Beiträge von Califax

    (Alles zu Pistole, nicht Gewehr:)

    Im Ernst: Als unsere Tochter - unser erstes Versuchskaninchen als Trainer bzw. eigentlich der Grund, warum meine Frau und ich Trainer geworden sind - das erste Mal die 120 von 200 geknackt hatte, waren wir überglücklich. Das Kind entwickelte sich später zum C-Bundeskader, bis sie diese Karriere aufgrund ihres Studienwunsches beendete. Sie war übrigens mal mit exakt 180 Ringen Deutsche Meisterin in LP Schülerinnen. Unser Sohn schaffte es zwar auch mal dort aufs Treppchen, aber "nur" Bronze.

    Ein normal begabtes Kind beginnt - wenn man vorher Lichtpistole geschossen hat - seine LP-Karriere mit ca. 120 Ringen. Die talentierten mit 130 bis 140 Ringen. Wenn eine Schüler mit der LP die 140+x knackt, wird er/sie Landeskader. Dann sollte natürlich zügig der Weg zu 150 - 160 Ringen erfolgen - und ja, 170 sind für die talentierten Schüler auch drin. Leider meist nicht sicher und wiederholbar.

    Wer dann die 180 erreicht, ist ein Ausnahmetalent. Ich habe gerade eine, die mit über 190 den sächsischen Rekord geknackt hat. Aber ob sie bei der DM ihre Nerven behält, werden wir sehen. sicher ist in dem Bereich absolut nichts.

    Lieber LT50

    was rauchst du? Das möchte ich auch haben, denn das muss gut sein!

    Also Schüler sollten 170 Ringe bringen das ist mit leichtem Talent und Umsetzung des Technikleitfadens des dsb ohne Probleme möglich.

    Mit 170 Ringen war man letztes Jahr bei der DM - Luftpistole Schüler m 2.10.20 - Platz 24/25 von 82 Startern.
    Deutscher Meister wurde man mit 181 Ringen.

    Bei den Schülerinnen - 2.10.21 - wurde man Deutsche Meisterin mit 184 Ringen und 170 bedeuteten Platz 26/27 von 95 Startern in München.

    --> Also in beiden Fällen 170 Ringe = sichere Drittelmedaille.

    Das findest du "normal" und "ohne Probleme mit leichtem Talent möglich"?

    Wie viele Deiner persönlichen Schützenkinder schaffen das?
    (Letztes Jahr nur eine von meinen Schülerinnen - und wir sind diesbezüglich in ganz Sachsen die Nummer 2 nach Dresden;
    dieses Jahr hoffe ich, dass es ein paar mehr sind, die das schaffen, sind ja auch älter geworden)

    bei Schülern die schlechten Schüsse weg lassen

    Ja, das sage ich auch immer. Nicht nur bei den Schülern. Nützt nur absolut nichts.

    Wichtig ist vor allem das das Material passt Schüler mit junior lupi schießen lassen oder p11 von fwb. Der Griff nicht zu groß und richtig abgestimmt.

    Diese Weisheit werde ich mir im Kalender rot anmalen. Und meinen Beutel mit LP-Griffen diverser Größen wegwerfen.

    Ein Trainer kann max. 3 schützen gleichzeitig betreuen. Macht nicht das Training mit alle zusammen auf einmal min. 2x pro Woche 1-2h einmal Wettkampf Training 1x Technik Training. Beim Wettkampf Training können alle gleichzeitig kommen und schießen.

    Wir sind 2 Trainer + einer in Ausbildung und haben 25 Kinder, die wir trainieren: In den Disziplinen "Faszination Licht", "Licht wettkampforientiert", "LP 10m", mLP "Standard", mLP "Mehrkampf", SpoPi 30+30. Wir sind 2-3 Tage (= 8 TE) in der Woche zum Training auf dem Schießstand zzgl. der Wettkämpfe.

    Nebenbei sind sind wir auch noch vollzeit-berufstätig. Und selber Sportschützen.

    Wer das Geld nicht hat kann den Sport nicht machen oder der Verein muss das stemmen.

    Wir nehmen gerne Spenden entgegen.

    Macht man zielführende Jugendarbeit mit guter Betreuung schießen die Schüler auch kaum ins weiß und wenn ist es sicher jede Vorsatzscheibe wert....

    Dann kläre mich bitte auf, wie das gemacht wird.

    Wir selbst schießen auf 10m nur LuPi. Bis die jungen Padawane (m/w/d) wirklich (relativ) sicher den Spiegel treffen, dauert Jahre.

