Beiträge von Kaminari

    Der Beitrag zeigt ein falsches Verständnis der Gewaltenteilung, so wie sie unser Grundgesetzt vorsieht. Also keinerlei "Skandal".

    Gewaltenteilung ist in unserem Grundgesetz auf unterschiedliche Weise verwirklicht. Die Gesetzgebung des Bundes liegt in der Hand des Deutschen Bundestages als Parlament, der Legislative. Die Ausführung der Gesetze liegt bei der vollziehenden Gewalt, die auch als Verwaltung oder Exekutive bezeichnet wird. Über die Auslegung der Gesetze entscheidet die unabhängige Rechtsprechung. Die Gesetzgebung ist dabei an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden (Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes – Rechtsstaatsprinzip).

    Noch etwas zur Gewaltenteilung, die hier ebenfalls angesprochen wurde: Entspricht es der Gewaltenteilung, wenn Regierungsangehörige ihre Mandate als Bundestagsabgeordnete behalten und dann über ihre eigenen Gesetzesentwürfe mit abstimmen?

    In der Verfassungsordnung des Grundgesetzes ist die Teilung der Gewalten nicht als absolute Trennung umgesetzt. Die drei Zweige der Staatsgewalt sind vielmehr aufeinander bezogen, miteinander verschränkt und kontrollieren sich gegenseitig.

    Der Gesetzgeber kann z.B. die Bundesregierung, eine Bundesministerin oder einen Bundesminister oder die Landesregierungen ermächtigen, Rechtsverordnungen zu erlassen (Artikel 80 Absatz 1 des Grundgesetzes) und ihnen damit im Einzelfall legislative Funktionen übertragen.

    Entspricht der "Fraktionszwang" der Gewaltenteilung und demokratischen Regeln? Das Parlament soll doch eigentlich die Regierung kontrollieren.

    Hat nichts mit Gewaltenteilung zu tun. Das findet rein innerhalb des legislativen Zweiges statt und hat keinen direkten Einfluss auf die Arbeit von Judikative und Exekutive.

    Entspricht es der Gewaltenteilung, wenn die obersten Richter von Bundestag und Bundesrat, also Angehörigen der Legislative und Exekutive, vorgeschlagen und gewählt werden und nicht von der Richterschaft selbst?

    Die Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts werden jeweils zur Hälfte vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt (Artikel 94 des Grundgesetzes). Das entspricht der vertikalen Gewaltenteilung zwischen Bund und Ländern (verglichen zur horizontalen Gewaltenteilung Exekutive-Legislative-Judikative)

    Entspricht es der Gewaltenteilung, wenn sich die obersten Richter während der "Corona-Pandemie" mit Regierungsvertretern zum Frühstück treffen, um auszuloten, wie weit Maßnahmen gehen dürfen, ohne als verfassungswidrig zu gelten?

    Inwieweit hat hier die Judikative die Exekutive übernommen? Oder die Regierung der Judikative vorgeschrieben, was sie zu tun hat?

    Darf man sich Deiner Meinung nach also keinesfalls einen Rat vom Experten einholen? Gerade wenn es um etwas so gewichtiges wie vorübergehende Freiheitseinschränkungen geht und - nehmen wir es jetzt mit der unvollständigen Informationslage damals - unter Zeitdruck?

    Entspricht es der Gewaltenteilung, wenn der Bundespräsident von der Bundesversammlung gewählt wird, also ebenfalls von Vertretern der Legislative und Exekutive?

    Die Bundesversammlung besteht aus allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Parlamenten der Länder gewählt werden (erneut vertikale Gewaltenteilung)

    Diese Aussage fand ich immer lustig. Was genau ist falsch an Whataboutismus? Unsere Gerichte funktionieren teilweise nach diesem Prinzip. Es ist die Frage der Konsequenz. Wenn wir mal selbst ein fremdes Land mitüberfallen haben, sollen wir nun das einfach vergessen und die anderen für dieses Verbrechen anprangern? Oder bei ALLEN dieses Verbrechen anprangern?

    Whataboutism ist eine rhetorische Figur, bei der eine Kritik oder ein Vorwurf mit einer Gegenfrage oder einem Hinweis auf ein anderes Thema entkräftet werden soll, anstatt sich mit der eigentlichen Aussage auseinanderzusetzen. Ziel ist es, vom eigentlichen Thema abzulenken und eine konstruktive Diskussion zu verhindern.

