Beiträge von P.O.Ackley

    Zitat

    Wir sind (noch) viele.....

    Stimmt. Im Gesamten, gesehen. Aber wir sprechen nicht mit einer Stimme, nein, vielmehr sind es babylonische Zustände. Gibt es ja unter den 350.000 Jägern schon gut 700.000 Meinungen. 1,5 Mio. Mitglieder hat der DSB. Aber die Luftgewehr- und viele KK-Schützen haben noch nicht realisiert, das es gegen den Schießsport im gesamten geht. So gibt es genügend, die gegen GK sind. Die auch nicht verstehen, warum ein GK-Schütze seine Plempen zu Hause lagern muss und nicht wie er vielleicht sein Luftgewehre nur am Stand hat. Das ist doch unser Problem. Ich bin seit 20 Jahren nahezu ununterbrochen jede Woche einmal am Schießstand. Seit dem ich denken kann Standaufsicht. Was ich mir jeden Samstag für einen Blödsinn anhören muss, damit könnte ich Bücher füllen.
    Wenn wir wirklich alle zusammen stehen würden, mit der Toleranz die Interessen anderer zu akzeptieren, wären wir eine Kraft, die auch etwas bewegen würde. Leider werde ich das nicht mehr erleben, als Sportschütze.


    Martin

    Davon hab ich letzte Woche schon gehört. Und mit verlaub, das ist typisch Deutsch. Wenn der Waffenschrank verschlossen ist, dann kann ich jede Person, die mir zwar nicht bekannt ist, aber die sich ausweisen kann, in meine Wohnung lassen. Sprich, wenn der Gasableser kommt, lass ich ihn rein.
    Mal davon abgesehen, das ich egal welche Pappnasen, die sich als Mitarbeiter des KVR ausgeben, die ich aber nicht kenne, unter gar keinen Umständen meinen Waffenschrank zeigen werde, ist dieses neue Gesetz das beste Beispiel für den deutschen Wahnsinn, der zur Zeit herrscht.
    Letzte Woche erzähte mir jemand, dass ein Vereinskollege kontrolliert wurde, alle seine Waffen fotografiert und die Kenndaten aufgeschrieben wurden. Es wird immer lustiger was da getrieben wird, von den Ordnungsbehörden. Sollte gar die Sachbearbeiterin meines "Vertrauens" vor der Türe stehen, sieht die allerhöchstens meinen Schrank und das Typenschild. Vielleicht kann sie dann noch Waffen-"Daten" die sie dabei hat mit mir abgleichen. Aber "anfingern" oder gar Fotografieren...... Die haben´s doch nicht mehr alle.
    Aber wahrscheinlich brauchen wir uns nicht so aufzuregen. Wenn das so weitergeht, gibt es bald keinen legalen Waffenbesitz mehr. Die Grünen haben ja auch wieder die zentrale Lagerung ins Spiel gebracht. Und so vergeht keine Woche, in dem nicht wieder irgendeine Ar$ch seine geistigen Ergüsse zu Papier bringen muss.
    Wie ich in einem anderen Forum schon schrieb. Die wollen uns jetzt mürbe machen. Erst mal die Sportschützensippe in der Öffentlichkeit soweit es geht schlecht machen, die Medien helfen ja ganz gut mit. Und dann immer was anderes fordern. Irgendwann spring schon ein Verband auf, gibt dann klein bei, im Hinterkopf, dann wieder Ruhe zu haben, und nächstes Jahr geht´s dann weiter. Im Grunde ist man ja schon fast so weit. DJV ist gegen SLB´s und DSB ist sowieso eher negativ für den ganzen GK-Kram eingestellt. In zwei Jahren haben wir eh Rot/Rot/Grün am Ruder. Spätestens dann ist der GK-Schießsport tot. Wir sind auf dem besten Weg.
    Und nochwas. Die müssen keinerlei Interessenvertretungen zu Rate ziehen. Wenn die sich einig sind, können die das ohne uns durchziehen. Wenn die nach W. gewollt hätten, hätten die uns das Licht ausgedreht. Interessenvertretungen, die ein paar tausend Hansel vertreten, sind für die Politik so wichtig, wie wenn in China ein Sack Reis um fällt. Und nochdazu Interessenvertretungen, die sich untereinander eh nicht grün sind.
    Ich werd immer gefragt, warum ich nicht auch BüMa gelernt habe, wie mein Vater. Und warum ich sein Geschäft nicht irgendwann übernehme......... Ich bin zwar bekloppt, aber nicht total bescheuert. 8| Angesichts solcher Zukunftsaussichten...........

