Beiträge von Perfekte10

    Für den Einstieg sind ja oft Vereinsklamotten vorhanden, die zwar nur selten zu 90% passen.
    Wenn ein Schüler oder Jugendlicher dann was besseres benötigt gibt es ja seit längerem schon diverse „Leihbörsen" wo man sich passende Klamotten für einen günstigen Betrag leihen kann und wenn man rauswächst bekommt man die nächste Ausstattung. Das gab es zu meiner Anfangszeit nicht, und da waren Sauer, Kustermann oder Klingner auch schon recht teuer.


    Gänzlich ohne Klamotten bleiben die Jugendlichen aufgrund fehlenden Erfolges wahrscheinlich nicht bei der Stange.

    Ich nehme an mit Erfolg meinst Du viele 10er. Da könnte man dann ja auch die Scheiben einfach wieder größer machen.


    Und zum Thema Gesundheit - muss ein Sportgewehr 5kg wiegen?

    Ich wäre - im Gegensatz zu dem was Omega24v dazu meint, dessen Ansichten ich in aller Regel sehr schätze - immer noch für eine weitgehende Abschaffung der Spezialbekleidung. Alleine aus Kostengründen um Nachwuchs zu gewinnen der dann auch langfristig dabei bleibt. Gleichwohl würde auch mir das bei den Ergebnissen extrem zu schaffen machen, aber ich war auch bei der Neuordnung der Altersklassen schon einer der absolut benachteiligten…..

    Was wir da im Schießsport in den letzten Jahrzehnten an Entwicklung hingelegt haben ist ja selbst innerhalb unserer Blase nur noch einem Bruchteil zu vermitteln … immer kompliziertere Finalregeln, immer höhere Ergebnisse, Zehntelwertung die kaum noch nachvollziehbare Ergebnisse liefert und dazu geführt hat, dass es kaum noch eindeutige Favoriten und damit Vorbilder gibt usw. usw.

    Unser Sport hat schon genug Probleme (Kosten, Waffenaufbewahrung, Ansehen in großen Teilen der Bevölkerung), wir müssen uns auf den Weg machen! Aber ok, das gelingt uns ja selbst in zentralen Fragen der Politik nullkommanull….

    Vor Jahren hatte der RSB sich mal an einer Strukturreform versucht.

    Bestens vorbereitet vom damaligen langjährigen Landessportleiter Bernd Fronnert aber vom seinerzeit amtierenden Präsidenten so schlecht „verkauft“, dass die große Mehrheit der Pöstchenskleber die Oberhand behalten hatte.


    Damals sollten die Bezirke abgeschafft werden. Ein im Nachhinein ein noch mehr als sinnvoller Vorschlag.

    Eine Meisterschaftsebene weniger, weniger Fahrtstrecke zu Meisterschaften, weniger Personalbedarf sowohl für Vorstandsposten als auch zur Ausrichtung von Wettkämpfen usw.

    Dazu noch die RWK hauptsächlich runter in die Kreise und nur ganz wenige übergeordnete Klassen….ich bin der Meinung das hätte viel gebracht.

    Und dann wären vielleicht auch mehr Schützen bereit, einmal im Kahr für ne LVM weiter zu fahren.



    Gerade im RSB mit seinen drei Gebieten fände ich eine Lösung gut in der die Gebiete jeweils eine "Gebietsmeisterschaft" ausführen könnten, dann gibt es halt drei "Gebietsmeister" anstatt einem Landesmeister. Zudem könnte man auf kleineren Anlagen schießen und müsste nicht das LLZ Dortmund mieten, das ja nichtmal im Verbandsgebiet liegt.
    Ich denke das würden viele aktive Schützen unterstützen, denn die LVM ist auch nur eine Quali zur DM.
    Gerade in Zeiten stark sinkender Teilnehmerzahlen sollte man sich als Vorstand mal Gedanken machen warum immer weniger Leute zur LVM fahren oder allgemein an Meisteerschaften teilnehmen.