    Also: Was sagst Du zu den russischen Kriegsverbrechen? Wenn Du so davon ablenkst, heißt Du sie gut? Das Recht des Stärkeren zählt, er kann machen was er will, der Rest hat sich gefälligst demütig untertänig zu verhalten?

    Zitat

    Damals wie jetzt versucht(e) UdSSR/Russland Puffer zu feindlichen Staaten zu schaffen. Mag nicht schön sein, ist aber nachvollziehbar.

    Das witzige ist, dass Russland mit der "Expansion von Pufferzonen" nur mehr Gebiet mit direktem Kontakt zu feindlichen Staaten schafft. Durch seine Aktionen mehr feindliche Staaten auch unter seinen vormaligen "Brüdern" schafft. Und begriffen haben Sie anscheinend auch noch nicht, dass "Pufferzonen" bei den heutigen Reichweitenwaffen an Bedeutsamkeit verloren haben. Ansonsten wäre das russische Hinterland ja vor Drohnenangriffen sicher. Oder der Iran vor der israelischen Luftwaffe.

    Wenn Russland aber die Pufferzonen so wichtig sind, warum dann nicht einfach Teile von Kursk, Bryansk, Woronesch und Belgorod in solche militärischen Pufferzonen verwandeln?

    Zitat

    Ach so, wurde die Ukraine geopfert wie Tschechoslowakei in 1938?

    Den Gedankensprung musst Du mir erläutern, da komme ich wohl nicht ganz mit.


    Califax Ich verstehe und akzeptiere Deinen Standpunkt und Danke für Deine Erläuterungen.

    Oh-oh, das ist ganz heißes Eisen. In Deutschland lebend würde ich das Thema gar nicht thematisieren, siehe neulichen Versuch, Compact zu verbieten. In den üblichen Magazinen wie n-tv, Fokus etc. sieht man am Ende eines Artikels zum Ukraine-Krieg meist "dpa" stehen.

    Nun, dieses Eisen fasse ich mit der bloßen Hand an. Es scheint wir wesentlich heißer geredet zu sein, als es tatsächlich ist.
    Ministerin (Exekutive) verbietet Compact am 05.06.2024 als mit der Begründung, dass sich die Organisation gegen die verfassungsmäßige Ordnung richtet und eine verfassungsfeindliche Grundhaltung aufweist. Bezug genommen wurde dafür auf zahlreiche Beiträge des Magazins.
    Am 14.08.2024 hat der Senat des Bundesverwaltungsgerichts (Judikative) das Verbot ausgesetzt bis zur Hauptverhandlung.
    Am 24.06.2025 wurde das Vereinsverbot aufgehoben, als "nur gerechtfertigt, wenn sich die verfassungswidrigen Aktivitäten für die Vereinigung als prägend erweisen." Der Senat stellt fest, dass "die verbotsrelevanten Äußerungen und Aktivitäten noch nicht die Schwelle der Prägung" erreichen. Ebenso: "Die Vereinigung erfüllt jedoch nicht sämtliche Voraussetzungen des eng auszulegenden Verbotsgrunds des sich richtens gegen die verfassungsmäßige Ordnung (Art. 9 Abs. 2 Var. 2 GG, § 3 Abs. 1 Satz 1 Var. 2 VereinsG)."
    Eindeutig ein Warnschuss auch in Richtung Elsässer.
    https://www.bverwg.de/pm/2025/48

    Ein gutes Beispiel, dass die Gewaltenteilung in Deutschland funktioniert und dass auch regierungskritischen Positionen Raum gewährt wird.
    Wohingegen anderswo selbst das Zeigen eines leeren Blatt Papiers mit mit Festnahme geahndet wird, oder gleich der "Fenstersturz" angewendet wird, wenn man die Publicity eines Prozesses scheut.
    Willkür in Russland im täglichen Leben: https://taz.de/Willkuer-in-Russland/!5929033

    Da steht übrigens nicht nur DPA, sondern gerne a auch Reuters (börsennotierte Aktiengesellschaft), AP (gemeinnützige non-Profit Organisation), AFP (öffenliches Unternehmen)
    Zwei Gedanken dazu:
    DPA Richtlinien:
    Unabhängigkeit: 1949 wurde dpa als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Medien gegründet. Mehr als 170 Gesellschafter garantieren die im dpa-Gesellschaftsvertrag festgelegte Unabhängigkeit der Agentur.
    Überparteilichkeit: Die dpa berichtet strikt überparteilich. Wir sind den Fakten verpflichtet, aber keiner politischen Richtung, keiner Religion oder Kultur, keiner Partei, keinem Unternehmen oder sonstigen Gruppierungen.
    Zuverlässigkeit: Richtigkeit geht immer vor Geschwindigkeit. Recherche und Überprüfen von Informationen sind das wesentliche Handwerkszeug der dpa.

