Mich macht zur Zeit sowohl die Lethargie der Verbände wie auch die Aufbruchstimmung der Verbotsforderer betroffen. Was kann ich als Betroffener in der noch verbleibenden Zeit selber dagegen tun?
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Die "richtige Partei" wählen, nur weil sie gegen die Verschärfung des Waffenrechts eintritt?
Wird dann schwierig wenn es eine Partei wäre, die den sonstigen
Interessen des entsprechenden Wählers entgegensteht.
In meinem Fall paßt es zufälligerweise.
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Zu öffentlichen Demonstrationen aufrufen?
Habe ich mir auch schon überlegt und halte das für eine hervorragende Idee.
Denn auch in unserer modernen Welt ist Öffentlichkeitsarbeit im Netz
zwar sehr wichtig, aber eben auch nicht Alles.
Nur wer soll es machen?
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Ok, alles hilft ja irgendwie, noch besser wäre es ev. seinen Abgeordneten mal zu schreiben.
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Die Waffenlobby finanziell noch stärker unterstützen?
War mein Plan, ist mir allerdings zwei Tage nach meinem Anmeldeantrag
schon wieder um die Ohren geflogen. Schade!
Vielleicht wäre es sinnvoll mal alle Möglichkeiten in einem Thread zu sammeln,
sodaß sich auch die 'weniger Aktiven' etwas Anregung bekommen, was man denn so tun könnte.
Wenn ich meinen Senf noch zu ein paar anderen Punkten dazu geben darf:
Bewegungsschießen:
Hier haben m.M.n. beide recht.
In unserem 'Verbotenland' ist eben auch Bewegungsschießen verboten.
Deshalb sollte man in einem öffentlichen Forum, wo jeder mitlesen kann, mit der
Begriffswahl hier etwas vorsichtiger sein und nicht den Eindruck erwecken,
als ob hier irgendjemand verbotene Schießdiziplinen betreibt.
In Rahmen der Diskussion ist's aber auch Wortglauberei, da ja jeder wußte was Gero meint.
Lichtdingens:
Ich sehe die vehemente Ablehnung auch so, daß dies für Viele (für mich auf jeden Fall)
der letzte Tropfen war, der das Faß zum überlaufen gebracht hat.
Jahrelang wird im DSB der Sport mit Feuerwaffen immer mehr zurückgedrängt und verhindert.
Dann das -gelinde gesagt(!)- unglückliche Interview von Schumann und einige Zeit später
wird freudestrahlend ein Prospekt herausgegeben, der im Tenor aussagt, daß diese
Geräte Schießsport für Jung und Alt ersetzen können und sollen.
Ich sehe natürlich auch die Probleme der Gegenseite.
Wer, vielleicht noch gegen den Widerstand des halben Vereins, so ein Ding angeschafft hat,
wird sich hier kaum hinstellen und es jetzt schlechtreden.
Was ich leider nicht sehe, ist ein Kompromiss.
Zumal Duden und ich eine klare Definition haben was Schießen ist und was nicht.
Olympia:
Frage, ist es der richtige Weg in so einer Mamutveranstaltung, die
Staaten in den Ruin treiben kann und nur noch am Rande mit Sport zu tun hat,
den einzigen Weg zur Erhaltung des Schießsports mit Feuerwaffen zu sehen?
Wäre es nicht zweckmäßiger sich seine eigenen Veranstaltungen zu schaffen und diese
entsprechend ins öffentliche Interesse zu rücken?
Beispiel Darts.
Ist keine olympische Disziplin und wurde von mir lange nur als Beschäftigung
in der Kneipe nach dem fünften Bier wahrgenommen.
Frag heute mal auf der Straße nach Phil Taylor und Uwe Potteck, wer ist den Leuten wohl eher bekannt?
Was spricht dagegen auch im Schießsport attraktive Disziplinen zu schaffen und
hochwertige Turniere mit hoher Publikumsbeteiligung auszutragen?
Was spricht dagegen auch mal Preise auszuloben statt der üblichen Urkunden aus dem Vereinsdrucker?
In einem Artikel habe ich gelesen daß die früheren Bundesschießen den gleichen Stellenwert hatten
wie die Fußballbundesliga heute.
Weil eben Spaß und Sport verbunden wurde und weil attraktive Preise ausgelobt wurden.
Was spricht dagegen, quasi als Türöffner für das allgemeine Interesse am Schießsport,
publikumswirksame Disziplinen einzuführen?
Ich liebe Lupischießen, aber ich würde wohl niemanden zumuten wollen,
dabei über 75 Minuten zuzuschauen und dafür noch Eintritt zu bezahlen.