    Martin

    Zitat

    Als Waffenhändlerin und Exporter schaue ich manchmal über unseren nationalen Teich:

    Hat jetzt nicht unbedingt was mit dem Startthema zu tun, man möge mir aber verzeihen.
    Aber mit dem Blick über den Teich. Habe mir letztens ein paar Videos auf youtube angesehen, zu den diesjährigen US-Meisterschaften in Camp Perry. Wenn ich mir das ansehen, sind selbst olympische Spiele eine Art "Schulveranstaltung".
    Hier ein paar Beispiele und schaut euch ruhig die anderen Videos auch an:
    Camp Perry 2011
    - YouTube

    2011 CMP Garand Match, Camp Perry, Ohio.
    - YouTube

    Camp Perry 2011 EIC Match #2
    - YouTube

    NRAblog: 2011 Mustin Trophy Match
    - YouTube

    Da könnte ich ins Schwärmen kommen. Aber da werden die Schützen auch von Seitens des US-Militärs unterstützt, im Rahmen des "civilian marksmen ship program". Schießstände zur Verfügung gestellt. Nicht wie hier, einem tausend Knüppel in den Weg geworfen.
    Bei uns ist´s ja auch gewollt, dass GK-Schießdisziplinen verschwinden. Alles zu teuer und zu "Extrem".


    Martin

    Und da gibt es noch welche, die jegliche "schärfere" Gangart in den Lobbygruppen verurteilen möchten. Da kann man nur den Kopf schütteln. Der Legalwaffenbesitzer als maskierter Pistolen-Mann. Ganz suuuuuper! 8|
    Jede Schützenvereinigung müsste nun rechtliche Schritte einleiten. Sich mit den Juristen beraten und dann rechtlich dagegen vorgehen. Denen müssen die Klagen nur so um die Ohren fliegen. Sollange aber immernoch, von vorallem dem größten Schützenverband, gedacht wird, das betrifft nur "böse" Anscheinswaffenbesitzer, abtrünige BDS Mitglieder und was auch immer, wird sich da nix ändern. Wenn schön "Überlegungen" im Gange sind, die Waffensteuer auch auf illegale Waffen zu erheben, was ja eh schon eine Lächerlichkeit sonders gleichen ist, dann ist der Schritt zur steuerpflichtigen Luftdruckwaffe nicht mehr weit. :thumbup:


    Martin


    Dann würde ich mir die Mühe machen, 15 Minuten Zeit in einen Brief an den Bayerischen Rechnungshof zu investieren.

    Carcano

    Problem ist aber hierbei, das es von ganz oben aus den Innenministerien die Anweisung gibt, nichts mehr aufzuheben und vorallem nichts mehr neu in den Umlauf zu bringen. Waffen sind das Übel und der Staat darf nicht als (Zivil-) Waffenhändler tätig werden. Früher war dies normale Praxis. Erhaltenswerte Waffen wurden sowohl von den Ordnungsämtern und auch LKA´s in Losen an Waffenhändler weiterverkauft. Heute undenkbar.

    @ Katja,

    nein, da verwechselst mich mit jemanden. Bin nicht bei Landlive, aber in einem anderen Jagdforum. Aber da war es in etwa der selbe Text.

    Heute hab ich´s aber auch wieder gesehen. Liegt nicht nur bei den Spitzen der Verbände. War heute in meinem neuen Verein, der dem BSSB angehört. Gefällt mir super und die Leute sind alle sehr nett. Aber heute lag auf einem der Tische so "Propagandamaterial" von prolegal. Kommentiert wurde das von einigen als zu "populistisch". :S Was soll man dazu sagen. Selbst viele an der Basis der DSB Vereine, die auch GK-Schießen, sind der Meinung, das irgendwelche Verschärfungen sie nie treffen werden. Ich habe erstmal nichts kommentiert. Bin ja "neu" und will´s mir nicht gleich, wie üblich, verscherzen. Aber geärgert hat´s mich schon.

    Martin

    Zitat

    Im Jagdforum landlive.de wurde mein Offener Brief von einem Count-Zero
    wegen Rechtsschreibfehler und falschem Umgang des Dativs (ich glaube, er
    meinte eher meinen richtigen Umgang des Genitivs, der nicht jedem
    Deutschen bekannt ist), mehrfach lächerlich gemacht.

    @Katja,

    der hat deinen Brief nicht nur da verrissen. Ich finde es immer toll, wenn welche, über die wenigen, die was unternehmen, auch noch schlecht reden. Und selbst nix auf die Reihe bekommen. Bin deswegen mit dem entsprechenden Herrn auch aneinander geraten.
    Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich sehe für den legalen Besitz von GK-Schußwaffen mehr als schwarz in den nächsten Jahren. Heute hab ich wieder mitgekriegt, was im BLKA alles an Waffen zur Vernichtung abgegeben wurden. Da wird mir immer ganz übel.
    So, wie unsere Verbände momentan weiter machen, ist es der beste Weg, den GK-Schießsport zu beerdigen.
    Und wenn ich mir die neue Gebührenordnung in Stuttgart ansehe. 550.-€ für einen 3-Jahres Jagdschein. Das werden sich dann schon einige überlegen.