    Hingegen:

    TASS (staatlich)
    RIA-Novosty (staatlich)
    RT: Wird von Wissenschaftlern als Sprachrohr des Kreml bewertet
    Sputnik: Das BfV im 2018 Jahresbericht: Sputnik sei einer der wichtigsten Akteure bei der verschleierten und subtilen Beeinflussung der deutschen Öffentlichkeit durch russische Staatsmedien.

    Zitat

    Dieser Punkt ist subjektiv, der Rest betrifft nur Estland und widerlegt meine Aussage nicht. Wenn ich mich nicht irre, hat Lenin bereits vor der Oktoberrevolution über Völker-Selbstbestimmung geschrieben, siehe Finnland.

    Da stellt sich die Frage, warum denn der geschätzte Lenin das Geschriebene dann nicht umgesetzt hat? Oder warum hat sich die russische Regierung nicht an seine Ideen gehalten hat? Die folgenden Situationen zeigen Ähnlichkeiten im Umgang mit der Völker-Selbstbestimmung:

    Estland: Im Juni 1940 wurde Estland völkerrechtswidrig in die Sowjetunion eingegliedert. Gegen den Willen der sowjetischen Führung, die an der Integrität der Sowjetunion festhielt, konnte Estland am 20. August 1991 die Unabhängigkeit wiedererlangen.

    Lettland: Im Hitler-Stalin-Pakt von 1939 dem sowjetischen Machtbereich zugeordnet, wurde Lettland 1940 völkerrechtswidrig von der Sowjetunion annektiert. Im Mai 1990 beschloss das Parlament die Unabhängigkeit Lettlands, wobei eine Übergangszeit bis zur völligen Souveränität vorgesehen war. Moskau war nicht bereit, diese Entwicklung zu tolerieren. Am 21. Januar 1991 stürmten die Truppen des sowjetischen Innenministeriums das lettische Innenministerium in Riga, wobei fünf Personen ums Leben kamen.

    Litauen: Erst nach dem ersten Weltkrieg (1918) erlangte Litauen seine Souveränität. Doch schon 1940 war das Land faktisch gezwungen, sich in die Sowjetunion eingliedern zu lassen, denn dem Expansionsdrang des militärisch überlegenen kommunistischen Nachbarn hatte es nichts entgegenzusetzen. Auf die Unabhängigkeits- erklärung vom 11. März 1990 reagierte die Moskauer Zentralregierung jedoch mit wirtschaftlichen Sanktionen, Panzeraufmärschen und Repressionsmaßnahmen. Sie war nicht bereit, die territoriale Integrität der Sowjetunion aufzugeben. 13 Todesopfer waren zu beklagen.
    https://osteuropa.lpb-bw.de/baltikum-uebersicht

    Finnland: Im Herbst 1939 hatte die Sowjetunion ihr Nachbarland Finnland mit Gebietsforderungen in der Karelischen Landenge konfrontiert und diese mit unabdingbaren Sicherheitsinteressen für die Stadt Leningrad begründet. Nachdem Finnland die Forderungen abgelehnt hatte, griff die Rote Armee das Land am 30. November 1939 an.

    Zitat

    Nun ja, zum einen ist der ja quasi mit dem Ukrainekrieg "großgeworden". Zum anderen wird in der zitierten Zusammenfassung er nur einmal und indirekt zitiert. Masala...naja. Ist ja kein Militär. Da höre ich lieber dem Michael Lüders zu.

    Der Herr Masala bildet übrigens den militärischen Führungsnachwuchs der Bundeswehr in der Außenpolitik aus :)
    Die unmittelbare militärische Bedrohung durch Russland wird nicht nur von unserem Militär/Nachrichtendienst sondern auch durch führende Institutionen hervorgehoben.