    Und dabei schaffen wir es, dass weit mehr als die Hälfte unserer Nachwuchsschützen sich zur DM qualifizieren. Fast alle alle sind nach 1-2 Jahren Landekader. Trotzdem sehen die Passepartouts relativ schnell aus wie Schweizer Käse. Da machen wir offenbar was falsch.

    Wenn wir junge LG-Schützen aus anderen Vereinen bei unseren Wettbewerben haben, dann lochen die auch häufig und nicht wenig die Vorsatzscheiben.

    Da musst du uns wirklich mal erklären, wie wir 9-14 Jährige zu Snipern machen. Du trainierst nur Bundeskader?

    Für zehn Hunnis bekommt man nicht mal eine vernünftige Luftpistole.

    Und wenn wir über "Tuning" reden, sollte man vorher etwas über die Grundwaffe wissen.

    Man könnte zum Bleistift eine Glock 17 nehmen und dann alles ersetzen, worauf das Glock-Logo ist.
    Die Glock 17 Gen. 4 bekommt man bei Frankonia für 663 Euronen.

    Man kann auch eine Norinco 1911 in 9mm nehmen, die gibts für weniger als 5 Scheine.
    Da kann man tunen, was das Zeug hält. auch hier alles ersetzen, was von Norinco stammt.

    Eine aus der Box wirklich gut schießende Waffe - egal, von welchem Hersteller - bekommt du ab 2500,- €.

    Kann es sein das hier vom Thema abgedriftet wird X(,was hat es damit zutun ( Betreuung von Gastschützen):/

    Aber als ich dann das erste Mal als junger Soldat direkt an der innerdeutschen Grenze stand, da habe ich mich schon gefragt, was machen wir hier denn eigentlich für einen Wahnsinn.

    Betreuen von Gastschützen von der anderen Feldpostnummer?

    Spaß beiseite, Onkel Ernst kommt!

    Wir werden hier das Problem nicht regeln können, das müssen die betroffenen Vereine ganz alleine tun.
    Aber zu dem Thema hat mir mein Chef zum Geburtstag ein Buch geschenkt - wobei ich ihn im etwas späteren turnusmäßigen Personalgespräch gefragt habe, was er mir denn damit genau sagen wollte: Er will weiter mit mir arbeiten. OK.
    Dazu mal als Zusammenfassung das Buch als Kurzfilm:

    Die Mäusestrategie

    Btw: Wenn ihr einen absolut wasserdichten und wirklich alles beinhaltenden Nutzungsvertrag haben wollt, beauftrag @webnotar (aus Waffen-Online) mit der Formulierung. Wird keiner verstehen, was drinne steht, ist - wie gesagt . aber juristisch absolut wasserdicht. Cave: der Notar schreibt Rechnung!

    Wir bekommen eine Anfrage. Die besprechen wir im Vorstand. Wir legen mögliche Kapazitäten fest.
    Wir machen dem anfragenden Verein ein Angebot unter der Maßgabe, dass sämtliche Schäden gem. unserer Preisliste zu begleichen sind. Wir leiten dem anfragenden Verein ein Angebot zu, dass sie annehmen oder ablehnen können.

    Wir checken, ob nach dem Schießen alles so ist, wie es sein soll.
    Einen extra Vertrag machen wir nur, wenn der anfragende Verein das wünscht (Stichwort: "geregelte Nutzung einer Schießanlage").

    Apropos "geregelte Nutzung":

    Als ich noch - ist schon ein paar Jahre her - Sportwart in einem kleinen BDS-Verein war, der keinen eigenen Schießstand hatte, habe ich mir Null-Verträge von den umliegenden Schießständen geholt, die wir für die Befürwortungen brauchten. Darin stand jeweils, dass unsere Mitglieder den "Stand xyz" zu den jeweiligen Öffnungszeiten und zu den jeweils aktuellen Standnutzungspreisen /-konditionen und auch nur bei freien Standkapazitäten als Gastschützen nutzen dürfen. Hat das Landratsamt damals problemlos anerkannt - und wenn ich bei den Vereinen begründete, wofür ich das brauche, hat mir auch jeder seinen Stempel draufgedrückt.

    Alle Stände meiner Umgebung akzeptieren zu den veröffentlichten Öffnungszeiten Gastschützen mit und ohne WBK. Muss halt nur was frei sein. Wenn ich z.B. 100m schießen will, gehe ich auch zum Nachbarverein und lege eine Handvoll Dollar äh ... Euro, eher zwei Hände ... auf den Tresen. Das ist hier ganz normal.

