Beiträge von Tom_123


    und was soll ich mit dieser Information anfangen ? Die Waffen stehen gesichert im Tresor zuhause oder im Verein

    Erstens ist schon das "jeder weiß" Grund genug zur Sorge,

    denn solchen Dinge hat nun einmal nicht jeder über mich zu wissen.


    Früher gab es mal so etwas wie Privatsphäre und auch im Zeitalter der Hippster

    und Datensammler möchte ich mir davon so viel wie möglich erhalten.


    Zweitens mag die Gefahr durch Raub oder sonstiges gering sein, aber warum ein Risiko eingehen?

    Besonders wenn schon eine kleine Änderung der Webseite das Problem zumindest entschärft.

    In Bezug auf Facebook und Co. würde ich nicht von Angst, sondern von Vernunft sprechen.

    Ich kann reden (sogar in zwei Sprachen), ich kann telefonieren, ich kann in Foren, eMails, Briefe schreiben.

    Warum sollte ich dann Medien benutzen, die mir außer Werbung,

    Falschinformationen, Schnüffeleien und unflatigen Umgangsformen keinen Mehrwert bieten?

    Nur weil man nicht jeder Mode und jeder neu erfundenen Datenerhebungsmethode

    von Industrie und NSA hinterher rennt, hat man deshalb keine Angst und kein Problem,

    sondern man verhält sich einfach nur vernünftig.


    Zu den Ergebnislisten:

    Einige Kameraden argumentieren, daß über die Ergebnislisten praktisch jeder

    weiß daß, und welche Waffen man zu Hause hat.

    Beim DSB ist es besonders problematisch, weil hier wirklich jeder an die Daten kommt.

    Beim BDS muß man sich dazu zumindest auf der Seite anmelden, was aber auch keine

    besonders überzeugende Sicherheit bietet.

    Ich lasse die Veröffentlichung zwar zu, habe aber dabei auch eher gemischte Gefühle.

    Einziger mir erkennbarer Nachteil wär lediglich das Spannen vor jedem Schuss.

    Na ja, da wäre noch die Ergonometrie.

    Klar es gibt auch Sportgriffe für Revolver, aber irgendwie liegen die Dinger

    -jedenfalls bei mir- nie richtig in der Hand.


    Außerdem:

    Anzugzüngel kann nicht verstellt werden.

    Abzug kann nur schwer eingestellt werden.

    Gewichtsverteilung ist auch nicht optimal.

    Und mein Lieblingsgegenargument, statt einem Patronenlager putzt man

    jedesmal mindestens sechs Stück. ;)


    Theoretisch kann die Eigenpräzision eines Revolvers auch nicht gleich sein,

    wenn das Geschoß erst frei fliegen und sich dann in den Lauf einfädeln muß.

    während durch den Trommelspalt unkontroliert Gas entweicht.

    Keine Ahnung ob das praktisch zu vernachlässigen ist, ich habe dazu noch kein Vergleichstests gesehen.

    Die Regeln der Schießstände legen die jeweiligen Standbetreiber fest
    und die können durchaus Waffen und Disziplinen ausschließen.
    Also müsstest du dir einen Verein oder Schießstand suchen der das entsprechende Angebot
    ,und ohne eigene WBK, auch die entsprechenden Vereinswaffen anbietet.
    Soweit ich weiß, gibt es aber auch Jagdsportvereine, ev. schaust du dich da mal um.

    Zu den Disziplinen:
    Ich beziehe mich hier auf Repetierbüchsen.
    Drillinge u.ä. dürften wohl bei keinem (Sport)Verband zugelassen sein.
    Flinten andererseits werden ja auch sportlich geschossen und sind somit kein Problem.

    Beim DSB kenne ich mich nicht so aus.
    Die Standard-ISSF Disziplinen sind wohl für Jagdwaffen weniger geeignet.
    Aber die meisten Landesverbände haben auch sogenannte B-Listen.
    Vielleicht findest du dort eine passende Disziplin.

