Beiträge von Califax

    Danke aber dies ist ja nicht der Sinn eines Forums.

    Dann werde ich mal forengerecht antworten.

    Wir verwenden das DISAG-System "RedDot". Das ist das, was auch von meinem Landesverband (Sachsen) favorisiert wird und übrigens auch in Suhl bei der Deutschen Lichtmeisterschaft zur Anwendung kommt.

    Billig ist es nicht - und bei der Beschaffung muss man ggf. Wartezeiten mit einplanen. Rechne pro Komplettsystem mit ca. 1600 € plus minus einen Hunni.

    Wer DISAG-Anlagen hat für LG/LP, der kann die Licht-Ziele direkt dort anschließen und hat die gleiche Auswertung wie mit LG/LP. Nachteil: man blockiert auf dem Schießstand einen Stand.

    Da wir - auch vom Landesverband gefördert - jedoch MEYTON-Anlagen haben, fällt das bei uns flach und wir haben die Lichtanlagen in einem extra Raum aufgestellt, der rein zufällig im Januar frei wurde.

    Die originalen Simulatoren (Waffenatrappen) kommen von FWB - hervorragende Qualität.
    Über die Gewehrsimulatoren kann ich wenig berichten, wir sind Pistoleros.

    Die FWB-Pistolensimulatoren sind sehr leicht, haben einen Universalgriff und der Abzug ist ebenfalls extrem leicht (ca. 250-300 g, schätze ich, ohne gemessen zu haben). Für unsere größeren Lichtis haben wir die Hämmerli AP20 Hybrid beschafft, hier sind Größe, Griff und Abzug den LPs sehr ähnlich. Somit ist das ein System zum wachsen. (nein, wir bauen die natürlich nicht auf Druckluft um, das wäre ökonomischer Schwachsinn).

    Als Anzeige nutzen wir die MiniViews. Die älteren kleinen sind intuitiv einfach zu bedienen und stets treu dem Ziel, mit dem sie verheiratet wurden. Für einen Hunni mehr gibt es das MiniView2 - mit vor- und Nachteilen. Währen ein MW1 in Sekunden hochgefahren ist, braucht das MV2 geschlagene 3-5 Minuten und mehrere händige Eingriffe, bis es sich als One-Night-Stand einem Ziel angeschlossen hat. Die Auswertung ist Spitze, aber die Bedienung ist wesentlich umständlicher.

    Wir haben auch noch eine Anlage "MEYROSA" (Meyton + Irosa) Das hat damals mein Sohn auf der DM gewonnen. Die Pistole dazu ist ehrlich gesagt grottig. Das Nachfolgesystem PLT soll viel besser sein und auch irgendwie kompatibel mit DISAG-Reddot.

    Bezüglich "Neue Wege gehen"

    Letzten Samstag hatten wir eine kleine Delegation eines befreundeten DSB-Vereines zu Gast. Dieser befreundete DSB-Verein ist sportlich extrem gut aufgestellt und sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass sie gar nicht mehr alle Kinder und Jugendlichen aufnehmen können, die wollten.

    Die hatten bisher - so sehe ich da zumindest aus meiner Perspektive - das Konzept, nur die wirklich leistungswilligen und begabten Jungsportler zu fördern. Wer nicht die Leistung brachte, die erwartet wurde, ging dann wieder.

    Später wurde die Jugend geteilt in die Leistungsgruppe und eine Spaßschützentruppe, was ja nicht ganz verkehrt ist - wir allerdings etwas anders handhaben. Nun wurde erkannt, dass die weniger geförderten Spaßschützen zwar auch richtig viel Ressourcen verschlungen haben, aber auf Dauer nicht treu bleiben.

    Somit hat man sich bei uns umgeschaut, was es ab 14 für interessante BDS-Disziplinen gibt, um jungen aber eben für olympische Disziplinen nur suboptimal geeignete Sportler eine Perspektive zu bieten - denn wer mit 18 die WBK hat, hat es schwerer, den Verein wieder zu verlassen.

    Die Delegation hatte richtig viel Spaß, weil wir ihnen Fallscheibe, Speed, aber eben auch Zielfernrohrgewehr-50m und "Symbolscheibe" zeigten. Wir hatten extrem kurze schwarze Selbstlader, Unterhebler mit Optik und anderes geiles Zeugs mit Die Hülsen lagen bodenbedeckend. Danach Gespräche bezüglich Waffenerwerb über BDS. ("Darf man man denn so kurze Selbstlader überhaupt haben?" - Antwort: "Ja - aber noch kürzer als Sportschütze auch im BDS nicht.")

    In meinem Verein gibt es eine fruchtbare Koexistenz zwischen Löchlestanzern und Dynamikern. Nicht immer, natürlich, aber wir arbeiten dran, das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Bald auch in unserem befreundeten Konkurrenzverein?