    Dieser Thread hat sich zu einer Werbeveranstaltung von Sport Quantum entwickelt. Das kann doch nicht der Sinn dieses Forums sein.

    Doch, genau das. Es gibt ein neues Produkt am Markt, das anders ist, als die bisherigen.

    Dieses wird - natürlich - kritisch, ja misstrauisch betrachtet.

    Hier haben wir Informationen erhalten, die der geneigte Schütze und auch Offizielle für seine Entscheidungsfindung verwenden kann. Wer Werbung nicht von echter Info unterscheiden kann ... obwohl ... die letzten 3 Jahre ... ich gebe mich geschlagen.

    Und so träumt jeder die Realität die er sich wünscht.

    Wer träumt, der sündigt nicht.

    Im Übrigen ist die Realität in deinem Heimatdorf eine andere als in meinem Dorf.

    Califax engagiert sich um den Interessierten den Schiesssport und den sicheren Umgang mit den Sportgeräten zu zeigen.

    In der Tat.

    Gerade die jüngeren interessieren sich z.B. für BDS.

    Nun ja -teils-teils. Ich habe auch sportlich engagierte Trainingskinder, die lieber beim DSB bleiben und denen die vielen Disziplinen des BDS zu unübersichtlich sind. Es gibt nicht eine richtige Antwort, die für jeden zutrifft. Ich sehe das vollkommen wertneutral: Hauptsache, es macht so viel Spaß und Freude, dass man dabei bleibt, auch wenn sich die persönlichen Verhältnisse ändern.

    Ein gleich starker oder stärkerer Verband neben dem DSB würde vieles leichter machen.

    Starke Verbände sind gut - aber auch eine gewisse Gefahr. Macht macht korrupt. Oder dumm.
    (man schaue mal, was gerade in der Berliner Geschäftsstelle des BDS abgegangen ist - und beim inzwischen umbenannten FWR)

    BDS ist eher eine Erscheinung der Großstädte bzw. Ballungsgebiete. Auf dem Land kennt man es weniger.

    Ist das im Goldenen Westen so? Im Wilden Osten ist es regional unterschiedlich. Aber es sollte mich nicht wundern, wenn es langjährige Sportschützen gibt, die, wenn man sie nach ihrem Verband fragt, erstmal auf ihren Ausweis schauen müssen.

    Wir sind hier auf dem Land - und in meiner Region halten sich DSB und BDS so ziemlich die Waage. Ehrlich gesagt: Wo es DSU, BDMP oder Reservistenvereine hier gibt, weiß ich nicht. Man lebt doch sehr in seinen eigenen Blasen.

    nur ignoriert er die Tatsache das die Feuerwaffen in den letzten Jahrzehnten im sportlichen Schießen unter der ISSF über die wir hier reden abgenommen hat.

    Upps - ich ignoriere. Nein, tue ich nicht.

    Ja, die ISSF - eigentlich das IOC - favorisiert Waffen und Disziplinen, die sich gut vermarkten lassen. Da geht es weniger um Sport, mehr um Kommerz. Isso. Kannste glauben. Genau wie beim Fußball - die sind keinen Deut besser.

    Je kleiner und schwächer die Kaliber sind, um so eher und billiger kann man einen publikumsfähigen Stand bauen.

    Aber die Leistungssportler, die durch Schießen ihr Einkommen erzielen (weil die bei den Bewaffneten Organen unserer Republik angestellt sind) kann man an wenigen Händen abzählen. Die Masse der Sportschützen sind Freizeitschützen. Mehr oder weniger wettkampforientiert.

    Ein Herr Sprave hat in einem anderen Forum offen gesagt, dass er als Unternehmer vom rigiden Waffengesetz der Bundesrepublik profitiert. Ja, das tun auch wir als Verein. Die Pflichten, die man hat, um eigene private (in Deutschland) erlaubnispflichtige Waffen besitzen und benutzen zu dürfen, spielen uns - und den Verbänden in die Hände. Wäre das nicht so, würde man sich flexibel umorientieren. Da es aber heute so ist, kann und sollte man das Beste aus der Situation machen.

    Ich persönlich würde den Schießsport aufgeben, wenn Lichtpunkt und Kalte Gase das einzig noch Erlaubte wäre.
    Obwohl ich beides heute fördere, trainiere. Darin sehe ich übrigens keinen Widerspruch: Roller und Fahrrad sind toll. Aber ich möchte auch gern motorisiert reisen.

