Beiträge von GroMar

    Zitat

    Würde ich so nicht machen. Immer erst den Adapter entlüften, dann die Kartusche aus dem Adapter und erst dann den Adapter aus der Flasche schrauben. Wenn Pressluft austritt hat normalerweise die Dichtung einen Haarriss oder fehlt ganz.


    Wenn man den Adapter nicht vorher entlüftet, geht bei Anschütz gar nix. Zumindest bei mir lässt sich mir lässt sich die Kartusche nur mit ziemlichem Kraftaufwand drehen. Daher vergisst bestimmt niemand den Adapter zu entlüften. ;)

    Problem ist halt, dass sich bei Anschütz immer mal wieder der Adapter an der Kartusche festsaugt und dann nicht mehr von Hand abdrehen lässt. Da hat man dann auch vorher nicht unbedingt was falsch gemacht. :)

    Schaut so aus, als würde das bei Anschütz immer mal wieder passieren, da die Adapter/Kartuschen im Vergleich zu anderen Herstellern recht lange Gewinde haben. Mir passiert das immer mal wieder, dass der Adapter an der Kartusche hängt und sich (von Hand) nicht mehr abschrauben lässt. Deshalb hab ich mir inzwischen den passenden Schraubenschlüssel neben die Pressluftflasche gehängt - damit ging der Adapter bisher immer problemlos und ohne große Gewalt wieder runter.

    Vor kurzem hatten wir den Fall auch mal bei einem neuen Gewehr eines Gastschützen. Die Luft ging überall hin, nur nicht in die Kartusche und der Adapter lies sich von Hand nicht mehr von der Kartusche lösen. In dem Fall war einfach nur die Dichtung auf der Innenseite des Adapters rausgefallen und weil die Luft überall hingepfiffen ist, hatten wir halt die Kartusche zu stark angezogen.

    Wenn Deine Kartusche nicht offensichtlich schief aufgeschraubt wurde, kontrollier mal noch die Dichtung am Adapter. Vielleicht ist die ja auch kaputt.

    Hat hier jemand Erfahrung mit Schäden an den Messrahmen durch Querschläger (in einer Kleinkaliberanlage)?

    Wir haben bei unseren Messrahmen das Problem, dass diese ggf. durch herumfliegende Bleipartikel beschädigt werden (kleine Dellen in den Spiegeln der Messrahmen). Evtl. war es auch in Folge eines Unwetters mit Hagel, wobei ich das inzwischen nicht mehr glaube (ein bereits reparierter Messrahmen hat evtl. schon wieder eine Delle). Außerdem hat wahrscheinlich eine KK-Kugel an der richtigen Stelle den gleichen Effekt wie eine Hagelkorn. Als Ursache für die Querschläger stehen derzeit zur Auswahl:
    - Rückpraller aus den Kugelfängen (wir benutzten Stahl-Trichtergeschossfänge). Halte ich eher für unwahrscheinlich, es fliegt zwar immer wieder Blei auf den Boden, der ähnelt aber eher Staub als dass er Schaden anrichten könnte.
    - Rückpraller von der Wand oder von Stahlwinkeln, etc. M.M. auch eher unwahrscheinlich, da die Wände mit Holz und Glaswolle verkleidet sind (Schallschutz). Es liegen zwar ein paar Stahlwinkel offen, aber dass wegen 4 Stahlwinkeln, plötzlich alle 6 Stände Schäden aufweisen, glaube ich auch nicht.
    - Kantentreffer auf die (Stahl)beschussblende im Bereich der Durschschussöffnung. Das habe ich derzeit stark im Verdacht, da die immer wieder vorkommen und auch regelmäßig Bleireste an der Beschussblende hängen bzw. im Messrahmen liegen bleiben. Diese Partikel sind auch wesentlich größer als die Krümel die im Geschossfang liegen, also müssen sie irgendwo anders herkommen. Auf Rückfrage hat DISAG dieser Ursache auch nicht widersprochen, wobei eine Lösungsmöglichkeit für das Problem auch nicht gegeben wurde.

    Hatte hier schon mal jemand das gleiche Problem, bzw. weiss ggf. eine Abhilfe? Montiert haben wir die Messrahmen korrekt, und auch nichts an der Anlage selbst gebaut, sondern komplett von DISAG bezogen.