    Da gäbe es ja noch eine andere, wesentlich einfachere Lösung……


    Und weil irgendwo bei einem der Vorredner die Aussage „eine LVM sollte ja auch ein wenig Flir haben“ gefallen ist …. Letztes Jahr LVM 3x20 in Ratingen….ne Handvoll Teilnehmer, stickiger Keller, fast 40 Grad und nicht mal ne Flasche Wasser gab es zu erwerben…. So viel zum Thema Flair.:cursing:

    Zitat

    Zitat von Omega24v

    Wenn man selbst aus der Mess und Regeltechnik kommt, leuchtet das sofort ein, aber im Sportvorstand der ISSF oder des DSB kommen solche Argumente nicht an.



    Was will man erwarten wenn bei der DM Jurymitglieder auf den Stünden rumlaufen die nicht einmal die Grundrechenarten beherrschen……und wenn man helfen will (betroffen war mein armer Standnachbar, ich hatte meinen Wettkampf bereits beendet) wird man blöd angepflaumt =O

    Da werden kleine Geister die einen schönen Ausweis um den Hals gehängt bekommen auf einmal gaaaaaanz groß.

    💪🏻

    Hier muss ich meinen LV in Schutz nehmen: Die, die dort in der Geschäftsstelle arbeiten, tun das mit großem Engagement und fast ehrenamtlich. Da wird jeder halbe Groschen 3x umgedreht und möglichst dem Sport zugeführt.

    Sehr vorbildlich, geht also ;)

    Zu den Kommentaren von Callifax und Omega24V.

    Also .... erst einmal vorab, ich denke es gibt auch Ingenieure die zumindest so einigermaßen mit Sportwaffen ins Ziel treffen (oder trafen in meinem Fall :P ).

    Ansonsten gebe ich Euch im Grunde Recht, möchte das Ganze aber dennoch ein wenig differenzierter betrachten.

    Natürlich haben die Asiaten ein deutlich größeres Grundpotenzial, aber das ist in allen Sportarten so. Und klar kann man in vielen Ländern dieser Welt mit sportlichem Erfolg, vor allem in Randsportarten mit Olympiasiegen, einen sozialen Aufstieg hinlegen. Aber: ist das nicht der Fall und man holt die geforderte Medaille nicht dann gibt es in China denke ich auch keine soziale Hängematte, die den Sportler auffängt. In einem Sport, in dem der Kopf eine so entscheidende Rolle für Erfolg oder Mißerfolg spielt sicher ein nicht zu unterschätzender Faktor!

    Zum Thema Trainer bzw. sportliche Verantwortliche ..... ob momentan gut oder schlecht mag ich gar nicht beantworten, dazu habe ich mittlerweile viel zu wenig Einblick. Aber ganz generell - wie kommt man beim DSB oder seinen Landesverbänden in sportlich verantwortliche Position? Ein Trainerschein ist ja vergleichsweise einfach zu bekommen. Hilfreich ist dann unter Anderem noch, wenn man ordentliche eigene Schiesssporterfolge vorweisen kann. Und dann ist zwingendes Muss, dass man sich gegenüber den hohen Herren immer genehm und duckmäuserisch gezeigt hat! Einmal in die Position gekommen hat es dann auch anscheinend nichts mehr mit den Ergebnissen zu tun, ob man den Posten behält, sondern nur, wie lange man ihn selbst machen möchte (außer man verhält sich eben nicht so, dass einem die Gunst des Präsidiums erhalten bleibt).

    Und abschließend noch etwas zum Thema Geld. Hier sehe ich es so, dass starke Ähnlichkeiten mit unserem Staat vorhanden sind. Geld (zum Beispiel zum Erhalt oder Ausbau von Infrastruktur, Bildungssystem etc.) wäre viele Jahre lang genug da gewesen, nur jetzt isses weg .... ausgegeben für anderes, unter Anderem (wenn ich mir die ein oder andere Geschäftsstelle von Landesverbänden so anschaue) für einen aufgeblähten Verwaltungsapparat (in dem vieles noch nicht mal funktioniert, ich erspare mir hier Details zu einzelnen Verbänden oder Vorgängen, aber es gibt da einige von). Jetzt muss man eben sehen, wie man mit den begrenzten Mitteln klarkommt, vielfach hilft da nur ein hartes Tal der Tränen.