    "Derzeit warnen hochrangige Vertreter der Bundeswehr so eindringlich wie selten zuvor vor einer langfristigen Bedrohung des Friedens in Europa durch Russland und der realen Gefahr eines möglichen Angriffs auf ein Nato-Mitglied. Diese Warnungen basieren auf neuen sicherheitsrelevanten Einschätzungen europäischer Nachrichtendienste, einschließlich einer gemeinsamen Lageanalyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) und der Bundeswehr. Demnach arbeitet Russland gezielt darauf hin, bis zum Ende des Jahrzehnts alle militärischen Voraussetzungen zu schaffen, um einen „großmaßstäblichen konventionellen Krieg“ führen zu können."
    (WDR/NDR/SZ)


    Das International Institue for Strategic Studies im Mai diesen Jahres:
    "Against this background, the study first assesses Russia’s ability to reconstitute its forces after the fighting in Ukraine ends. Our assessment is that challenges notwithstanding, Russia could be in a position to pose a significant military challenge to NATO allies, particularly the Baltic states, as early as 2027. By then, Russia’s ground forces could mirror its February 2022 active equipment holdings through a combination of refurbishment and the production of new systems. Moreover, its air and maritime forces have been largely unaffected by the war."
    https://www.iiss.org/research-paper…nd-consequences

    Zitat

    Oh-oh, auch das ist seeehr heißes Eisen, Afghanistan-, Jemen-, Syrien- und Irakkriege lassen grüßen. Außerdem gibt es auf der Welt genau ein Land, das bis jetzt gefährlichste Waffen überhaupt eingesetzt hat. Blöd nur, dass es unser "Freund" ist. Daher muss Russland den Schurken spielen.

    Whataboutism hat hier keinen Platz. Es geht darum, dass es stattfindet und wie es stattfindet. Und es gibt keinerlei Versuche dagegen vorzugehen, noch nicht einmal durch Vorgesetzte oder die eigene Militärgerichtsbarkeit. Damit ist es von oben toleriert und sanktioniert.
    Russland spielt nicht den Schurken. Es hat sich aktiv entschieden, mit gezielten, methodisierten Angriffen die "andersdenkende" Zivilbevölkerung zu terrorisieren und führt dies durchgehend täglich fort.
    Zu Butscha hat Elysium zwischenzeitlich Belege herangeführt, die die russischen Behauptungen eines "Vorgetäuschten Verbrechens" widerlegen.

    Wer sich einen Eindruck von den aktuellen russischen "Vorgehensweisen" machen möchte:
    Erst die Tankstelle, dann die Feuerwehrler

    "Human Safari"
    28.05.2025: UN Kommission kommt zum Schluss, dass die Drohnenattacken russischer Streitkräfte gegen Zivilisten in Kherson ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mord sind.

    So fühlt sich Feldarbeit in Kherson an (Warnung! Nicht in der Arbeit anschauen, Kopfhörer verwenden!)


    Und nun der Bogenschluss zurück zum eigentlichen Thema:
    Die Aussagen von Herrn Brandenburger sind für einen Verbandsvorstand bestenfalls unglücklich und schlechte Pressearbeit. Ob sich ein Schütze zum Reservistendienst meldet, ist seine Sache.
    Das Vertrauen der Verbandsmitglieder in seine Führungsfähigkeiten dürfte beschädigt sein.

    Nichtsdestrotrotz:
    Ja, ich für mich würde mich für die Verteidigung bereitstellen. Um mit aller Kraft und Möglichkeiten zu verhindern, dass Situationen wie in Ukraine, Tschetschenien etc. meine Lieben direkt betreffen. Jahrzehnte her, aber das war nie nur ein Phrase:
    "Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen".
    Auch damit wir:
    - uns hier streiten können, anstelle ins Gefängnis geworfen oder umgebracht zu werden.
    - uns gemeinsam mit einem lachenden und einem weinenden Auge über die Unsinnigkeiten des Waffenrechts echauffieren können.
    - unser Hobby ausüben und genießen können, egal ob als Leistungssportler, Technikbegeisterter, Sammler, Gelegenheitsschütze, Trachtenträger, Geselligkeitsbegeisterter, Historienfreund,...


    Ein Gedanke zum Abschluss:
    Soll man den Gegner erst dann aufzuhalten versuchen, wenn die Bomben, Raketen, Drohnen bereits auf einen selbst fallen?
    Oder ist es sinnvoller ihn vorher abzuwehren, bevor das eigene Haus, Freunde, Familie Schaden nehmen?