    Da wäre auch mal interessant, ob dieses Auswerteprogramm ASA überhaupt eine durch den DSB zugelassene Auswertemethode ist. Da kann das Programm letztendlich noch so gut und praktisch sein, wenn ich dann für die Wettkampfauswertung doch eine Auswertemaschine brauche ist das ganze relativ witzlos.

    Auch eine Möglichkeit ist das Programm LISA: http://ssv-dorsten.de/50022996a01312225/index.html
    Unser Jugendleiter benutzt es für Trainingsauswertungen. Funktioniert laut Beschreibung aber wohl nur mit RIKA Ringlesemaschinen.

    Im Zweifelsfall kommt es auch auf die Details an. Ich habe ein Anschütz 8002 S1 und was ich da inzwischen wirklich vermisse ist eine höhenverstellbare Vorderschafterhöhung und eine flexiblere Visierlinienerhöhung.
    Genial finde ich dagegen den schwenkbaren Diopter und Korntunnel von Anschütz, das haben andere Hersteller (z.B. FWB) immer noch nicht im Programm.

    Das kann man zwar auch alles nachrüsten oder durch "Bastelarbeiten" hinbekommen aber das kostet Zeit und Geld.

    Wenn ich mir die Schießhose so anschaue, kommt mir als erstes der Gedanke, ob die nicht viel zu groß ist. Meine Hose ist zumindest an den Beinen enger geschnitten. Dadurch kann es natürlich sein, dass sie auch nicht so den Halt bietet als eine enger geschnittene Hose

    Aber zum eigentlichen Problem: M.M liegt das Verrutschen des Stützarmes letztendlich daran, dass Du zu weit hinten auflegst. Auf dem Bild schaut es so aus, als ob Dein Ellbogen schon halb auf dem Oberschenkel aufsetzt. Dadurch wandert er dann mit der Zeit mitsamt Hose nach unten.
    Mein Tipp wäre den Ellbogen weiter vorne, im Idealfall auf dem Knie, aufzusetzen. Dadurch kommt auch Dein Oberkörper nach vorne, Dein Anschlag ist nicht mehr ganz so aufrecht, was im KK schießen auch mehr Stabilität bringt.

    Beispiel Maik Eckhardt: http://static.mec-shot.de/typo3temp/pics…_77a3b4c2cb.jpg

    Frag doch mal einfach beim Waffenhändler Deiner Wahl an, ob er Dir die Munition besorgt. Bei Abnahme einer ausreichenden Menge bestellt er sie ggf. bei der nächsten Bestellung mit.

    Edit:
    Gibt es die Munition überhaupt (noch)? Auf der Eley-Seite habe ich die spontan gar nicht im Produktprogramm gefunden.

    Wenn ich mir diese Bilder: http://www.vfs-maulbronn.de/index.php?id=25&tx_ttnews%5Btt_news%5D=21&cHash=ea1f9ab896cf0de94d6d833c49475757 von der DM Vorderlader 2013 in Pforzheim anschaue gehen auch normale Schießbrillen als "Schutzbrille" durch.

    Die SpO fordert ja auch nirgends, dass man eine ausgemachte "Schutzbrille" wie die von Dir verlinkte tragen muss. Es wird nur von einer "ausreichenden" Schutzwirkung gesprochen. Der Teil Vorderlader spricht sogar nur von "Brillen sowie ein Seitenschutz" (7.2.2 SpO).

    0.2 SpO DSB:
    Bei den Wettbewerben VL sind Schutzbrillen aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich. (...) Unter dem Begriff Schutzbrillen versteht man einen Augenschutz der das gesamte Auge (von vorne und seitlich) schützt.

    A 5.06 Sporthandbuch BDS:
    Eine Schießbrille ist einer Schutzbrille gleichgestellt, sofern das zielende Auge durch Glas und das nichtzielende Auge durch eine Abdeckscheibe geschützt ist. Eine "Sehbrille" ist einer Schutzbrille gleichgestellt.
    Beim Schießen mit Perkussionswaffen (...) ist eine Schutzbrille zwingend vorgeschrieben. Beim Schießen mit Perkussionswaffen müssen Brillen mit einem ausreichenden Seitenschutz versehen sein.

