Beiträge von Katja Triebel

    Anscheinend hat die Einbeziehung lokaler Vereine, Familien, Arbeitsstätten den größten Erfolg.

    Ähnlich wie beim Behördenschießen, von dem hier im Forum im Juli 2011 berichtete, treten mehrere Mannschaften gegeneinander an, die sonst mit Schießen nix am Hut haben. Die bringen dann auch gleich ihre Familien, Freunde und Arbeitskollegen als Zuschauer mit.

    Hier mal eine paar Eindrücke:

    Wettbewerb gewinnt immer mehr Freunde 195 Teilnehmer

    Thekenturnier mit Munition : 130 Gäste

    Und wenn dann noch für einen guten, lokalen Zweck gesammelt wird, dann kommt auch das ganze Dorf:
    Ein Dorf hilft Gundi Stumptner

    Zitat

    Viele Anwesende nahmen erstmals an einem Schießwettbewerb teil. "Noch nie ein Gewehr in der Hand" hatte beispielsweise Annette Brezing. "Irgendwann ist immer das erste Mal", erklärt auch Christina Dörr, vom Frauentreffpunkt der Freien Evangelischen Gemeinde.

    Ja, Ideen gibt's genug ;)

    WOanders konnte man heute früh folgendes lesen:

    Zitat

    Bei uns, aus unserer Sicht, ein voller Erfolg.
    rund 80 interessierte zwischen 10 und 65 Jahren, sowie 15 Vereinseintritte!


    Und dem Urteil zum Flyer schließe ich mich an: Ansprechend, flott, jung, graffiti-like und Wortwitz (Fair-Antwortung) ;)

    Man sieht, dass Profis am Werk sind auch am ÖSB-Magazin - einfach Top!!

    Bsp: 10komma9-2012-1.pdf Achtung 4,3 MB - u.a. mit Story über PPC 1500

    In Punkto PR sind uns die Österreicher damit und mit der IWÖ zehn Jahre voraus.


    Es stimmt es hätte einiges besser sein können, aber Wichtig ist eigentlich dabei, dass keine Sparte zu kurz kommt in unserem breitgefächerten Sport. Es ist doch schon ein Erfolg, dass überhaupt etwas in Bewegung gesetzt wurde, was sch einige Jahre hätte eher passieren müssen. Ich wünsche euch allen viel Erfolg.

    Kogge

    100% Zustimmung

    Wichtig sind auch die Pressemeldungen NACH dem Wochenende mit Fotos an die lokalen Medien zu senden.

    Berlin ist leider in den lokalen Medien NULL präsent und es regnet in Strippen.

    Wilhelm

    Du hast die Zitate vertauscht!!!

    Von mir stammt das J.Otten Zitat und das Drumherum müsste von Dir selber sein;)


    BTW: Ich habe versucht, mit dem einzigen Ziel-im-Visier-Verein in Berlin, der GK-Schießen veranstaltet in Kontakt zu treten. Und obwohl wir Kunden-Mitglieder dort haben, gab es keine Reaktion.

    Mehr als anbieten, geht leider nicht: Absage von Garmeister, Absage vom DSB-Verein. Nun was soll's. Ich werde nicht aufgeben und auch das Schützen-Wochenende 2013 aktiv bewerben. Vielleicht findet sich ja dann auch in meinem Umkreis jemand, der die Unterstützung von Händlern, Jägern und Sammlern annimmt.

    Zebo's Beschreibung, dass er die Poster und Flyer für nicht brauchbar hielt, kann ich mich nur anschließen. Ich persönlich fühlte mich an Sesamstraßen-Zeiten erinnert. Die heutige Jugend mag kein Trimmy, die hätten ein Plakat mit Graffiti krass gefunden. Und die 20-5 jährigen mögen es quadratisch-praktisch-gut mit Aussage!

    Ich hoffe für alle 4500 Vereine, dass auch Besucher kommen! Denn ohne Besucher hat man keine Lust, 2013 nochmal zu starten.

    Von daher für alle Aktiven: Toi, Toi, Toi!!!