    Beim BDS gibt es die Disziplin Jagdgewehr und auch in viele andere Disziplinen sind
    Jagdrepetierer zugelassen.
    Allerdings wirst du mit einem Jagdgewehr dort wahrscheinlich nicht ganz vorne mitschießen.

    Geschossen werden fast alle GK Gewehrdisziplinen beim BDS auf 100m und 300m.
    Theoretisch gibt es auch Longrange-Disziplinen (über 300m) aber die können wegen fehlender
    Schießstände meist nicht geschossen werden.

    @JoHannes.22
    Für die Jägerprüfung muß du auch eine Schießprüfung ablegen.
    Und im Gegensatz zur Sachkundprüfung mußt du dort auch treffen um zu bestehen.
    Daß absolute Schlumpfschützen (legal) auf Tiere schießen ist also unwahrscheinlich.
    Allerdings bestätigen Ausnahmen hier manchmal die Regel. ;)

    Ich denke mal du meinst die DSB Meisterschaften und ich kann nur sagen wie es bei
    unseren Landesverband läuft.

    Das Limit wird jedes Jahr neu festgelegt und nach den Kreismeisterschaften veröffentlicht.
    Hier bei uns auf der Webseite des Landesverbandes.

    Dein Sportwart/Verein müsste auch automatisch deinen Meldezettel zur Landesmeisterschaft bekommen,
    wenn du Startberechtigt bist.
    Es sei denn du hast bei der Kreismeisterschaft angegeben, daß du nicht an der Landesmeisterschaft
    teilnehmen willst.

    Um eine ungefähre Vorstellung von den nötigen Ringzahlen zu bekommen, kannst du dir die
    Limitlisten der vorherigen Jahre anschauen.
    Die müssten auch irgendwo auf der Webseite deines Landesverbandes sein.

    Bei uns läuft es eigentlich ganz gut und könnte noch besser laufen
    wenn sich der Verein etwas in die richtige Richtung bewegen würde.
    Aber zu deinem Problem:

    1. Ihr seit doch in einem, wahrscheinlich recht großen, Sportverein integriert.
    Was machen da die anderen Abteilungen für die Mitgliederwerbung?
    Würden ev. gemeinsame Aktionen auf Vereinsebene helfen?
    (Tag der Offenen Tür, usw.)

    Denkbar wäre auch ein Austausch mit anderen Abteilungen.
    Ihr geht mal zu den Schwimmern und macht im Gegenzug für die ein Jedermannsschießen.
    (nur so als Beispiel aus dem Stegreif)

    2. Meine ganz brutale Meinung (die auch in meinem Verein leider noch nicht verstanden wurde):
    Mit den herkömmlichen DSB Disziplinen lockt man heute nur noch selten Hunde hinter dem Ofen vor,
    bzw. Couch Potatos von der Spielkonsole weg.
    Wenn ihr (viele) jüngere Mitglieder wollt, führt wohl kein Weg an modernen Disziplinen
    und den entsprechenden Waffen vorbei.
    Dazu braucht es nicht einmal unbedingt meinen Lieblingsverband. ;)
    Mit Vorderlader, Ordonanzwaffen und B-Listen bietet auch der DSB (ansatzweise)
    einiges jenseits von Schießanzug und freier Pistole

    3. Wenn ihr um ältere Mitglieder werben wollt, fehlen mir auf eurer Seite Hinweise auf das Auflage-Schießen.
    Hier hat der DSB mal etwas richtig gut gemacht, daß von älteren Schützen auch sehr gut angenommen wird.
    Das solltet ihr nutzen.
    Es gibt wenig Sportarten, die man jenseits der Sechzig noch bis zur deutschen Meisterschaft betreiben kann.

    Mehr fällt mir auch nicht ein.
    In meinen Umfeld scheint die Werbung am besten über "Mundprobaganda" im
    Bekannten- und Kollegenkreis zu funktionieren. Aber darauf hat man ja keinen großen Einfluß.