    (Für mich als Trainer immer wieder eine Herausforderung, meinen 14-Jährigen klarzumachen, was die Unterschiede in den DSB- und BDS-Disziplinen sind bezüglich, was unter "Laden" zu verstehen ist und was man bei Störungen tun soll - aber das macht hell in der Birne!)

    Edit: Warum haben die bereits eine BDS-Truppe aufgemacht? Weil ich während der DSB-Kaderberufung Anfang des Jahres mit ihrem Vorsitzenden eines abends beim Bier zusammengesessen habe und wir uns über "Neue Wege im Schießsport" unterhalten haben. Ich werde in die Hölle kommen und von Herrn Furnier vorher höchstpersönlich exkommuniziert werden. Hoffentlich gibt es dort in der Hölle genug Munition.

    Und wenn man auf einen Wettkampf geht, bei dem auch nur annähernd die ISSF-Regeln durchgesetzt werden (also alle internationalen Wettkämpfe und solche, die der Bundeskaderversorgung dienen) - dann ist die Jeanshose, insbesondere die blaue, ein No-Go. Auf jeden Fall für Sportler, ggf. auch als Trainer bekommt man einen Rüffel.

    Darum trage ich da meist aus reiner Bequemlichkeit eine schwarze Hose im Jeansstile aber nicht aus typischem Jeansstoff. Obenrum T-Shirt vom Verein und Trainerjacke oder Vereinsjacke.
    Meine jungen und meist ranken Sportler halte ich jedoch dazu an, von oben bis unten Sportbekleidung in Vereinsfarben oder ihre Kadersachen zu tragen. Allein schon, um sinnlose Diskussionen mit den KaRis zu vermeiden. Schadet nämlich dem Ergebnis. Als Schuhe empfehle ich Gewichtheberschuhe. Kosten nur die Hälfte von Pistolenschuhen.

    Im Thread "Neue Wege" wurde nach den REGELN gefragt.

    Die sind in der Tat nicht sehr eindeutig - ich beziehe mich hier auf die SpO des DSB in den Kugel-Standarddisziplinen.

    Im Allgemeinen Teil steht:

    Kleidung mit Sponsorenemblemen sind auch noch extra geregelt (0.16.6), aber hier eher uninteressant.

    Bei Gewehr geht es eher darum, dass das Außenskelett reglementiert ist. (SpO 1.2)

    Ausnahme: Unterhebelgewehr:

    Zitat

    1.7.3 Bekleidung
    Zugelassen ist: Normale Alltags-/Straßenbekleidung.
    n Nicht erlaubt ist „typische“ Westernkleidung sowie feste Motorradbekleidung o. ä.;
    n Nicht erlaubt ist spezielle Schießbekleidung, wie Schießjacke nach Ziffer 1.2.3 SpO, Schießhose nach
    Ziffer 1.2.4 SpO, Schießschuhe nach Ziffer 1.2.5 SpO, sowie Schießhandschuhe nach Ziffer 1.2.6 SpO.

    Flinte:


    Für Bogen gibt es bezüglich Kleidung verschärfte Regeln! Nix BLAUE Jeans - keine "Straßenkleidung"!
    (Wer das geschrieben hat, war sicher selber blau, denn Jeans zähle ich eigentlich zur Straßenkleidung, warum dann extra Blue Jeans verbieten, wenn sowieso nur Sportdress erlaubt?)

    Bei Pistole gibt es keine derartigen Regeln, außer für die Schuhe (Knöchel darf nicht bedeckt sein), Handgelenk etc.
    Auch nichts über Hosen.

    Bei LG/LP Mixed Team müssen die beiden als Team startenden Sportler (m+w) "gleich" gekleidet sein. Ziemlich unglücklich formuliert, denn dann müßte ggf. der Mann ja Röckchen tragen. Gemeint ist natürlich, dass die Kleidung so aussehen muss, dass man schon von Weitem sieht, dass beide Pferdchen aus dem gleichen Stall kommen.

    Zitat

    Die beiden Sportler eines Teams sollen während des Wettkampfes gleich gekleidet sein und als Team des
    Landesverbands erkennbar sein. Bei Siegerehrungen müssen die beiden Sportler eines Landesverbands
    gleich gekleidet sein.

    Also, für mich persönlich kommt es nicht infrage, mich in meiner Freizeit in eine Uniform zu kleiden und zu exerzieren. Die Uniform beim Heer empfand ich als passende Arbeitskleidung.

    Habe ich auch lange so gehandhabt. Wir haben sogar in der Vereinsversammlung durchgesetzt, dass die Sportkleidung des Vereines (Shirt, Jacke) der "Schützentracht" gleichgestellt wird.

    Allerdings wenn wir Salutschießen sieht das in einheitlicher "Uniform" einfach besser aus - meine unmaßgebliche Meinung.