    Also ich sehe da beim besten Willen keinen (inhaltlichen) Unterschied ...

    Zweifellos kommen diese Diszipline gut an, offensichtlich sogar besser als die tollen dynamischen Diszipline anderer Verbände, nur sollte man halt nicht vergessen dass man mit dem Ausbau dieser mal für ältere Mitglieder gedachten Diszipline dem Leistungssport das Wasser abgräbt und dem Sport in die Bedeutungslosigkeit führt.

    Das Auflageschießen hat zweifelsfrei seine Berechtigung und ich habe auch Respekt vor den Leistungen, welche viele ältere Schützen bringen. Aber der Erfolg und die Dominanz des Auflageschießens hat in vielen Vereinen auch dazu geführt, dass dort quasi nur noch Auflage geschossen wird. Es ist dadurch zum Teil auch deutlich schwerer geworden, Einsteiger für das Stehend-Schießen zu motivieren, auch, weil einfach die Vorbilder fehlen. Zudem muss man sich Stehend auch erst einmal ein gewisses Niveau erarbeiten, während es normalerweise auch einem eher untalentierten Einsteiger leicht fällt, aufgelegt auch vermeintlich halbwegs akzeptable Ergebnisse zu schießen. Es spielt dabei auch so ein bisschen die Macht der großen Zahlen eine Rolle. Und der Zeitgeist. Man möchte schnelle Erfolge, aber ohne auch wirklich etwas dafür tun zu müssen. Hinzu kommt noch, dass so langsam auch das Wissen in den Vereinen um die Anschläge und das Wissen, wie man diese vermittelt und auch trainiert, verloren geht.

    Also ich denke mal, dass die Verbreitung des Auflageschießens in den Landesverbänden sehr unterschiedlich ist. Zumindest bei mir in der Gegend (WSV) kann ich jetzt nicht gerade behaupten, dass das Auflagschießen den anderen Diszplinen das Wasser abgräbt oder es zu Lasten anderer Disziplinen geht. Der Rundenwettkampf, der sich (nach Jahren) etabliert hat, wird nur auf Kreisebene ausgetragen und das noch mit einem Nachbarkreis zusammen, damit genügend Mannschaften zusammenkamen. In den Meisterschaften fahren die Schützen, sofern sie es noch können, zweigleisig und schießen normal stehen und stehend aufgelegt bzw. später dann sitzend aufgelegt. Vor allem bei den Senioren, die sitzend schießen dürfen habe ich den Eindruck, dass diese sonst inzwischen das Schießen schon lange aufgegeben hätten. Jetzt greifen sie zum Teil sogar wieder richtig an, tauschen das heissgeliebte FWB 600er gegen ein nagelneues 800er ein und der Ehrgeiz hat sie wieder gepackt - was ich auch gut so finde!
    Von daher finde ich das Auflageschießen begrüßenswert, denn es gibt nicht wirklich viele Sportarten, die man so bis ins hohe Alter ausüben kann.

    Die Größe/Mitgliederzahl des DSB wurde ja schon vielfach angesprochen. Das ist seine Stärke und zugleich eine Schwäche.

    Im DSB sind Traditionsschützen und Sportler unter einem Dach. Es wird von A wie Armbrust bis Z wie Zimmerstutzen alles mögliche geschossen. Großkaliberschützen, teilen sich den Verband mit Bogenschützen und Luftdruckliebhabern. Wenn ich sehe, dass es in meinem Verein mit knapp 200 Mitgliedern schon schwierig genug Groß-, Luftdruck-/Kleinkaliberschützen, Bogenschützen und Skeet unter einen Hut zu bringen - wie ist das dann erst in einem Verband von weit über 1 Mio. Mitgliedern.

    Da ist es eigentlich klar, dass ein kleiner Verband, der sich auf einige wenige Waffenarten spezialisiert, wesentlich flexibler reagiert (reagieren kann), als Verband wie der DSB. Ob das jetzt den einen Verband besser als den anderen macht wage ich zu bezweifeln ...