    Martin

    zu:"PL ist zu agrresiv"

    Leute, ist es den wirklich falsch, wenn jemand die Dinge beim Namen nennt. Ich hatte Merkblätter und Dienstanweisungen in den Händen, die von "Waffenexperten" aus LKA/BKA geschrieben würden, für die einzelnen Dienststellen und Verwaltungsbehörden, wie legale Waffenbesitezr zu sehen sind und wie sie zu behandeln sind. Dienstanweisungen die schon im gleichen Ton vor 4-5 Jahren bestanden haben. Sowas wenn ich hier abdrucken würde, man direkt als potentieller Mörder und gefahr ür die Gesellschaft genannt wird, würde sich einige angepisst fühlen. Und nicht, weil PL etwas "aggresiv" ist. Das wird langsam lächerlich, diese Diskussionen.
    Ich kann mich auch nicht mir IPSC, den Reservistenvereinigungen oder was auch immer identifizieren, aber mir ist es schnurz egal, ob wer nen MR308 oder "nur" ein KK für seinen Schießsport braucht. Die Poltik hat seit langem die Salamitaktik erkannt. Unsere Verbände und vorallem der DSB und DJV sind auf diesen Zug aufgesprungen. Erst heute erzählte mir ein Schütze, das ihr Bezirk im DSB keine Veranlassung sieht, sich irgendwie zum Thema Waffensteuer und Waffenverboten zu äußern.
    Ich persönlich bin´s auch langsam leid. Man redet sich den Mund fusselig und möchte eigentlich nur den Schießsport im ganzen erhalten. Aber in den eigenen Reihen, vorallem den Führungsebenen herrschen Grabenkriege über den "wahren" Schießsport, den es zu erhalten gibt.
    Ich habe diese Aufstellung schon mal gemacht. Es gibt 1,5 Mio. DSB Mitglieder, wieviele schießen GK? Es gibt im BDS, DSU und BDMP keine 100.000 Mitglieder. Alle zusammen sind wir uns uneins. Glaubt wirklich einer von euch, das die Politik auf ein paar tausend Hansel hören wird, wenn es den soweit ist. Klar, LG/LP wird man vorerst nicht antatschen. Gab es zwar schon 1977 Ideen auch diese Waffen WBK pflichtig zu machen. Aber nein. Trifft ja erst die GK-Schützen und wahrscheinlich auch nur die "bösen" dynamischen Disziplinen. Der restliche GK Schießsport wird eh in den nächsten Jahren wegen fehlendem Nachwuchs ausgetrocknet sein. In spätestens 5 Jahren war´s das. Das ist meine Prognose, wenn ich mir die Streitereien in den Verbänden und unter den Schützen immer anhöre, bzw. durchlese. Der heutige Tag am Stand war dafür wieder bezeichnend. Und er hat mich wieder in meiner Entscheidung bestärkt. Ich werde meinen Bestand reduzieren, nur noch das nötigste behalten. Ich hab momentan sowas von die Schnauze voll, von deutscher Engstirnigkeit, Arroganz und Egoismus.
    Die Politik und unsere Gegner, dürfen uns mittlerweile alles nennen. Vor der letzten Wahl wurden wir im gleichen Athemzug wie Kinderschänder und Schwerverbrecher genannt. Und das von Parteien, die in einem demokratischen System Macht ausüben wollen. Ein System aus Diffamierung und Lügen über andere Mitbürger hatten wir schon mal. Aber anscheinend möchte man da gerne wieder mit Stasimethoden hin kommen.

    Verbände wacht auf. Ich werde, wie ein paar Tausend andere, keine Verbands/Vereinsbeiträge, die bei mir im Jahr gute 350.-€ ausmachen, bezahlen, nur für´s Stopselgewehrschießen.

