Beiträge von SG Limes

    Hallo Franz,

    ich fange immer damit an die Bestandteile der Sportgeräte zu erklären und zu benennen. Die Sicherheitsregeln sind logischer Weise Pflichtprogramm. Die vorgenannten Punkte frage ich immer wieder sporatisch ab. Als erstes beginne ich mit dem Bock, danach gehe ich über zur Schlinge und zuletzt zum freischiessen. Wie lange die einzelnen Schritte dauern ist vom Leistungsstand des jeweiligen Schützen abhängig. Ich wechsle in den nächsten Schritt, wenn der Schütze extreme Fortschritte macht, oder wenn er überhaupt nicht mehr weiter kommt. Das ganze lockere ich immer mal mit einen Spielchen (siehe 104 Schießspiele [ISBN 978-3-89533-664-5]) auf. Auch sehr förderlich sind kleine Wettbewerbe (kleiner Preis auch ein Anreiz).

    Ein sehr interessantes Buch ist auch "Ich lerne Sportschiessen, Bogen-Gewehr-Pistole" [ISBN 978-3-89899-458-3]. Es ist eigendlich für Kinder geschrieben, aber gerade das macht es für Jugendleiter auch interessant.

    Die ganzen Inputs sind am Anfang zwar sicherlich mit einzubauen, aber die Vielzahl an Infos lenkt vom eigentlichen schiessen ab. Der Stand ist am Bock noch nicht so ganz wichtig. Geht der Schütze weiter zur Schlinge wird er teilweise von sich aus den Stand nachbessern und schiesst er frei merkt er ganz schnell den "kleinen" Unterschied. Grobe Fehler sollten aber sofort angesprochen werden, später können sie nur sehr aufwändig abtrainiert werden.

    In der Anfangszeit ist sauberes Abziehen und Nachhalten sehr wichtig.

    Schöne Grüße aus dem sonnigen Frankenland.

    Bei uns ist es so das immer zwei Jugendtrainer beim Training dabei sind. Wer kein Gewehr bzw. keine Pistole hat hat auch nichts auf dem Stand zu suchen. Die nicht schiessenden Jugendlichen werden anderweitig beschäftigt.

    Zum Thema Aufsichtspflicht gibt es aus meiner Sicht nur eins zu sagen, wer nicht spurt geht heim. Sicher gehen die Eltern davon aus das ihr Kind von x bis y im Schiesstraining ist, das umgehe ich inden ich die Eltern anrufe und ihnen mitteile das ihr wohlgeradener Sproß sich gerade auf den nachhauseweg befindet. Ich bin nun sicher nicht der Autoritätsmensch hoch drei aber manchmal geht es einfach nicht anderst. Ich habe auch schon zwei drei Kids nach Hause geschickt. Glaubt mir mittlerweilen reicht die Warnung und es funktioniert wieder ganz gut. Wenn man Konziquetzen :cursing: androht muss an sie auch umsetzen, die Gruppe versucht immerwieder die Grenzen auszudehnen. Solche Kämpfe sind bei uns schon sehr lange nicht mehr aufgetreten.

    Schöne Grüße

    aus Mittelfranken

    Hallo zusammen,

    wo liegt den das Problem, die meisten Sportschützen sind ernsthafte und verantwortungvolle Sportler. Gehe einfach in ein Paar Vereine schaue dir an wie die Leute gestrickt sind und welcher dir am meisten zusagt. Wie in anderne Vereinen wird man dir unvoreingenommen und freundlich entgegenkommen. Versuche es einfach einmal und lass dir von einen erfahrenen Trainer die Grundlagen zeigen. Du wirst dann sehr schnell feststellen, dass der Schiesssport äußerst komplex ist. Von wegen die stehen nur rum. Wenn du unseren Sport dauerhaft betreiben willst, stellst du schnell fest das hierbei ein großes Frusttrationpodential vorliegt und Tagesformen manchmal große Schwankungen bringen. Ich selbst bin seit über 20 JahreJugendtrainer und habe als solcher festgestellt, dass man ernsthaft interessierte sehr leicht erkennt. Diese Sportart hat nur zwei Zustände entweder man liebt in oder man hasst ihn. Ich wünsch dir das du einen guten Verein findest und die Freude am Schießsport findest.

    Schöne Grüße aus dem Frankenland ;) :) ;)

    Hallo

    ich würde als erstes einmal mit den Eltern sprechen und nicht den Schützen selbst ansprechen. Ich denke es ist im wohl er beinlich und er wird dadurch sicherlich nur noch nervöser und unkonzentrierter. Es scheint auch einen Versuch wert ihm von der Ringejagd etwas abzubringen, stanze das Schwarze aus einem Spiegel heraus und las in darauf schiessen, je nach steigender Leistung kann das Loch kleiner werden. Baue Schiessspiele (z.B. Fuchsjagd) in das Training mit ein. Stille 5 Minuten vor dem Schiessen sind sicher auch nicht von Nachteil, würde so manchen Erwachsenen übrigens auch nicht Schaden. Sollte wirklich eine Konzentrationsschwäche vorliegen hilft nur eins ständige wiederholen, frage einfach drauf los, wo hin mit der Hand, welche Kalieber, wie heist dieses Teil, usw.. Solltes du merken das der Jugendliche ein Problem mit einem erwachsenen Trainer oder Männern hat, stelle ihm doch einen gleichaltrigen Paten zur Seite. Das fördert auch den Gruppenzusammenhalt. Und zu guter letzt vergesse bitte nicht wie komplex unser Sport gerade für Anfänger ist, Fuß dort, Hand da, Atmung, Muskelspannung, Vieserung, Abzug ..... Da ist es durchaus verständlich das die Kids gerade am Anfang überfordert sind.


    Bleibe ruhig, gelassen und freundlich. Lobe auch einmal kleine Erfolge. Und beobachte deinen Schützen genau, manch einer hat so wenig Selbstvertrauen das er schon einen Nervenzusmmenbruch bekommt, wenn er nur deinen Schaden sieht.