Beiträge von Califax

    Mein Verein darf eine öffentliche Anlage nutzen. 25m sind definitiv möglich; 50m wahrscheinlich auch, denn es wurde dort Gewehr geschossen (eine 25m Disziplin für Gewehr gibt es nicht, oder?). Allerdings bräuchte ich die 50m für die Freie.

    Mit diesen beiden geregelten Schießmöglichkeiten ist doch alles o.k.
    Den Voreintrag benötigst du allein für die (mehrschüssige) Sportpistole und nur dafür muß der Verein (bzw. der Schützenmeister...) den geregelten Zugang zu einem geeigneten Stand bestätigen.
    Das liegt offensichtlich vor.

    Für die Freie Pistole benötigst du nur eine Gelbe WBK, die dir als Sportschütze (1 Jahr, genügend Trainingseinträge, Sachkunde, saubere Weste...) auf Antrag "einfach so" zusteht. Was du darauf - ohne Voreintrag! - kaufst (im Rahmen der Erlaubnis: Einzelladerlangwaffen, Repetierlangwaffen mit gezogenem Lauf, Perkussionsrevolver, einschüssige Pistolen gleich welchen Kalibers...) ist dir überlassen - es muß nur in irgendeinem staatlich anerkannten Verband eine passende Disziplin geben. Dass es relativ sinnfrei ist, etwas zu kaufen, was man in näherer Umgebung nicht schießen kann, steht auf einem anderen Blatt.

    Die Frage ist also:
    Habt ihr einen Stand, auf dem man 25m schießen kann? (Wenn es nur einen 50m-Stand gibt, kann der auch auf 25m genutzt werden?)
    Wenn ja, mit wie viel Joule?
    Gibt es Beschränkungen bezüglich der Waffenart oder des Anschlages?

    Für SpoPi braucht man keine elektronische oder Drehanlage. Das Drehen kann man - zu Übungszwecken - auch mit einem handelsüblichen Timer simulieren.

    Die Überprüfung der "schießsportlichen Aktivität" gerade von solchen, die sich lange nicht mehr auf dem Amt haben sehen lassen, wird hier betrieben, seitdem ich Sportschütze bin. Und das sind ca. 15 Jahre. Ob mit oder ohne (echte) Rechtsgrundlage - viele haben dann ihre Waffen "günstig" verkauft, weil sie sich nicht aufgerafft haben, mit dem Amt zu streiten.

    Das Problem ist, daß die Adler-Scheiben wesentlich teurer sind als die bislang verwendeten, die die exakten Maße aufweisen.
    Wenn jetzt Schütze Dödel einen schlechten Tag hat und nur Fahrkarten produziert - und darum Protest einlegt "Ich hätte aber auf die DSB-Adlerscheiben viel besser getroffen!", dann kann ggf. der gesamte Wettkampf wiederholt werden müssen. Für alle.

    Ich kenne solche Prozeßhanseln persönlich aus eigener Erfahrung. Eine Schande für den Sport, aber reale Menschen.

    Was mich absolut ank**t ist, daß der DSB (bzw. seine Technische Kommission) offensichtlich auch nicht besser ist als die FIFA, Formel 1 und andere mafiöse Strukturen im Sport.

    Eigentlich müßte man dann bei der DM in München auch Protest einlegen, da die elektronischen Anlagen ja auch kein DSB-Adler-Logo haben. Nur so aus Stinkstieflichkeit und Bosheit. 50 Eus wäre mir der Spaß wert, diese Geschäftehuber mal in die Öffentlichkeit zu zerren.

    Das ergibt sich aus 0.4.1 SpO. Da steht drin, dass für Meisterschaften "die zu den Deutschen Meisterschaften qualifizieren" nur Papierscheiben mit Signum verwendet werden dürfen (und elektronische Scheiben).

    Und das ISSF-Signum gilt nicht?


    Zitat von DSB-Sportordnung 2015

    0.4.1 Wettkampfscheiben
    Bei den Meisterschaften des DSB dürfen nur vom DSB zugelassene Wettkampfscheiben (0.20 Anhang ) und
    elektronische Scheiben verwendet werden. (Regel 0.4.3 ff.)

    Von "Signum" lese ich gar nichts - und es ist im Anhang 0.20 auch nicht erwähnt.

    Gestern kam unser Sportwart auf den Druckluftstand und inspizierte unsere Schießscheiben. Wir nehmen die ganz normalen von Krüger.
    Er müßte dann noch für die anstehende Kreismeisterschaft andere Scheiben besorgen, nämlich nicht von Krüger mit ISSF-Signet, sondern solche mit dem Schwarzen Geier drauf.
    Ansonsten könne jemand die Meisterschaft anfechten.

    Das war mir neu.

    Daraufhin habe ich die Sportordnung 2015 zur Hand genommen - die dort in Anhang 0.20 abgebildeten Scheiben weisen überhaupt kein Signet auf.
    Nur die exakten Maße sind angegeben.

    Wer weiß was dazu?

    OK.
    Mein M1 Carbine. WK II-Fertigung.

    Aufs Bild klicken für volle Sicht. Ist nur der Preview.
    Sportlich schieße ich das Kindergewehr natürlich ohne die gezeigten "Anbauten" wie Riemen, (originales) M4-Bajo und Schafttasche. Saginaw-Fertigung 1943. Präzision ist gut, hat für einen Landesmeistertitel in 50m Präzision Selbstladegewehr KW-Patrone gereicht (in dieser BDS-Disziplin ist das M1 Carbine ausdrücklich zugelassen, leider nicht auf Fallscheibe, da wäre es nämlich unschlagbar).

    Ich habe gehört (aber keine belastbare Quelle), daß ab 2016 (wieder?) angedacht wäre, für die Jugendklasse männlich Olympisch Schnellfeuer bzw. Freie Pistole (Pistole 50m) wieder für das "normale Wettbewerbsprogramm" (KM, BM/GM, LM, DM) auszuschreiben.
    Wer weiß dazu etwas, möglichst mit Quellen?

    Danke!!!