    Ich habe jetzt auch nicht die große Übersicht über den Gebrauchtwaffenmarkt.
    Als Anhaltspunkt und natürlich nur meine Meinung:

    Meine Anschütz 1903 hat 200€ gekostet.
    Die hat allerdings ein 64er System und hatte, dem Pflegezustand nach zu urteilen,
    offenbar schon eine Karriere als Vereinsgewehr hinter sich.

    Waffen mit 54er System werden bei Progun oder meinen Büchsenmacher so um die 500€-650€ gehandelt.
    Wenn der Schaft verbastelt ist würde ich weniger zahlen wollen.

    Die Herkunft wäre mir auch wichtig, für ein Vereinsgewehr würde ich
    max. 300€ zahlen, für die Waffe eines Schützen, der sie vielleicht
    nur selten benutzt und top gepflegt hat etwas mehr.

    Jetzt ohne genaue statistische Erhebung. ;)

    Wer es sich leisten kann/will schießt hier oft Sig Sauer.
    Die P210 sieht man da öffters und auch die X-six.
    Mein Kumpel schießt mit seiner P210 auch meist ganz vorn mit.
    Ansonsten habe ich nie besonders auf "die Waffen der Sieger" geachtet.
    (Weil's mir ziemlich egal ist)

    CZ sieht man auch oft, von "out of the Box" bis getuned.

    Tanfoglio hab ich neben meiner bisher nur eine weitere gesehen.

    Der Rest schießt was er halt gerade im Schrank hat und was
    ihm aus welchen Gründen auch immer zu gefallen scheint.
    Da sieht man Glock, andere Plastikpistolen, Berettas, 1911er
    und was die Sportordnung eben noch so alles gelten läßt.

    Der zweite Teil der Frage ist so nicht zu beantworten,
    da es nach meinen lückenhaften Wissen über IPSC keine typischen
    IPSC-Pistolen gibt.
    Es gibt zig verschiedenen Klassen in denen eigentlich jede
    denkbare Ausführung von Pistolen geschossen wird.

    Na ja so einfach sehe ich das mit dem Rausschmiß auch nicht.

    Ein Verein ist ein Zusammenschluß von Menschen gleicher Interessen oder Hobbies.
    In einem freien Land sollte ausschließlich der Verein bestimmen wer sich ihm anschließt.

    Wer diese Freiheit nicht missen möchte, muß nun einmal in Kauf nehmen,
    daß es in jeder Gesellschaft eben auch A..l... gibt, die auch Hobbies haben und
    eben auch einen Verein dafür gründen.

    Ich nehme dieses kleinere Übel gerne in Kauf.
    Vor allen wenn die Alternative ein gleichgeschaltetes und weichgespültes
    Vereinswesen von staatlichen Gnaden ist.

    Anders sieht es bei der Gemeinnützigkeit aus.
    Wer hier Steuervorteile genießt, hat natürlich auch die Pflicht auf Belange des
    Gemeinwesens entsprechend zu reagieren.
    Hier sehe ich eher den groben Verstoß dieses Vereins, um den sich die
    Finanzbehörden auch gern mal kümmern könnten.

    Und was ich mich natürlich auch Frage:

    Wieviele Vereine aus Nachbarorten haben sich denn bisher gemeldet um den Jungen aufzunehmen?
    Und was hat der empörte Verband bisher getan um den Jungen einen Verein zu vermitteln?

    Danke für die Klarstellung ;)
    Also dann eher für die 66cm entscheiden für den oben genannten Einsatzzweck.


    Hats hier keine BDS-Schützen mit SLF an Board? Was schießt ihr denn so?
    Preislich sollte sich das ganze maximal bis 1500 Euro bewegen.

    Ich kann dir da nicht viel weiterhelfen.
    Ich selbst will Repetierflinte schießen, habe mir eine Remington 870 gekauft
    und bin aber wegen Vorweihnachtsstress noch nicht dazu gekommen sie auszuprobieren.

