Ich habe "langweilig" nicht umsonst in Anführungszeichen gesetzt. Für den Außenstehenden der nichts mit dem Schießsport zu tun hat wirkt es auf den ersten Blick langweilig 40 Schuss sogut wie bewegungslos dazustehen.
Auch sind die Ergebnisse (freihand) bei den Kindern/Jugendlichen natürlich am Anfang nicht so berauschend und man wackelt wie sau (war bei mir ja auch so) und da fehtl vielen leider der Ehrgeiz dabeizubleiben.
Desweiteren ist Schießen ja nunmal nicht gerade der billigste Sport, vorausgesetzt man schießt nicht mit der Vereinsausrüstung, und seien wir mal ehrlich, die Vereinsausrüstung ist oftmals, vor allem in kleineren Vereinen, einfach veraltet.
eben hier ist nun einmal der Verein gefordert. Für den Start muß man einen Handschuh zur Verfügung stellen, wenn möglich auch eine Schiessjacke.
Dann sollte sich jeder Verein mal Gedanken über seinen Bestand an Sportgeräten machen. Wenn ich sehe, daß manche Jugendliche die ersten Schritte heute noch mit federgetriebenen Gewehren absolvieren, kann ich nur den Kopf schütteln.
In meiner Anfangsphase als Jugendleiter (dummerweise hat man mich im gleichen Atemzug zum Gerätewart ernannt) habe ich erstmal alle alten Gewehrgurken (FWB 300, Diana 66 und 75, Walther LGR) über egun gekauft und vorkomprimierte Gewehre gekauft (FBW 60x, Anschütz 200x, Walther LG 210+, sogar 2 Pressluftgewehre waren möglich).
Sind wir doch mal ehrlich. Wirklich arm sind die wenigsten Schützenvereine. Sollen wir auf unserem Vermögen sitzenbleiben? Was bringt uns das, wenn der Verein kaputt geht und wir Euro 30 000,00 auf der Seite haben, nur weil wir keinen Nachwuchs oder keine neuen Mitglieder bekommen?
Wenn ich das Geld in Sportgeräte und Ausrüstung investiere, muß ich mir nachher wenigstens nicht zum Vorwurf machen lassen, ich hätte nicht versucht, den Verein zu erhalten.
Jugend kostet Geld. Wenn ich die Jugendarbeit richtig mache, kostet das viel mehr Geld, als ich durch Jugendliche einnehme. Die Alten sollten sich mal überlegen, was der Verein früher für Sie getan hat.