    Der eingemietete Verein hat hier rechtlich nach meiner Einschätzung nichts in der Hand.

    Sehe ich auch so. Rein rechtlich kann der Hausherr die Regeln machen - ob jemand das Angebot annimmt, ist seine Sache.

    Der "Verband" hat hier gar nichts zu tun - denn es mag gefühlt unsportlich sein, aber der vermietende Verein hat sich seine Anlage aus seinen Mittel (sicher auch Fördermitteln, aber das ist zweitrangig) gebaut, betrieben und instand gesetzt.

    In mein Haus kann ich gerne Gäste aufnehmen und bewirten - aber ich würde mich von niemandem, auch vom Staat nicht (ohne mich zu wehren) zwingen lassen, Gäste aufzunehmen, die ich nicht reinlassen will. Mein Haus - meine Regeln. Darum habe ich eine Haustür, die ich abschließen kann.

    Wenn der Verein mit dem schönen Stand nicht vermieten will - oder zu unannehmbaren Konditionen - ist das zwar ausgesprochen arschig, aber rechtens. Es gibt kein Recht auf nette Nachbarn.

    Dem Verein ohne eigenen Stand bleiben nur 3 Optionen: a) einknicken und bluten, b) anderen Vermieter suchen und die schlechteren Trainingsbedingungen akzeptieren oder c) Geld in die Hand nehmen und sich was Eigenes bauen. Ja, inzwischen richtig viel Geld und einen langen Atem, ich weiß.

    Meine Fresse, was für Arschlöcher!

    Unser Stand - der wohl schönste und multifunktionellste Indoorstand im Umkreis von mindestens 50 km, eher 100 km - wird natürlich auch an umliegende Vereine vermietet, die mit uns jeweils entsprechende Nutzungsverträge abschließen.

    Einer davon wird von einen unserer Vereinsmitglieder geleitet - eine absolut leistungsorientierte Truppe, die unseren Verein bei Wettbewerben alt aussehen läßt. Wir sind der große, behäbige Verein mit vielen Mitgliedern, aber eben auch vielen nicht so sehr aktiven (die zahlen, machen aber nichts kaputt) - Der andere, eingemietete Verein hat als Regel, dass jedes Mitglied aktiver Wettkampfschütze sein muss.

    Wir haben Preise und Nutzungszeiten ausgemacht - unsere Gastvereine haben einen eigenen (elektronischen, also nachvollziehbaren) Schlüssel zu unserem Stand. Das geht auf Vertrauensbasis. Wir schauen regelmäßig nach Schäden und die werden i.d.R. auch problemlos beglichen.

    Was unsere Gäste mit ihren Gastschützen treiben, interessiert uns nicht die Bohne. Die haben die Gesetze und den Vertrag einzuhalten - nicht mehr und nicht weniger.

    Als "allerbesten Weg" boten sie an, dass sich unser Verein auflöst und komplett in die Gilde eintritt X(

    Lass die sich alleine ficken und sucht euch einen anderen Stand. Mit solchen Gestalten macht man keine Geschäfte.

    Schuhe gibt's da empfiehlt der Trainer dann Gewichtheber Schuhe weil die billiger sind.

    Meine Jugendlichen brauchen jedes Jahr neue größere Schuhe. Deren Eltern sind leider nicht Reemtma oder sonstige Millionäre oder Bundesbeamten, die linksgrüne oder jungsozialistische Kinder haben, um ihr Vermögen weiter zu pushen. Unsere Eltern sind i.d.R. Zahnarzthelferinnen, Elektriker, Schreiner und sonstige hart arbeitende aber nur mittelmäßig verdienende Leistungsträger.

    Da macht es einen Unterschied, ob die Sportbotten der Blagen einen Fuffi billiger oder teuer sind.

    Spenden nehmen wir natürlich gerne an.

    Califax

    Was sind „Bussgelder von den Gerichten“?

    Z.B. dieser "Sänger" Gil Ofarim oder wie der Spitzbube heißt, der einen Hotelangestellten versucht hat als bösen Antisemiten hinzustellen.

    Der Lügenbaron sollte 10.000 Ocken Geldstrafe an jüdische Stiftungen leisten - was er aber bis heute nicht getan hat.

    Das kann also, wenn man als gemeinnütziger Verein Glück hat, richtig viel Geld in die Kasse bedeuten.
    Oder eben nicht, wenn der Verurteilte nicht zahlt.

    Im Gegenzug muss man sich verpflichte, dem Gericht regelmäßig und zeitnah Rechenschaft über geleistete Zahlungen der armen Sünderlein abzulegen.