    Hmm ... ich finde es doch immer wieder überraschend, wie schnell bei bestimmten Themen mit dem Grundgesetz gewunken und ein Rechtsbruch reklamiert wird. Studentenverbindungen nehmen keine Frauen auf, im Sportverein darf man(n) nicht bei der Frauengymnastik mitmachen, trotz Unverletzlichkeit der Wohnung darf das Ordnungsamt unangemeldet die Waffenaufbewahrung prüfen ... Selbst das Grundgesetz hat seine Grenzen ... Darf dann ein katholisch geprägter Schützenverband der sich die Wahrung christlicher Werte auf die Fahnen geschrieben hat, muslimische Mitglieder vom Grundsatz her nicht erlauben? ... Vermutlich ja ...

    Finde ich - als jemand der weder im BdHDS Mitglied ist, noch den Verband kennt, mit Schießen in erster Linie Sport und erst ganz weit hinten Traditionspflege und schon gar keine Themen wie Glaube oder politische Überzeugungen verbindet - das Krisenmanagement der Verbandsführung des BdHDS mehr als mangelhaft und die Einstellung des Verbandes ziemlich konservativ? ... ein deutliches JA ...

    Aber der BdHDS ist nun mal kein "normaler" Sportverband, da er konvesionell nicht neutral ist, sondern der katholischen Kirche nahesteht. Das kann man jetzt mögen oder auch nicht, aber eine unzulässige Diskriminierung sieht vermutlich anders aus.

    EDIT:
    Hingewiesen sei noch auf folgende Aktion eines Mitgliedsvereins des BdHDS: http://schuetzen.erzbistum-koeln.de/export/sites/s…ilfe_Afrika.pdf, die auf der Verbandshomepage verlinkt ist.

    Es wird hier ja kräftig über den DSB hergezogen, u.a. wird bemängelt, dass er sich nicht ausreichend dem Breitensport widmen würde.
    Daher (nochmal) die Frage: Welche konkreten Maßnahmen würdet ihr Euch denn vom DSB wünschen, damit das Thema "Breitensport" besser gewürdigt seht.

    GroMar schrieb:
    Selbst wenn die Satzungen der Verbände zum jetztigen Zeitpunkt einen "kreisfreien" Verein zulassen, wer garantiert, dass die Satzungen nicht zukünftig geändert werden? Selbst wenn eine Satzungsänderung aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, können die entsprechenden (Verbands-)Gremien immer noch nachgelagerte Ordnungen und Wettkampfausschreibungen ändern.

    Schon mal was vom Diskriminierungsverbot gehört: WENN die Satzung es zulässt, nur im Bezirk Mitglied zu sein (und einen vorhandenen Kreis zu übergehen), darf nicht durch Ordnungen oder Ausschreibungen diesen Vereinen ein Nachteil entstehen. So einfach geht's denn doch nicht.

    Übrigens: Für eine BM ohne KM-Ergebnis kann man sich genauso qualifizieren wie für eine KM. Geht auf 2 Arten
    1. Entweder durch einfache Meldung wenn genug Startplätze zur Verfügung stehen oder
    2. Durch einen Qualifikationswettkampf (DER darf nämlich im Gegensatz zur Meisterschaft auch über 2 Tage geschossen werden), wenn die Standkapazität der BM überschritten wird. Ggf. könnte man im vorliegenden Fall vorliegende KM-Ergebnisse auch als Qualiergebnis werten, wenn man das in der Ausschreibung so festlegt

    Ich habe nur wiedergegeben, was mir zu dem Thema spontan an evtl. Fallstricken in den Sinn gekommen ist. Wie das verbandsrechtlich ausschaut, kann und will ich aus der Ferne nicht beurteilen. Der Sinn eines solchen Austritts erschließt sich mir auch nicht, aber den kann ich genausowenig beurteilen, da ich die Hintergründe nicht kenne!

    Fakt ist allerdings, dass ein kreisfreier Verein in der Struktur des NWDSB zwar vielleicht rechtlich möglich ist, aber sicher nicht gewünscht ist. Von daher macht man sich (meiner Meinung nach) bei der Verbandsspitze und wahrscheinlich bei anderen Vereinen sicher nicht beliebt. So wie der austretende Verein seine Kreativität bewiesen hat, werden dann sicher die Verbandsgremien kreativ werden und dem Verein und dessen Mitglieder Steine in den Weg legen.