    Laut EU-Bericht wurde der Krieg von Georgien losgetreten. Außerdem hat Georgien nun eine eher Russland-freundliche Regierung. Da gibt es mW im Moment keine nennenswerte Konflikte.

    Korrekt, Georgien startete die Militäroffensive gegen die "Abtrünnigen" Abchasien und Südossetien.
    Aber keine Konflikte? Nun ja, iwe sieht es denn aus mit von Abchasien und Süd-Ossetien aus einseitig verschobene Grenzen durch russische Soldaten, während der westorientierten Regierung 2015?
    https://www.zeit.de/politik/auslan…orgien-russland
    Und den seit der Präsidentschaftswahlen 2024 und der Verabschiedung des "Gesetzes zur Transparenz ausländischer Einflussnahme" am 14.05.2024 täglichen Dauerdemonstrationen gegen die russlandfreundliche Regierung?
    https://www.bpb.de/kurz-knapp/hin…-einflussnahme/

    Zitat

    Meinst du wie Baerbock, Kiesewetter und Strack-Zimmermann? Heißt es nun, dass die für Deutschland sprechen und wir uns doch im Krieg mit Russland befinden?

    Wichtige Informationen die Du weggelassen hast: Das russiche Staatsfernsehen ist streng kontrolliert. Meinungen die nicht der Regierungsposition entsprechen, dürfen nicht gesendet werden. Enstprechend sind die Aussagen von Solovyov als schwiegende Zustimmung zu deuten.
    Hast Du in ARD/ZDF einen Bericht gesehen, in dem Wo in ARD/ZDF hingegen wurde vom Gastgeber die gezielte Tötung von Zivilisten gefordert, zum Genozid aufgerufen? Oder zum Atombombeneinsatz gegen den Antagonisten?
    Bei Solovyov gibt es die reichlich: Russian Media Monitor
    Unterstützt übrigens durch untrabgare Ausfälle vom stellvertretenden Leiter des russischen Sicherheitsrats und vormaligen Premierminister und Präsidenten Dmitri Medvedev: Wikipedia, ins deutsche übersetzt, Sektion "Außenpolitik"

    Zitat

    So wie Deutschland ohne Bayern? Tschetschenien ist schon länger Teil von Russland. Wie Sibirien oder Ural.

    Das Thema ist hier vor allem die Tendenz der russischen Regierung, den Nachbarn die eigene Politik nahezulegen, und bei Nichtbeachtung einen Regierungswechsel herbeizuführen, durch Manipulation der öffentlichen Meinung oder militärischen Einmarsch.
    Die Tschetschenischen "Unabhängigkeit" und der wiederholte Einmarsch russischer Truppen? https://osteuropa.lpb-bw.de/tschetschenienkrieg

    Na, wer liebt es denn nicht, so einen vertrauenserweckenden, großen Nachbarn haben, der nicht immer der eigenen Meinung ist und so mitfühlend auf die eigenen Ansichten eingeht?

    Zitat

    Das nenne ich eine Verdrehung...bewust oder unbewusst. Zuerst von den Sowjets überhaupt zum ersten Mal in eigener Geschichte selbständig gemacht. 1918, klingelt da was? 1940 von den Sowjets besetzt...hmmm...wieso eigentlich? War da nicht was? Vielleicht wieder der bartige Österreicher?

    Auch hier hast Du wichtige Teile ausgelassen. Soviel Einfluss hatten die Russen um 1918 dank der Revolution nämlich nicht und zeigten auch später eher nicht den von Dir heraufbeschworenen guten Willen:
    "Mit dem Sturz des Zarenreiches in der Februarrevolution 1917 und der darauffolgenden provisorischen russischen Regierung kam es zum Umbruch. Ende März wurde der Wunsch formuliert, das estnische Siedlungsgebiet zusammenzulegen. Dies wurde durch den bis dahin größten Demonstrationszug von 40.000 Esten und Estinnen in Petrograd zum Taurischen Palais, dem Sitz der Provisorischen Regierung, verdeutlicht. So wurde das ehemalige Gouvernement Estland, Nordlivland und die Inseln zu einer administrativen Einheit zusammengefasst. Unmittelbar vor der Besetzung Revals durch deutsche Truppen gelang es einem so genannten „Rettungskomitee“ den selbstständigen Freistaat zu proklamieren. Die Befürworter der Unabhängigkeit nutzen wohl das vorherrschende Machtvakuum, das durch den ausgehenden Weltkrieg und die bolschewistische Oktoberrevolution entstanden war, und proklamierten die souveräne Republik Estland. Dieser Akt wurde jedoch von der deutschen Okkupationsmacht nicht anerkannt. Dennoch gilt der 24. Februar seitdem als Gründungstag der Republik Estland."
    [...]
    "Estland musste seine Unabhängigkeit jedoch gegen die deutschen Truppen und die Rote Armee verteidigen. Erst im Februar 1920, als Russland offiziell auf sämtliche territoriale Ansprüche in Estland verzichtete, galt die Unabhängigkeit als durchgesetzt."
    Im Juni 1940 wurde Estland völkerrechtswidrig in die Sowejtunion eingegliedert. Gegen den Willen der sowjetischen Führung, die an der Integrität der Sowjetunion festhielt, konnte Estland am 20. August 1991 die Unabhängigkeit wiedererlangen.
    (Zitate aus )