    Martin

    Wenn das kommt, liebe Leute, dann wird dies einen Flächenbrand erzeugen, auf den alle Rot/Grünen Bundesländer aufspringen werden. Die allerwenigsten von uns werden diesen Unsinn finanzieren können, genauso wie div. Zweitwohnsitzideen oder anderweitigen Schwachsinn. Nochdazu ist man nie gefeit, das der neue Wohnort nicht nachziehen wird.
    Ich habs schon geschrieben und ich schreib´s gern wieder, aber:
    Wo zum Teufel sind überhaupt unsere Verbände!
    Auf keiner Website hab ich bisher was gelesen. Außer auf der Seite von Frau Triebel. Kein Verband hält es anscheinend für nötig, hiergegen mobil zu machen. Das beispielsweise der DSB hier schon wieder einknicken wird, ist klar. Hat man ja den GK-Schießsport schon abgehakt und die KK-Büchsen können ja auch im Vereinsheim bleiben. Ade, Auswärtswettkämpfe, ade, anderweitiges Trainieren.
    Und vor allem, was zum Henker denken sich eigentlich die Büchsenmacherverbände. Glauben die wirklich, das wenn sowas Flächendeckend zum Tragen kommt, das auch nur irgendjemand denen eine neue Waffe abkaufen wird. Der Markt wird mit Gebrauchtwaffen überschwemmt werden. Schlimmer noch, als wir es eh schon haben, mit den dümmlichen Schickanen gegen die Altbesitzer. Ist man anscheindend zu beschäftigt, mit der Mauschelei von Ar****x und Co. oder wie soll man sowas deuten. Hoffe das ließt mal jemand, von den Schlafmützen. Ich werde sicherlich keine Vereins- und Verbandbeiträge bei einem der gut und gerne 5 Einrichtungen, wo ich Mitglied bin, bezahlen, nur um in Erinnerungen zu schwelgen, wie man früher Schießsport definierte. Ich will auch nicht wieder in der BüMa-Zeitschrift lesen, was wäre wenn, gewesen, wenn man dieses oder jenes gemacht hätte um dann doch irgendwas positives an der Sache zu sehen, wenn man will.


    Martin

    Guten Morgen,

    ich persönlich finde die Werbung mit dem Lichtschießen bedenklich. Wenn wir den Schußwaffengegnern zu viele Möglichkeiten aufzeigen, mit denen man das "richtige" Schießen ersetzen könnte, dann werden uns irgendwann die Argumente hierfür ausgehen.
    Und sein wir mal ehrlich, es hat mit dem Verschießen von Projektilen, die aussenballistischen Einflüssen unterliegen nichts zu tun. Es als "Ersatz" zu bezeichen finde ich nicht OK. Das es eine "Alternative" für den Einstieg bei den Jugendlichen ist, steht außer Frage. Nachdem man es ja leider nicht schaffte, die überzogenen Altersreglementierungen zu verhindern. Mit den momentanen Bestimmungen wird man eh nurnoch Nachwuchs im Luftdrucksektor und gerade noch bei den KK-Schützen bekommen. Für die GK-Disziplinen ist da eh der Zug abgefahren.
    Meine Wenigkeit hat damals auch mit Luftdruck angefangen. Mein Vater hatte in seiner Werkstatt eine 10m Seilzuganlage und da hab ich in den Ferien geschossen. Auch in seinem Verein hab ich "reingeschnuppert". Für mich war das aber nix. Ich hab dann mit 13, 14 Jahren das GK-Schießen angefangen. Meine ersten Büchsenkaliber waren .308 oder ein UHR im Kaliber .44Magnum. Da hat sich keiner ins Hemd gemacht damals. Waren aber eben andere Zeiten. Heute darf man unter 18-jährige nicht mal mit der .223Rem schießen lassen, da die schon als GK zählt. Lächerlich.
    Und was das Schlimmste ist, es wird niemals mehr ein zurück geben. Und so sehe ich das bei den Lichtschießen auch. Wenn wir das zu sehr forcieren, werden irgendwann welche sagen, warum dann überhaupt noch Biathlon mit KK. Heute kann sich sowieso keiner mehr erinnern, dass diese Disziplin bei Olympia bis in die 70er mit GK-Büchsen auf 100, 200 und 300 Meter geschossen wurde. Alles Lüge........

    Zitat

    Und wenn es nach mir ginge, was es aber nicht tut, dann wäre mein Verein
    schon lange nicht mehr im HSV Mitglied, sondern im BDMP, dem BDS oder
    der DSU.