    Bei meinen Kameraden hier mit SL-Flinte wird öffters Benelli positiv erwähnt.
    Die hat wohl auch unter IPSC Schützen einen guten Ruf.
    Mir persönlich wäre es zuviel Plastik, aber wer trifft hat wohl recht. ;)

    Wenn du Wurfscheibe schießen willst, mußt du wohl darauf achten, daß in
    deinen Lauf Choke eingeschraubt werden können.
    Und der Schaft sollte einen für dich passenden Anschlag ermöglichen.

    Bei der Visierung habe ich einen erfahrenen Schützen gefragt,
    er meint für Fallscheibe ist Kimme und Korn ideal, bei Ghostring dauert die
    Zielerfassung zu lang.

    Mehr kann ich auch nicht zum Thema beitragen.
    Du solltest vielleicht noch in speziallisierteren Foren suchen/nachfragen
    und vor allen auch die erfahren Schützen in deinem Umfeld fragen.

    Ok, dann ist aber dein vorrangiges Problem nicht der BDS sondern
    einen vernünftigen Händler zu finden.

    Ich würde es wie folgt machen.

    1.Persönlicher Termin bei deinem Landesverband.
    Schildere dein Problem und schau mal was die machen können.
    (Zumindest unsere Jungs hier sind immer sehr hilfsbereit)

    Wenn nichts geht -das kann auch an Vorgaben eurer Waffenbehörde liegen-,
    frage zumindest mal, ob es mit der Bedürfnisbestätigung nach der Wartezeit
    noch Probleme geben könnte und wenn nicht, ob sie den Antrag schon mal
    bearbeiten könnten, so daß die nach dem halben Jahr vorliegt.
    (nimm den Antrag einfach mal mit)

    2. Danach suchst du dir einen vernünftigen Händler,
    schilderst ihn die Situation und bittest ihn die Waffe schon mal zu bestellen.
    Ev. mußt du etwas herumtelefonieren, denn Waffenhändler denen das Konzept Service
    nicht ganz unbekannt ist, sind hier zulande leider nicht die Regel.

    Mit etwas Glück kannst Du dann mit den ersten Strahlen der Sommersonne loslegen. ;)

    Jetzt zerplatzt aber meine Illusion eines viel gepredigten angeblichen Alleinstellungsmerkmals der DSBs und seiner Verbände wie eine Seifenblase ;(


    Verstehe ich jetzt nicht?
    Welches Alleinstellungsmerkmal des DSB wird denn gepredigt?


    Ansonsten sollte man das auch nicht überdramatisieren.
    Ich bin zwar prinzipiell gegen jede Art von staatlicher Bedürfnisprüfung,
    andererseits ist eine Wartezeit für die Bescheinigung von einem halben Jahr
    auch kein großes Ding.

    Die meisten guten Flinten gibt es eh nicht über den Ladentisch,
    auf meine mußte ich z.B. 8(!) Monate warten.

    Und wenn man bedenkt, daß beim DSB schon das Erwähnen eines Interesses an Repetierflinten
    vielfach zu Schnappatmung und schlimmeren führt, ist man beim BDS doch gar nicht
    so schlecht dran.;)

    Der beste/einzige Weg: Deinen Landesverband fragen.

    Was nützen dir bei so einer Frage Spekulationen in einem Forum?
    Hier im LV1 ist es, glaube ich, ein halbes Jahr.
    Das kann in deinem Landesverband aber ganz anders sein.

    schmidtchen:
    Kommt auf die Flinte an.
    Beim BDS gibt es auch Disziplinen für Repetier- und Selbstladeflinten,
    die gehen dann auf die Grüne.

    Mein Fazit von vorhin bleibt. Zumindest das Zielfernrohr gehört weg. Ja, ich weiß, dann haben die Aufsichten wieder das Problem mit der Trickserei bei den Optiken.


    Ich finde es wenig hilfreich gleich das Kind mit dem Bad auszuschütten
    und auch etwas intolerant.