    Zitat

    Nein, hast du nicht. Kein Militär, der den ukrainischen Krieg kommentiert, von Reisner bis Thiele hält es für wahrscheinlich, dass Russland ein NATO-Land angreift. Nur Amateure und Lobbyisten schreien laut darüber...aus eigenem Interesse natürlich. Also müsstest du schon tiefer in Substanz und Zahlen gehen (Motiv und Ressourcen), um belegen zu können, Russland will Europa angreifen/erobern.

    Widerlegt durch:
    Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer und Professor für International Politik an der UniBW Carlo Masala:
    (Zusammengefasst für schnelleres Lesen: Tagesschau)

    Einschätzung des BND-Chefs:
    Bruno Kahl

    Anders Puck Nielsen (Militäranalyst und Captain am Royal Danish Defence College) :
    Russische Drohungen, wie ein Krieg mit der NATO aussehen würde

    Zusammengefasst:

    Russland ist mit seiner aggressiven Rhetorik, brutalem militärischen Vorgehen, Missachtung internationaler Normen und institutionalisiertem dreisten Lügen, Verleugnen, Ablenken, kein vertrauenswürdiges Mitglied der Staatengemeinschaft mehr.
    Da heißt es, wie es die Kanadier so schön sagen; "Ellbogen hoch!". Wäre sicher nicht abgeneigt, wenn sich damit die große Schlägerei vermeiden ließe...

    Tatsache ist jedoch: Wir sind bereits in einem Multifronten-"Konflikt" mit Russland. Mit "verdeckten Operationen", bei denen "Grenzen des Machbaren" verschoben werden, mit geringer Rücksicht auf Menschenleben. Auch in Deutschland.
    Die Schwelle zu "Krieg" ist da manchmal nur noch Definitionssache.

    hey, danke für eure Antworten. Den Griff gebe ich auch nicht aus der Hand, aber greife halt beim Spannen mit der Linken über den Lauf (geht bei der FWB ganz gut). Bin halt unsicher, ob ich gegebenenfalls durchs Spannen vorne was verschiebe, wenn der Hebel links ist und die Hand beim Spannen nicht aufliegt, wie sie es jetzt tut. Ein ganz klares "richtig oder falsch" gibt es offenbar nicht, mit vielen guten Ratschlägen in Tendenz links.
    Ist der Umbau wirklich so kompliziert - im Video Luftgewehr Modell 900 | Umbau des Spannhebels von rechts auf links sieht es eigentlich ganz einfach aus, kann man da viel falsch machen? (die andere Feder ist ja dabei) - wenn ihr es einen Fachmann machen lasst, mit all eurer Erfahrung, wird es ja einen Grund geben. Hat es einer bei FWB 800 oder 900 (in dem Punkt - glaube ich- gleich?) schon selber gemacht?

    Ja, habe den Umbau selbst durchgeführt. FWB900, funktioniert mit dem mitgelieferten "Bordwerkzeug".

    Sollte aber ein aufgeräumter Raum sein, wenn einem dabei mal die Feder verspringt... :)

    Letztlich können Dich beide weiterbringen. Wie weit, hängt von Deiner aktuellen Technik ab.

    Schuhe:
    Reduzieren durch ebene Sohle und Unterstützung Deines Sprunggelenks Schwankungen Deines Körpers, z.B. bemerkbar durch horizontale Bewegung im Zielbild.