    Ich kann dich beruhigen. Die anderen Verbände geben sich auch nix. Ich war immer ein Gegner der Verbandspflicht. Ich habe das Groh meiner Schußwaffen noch gekauft, als es sowas nicht gab und ich nur in einem Verein Mitgleid war und deren Bedürftnisse ausreichten. Mein erster Verband war dann der VDW, eine Vereinigung für Waffensammler und das Sportschießen. Die es aber leider bis heute nicht geschafft haben, eine Zulassung zu bekommen.Die >Entscheidung beim VDW beizutreten, war vorallem, das die jedes Monat einen Wettkampf für eine andere Disziplin abhielten. Ohen großes Tam Tam. Bin dann nach noch zum BDS, weil man ja einen anerkannten Verband brauchte, nach 2004 Was soll ich sagen. Die Hürden, für einen Erweb über das "normale" Kontingent hinaus sind auch bei diesen Verbänden sehr hoch. Meine letzten Erwerbungen habe ich komischerweise mit Einzelbedürftnissen vom VDW bekommen. Ohne Probleme. Selbst die 4. KW. Dafür hat man es bis dato noch nicht geschafft beim BDS, mit eine neue gelbe WBK zu bestätigen. Mittlerweile ist mir das auch egal, da ich eine neue "alte" Gelbe ausgestellt bekam. So werden es eben nur noch Einzellader werden.
    Ab nächsten Jahr bin ich beim Bund in Allach Mitgleid. Nicht, um Bedürftnisse abzugreifen, sondern um am Schießen dort teilzunehmen.
    Meiner Meinung nach, ist´s völlig egal, in welchem anerkannten Verband man ist. Selbst bei der "Grundausstattung" stellen sich einige an. Ich bin mit der Politik des DSB auch nicht immer einverstanden. Aber Verbände, mit Mitgliederzahlen zwieschen 15 und 45 tausend, haben meiner Meinung nach kein wirkliches Gewicht in der Politik.
    Mein "Wunsch" wäre es immer, wenn es nur einen Verband als "Dachverband" gäbe. Alles Sportschützen Deutschlands dort Mitglied wären und man nur eben mit einer Stimme sprechen könnte. Aber dazu müssten alle Parteien aufeinander zu gehen. Und vorallem der DSB müsste sich auch für andere Disziplinen öffnen.


    Martin

    Guten Morgen,

    ja, ich würde das mit der 12/18er Regelung auch nicht an die große Glocke hängen. Meines Wissens gilt das auch nur, wenn man ein Bedürftnis beantragt. Sprich, wer nix kaufen will, kann so oft oder wenig üben wie er will, kann mich auch irren.
    Ich würde das auch erstmal "pauschal" bestätigen, und wie gesagt, gegebenenfalls, wenn nachgefragt wird, das Schießbuch/kladde kopoieren und beifügen. Oder eben die wahrgenommenen Schießtermine auf der Bestätigung vermerken.
    Im Grunde weiß ich aber nicht wo da generell auch bei den Schützen das Problem ist. Zwar haben wir auch welche im Verein, die beruflich oder privat viel um die Ohren haben, auch welche die lange krank waren und so im Jahr nurnoch ein paar Mal zum Schießen kommen. Aber die überwiegende Zahl hat bestimmt 30 bis 40 Einträge in ihren Schießbüchern. Ich komme auf gut 50-60. Ohne Wettkämpfe gerechnet.

    Martin

    Mir ist auch nicht bekannt, dass es da eine vorgegebene Zahl gibt. Ich weiß nur, dass den Vereinen (ohne eigenen Schießstand), die bei uns am Schießstand mittrainieren, vorgegeben wurde, jeden Monat ihren Mitgliedern, einen Schießtag anzubieten. Im Grunde würde ich auch sagen, das eine Bestätigung ausreichen müsste, die umfasst, das der Betreffende ein aktiver Schütze ist. Den selbst wenn er nur ein paar mal im Jahr übt und an ein, zwei Wettkämpfen teil nimmt, würde ich dies als "aktiv" werten.
    Ansonsten sollen die dann die Schießkladde des Vereins anfordern. Eine Schießbuchpflicht des einzelnen gibt es nicht, das stimmt.

    Martin

    Sowas ist mir neu. Hat in unserer Region noch keiner verlangt. Aber war zu erwarten, nachdem man nun mit der Kontrolle der Verwahrung fast durch ist, dass man sich nun die vornehmen wird, die keinem aktiven Schießsport mehr nachgehen.
    Führt man bei euch sowas wie ein "Schießbuch" das man als Schießnachweis nutzen kann? Formblätter kenne ich auch nur für die Erstanträge. Vielleicht genügt dem Ordnungsamt ja eine Kopie der Schießbucheinträge.