    Zielfernrohr 'Carl Zeiß' ist die einzige Gewehrdisziplin die im
    DSB mit Zielfernrohr geschossen werden kann.
    (von ein paar GK- Disziplinen in den B-Listen mal abgesehen)

    Für mich zwar ein (zu?) kleiner aber richtiger Schritt um den (DSB) Schießsport attraktiver zu machen.
    Die Ergebnisse sprechen für sich, die ZF-Disziplinen werden hier bei uns sehr gut angenommen
    und machen den Schützenkameraden sichtlich Spaß.
    Vor allen denen die sich vorher noch nie mit Zielfernrohren beschäftigt haben.

    Weiterhin ist es wohl verbandsübergreifend eine der wenigen KK-Disziplinen,
    die überhaupt auf 100m geschossen werden.

    Die bei 100m verwendete Pistolenscheibe ist für die Disziplin schon etwas groß,
    da gebe ich dir recht.
    Nur braucht man nicht gleich Disziplinen abschaffen um das Problem zu lösen.
    Einfacher Vorschlag: Innenzehn der Pistolenscheibe wird als Zehn gewertet,
    äußerer Zehner als Neun.

    Aber auch so hat die Disziplin ihren Reiz.
    Man trifft die Zehn zwar relativ einfach, dafür ist man bei anspruchsvollen Wettkämpfen
    beim ersten Fehler raus.
    Beim Biathlon ist null Fehler schießen auch das erklärte Ziel und keiner meckert. So what?

    Ein paar Anmerkungen dazu.

    Also Lauf mit gespannten Hahn und Finger am Abzug auf den Tisch
    abstützen geht gar nicht.
    Da würde ich als Aufsicht auch sofort meckern.
    Nicht weil ich ewig Gestriger oder sonst was bin,
    sondern wegen den häßlichen Löchern in Tisch und Boden, die dadurch
    manchmal entstehen.

    Manche Aufsichten hier bei uns untersagen sogar generell geladene Waffen
    auf dem Tisch abzustützen. (was ich nun wiederum für etwas übertrieben halte)

    Hahn spannen mit der freien Hand geht auch im einhändigen Anschlag.
    Ellenbogen zum Körper, Lauf zeigt zum Kugelfang, Hahn spannen,
    dann Arm wieder strecken, voila.

    Bei Duell spannt man den Hahn natürlich vorher, also bei der Ansage 'Achtung' bzw. während der 7 sec,
    und geht in Fertighaltung. (Arm zeigt ca. 45 Grad nach unten)
    Der Finger bleibt vom, aber in der Nähe des Abzugs bis der Lauf auf die Scheibe zeigt.

    Letzteres wird zwar in diversen Büchern anders beschrieben,
    aber mit abgesengten Arm bereits Druck auf den Abzug aufbauen führt m.M.n.
    bei weniger geübten Schützen zwangsläufig ab und an zu Löchern im Boden
    statt zu zählbaren Ringen.

    Die Kimme solltest du selbst im Schwalbenschwanz verschieben können.

    Höhenverstellschraube oben auf der Kimme ganz rausdrehen und Kimme aufklappen.
    Darunter sollte jetzt eine oder mehrere Madenschraube(n) sein.
    Diese lösen, Kimme verschieben und alles wieder festschrauben.

    So jedenfalls die Beschreibung meines Verkäufers, ich habe es selbst noch nicht ausprobiert
    und ich habe die Tanfo Limited Custom. Die Kimme sollte aber die gleiche sein.

    Daß mit den fünf Klick Verstellbereich kommt mir allerdings auch komisch vor.
    Falls die Waffe neu ist, ev. noch mal beim BüMa/Verkäufer vorbeischauen
    und klären ob mit der Kimme alles in Ordnung ist.

    Meine Frau, promovierte Medizinerin, hat mich darauf hingewiesen, daß gerade bei psychologischen Studien geringere Probandenzahlen üblich seien.