    Hose:
    Unterstützt vor allem im Hüftbereich in alle Richtungen. Hier hängt der Nutzen vor allem von Deiner Technik ab, wie weit Du ins Hohlkreuz gehst, die Schultern gegen die Schießrichtung schiebst etc. Sie nimmt Deinen Muskeln Haltearbeit ab, wodurch Du entspannter stehen, ggf. ausdauernder schießen kannst.

    Genauere Details der Wirkungsweisen können Dir vielleicht noch die anderen Cracks hier schreiben.

    Ich habe damals bei Deinem Ringschnitt mit Schießschuhen angefangen und kurz darauf kam die Hose dazu. Mit Training und Eingewöhnungszeit wurden es dann recht schnell 20 Ringe mehr. Mit einem FWB 601 kann man sehr gute Ergebnisse schießen, solange es nicht defekt ist, würde ich erst mit der Bekleidung anfangen.

    Momentan bauen wir ein neues Vereinsheim und freuen uns schon wenn wir unsere neue Schießanlage testen können.

    Servus! Zufällig bei einem Kraftwerk? Falls ja, drücke ich die Daumen, dass es Ihr die neue RWK-Saison im neuen Heim mit den elektronischen Anlagen feiern könnt!


    Hoffentlich sind genügend tatkräftige Mitglieder dabei, die beim Neubau bis zum Schluß mithelfen! Die Euphorie zeigt da immer so eine hässliche abfallende Kurve...

    Grüße von den "Minschtara"

    Jetzt ist es doch passiert.
    Hab sich der Tass nach einem Jahr heimlich mitlesen registriert. ;(

    Wer bin ich Schießtechnisch?
    Ehemals Mitglied in einem gut trainierten Gaujugendkader, unterschiedlichste Disziplinen geschossen (in LG, LP, KK), bis zu 5 mal in der Woche trainiert / "gewettkampft", auch mal Glück bis zur DM gehabt und dann ins Berufsleben eingetaucht... das war's dann schießsportlich.

    Knapp 14 Jahre später fernab der Heimat mit der Familie auf dem Dorf und bald darauf im Schützenverein gelandet. Da ein Gewehr in der Hand gehabt und ab der darauffolgenden Woche die Ausrüstung wieder eingekauft. :rolleyes:

    Konnte bald meine alten Ergebnisse wieder erreichen, habe dann einen groben Fehler in meiner Technik behoben und dann ging es erst einmal für ein Jahr ergebnistechnisch bergab. Jetzt komme ich wieder an mein altes Niveau heran und dann schau 'mer mal was unter Druck davon übrigbleibt... :D

    Na, da muss der alte Passiv-Leser sich doch glatt registrieren... ;)

    Es kommt wohl darauf an, wo genau Du eine Wohnung kriegst, in und um Ingolstadt gibt es ein paar hochklassige Gelegenheiten. Und die meisten haben auch Webseiten zum informieren... 8)
    Es empfiehlt sich, auch einmal vor Ort vorbeizuschauen, die Leute kennen zu lernen und ggf. zum Trainieren etwas Fahrtweg in Kauf zu nehmen.


    Für ein ambitioniertes Sportschießen findest Du im Süden von Ingolstadt die ZSG Bavaria Unsernherrn.
    ZSG - Blickpunkt - Aktuell — ZSG Bavaria Unsernherrn

    Großkaliber, Armbrust, LG etc.

    Interessant für Dich dürften daher die >40 elektronischen Luftdruck Schießstände sein


    zentral gelegen sind die Feuerschützen:
    http://www.fsg-ingolstadt.de

    (allerdings auch nur 4 KK Stände)


    im Anschluss an den Westpark gibt es die Gaimersheimer, die auch immer wieder Treppchenplätze stellen:
    Hubertus Gaimersheim

    Kleinkaliber und LG-Stände in ausreichender Zahl vorhanden, kann aber gerade keine Zahlen nennen.


    im Westen von Ingolstadt gibt es dann die Bavaria Gerolfing
    Home Bavaria Gerolfing

    Bogen, LG, KK GK,...
    Besonderheit: 6 Bahnen mit bis zu 100m im Keller!


    Falls Du außerhalb von Ingolstadt unterkommst lohnt sich vielleicht hier ein Blick auf die Vereinsliste des Gaus:
    http://www.gau-ingolstadt.de/41282/41300.html


    Eventuell trifft man sich ja dann im RWK...