    Martin

    @ Dan More,

    danke für die informativen Videos.
    Aber das Netz ist voll von Studien, die ja eben beweisen, dass ein restriktives Waffengestez keinen positiven Effekt auf die Kriminalität hat.
    Interessieren tut´s aber auch keinen. Zumindest nicht in DE. Kanada beispielsweise hat nun die 1995 eingeführte Registrierungspflicht für Langwaffen gekippt. Ab nächsten Jahr, dürfen die Kanadier, zumindest die nicht verbotenen Langwaffen wieder kaufen ab 18 Jahren und müssen diese nicht anmelden. Studien dorf haben gezeigt, das Langwaffen keinerlei Rolle bei Straftaten mit Schußwaffen spielen. Auch nicht, ob diese nun registriert sind oder nicht.
    Aber von sowas sind wir ja nun Lichtjahre entfernt. Und, unsere Politiker haben aus den "Fehlern" beispielsweise in GB gelernt. Man wird nicht den Fehler machen, die Waffenbesitzer dann zu entschädigen. GB hat die Entschädigungszahlungen für KW-Besitzer zig Millionen Pfund gekostet. Hat man ja im aktuellen Waffengesetz dafür gesorgt. Da findet sich ein kleiner Passus, in dem steht, das für Gegenstände, die eine Gefahr für das Leib und Leben oder für andere Gegenstände darstellen, bei Einzug, keine Entschädigungen gezahlt werden müssen.


    Martin

    vielen Dank für die Informationen. Kannst Du uns evt. auch noch informative Internetseiten aus GB mitteilen?


    Meine Info´s habe ich weniger aus dem www. Ich besitze einige Bücher zum Schießsport in GB und auch zum Waffenwesen. Auch aktuelle Werke, in denen dann auch vermerkt ist, welche Hürden es in GB für den Waffenbesitz gibt. Aber wenn man im web etwas sucht findet man ganz gute Seiten. Beispielsweise hier:
    Gun politics in the United Kingdom - Wikipedia, the free encyclopedia
    Gun Law in the UK

    Zitat

    Ich stimme Dir hier zu, nur haben die Verbände in GB auch beim
    Kurzwaffenverbot nichts reißen können. Es hat die Politik schlichtweg
    nicht interessiert.

    Und glaubst du wirklich, das wenn die Regierenden in DE sich alle einig wären, das wir paar Hansel ein Kurzwaffenverbot verhindern könnten? Wieviele Sportschützen haben den in Wirklichkeit GK-Schußwaffen. Selbst wenn man die 350.000 Jäger mitzählt wird man die eine Millionen Grenze nicht knacken können. Die Mehrheit im DSB schießt KK und Luftdruckwaffen. Der BDS hat keine 50.000 und BDMP und DSU kommen zusammen auch nicht mal auf diese Summe. Meint ihr wirklich, das die Politik, wenn es um ein GK-Verbot gehen würde und sich alle einig wären, wirklich gezwungen wären, Interessenvertreter anzuhören, die eine "Minderheit" von weniger als einer Millionen Bundesbürger vertritt. Nochdazu wo man die Jäger gegen die Schützen super ausspielen kann und selbst in den Reihen der Schützenverbände Neid und Missgunst sähen kann. Und mit "Geheimpolitik" die Kontrolle behält.
    Und dazu kommt noch. Wer von den Sportschützen ist den so ein "Hardcore" Schütze, die an ihrem Hobby wirklich hängen, wie ich beispielsweise? Die wenigsten. Es vergeht momentan keine Woche, wo nicht gut ein halbes Dutzend Sportschützen bei meinem BüMa im Laden stehen und ihr Zeugs los werden wollen. Die ganzen Altbesitzer die eh nur alles auf die Theke knallen, gar nicht mitgezählt. Und wir haben aber noch gar kein Verbot des GK-Schießsports. Alleine im ersten halben Jahr von 2011, hat das bayerische LKA 42Tonnen abgegebene und eingezogene Schußwaffen aus Privatbesitz vernichtet. Da war nicht nur Schrott dabei, sondern alles, von alten Sammlerwaffen über Jagdwaffen, bis hin zu neuwertige Sportwaffen. Für die Politk und deren Erfüllungsgehilfen gibt es nämlich keine erhaltenswürdigen Waffen. Alles muss vernichtet werden. Ein Mitarbeiter des LKA sagte mir sogar ins Gesicht, das wenn man mit den Altbesitzern und Sportschützen "fertig" ist, man sich die Sammler vornehmen wird. Es gibt in deren Augen keine historisch wertvollen Schußwaffen. Diesen Status möchte man in den nächsten Jahren auch kippen. Und wenn es wirklich durchgeht, das Bremen eine Waffensteuer einführt, sich dies "bewährt" und das dann auf andere Bundesländer überschwappt, werden solche Zahlen Kleinkram sein, was an Waffen vernichtet wird. Da ist dann über Nacht alles Null Euro wert. Da wird man uns dann Gebühren für´s abgeben abknöpfen, weil die nicht mehr wissen, wohin mit dem Schrott. Momentan gibt es in DE sechs Komma irgendwas Millionen registrierte Waffen, die immer und immer wieder "geschätzten" 10 Mio. haben sich ja nun relativiert. Bei 300.-€ pro Waffe gibt das ein nettes Sümmchen. Ich kenne Waffensammler die haben 100, 200 und mehr Waffen in ihren Safes. Die wären finaziell ruiniert. Ich selbst schieße gut zwei Dutzend Disziplinen und habe die entsprechende Ausrüstung dafür. Auch mir würde es so gehen.
    Ich persönlich habe noch nicht wirklich resigniert. Auch hoffe ich doch, dass jetzt ein Ruck durch die Verbände geht und man sich besinnt. Aber ich persönlich habe neue Anschaffungen für unbestimmte Zeit ausgesetzt. Habe auch einige Bestellungen storniert, beispielsweise die Dillon 550 und eine BR-Büchse bei meinem BüMa. Ist zwar schlecht für die BüMa Zunft, aber ich schwimme nicht im Geld, nur das ich in einem Jahr eine 5k€ Büchse in die Tonne hau.