    Und auch die Sportler sind oftmals ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ich erinnere mich noch, wie wir uns seinerzeit als junge Schützen einen Schießstand im Keller meiner Eltern aufgebaut hatten. Fast jeden Tag in der Woche nach der Schule wurde erst einmal auf Kurbelanlagen 2 Stunden LG trainiert. Dann Hausaufgaben und anschließend noch 2x die Woche zum offiziellen Training ins Schützenhaus. An Wochenenden, an denen keine Meisterschaft stattfand, wurden die Möglichkeiten nach Pokalschießen abgegrast etc., so dass auch mindestens 40 Wochenenden im Jahr dem Schießsport gewidmet waren. Und das alles nicht, um Olympismedaillen zu gewinnen oder in Nationalkader berufen zu werden .... der Aufwand wurde betrieben, um zumindest jedes Jahr zur Deutschen nach München zu fahren! Ohne eine gewisse Leistungsbereitschaft (und das gilt eben lange nicht nur für den Sport, das beobachte ich in der Wirtschaft Tag für Tag) wird es in unserem Land nur eine Richtung geben ....

    So, habe fertig.

    Wahrscheinlich kommt jetzt noch jemand auf die Idee dass die desolate Bilanz des DSB bei diesen wie auch den letzten Olympischen Spielen an der Auswahl der Disziplinen liegt…..

    Ich denke und glaube, dass man sich da im Aufbruch auf einen guten Weg befindet um gemeinsam aus den sicherlich nicht einfachen rechtlichen Rahmenbedingungen das Machbare herauszuarbeiten.

    Was dabei nicht hilft sind Brunnevergifter und so ewig gestrige die, wenn man mal genau zurückblickt, eigentlich nie die Verantwortung übernommen haben dafür, das etwas gutes rauskommt.

    Ich hoffe sehr darauf, dass die „Neuen“ da anders sind und auch reformfähig, denn vor den allermeisten Sportverbänden und Vereinen liegen große Reformen wenn sie in einer sich so dramatisch verändernden Gesellschaft überleben wollen.

    Kann man hier auch jemandem persönliche Nachrichten senden?

    Diese pauschalen Anwürfe gegen den Fachverband Sportschiessen Rheinland sind eine dermassen haltlose und bodenlose Frechheit dass ich mir eine öffentliche Reaktion darauf unangemessen erscheint.

    Aber langsam wird es Zeit, dem anscheinend nur noch in Selbstgerechtigkeit zerfliessendem Schmidtchen mal ein paar Dinge mitzuteilen.

    Hm….ich bin, obwohl nur in mehreren DSB-Vereinen aktiv, beileibe kein Fan des Verbandes und vor allem nicht der Mehrzahl seiner Funktionäre…..ABER…..wenn ich mir die Homepage dieses Hanseatic Gun Clubs so anschaue weiß ich wieder, warum ich dennoch der Meinung bin, der Schießsport ist beim DSB am besten aufgehoben…..

    Ich würde zunächst einmal die Mitgliederzahl auf die wirkliche Realität bringen, ohne Doppel,- Dreifach-, Mehrfachmitgliedschaften sind das geschätzt keine 900.000. Danach kann man darüber diskutieren, wie viel Beitrag pro Mitglied angemessen wäre. Von mir Kassier der DSB zum Beispiel 7x3,80€….sind also schonmal 26,60€. eine entsprechende Leistung wäre mir auch mehr wert, aber ob die wirklich durch mehr Beitrag zustande kommt? Im übrigen ist das Preis-Leistungsverhältnis beim Landesverband noch deutlich schlechter….