Beiträge von Califax

    bei Hämmerli mit der AP20

    Der Preisunterschied dieser Einsteiger-Vereinswaffe zu einer echten Match-LP (die auch - neu - mindestes 400,- mehr kostet) ist genau auch der Qualitätsunterschied. Aber ja, man kann, wenn man es kann, auch mit der AP20 hervorragende Ergebnisse erzielen (zeigen meine jugendlichen Schützen jede Woche).

    Eine gute gebrauchte Steyr oder Walther oder Pardini oder FWB bzw. Hämmerli AP40 sind definitiv einfacher dazu zu bringen, häufiger die Mitte der Scheibe zu treffen.

    Ja, die Qualizahlen sind ungewöhnlich tief.

    Es haben die meisten meiner Nachwuchssportler das Limit trotz der widrigen Umstände geschafft, sogar zwei Schüler, die gerade mal ein halbes Jahr dabei sind. Von den "älteren Hasen" alle, die regelmäßig zum Training kamen. Zwei davon haben das Limit in mindestens einer Disziplin geschafft, aber kommen trotzdem nicht mit, weil sie den DM-Termin aufgrund der dauernd wechselnden Lage anderweitig verplant hatten. Das ist echt ärgerlich.

    Da ist es wirklich Wurst, was man rein stopft.

    *Lach - und im Prinzip hast du recht*

    Ja, als Pistolero hat man nicht ganz die Anforderungen wie die Gewehrschützen, soweit richtig.

    Aber GANZ EGAL ist es doch nicht.

    Da brachte letztens eine Mutti eine Packung Diabolos zum Trainer Califax, von der sie sagte, ihr Mann würde mit denen nichts treffen. Cali solle mal nachschauen, od sie was taugen oder nicht.

    Califax schaute nach ("mhm ... sehen schon ein wenig komisch aus ..." brummte er) und verlud sie in eine der gerade rumliegenden Luftpistolen unserer Kaderschützen. Cali schoß aufgelegt (vom Sandsack) ein paar Schuss damit und sein Urteil: "Mit dem Dreck kann man wirklich nicht treffen." Der Streukreis betrug über 2,5 Zentimeter! Aus einer Pistole!

    Mit knapp 40 Jahren habe ich mit dem Schießsport angefangen.

    Natürlich besaß ich schon als Jugendlicher ein Luftgewehr (Knicker), aber "sportlich" war das nicht.

    Ich habe einige Zeit gebraucht, akzeptable Ergebnisse zu bringen, da in meiner anfänglichen schießsportlichen Umgebung der Glaube stärker war als das Wissen. Und vor allem das Können.

    So nach und nach habe ich es mir selber beigebracht bzw. durch echte Könner Stück für Stück in Lehrgängen vermitteln lassen. Inzwischen bin ich ein halbwegs passabler Trainer, aber was das selbst geschossene Ergebnis betrifft, kann ich meinen (eigenen) Kindern nicht das Wasser reichen. Die haben eher angefangen, das Schießen systematisch erlernt und sind gesundheitlich fitter als ich. Aber wie Detlef Glenz einmal schrieb: "Wenn ich besser schießen könnte als meine Sportler, dann stünde ich auf dem Treppchen und nicht sie."

    Natürlich ist Lichtschießen erwünscht.

    Aus meiner ganz subjektiven Trainerpraxis:

    Wir haben insgesamt 7 solche Anlagen, 6x Disag RedDot, 1x Meyrosa (alles KW)

    Wird von unseren Kids unter 12 am Anfang super angenommen - ist für unseren Verein die Möglichkeit, Kinder unter 12 ohne Ausnahmegenehmigung an den Schießsport heranzuführen und erste Technikelemente zu erlernen.

    Auch ist die Sache mit der "Sicherheit" weniger problematisch, da nichts passieren kann - aber wir üben hier schon alle Sicherheitsregeln ein, als wenn die Leuchtgeräte "scharf" wären.

    Wer in Schulen geht und dort eine AG "Schießsport" (wird häufig auch finanziell gefördert) anbietet, kommt um Lichtanlagen nicht drumrum. Dafür sind sie einfach ideal: Keinerlei juristische Probleme mit Schießstand und Alter, Super safe. Leicht zu transportieren (DISAG).