    Martin

    Solch eine Vorgehensweise wäre bei mir ein Fall für meinen Anwalt.
    Aber dies zeigt uns, wohin der Weg führt. Nach Winnenden, als sich auch die Kultusminister zusammensetzten, um zu "beraten" wie man Gewaltprävention an Schulen durchführen soll, bzw. welche Massnahmen getroffen werden sollten, um solche Taten mit zu verhindern, kamen auch Ideen auf, dass alle Schüler, die in einem Schützenverein tätig sind und Schüler, von denen man weiß, das die Eltern Waffen besitzen, speziell vermerkt werden sollten. :cursing:
    Die Hysterie, die mometan herrscht, werden wir nicht mit noch so viel Öffentlichkeitsarbeit eindemmen können.


    Martin

    GB hatte immer schon ein sehr restriktives Waffengesetz. Das sieht man alleine am Verbot des Führens von Taschenmessern. Und das es in fast jedem Land dieser Erde mittlerweile Tendenzen gibt, die den legalen Waffenbesitz reglemetieren wollen, dürfte auch klar sein.
    Ich möchte hier nichts beschönigen. Ich bin gegen jede weitere Gesetzesänderung in unserem Lande. Alles was in den nächsten Jahren verschärft wird, wird wieder viele Schützen zur Aufgabe zwingen, viele weitere Waffengeschäfte werden schließen.
    Aber hier sind dann halt die Verbände gefragt. Sowohl in GB, als auch dann in DE.


    Martin

    Ich habe mich persönlich nie mit dem Führungsstil des DSB anfreunden können. Das ich ab nächstem Jahr in einen DSB-Verein eintreten werde hat andere Gründe, was mich aber auch nicht davon abhalten wird, weiterhin Kritik zu üben. Ich bin aber noch in zwei weiteren Verbänden Mitglied und was soll ich sagen. Die geben sich auch nix. Ich möchte da auch nicht näher darauf eingehen. Aber ich hab beispielsweise gemerkt, dass nicht die Behörden vielerorts Probleme machen, mit neuen Bedürftnissen, sondern mittlerweile die Verbände einem nurnoch Steine in den Weg legen. Auch schaffen es manche nicht mehr, Bezirksmeisterschaften für die "klassischen" statischen Disziplinen zu veranstalten, weil man sich anscheinend zu sehr auf andere konzentriert. Aber lassen wir das.
    Mich würde interessieren, wie sich der DSB nächstes Jahr beim internationalen Schützentreffen in Bremerhaven verhält, wenn es wirklich zu einer Waffensteuer im Bundesland Bremen kommt. Diese Veranstaltung würde sich anbieten, einmal Kritik an der Führung des Bundeslandes zu üben. Und sich nicht wieder der Politprominenz anzubiedern.

    Martin

    Zitat

    Ich habe nichth geschrieben, dass das Sportschießen bei Olympia
    abgeschafft werden sollte, sondern dass ich mich als Sportler schämen
    würde, bei dem Olympischen Spielen für ein Land in einer Sportart
    anzutreten, dass meinen Sport mit Füßen tritt!