    Ja gut, aber nur weil es üblich ist, muß es nicht richtig sein
    oder zu wissenschaftlich fundierten Aussagen führen.

    Aber zumindest die Zusammenfassung der Studie weißt ja auch andere Mängel auf.

    Wenn ich postuliere, daß eine Gruppe ein bestimmtes Verhalten zeigt,
    gehört dazu eine wissenschaftliche Definition dieses Verhaltens und eine Aussage
    mit was oder wem verglichen wurde.

    Man kann nicht einfach den Begriff 'Aggression' in den Raum werfen,
    vor allem wenn man weiß, daß dieser Begriff umgangssprachlich meist negativ belegt ist.

    Man kann z.B. auch jede Art von Sport als ritualisierte Aggression definieren.
    Man kann also auch aggressiv Schach spielen.

    Oder man definiert Aggression so:
    „Mit Aggression ist jedes Verhalten gemeint, das im wesentlichen das Gegenteil von
    Passivität und Zurückhaltung darstellt“ (Bach & Goldberg 1974, S. 14, zit. nach Nolting 2000, S. 24).

    Nach dieser Definition wäre jedes Kind, daß seine Freizeit aktiv gestaltet aggressiver
    als die Couch Potatos, die sich nur passiv vor dem Fernseher unterhalten lassen.

    Spinne ich das jetzt weiter, dann entschuldigt sich der DSB gerade dafür,
    das er junge Mitglieder hat, die aktiv am Leben teilnehmen und etwas erreichen wollen. ;)

    Weiterhin verspricht er diesen 'Mangel' abzustellen und seine Schutzbefohlenen
    zu mehr Passivität anzuleiten!?

    Mal abgesehen davon, daß es mir generell schwer fällt Pädagogik und Psychologie
    bei den exakten Wissenschaften einzuordnen, fallen mir schon beim
    kurzen Überfliegen der 'Ergebnisdarstellung' verschiedene Unstimmigkeiten auf.

    1. Inwieweit handeln 10 bis 14 jährige selbstbestimmt?
    Wie viele, der ohnehin wenigen Probanten sind in Schützenvereinen,
    weil sie das für sich so entschieden haben, also unbedingt (DSB) Schießsport
    mit Schußwaffen betreiben wollen?
    Wieviele davon sind dort auf Anraten/Wunsch der Eltern, weil die Freunde dort hingehen
    oder weil es sonst wenig geeignetes Freizeitangebot gibt?

    2. Wer ist die Kontrollgruppe?
    Aggresiver als wer? Als Probanten einer anderen Studie aus irgend einem Archiv?

    3. Wieviele der Probanten sind unter 12 und dürfen somit ohnehin nicht
    am Schießsport mit Schußwaffen teilnehmen?
    Wieviele Probanten betreiben Schießport mit Schußwaffen, wieviele
    sind z.B. Bogenschützen oder hängen nur bei den Traditionsschützen rum?

    4.Welche anderen Aspekt des sozialen Umfeldes der Probanten wurde
    statistich gewürdigt?
    Stadt/Landbevölkerung? Intelligenz? Elternhaus? Allgemeine verfügbares Freizeitangebot?

    5. Schießen ist ein Sport für 'Einzelkämpfer', also auch für Menschen die
    vielleicht Teamsportarten nicht mögen oder darin nicht besonders gut funktionieren.
    Wurde das auch für die Kontrollgruppe berücksichtigt?

    Die Liste läßt sich schon für die vorgestellte Kurzdarstellung beliebig erweitern.
    Seltsam ist auch, daß man mit einer Studie an die Presse geht, die noch nicht veröffentlicht ist.
    (jedenfalls konnte ich nichts finden, wo die komplette(!) Studie einzusehen wäre)

    Letzlich ist Aggresion per se auch nichts Schlechtes und m.M.n.
    auch nicht mit Gewaltbereitschaft gleichzusetzten.
    Hier fehlt auch über die gesamte Berichterstattung eine Definition des Begriffes.