    Sobald "unsere" Kinder jedoch LP schießen dürfen, entweder ab 12. Geburtstag oder eben mit Ausnahmegenehmigung, ist jedoch die LichtPi für die "weg vom Fenster". Denn sie knallt nicht und sie macht auch keine Beulen in leere Diabolodosen.

    Kinder sind sehr haptisch und erlebnisorientiert. "Kinder trainieren anders". Reaktive Ziele sind Motivationsbringer. Auch, wenn das z.B. ein Herr Aepply (eine meiner Hassfiguren, seit er die MLP versaut hat) ganz anders sieht. Unsere Kinder und Jugendlichen freuen sich wahnsinnig, wenn sie nach dem "normalen LP-Training" noch "Dosenschießen" machen dürfen. Dann werden, ohne dass sie es merken, noch ganz schnell 20-30 Schuss gemacht. Saubere Schuss, denn es soll ja scheppern! (Eine Dose zu treffen ist miindestens die 7 zu treffen, im Schülerbereich eine Herausforderung. Jugend und Junioren schießen gern auf aufgehängte Bierdeckel, das ist eine schlechte 9.

    Es gibt auch mit Licht solche reaktiven Spiele, habe ich vor Jahren in München auf der DM gesehen. Die haben sich aber anscheinend nicht durchgesetzt, da sie mit dem normalen (ringorientierten) Training nicht kompatibel sind.

    Im Übrigen: "Licht" funktioniert NICHT im Freien - wie wie zu Corona-Anfangszeiten schmerzlich erfahren durfte. Sonnen-Streulicht stört extrem und erzeugt die wildesten Elektronik-Bugs. Wenn überhaupt was angezeigt wurde.

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    Das ist typisch. Du kennst Benedikt nicht, hast aber ein ganz klares Bild von ihm.

    Ich kenne ihn persönlich und unsere beiden Vereine arbeiten Hand in Hand zusammen, Kinder und Jugendliche vom Schießsport zu begeistern. Wie viele Kinder hast du schon begeistert?

    In Deutschland darf man volle Magazine transportieren, nur eben "getrennt von der Waffe".

    Ich habe mich vielleicht etwas unklar vorher ausgedrückt:

    a) Mit 4-5 vollen Magazinen überstehe ich keinen Schießstandbesuch, ohne diese wieder nachzuladen.

    b) Bei DSB-Wettbewerben darf das Magazin erst nach dem Kommando gefüllt werden.

    c) Beim BDS (bei anderen Verbänden weiß ich es nicht), darf ich den gesamten Wettbewerb mit vorgeladenen Mags bestreiten. Aber selbst für das Standard-Programm Kurzwaffe (20 Schuss Präzision, 10 Schuss Zeitserien und 10 Schuss Intervall (Duell) bräuchte man bereits 8 Stück, wenn man nicht nachladen will. OK, mit 4 Stück hat man auch schon "Komfort", da die Nachladezeit ja von der Schießzeit Präzision abgeht. In sofern sind 4 Mags doch sinnvoll.

    Rogo: Danke für die genaue Information!

    Zitat

    Grundschüler

    ... sind in der Regel noch nicht 12. Bei uns gibt es ab 9 Jahren bei Talentbeweis die Ausnahmegenehmigung, die man aber sehr, sehr gut begründen muss.

    Zitat

    Gutschein zur Jahresmitgliedschaft in einem bayerischen Sportverein in Höhe von bis zu 30 Euro

    Dieses tolle Geschenk soll er sich gerollt in seinen Allerwertesten schieben. In meinem - nicht bayrischen - Verein kostet die Jahresmitgliedschaft für Kiddies 30,- € plus 30,- Schießstandgebühr. Und dieser Betrag ist von uns extrem subventioniert, da ja damit auch die Kosten für Trainingslager und Wettkämpfe gedeckt sind.

    Um mal die Dimensionen klar zu machen:

    Zitat

    7100 Euro

    Der deutsche Staat finanziert einen Schulplatz an einer Allgemeinbildenden Schule, so das Statistische Bundesamt, im Jahr mit durchschnittlich 7100 Euro. Damit werden Gebäude, Ausstattung, Lehrergehälter, Verwaltung, Lehrmittel und andere allgemeine Ausgaben beglichen.

    Dazu kommen dieses Jahr noch weitere 641 € pro Schüler für den "Digitalpakt".