    In jedem Fall habe ich mich über die vielen, guten und ausführlichen Zeitungsartikel gefreut, die ich die letzten Tage zur Aktion lesen durfte. Wenn es ein Besucher-Erfolg wird, werden hoffentlich auch die überregionalen Zeitungen darauf hinweisen - ohne an E. und W. zu erinnern.

    Wie bereits geschrieben: Ärgerlich. Aber vielleicht sollte man einfach nicht erwarten, dass andere ein ausgewogenes Bild präsentieren, sondern selbst dafür sorgen.

    Selber ist immer schwierig, da es Arbeit macht. Drosten liegt nicht in Bayern und der zugehörige Landesverband hat sich anscheinend nicht um Pressemitteilungen etc. gekümmert.

    Und daher geht die Kritik an die LVs, die untätig waren und an die DSB-Spitze, die lächerlich wenig Vorabeit gemacht hat. ALLES, was der BSSB an Vorarbeit gemacht hat, hätte bereits ansatzweise im Nov/Dez 2011 vom DSB kommen können, falls man es gewollt hätte.

    Wilhelm hat hier geschrieben, wie schwierig es im Norden war, Leute zu animieren. D.h. im Umkehrschluss: einige LVs haben die Gelegenheit verstreichen lassen, keine Vorarbeit geleistet und wurden auch von OBEN nicht dazu angehalten.

    J. Otten hatte im November von "seiner" eigenen Aktion nicht viel gehalten. Im Interview des DWJ hat er gesagt, er glaube ja nicht, dass das Wochenende bereits 2012 aktiviert werden kann. Und wenn Vereine nicht mal im November 2011, d.h. VOR der eigenen JHV, die u.a. das Budget und den Terminplan vorgibt, informiert werden, dann hätte es auch nichts werden können.

    Ich bin mir sicher, dass die Vereine, die nicht in Bayern liegen, eher durch's Web oder die eigenen aktiven Mitglieder darauf aufmerksam wurden als durch ihren eigenen LV. Und DAS kreide ich Otten und Garmeister an, neben dem Unwillen zur Koop.

    Also zuwenig Mitglieder kann nicht als Begründung herhalten.

    Hier hat ein Miniverein mit 23 (!) Mitgliedern in Kooperation mit anderen den Tag organisiert:
    http://www.lr-online.de/regionen/luebb…rt13825,3962548

    Die haben einfach über ihren eigenen Tellerrand geschaut, ein anderen Mini-Verein, einen Bogenschützen-Verein, ein Restaurant und die Freiwillige Feuerwehr ins Boot geholt: Das Team der Dubkow-Mühle aus Leipe bietet den Besuchern am 6. Oktober Gulasch vom selbst geschlachteten Galloway-Rind an. Die jüngsten Besucher können sich am Mal- und Basteltisch beschäftigen und am Glücksrad drehen. Für alle Besucher engagiert sich auch die Freiwillige Feuerwehr Vetschau.

    Hut ab!

    Aber genau das ist es, was ich meine: Über den Tellerrand schauen, Allianzen bilden!

    Wenn Schießsport und Waffen eine positive Imagekampagne bekommen, die örtlichen VIPs sich bekennen zu Gemeinschaft, Tradition, Brauchtum und Sport, dann ist es völlig egal, ob LG, KK, GK, Brauchtum oder Jagd. Es geht u.a. um's LOKALE Engagement.

    Der BSSB mag evtl. auch die Mitgliederwerbung im Vordergrund haben. Aber die Vorbereitung in Bayern mit den Tipps zeigt, dass sich diese Vereine in den Pressemeldungen mehr an die Positiv-PR halten, während in anderen BL mehr ein Schnupperschießen beworben wird. Ein kleiner, aber sehr wichtiger Unterschied.

    Meine Vision: Wochenende der Schützenvereine in Koop mit allen!!!