    Was mir persönlich an dem RedDot nicht gefällt ist das rote Ziel, aber das ist Geschmacksache.

    Es gibt jetzt auch schwarze - die mehr oder weniger gut funktionieren, wie wir in Suhl gesehen haben.
    (Roter Laser geht 1a durch rote Farbe durch. Bei Schwarz muss das fein gerastert sein und nimmt viel Lichtenergie weg)

    Normalerweise hängt man an solche Kommentare noch ein alles entschuldigendes Grinsemännchen.

    Nein. lieber Hansaxel - da hat CoolMint genau geschrieben, was er gedacht hat.
    Und dafür sollte, darf man sich nicht entschuldigen - denn das ist freie Meinungsäußerung.

    Du fragtest, was mit den vielen Sportschützen ist, die keine WBK anstreben:

    Meine Antwort: "Nicht mein Problem!"

    Wer den Schießsport ohne erlaubnispflichtige Waffen ausüben will, soll das gerne und nach seiner Facon tun.
    Tue ich auch - denn ich habe und nutze auch "Sportgeräte", die zumindest ab 18 frei verkäuflich sind,
    sowohl für den regelbasierten Sport als auch für den Fun. Warum nicht?

    Deine provokative Frage werde ich jetzt ganz provokativ beantworten:

    Wer sich veränderten Bedingungen nicht anpasst, kann (und wird früher oder später) untergehen.
    Den Nachwuchsmitgliedern eine WBK schmackhaft zu machen, ist für jeden Verein EINE gute Möglichkeit der "Kundenbindung".
    Es gibt sicher auch ANDERE zielführende Ansätze.

    Denn man holt sich die Kinder mit 8 bis 12 Jahren. Bildet sie mit hohem Aufwand zu passablen Sportschützen aus.
    Mit 14 macht man sie fit für SpoPi 30+30 oder auch Liegend oder 3-Stellung. Vollkommen egal.
    Mit 16 haben die Nicht-Gymnasiasten Prüfung und gehen in die Ausbildung.
    Die Gymnasiasten sind mit spätestens 18 Jahren entweder in der Ausbildung oder beim Studium.
    Die Hormone verlangen nach Sex. Das andere Geschlecht wird nicht nur interessant, sondern richtig wichtig.

    ("Wenn die Schamhaare gegen den Slip drücken, wird es schwierig für den Schießsport" - Zitat eines inzwischen im Ruhestand seienden Trainerkollegen)

    Auf gut Deutsch: Die meisten sind dann erstmal weg. Ob sie wiederkommen, steht in den Sternen.

    Haben sie jedoch Blut geleckt und und sich irgendwas "Geiles" gekauft, so müssen sie Mitglied bleiben und zumindest ein Mindestpensum an Training absolvieren. Man verliert sie nicht aus den Augen. Und wenn sich sowohl die berufliche als auch die familiäre Lage normalisiert hat, sind sie wieder da und sind aktiv. Zwei von denen sind jetzt in unserem Vorstand.

    Aber macht ruhig weiter wie 1960, ist auch schön und kuschelig.

    Wir haben jetzt im Verein einen eigenen Drittmittelbeschaffer.

    Bei der letzten Versammlung habe ich unseren Mitgliedern klargemacht, dass ich und auch der Schatzmeister es nicht schaffen, uns um Fördermöglichkeiten und sonstige Drittmittelbeschaffung (Sponsoring, Spendenakquise, Bußgelder von den Gerichten ...) zu kümmern.

    Ehrlich gesagt habe ich dazu auch überhaupt keinen Bock, denn dann hätte ich auch Verkäufer oder Buchhalter werden können.

    Ich bin sehr froh, dass sich einer gefunden hat und sich nun um diesen Sch ... kümmert - denn wenn man das nicht aktiv tut, geht dem Verein richtig viel Geld flöten.

    Geht rein um die Darstellung des (olympischen) Schießsports im öffentlichen Raum.

    Apropos "öffentlicher Raum" - als wir im Corona-Lockdown waren, hatten wir die kühne Idee, draußen mit unseren RedDots zu trainieren. Vergiß das! Sobald Sonnenstrahlen auf die Ziele fallen, funktionieren sie nicht mehr - mit den putzigsten Anzeigen von diversen Sondereichen. Auch bestimmte Strahler, nämlich die auf unserem 25m-Schießstand, störten.

    Am besten geht das in ganz normalen Innenräumen und verhängten Fenstern. Hier haben wir keinerlei Proleme gehabt.