicht nur steuerlich sinnvoll, sondern wirtschaftlich zwingend geboten machen, will man nicht dauernd auf Pump leben.

    Die Gewinne müssen nur wieder für den Vereinszweck investiert werden, das ist alles.

    Ich meine keine langfristige Kapitalanlage, sondern Rücklagen um einen Betrieb bei einer Ausfallzeit wie sie augenblicklich vorherrscht aufrecht bzw. liquide erhalten zu können.

    Rücklagen SIND in der Regel mittel- bis langfristige Anlagen. Denn sie sollen ja, wie Du auch geschrieben hast, entweder im Falle einer nicht-voraussehbaren oder auch einer voraussehbaren Finanzklemme einsatzbereit sein.

    Ein guter Unternehmer (und guter Vorstand) legt etwas Geld beiseite, z.B. für später notwendige aber noch nicht bezifferbare Investitionen aufgrund neuer Schießstandlauflagen o.ä. - oder eben für den Fall eines saisonalen Einbruchs der Einnahmen.

    Das "rechte Maß" aber ist schwer zu finden: Zu wenig, und man schlittert ggf. in die Insolvenz - zu viel, dann kann das nicht für die Generierung weiteren Umsatzes eingesetzt werden und droht durch Inflation abzuschmelzen. Ich erinnere mich noch an wilde Zeiten in Rußland, wo Inflation und Zinsen im höheren zweistelligen Prozentsatz lagen - monatlich! Da ist nix mit Rücklagen möglich. NOCH ist der Euro relativ stabil, mit der aktuellen Inflationsrate kann man gut zurecht kommen. Ich befürchte, in nur einem Jahr kann das schon anders aussehen. Ich hoffe, ich irre mich.

    Noch etwas: Der Spagat, den unsere staatlichen Stellen hinlegen müssen, wen sie wie fördern. Die Vereine, die bisher gut und nachhaltig gewirtschaftet haben und Rücklagen besitzen (wie meiner) können trotz erheblicher Einbußen keine Hilfen beantragen, da keine Zahlungsunfähigkeit droht. Wer knapp auf Kante genäht hat, bekommt hier einmalig bis zu 10.000,- € nicht rückzahlbaren Zuschuss. Es ist ja richtig, dass der Staat nur den wirklich Notleidenden hilft, aber für die Finanzplanung ist das ein negativer Anreiz, wenn auch stets spekulativ.

    Ich weiß, dass es hart sein kann, aber dann muss das Geld zuerst in Rücklagen gelegt, statt in dicke Autos gesteckt werden. Spare in der Zeit, so hast du in der Not - sagte mein Opa schon.

    Vollkommen richtig - nur ist eben "Geld" ein ganz schlechtes Mittel, Werte langfristig aufzubewahren (der dicke Schlitten in der Garage meist noch weniger, natürlich). Ich befürchte eine starke Inflation in absehbarer Zeit (egal, in welcher Leitwährung), da auf der einen Seite die Geldmenge erhöht wird und auf der anderen Seite die Wertschöpfung am Boden liegt. Das wird noch viele Sparguthaben und Rücklagen (so sie dann nach existieren) auffressen. Um den Zusammenhang zu verstehen, muss man kein BWL studiert haben.

    Aber die Erfahrung wächst und die Schätzungen werden besser.

    Das hoffe ich doch sehr.

    Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die Medizin - die fraglos sehr gut wirkt (seit den getroffenen Maßnahmen habe ich nicht mal mehr einen Schnupfen bekommen) - jedoch negative Nebenwirkungen hat, die ggf. die heilende Wirkung übertreffen.

    Aus deutscher Sicht.

    Die Länder, die es laut den Berichten besonders hart getroffen hat, haben ein wesentlich schlechteres Gesundheitssystem als wir hier.

    Ich halte mich an die staatlichen Spielregeln. Trage Mundschutz, halte Abstand und Händehygiene ein, werde frühestens ab Freitag wieder schießen gehen, wenn es wieder erlaubt ist ... - als Legalwaffenbesitzer sind wir schon an vieles gewöhnt. Was ich mir aber nicht nehmen lasse, ist, kritisch drüber nachzudenken, was eigentlich hier passiert. Die Gedanken sind frei ...

    Und ich lasse mich nicht von Spinnern in die Ecke anderer Spinner stecken.

    Denn "Wissenschaft" heißt nicht "Ewige Wahrheit", sondern Diskurs, Diskussion, konstruktiver Streit. Was sich sonnenklar - wissenschaftlich - erklären lässt, kann am Ende falsch sein. Denn alle Wissenschaftler arbeiten mit Modellen. Nur ist ein Modell stets eine Vereinfachung der Wirklichkeit - vernachlässigt also systembedingt Einflussgrößen.

    Die Medical Tribune - eine seriöse deutsche Ärztezeitung ("Von Ärzten für Ärzte") - hatte in ihrer aktuellen Ausgabe sehr, sehr kritische Kommentare zur allgemeinen Corona-Hysterie, die weit von der in der Tagesschau/Heute/... verbreiteten Meinung abwichen.

    aber ich vermute, dass auch die Schüler und Jugendlichen es kaum ohne heftige Verspannungen im Nacken schaffen, die 20 + X Schüsse liegend vom Boden auf die 1,40 m hohe Scheibe zu schießen.

    Zu dem Zweck gibt es eigentlich höhenverstellbare Liegen. Wir haben so ein Teil noch aus alten Zeiten auf dem LP/LG stand (wird z.Zt. als Ablage genutzt). Der Tisch wurde an die Feuerlinie gefahren und genau so hoch wie der Schütze wollte, also etwa Ablagenhöhe oder etwas mehr, eingestellt.

    Solche ähnlichen Tische kenne ich auch von einem 100m-Stand in unserer Nähe, wo man sich immer draufwuchten muss, wenn man liegend schießen will ...

    Andererseits in Dortmund, LLZ, da sind auf 50m die KK-Anlagen nicht höhenverstellbar - man sagte mir auf meine neugierige Frage, der Winkelunterschied stehend/liegend auf 50m sei sportordnungskonform (habe ich aber nicht nachgeprüft, da wir keine 3-Stellung schießen).