    Zum Schießsport in GB. Ja, KW-Schießen gibt´s da nicht mehr. Das dortige Olympiateam muss das leider im Ausland üben.
    Aber den Schießsport an sich, tritt man in GB weniger mit den Füssen, als in DE. Vielmehr gibt es sportliches Schießen als Wahlfächer an Schulen und das Flintenschießen beginnen die jüngsten schon mit 8, 9 Jahren. Für das Schießen mit Flinte und KK-Büchse gibt es keine Altersbeschränkungen. Man braucht nur wenn man unter 16 Jahren alt ist, die Einverständniserklärung der Eltern. KK-und Flinten-Stände gibts in GB wie Sand am mehr. Auch der Besitz von GK-Langwaffen und selbst Halbautomatischen Büchsen ist nicht verboten. Mit entsprechender Erlaubnis kann man auch sowas kaufen und selbst Long Range Stände über 300m hinaus sind kein Problem. Natürlich, die Reglementierungen sind in manchen Dingen problematischer als bei uns, aber das war in GB immer schon so, selbst als man noch KW besitzen durfte. Und nachdem man die KW verloren hatte, ist man auf UHR´s in KW Kalibern umgesattelt.
    Momentan ist aber die Diskussion auch in GB wieder entfacht. Wegen Olympia möchte man zumindest den Besitz von KK-KW wieder erlauben. Entsprechende vorstöße hierzu gibt es.
    Und nur am Rande, als Jäger in GB einen Schalldämpfer zu bekommen, ist einfacher, als in DE ein KK-Gewehr.

    Martin

    PS: Ich möchte in keinster Weise das generelle KW-Verbot in GB gut heißen und herunterspielen. Es war genauso überflüssig, wie der pure Aktionismus, der nach Winnenden bei uns ausbrach.

    Spopi01,
    :thumbup:

    Ich selbst schieße auch seit meinem 13. Lebensjahr. Bin seit 20 Jahren aktiver Sportschütze. Schieße KK-Büchse, GK-Kurzwaffe und div. GK-Büchsendiszipinen, angefangen von 100m Präzision, freies Gewehr, Ordonanze bis hin zu "lapidaren" Zeugs wie UHR oder DJV-Schießen. Bin begeisterter Wiederlader, was ich persönlich schon als Hobby sehe und gieße auch manche Geschosse selbst. Ich bin damit aufgewachsen und bin jede Woche am Stand als Standaufsicht tätig. Schieße, übe, und nehme an Wettkämpfen teil. Der Schießsport ist ein Teil meines Lebens und das soll auch so bleiben. Ich hab die Diskussionen durch, nach Erfurth und nach Winnenden. Mit Menschen, die den Schießsport ablehnen bis in die letzte Faser, kann man nicht diskutieren. Das geht nicht. Eine bestimmte Schicht möchte den legalen Waffenbesitz verbieten. Punkt. Da sehe ich persönlich nicht, wo man hier diskussionswürdige Kompromisse eingehen kann. Alle Vorschläge der letzten Zeit, bis hin zu einer zentralen Lagerung, sind nur wieder ein Weg hin, zum Ende des Schießsports.
    Ich persönlich werde weiterhin alle möglichen Schießdisziplinen aktive oder passiv unterstützen. Sollange es geht. Und vorallem solange es finanzierbar ist.


    Martin

    Sein wird doch mal ehrlich. Auf kurz oder lang wird der GK-Schießsport dran glauben müssen. Dafür sind wir uns in den eigenen Reihen schon zu uneins. Und wenn man die gesamte Zahl der Sportschützen nimmt, macht der geringste Anteil die GK-Schützen aus. Der überwiegende Teil schießt LG/LP oder gerade noch KK. Und ich erleben es immer wieder, wie sehr viele von diesen, ganz froh wären, das der GK-Schießsport verschwinden würde. Ich hör jetzt schon wieder welche, die nur ein KK-Gewehr besitzen und meinen, 300.-€ Steuer wird sie nicht umbringen.
    Nein, wir werden niemals mit nur einer Stimme sprechen. Das geht gar nicht.
    Immer und immer wieder wurde uns "verkauft", dass man nach jeder neuen Gesetzesänderung gut weg gekommen ist. Es hätte ja noch schlimmer kommen können. Wenn ich mir aber die vielen Fallstricke im Waffengesetz ansehe aknn ich sowas nur belächeln. Aber daran waren die Verbände immer schon gut. Das war schon ´72 und ´77 so, als man das damalige Waffengesetz beschloss. Als man ´77 die ganzen Flobert, Zimmerstutzen und mehrschüssigen Vorderlader in die Liste der erlaubnispflichtigen Schußwaffen aufnahm, wurde selbst von DSB damals vorgeschlagen auch alle Luftdruckwaffen anmeldepflichtig zu machen. Wenigstens uns das (noch) nicht Realität.
    Und natürlich, der Ton macht die Musik. Aber wer nur auf Dialog setzt, wird sich irgendwann in einem Kompromiss wieder finden, den er gar nicht wollte. Unsere Gegner sind nämlich weniger zimperlich. Siehe Neonazi-Beiträge in Verbindung mit Sportschützen.
    Nein, wenn ich Überlegungen sehe, das Schießdiziplinen, die nicht olympisch sind, nicht mehr gefördert werden sollen. Denen die Sportordnung aberkannt werden soll, dann weiß ich, wohin der Weg geht.

    Martin