    Also 30,- Doppelmark pro Grundschüler und Jahr für den Sport ist einfach nur schofelig.
    Die "drucken" doch eh schon Phantastillionen!

    also mit 3-4 Magazinen auf dem Stand, schießt es sich doch schon deutlich angenehmer, als wenn man jedes mal füllen muss

    Christian Reitz hat unter seinen Kameraden eine Technik des ultraschnellen Füllens von Pardini-Mags aufgebracht.

    Man zieht die Feder komplett runter und lässt die Patronen aus der anderen hohlen Hand einfach reingleiten.

    Ist aber schwieriger, als hier beschrieben, erfordert "ein klein wenig" Übung.

    Wie du mit 3-4 Mags á 5 Patronen einen Schießstandbesuch bestreiten willst, erschließt sich mir nicht.

    Für DSB-Wettkämpe - hundepfui.

    Im BDS / BDMP schon wesentlich sinnvoller.

    Das LG Auflageergebnis ist schon krass. Wird aber mit Sicherheit überprüft, wie bei allen Finalkandidaten.

    Wie soll das gesehen? Vorlegen des Ausdruckes? Der Schießscheiben? Ich schmeiß mich weg!

    Gerade bei elektronischen Anlagen kann man die Schüsse auch ohne reales Blei programmieren.

    Machen wir z.B. gerade, um die Ergebnisse der DISAG-Red-Dot-Anlagen ohne eigene Laptops in die Meyton-Auswertung eines Wettkampfes mit einzupflegen (zwecks identischer Urkundenerstellung).

    Auf einen Ausdruck mit 34 x 10,9 und 1x 10,8 gebe ich nicht einen einzigen Pfifferling.

    Und für Papierscheiben gibt es Locheisen.

    Ja! Aber den hast Du in der Regel nicht bei einer Störung griffbereit da liegen.

    Wenn ich eine Waffe schieße, die hin und wieder stört, dann habe ich auch das entsprechende Werkzeug bereit liegen.
    Ein Taschenmesser z.B. habe ich IMMER dabei - damit konnte ich schon so manche Störung beseitigen.
    Und ein Putzstock liegt doch immer in der Pistolenbox?

    Aber IMMER VOR jedem Wettkampf ALLE Schrauben u.ä. Fehlerquellen prüfen.

    Unser Problem ist - wie wissen noch gar nicht die Regeln für die Quali unserer Nachwuchssportler - geschweige denn die Limitzahlen (weniger Plätze --> Zahl geht tendenziell nach oben, weniger Starter wg. Chaos --> Zahl geht evtl. nach unten ...) - müssen aber jetzt schon die Hotelzimmer buchen.

    Dagegen ist das Parteiprogramm der Grünen richtig solide durchgerechnet.

    Warum wird dann aber das von dir verlinkte Fallscheibenschießen mit Luftdruck komplett außen vor gelassen?

    Fallscheibe (mit MLP) habe ich gar nicht verlinkt, das war eine DSB-Disziplin, die der unnachahmliche Bayern-Trainer Aepply (der seinem Landsmann Guttenberg wahrscheinlich ein großes Vorbild war) erfolgreich in seiner kurzen Karriere als Bundestrainer gemordet hat. ("Kirmesschießen"). DAS war ein echtes Zugpferd! Aepply könnte ich dafür auf den Mond schießen ohne Rückfahrkarte.

    (Ja, die Disziplin wurde nicht wirklich aus dem Programm genommen, nur aus dem Canon der Deutschen Meisterschaft - und damit leider zu "zusätzlichem Aufwand", den wir als leistungsorientierter Verein (abhängig von der Sportförderung) nicht mehr "einfach so" stemmen können. Wie übrigens auch die anderen netten BDS-Disziplinen, die ich verlinkt hatte:

    Aber nun zu Deiner Frage: Was vor Ort nicht gemacht wird, liegt immer an den einzelnen Vereinen und der vorhandene Manpower (oder gern auch Frauenpower). Gerade Silhouette ist ziemlich aufwendig auszurichten und zu trainieren, da das auch nur auf einem längeren Stand (also GK/KK) aufzubauen ist. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist dadurch nicht sehr gut. Ich selbst habe einen kompletten Satz an Figuren für LP/LG, aber "sportlich" (also nach den Regeln des SportHB) verwenden selbst wir den nicht. Nur fürs "Plinking danach" oder zu Festivitäten.