    Im Übrigen sind hier in meiner Umgebung mitnichten nur die DSB-Vereine "uniformiert", sondern auch die meisten BDS-Vereine.

    Kommt immer drauf an, wohin ich gehe - zu sportlichen Veranstaltungen / als Trainer mit Trainingsjacke, wenn ich aber als Vertreter des Vorstandes gehe, ziehe ich mausgrau mit lustigem Hütchen und grünem Binder an. Wenn ich dann noch Salut kommandieren darf - mit Säbel.

    Wichtig finde ich, dass jeder die Kleidung anzieht, die er als angenehm und situationsgerecht empfindet. Unsere Schützenjugend kommt sehr häufig auch zum Training in den offiziellen Jacken, zu Wettkämpfen, Ausfahrten etc. sowieso - ohne, dass das "angewiesen" wird.
    Eine gewisse Uniformität sogt für das Gefühl, in einer Gruppe geborgen zu sein.

    Btw: Womit man MICH definitiv auch bei Wettkämpfen nicht sehen wird: Mit einer kurzen oder einer Trainingshose. Ab einem gewissen Alter + Körperfülle sieht sowas nur noch lächerlich aus. Und ich fühle mich darin absolut nicht wohl!

    a) In meinen Verein stehen 25 Schüler / Jugendliche ... Die Tendenz ist immer noch steigend.

    b) Sie bringen ihre Freundinnen und Freunde mit was mir zeigt, dass sie sich bei uns sehr wohl fühlen.

    c) Bei uns herrscht eine gute Atmosphäre

    d) und dabei bieten wir noch nicht einmal so etwas wie Blasrohr- oder Lichtpunktschießen an!

    e) Leider ist es aber so, dass ich nur fünf der jungen Leute zum richtigen sportlichen Schießen und zur Teilnahme an Wettkämpfe bewegen kann.

    Ich denke, ihr macht alles richtig. Wenn die Atmosphäre stimmt und sogar der Angang mitgebracht wird (b, c), dann ust viel gewonnen. Unsere Schießkinder kommen zum Schießen und verschwinden wieder sofort, dabei könnten sie doch auch zum "Stammtisch" gehen (mit einer Limo). Tun sie aber leider nicht.

    Hier mal den vom DSB. Fand ich auch sehr gelungen.

    Auf dem Flyer sind die Elemente der "Faszination Lichtschießen" drauf: Koordination, Geschicklichkeit, Grips und Konzentration.

    Wir richten dieses Jahr das erste Mal die LM Lichtpunkt aus - sowohl mit "Faszination" als auch "wettkampforientiert".

    "Faszination" richtet sich insbesondere an die Kleineren, Jüngeren - Schießen ist aufgelegt und dazu gehen in die Wertung noch sportliche spiele ein wie zum Beispiel Seilspringen (Koordination, Athletik), Käsebrett (Hand-Auge-Koordination, Frustrationstoleranz ...), Puzzle (Geduld, Grips) oder oder oder.

    "Wettkampforientiert" ist im Prinzip das Pendant zu Luftgwehr / Luftpistole Schüler: 20 Schuss freihändig, im Prinzip gleicher Ablauf wie LG/LP.

    Die ganz Kleinen (Schüler 4) dürfen lt. SpoO nur "Faszination". Trotzdem kamen von den Gewehrtrainern fast nur Meldungen für "Wettkampforientiert" - und dann noch mit den falschen Altersklassen. Mal sehen, ob die Teilnahme an der LM bei manchen ein Umdenken in Gang setzen wird. Denn "Kinder trainieren anders". (spielerischer)

    Ich besitze so ein Teil und befülle damit seit 2019 mein Anschütz LG.

    Son Teil hatte ich 3x. Habe ich 3x getötet. Aber ich fülle auch für meinen Talentstützpunkt die Preßluftflaschen damit. Seit etwa einem Jahr habe ich einen britischen Kompressor für rund 1,3 k€, der seine Arbeit macht ohne zu klagen. Nur ziemlich viel Silikon-Öl verbraucht.

    daß der M44 (nicht M43, Califax!)

    Du hast recht, ich meinte wirklich den M44 - allerdings hatte der sehr viel seltenere lange M43 bereits auch schon ein Klappbajo.
    War aber eigentlich zu schwer für den Muschik, darum dann der kurze, führige M44 für den Häuserkampf.

    Nein, kann ich nicht. Und es ist auch für mich vollkommen unverständlich, wenn gerade beim DSB, wo so viel auf exakte Originaltreue Wert gelegt wird, gerade dem M43 verboten wird, so zu schießen, wie er gebaut, gedacht und auch benutzt wurde - nämlich mit ausgeklapptem Bajonett.

    Es verlangt ja auch niemand, dass eine Waffe mit eingeklapptem Schaft geschossen wird.