    Als Hauptorganisator stellt DSB Poster mit Freiflächen für den Veranstaltungsort und großem Logo. Die anderen Verbände (DJV, BDMP, BDS und DSU) fertigen Klebel-Logos an, die mit drauf kommen können. Alle beteiligen sich finanziell an den Postern, Anzeigenschaltung in den überregionalen Zeitungen und Radio-Jingles. Ich wette, wir Händler wären sofort dabei, die lokalen Veranstalter mit Spenden für die Tombola, Werbung und Co. zu unterstützen.

    Aber das wird ja wohl ein Traum bleiben, schade...................

    Ich habe für FB-Freunde einen Sammelthread der Zeitungsmeldungen eröffnet. Wer bei FB ist, kann dort gerne mitmachen:
    http://www.facebook.com/groups/waffenl…35979283114330/

    Dann habe ich das Video des DSB gefunden.

    Prolegal hat nicht nur im Vorfeld für die Aktion geworben, sondern steht immer noch dazu und begrüßt das starke Engagement des BSSB, der nicht nur die meisten Vereine stellt, sondern auch das Mindestalter für LG am Wochenende auf zehn herabsetzen ließ und eine hervorragende Vorarbeit machte, mit der sich die Vereine optimal der Presse stellen konnten. Da gab es Tipps, PM-Vorschläge und vieles mehr

    Schreiben zum Ziel-im-Visier von Dr. Markus Bartam


    Ich behaupte, wenn die BSSB-Macher statt Otten und Garmeister die Aktion geleitet hätten, wäre solch eine Meldung aus einem Nordland nicht erschienen: Verspielen die Vereine eine Chance?

    Schlechtes Timing in Harburg: Obwohl die DWJ bereits im November2011 vom Schützentag des DSB berichtete, wurden die Vereine selber NICHT informiert.
    "Wir hatten im Juli einen Tag der offenen Tür. Die Planungen dauerten ein halbes Jahr. Als die Info zum Aktionstag des DSB kam, war alles fertig", so Claus Krüger, Präsident des Hittfelder Schützenvereins."

    Nun ist es auch "AMTLICH", d.h. abgesegnet vom Dachverband DSB:

    http://www.dsb.de/aktuelles/meld…ftliche-Studie/

    Zitat

    "Die Durchführung dieser Studie ist für unseren Verband und unseren Sport von großer Bedeutung", so DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim, "denn es ist gut und richtig, dass wir auf drängende gesellschaftliche Fragen fundierte und vor allem wissenschaftlich belastbare Antworten erhalten - diese gibt es bislang noch nicht. Der Deutsche Schützenbund wird sich hierfür gerne öffnen, um den Würzburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Einblick in seine Bildungsarbeit zu gewähren."

    So werden in Kürze psychologische Tests und Online-Interviews mit jungen Sportschützen beginnen, um ihre Aggressions- und Emotionsregulation sowie mögliche, durch das Sportschießen bedingte Veränderungen zu erforschen. Zuvor wurden die pädagogische Leitfäden und Ausbildungsunterlagen des DSB-Qualifizierungsplans bereits einer eingehenden wissenschaftlichen Analyse unterzogen. Die abschließenden Ergebnisse der Studie sollen Ende kommenden Jahres vorgestellt und publiziert werden. Bis dahin werden das Würzburger Institut für Sportwissenschaft sowie der Deutsche Schützenbund regelmäßig über den Verlauf der Untersuchungen informieren.

    Ich würde mich freuen, wenn diese Nachricht auf allen Webseiten der Schützenvereine mit Jugendabteilungen veröffentlicht wird.

    Aufmerksam wurde ich auf diese Meldung, als ich nach einem möglichen Nachfolger für Ambacher beim DSB googelte. Ein möglicher Landesverbandsvorsitzender (Hessen) hatte sich für diese Studie engagiert. Wundern tu ich mich jetzt, dass ich diese Meldung bei einer Jagd-Zeitschrift finde, aber vielleicht hatte ich die DSB-Meldung einfach übersehen.

    Aber egal woher die Meldung kommt, ich bitte um rege Teilnahme.

    Sportpädagogen untersuchen an der Universität Würzburg, wie sich Schießsport auf Jugendliche auswirkt.

    Eine Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg untersucht in den nächsten drei Jahren die Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes. Dabei wollen sie auch prüfen, ob und wie sich Jugendliche verändern, nachdem diese regelmäßig in einem Schützenverein schießen.

    Grund für die Forschungsarbeit, in die zwei Doktoranden eingebunden sind, seien öffentliche Debatten und Vorurteile gegenüber dem Schießsport. So gibt Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg, in einer Pressemitteilung bekannt. Klären wollen die Wissenschaftler unter anderem, wie der Sportbund seine Trainer ausbildet, ob er Gewaltprävention betreibt und was mit Kindern passiert, die Schießen lernen.

    Ebenso will Lange klären, was einen Gegenstand zur Waffe macht. Ob junge Sportschützen sich in ihrer Aggressions- und Emotionsregulation verändern, wollen sie durch psychologische Tests und Online-Interviews über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren überprüfen. Dazu suchen sie noch Schießsportanfänger zwischen 14 und 17 Jahren.

    Mehr Informationen:
    Institut für Sportwissenschaft der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Prof. Dr. Harald Lange, E-Mail: harald.lange@uni-wuerzburg.de

    O-Ton: http://www.wildundhund.de/438,7366/

    Weitere Hinweise: http://bildungsklick.de/a/85394/wie-ve…ort-die-kinder/

    Den vor drei Wochen ergoogelten DSB Hessen Links finde ich leider nicht mehr. Vielleicht hilft jemand und verweist auf ein mir überlesenen Thread. Irgendwo gab es auch noch einen Flyer vom LV Hessen, der die Studie bis Sommer 2012 auspreiste.

    Prolegal hat Kontakt aufgenommen. Aber wir können bei unserem kleinen Budget (noch) nicht die Rechtstreitkosten übernehmen!

    Dazu wäre die 5-fache Mitgliederzahl jedoch in der Lage. Und ich persönlich hätte unter diesen Bedingungen (25.000 Mitglieder, die zahlen), sofern der Zeitungsartikel die akuelle Lage des LWB darstellt, für die Rechts-Begleitung votiert, da ich diesen Vorfall wirklich als BW-Schildbürgerstreich ansehe, der keine rechtsstaatliche Legitimierung besitzt.

    So etwas darf man nicht hinnehmen. Das ist Hexenjagd pur!

    Ich bin vielleicht die falsche Kritikerin! Denn mir persönlich geht es weniger um Mitgliedergewinnung, sondern um positive Imagekampagne.

    Auch bin ich nicht in der Jugendarbeit drin, habe nur zwei Söhne zwischen 18+21, die schon immer schießen wollten, aber in Berlin nix gefunden haben, wo sie unterkommen konnten, weil im Umkreis von mit ÖPN erreichbaren Zielen nur alte Männer aktiv schießen.

    Ich finde die Aktion gut! Ich finde den Internet-Auftritt mit der Anzeige der teilnehmenden Vereinen TOP!

    Ich finde die Umsetzung (Hilfen, Logo, Starterpakete) nicht besonders gelungen. Aber da dies ja ein jährliches Event werden soll, wäre es gut, aus den Anfangsfehlern zu lernen und daraus mit Erkenntnissen aufzubauen.

    Ich hatte mit anderen Aktivisten schon vor zwei Jahren dazu aufgerufen, sowas länderbezogen zu probieren, Erkenntnisse zu gewinnen und dann flächig auszubreiten. So wären Flops lokal erkannt worden, hätten keine bundesweite Aufmerksamkeit bekommen und wären zu revidieren gewesen. Nun ist es aber so, dass der DSB wie die EU in die Vollen ging. Und ich drück ihm einfach die Daumen, dass das Positive das Negative überwiegt. Die Masse an teilnehmenden Vereinen scheint dafür zu sprechen. Die Bereitschaft, eigene - lokal abgestimmte - Werbung auf eigenen Kosten zu machen, auch. Wenn jetzt noch TAusende von positiven presseberichten die lokalen medien erreicht und dort gedruckt wird, bin ich vollends zufrieden. Wenn darüberhinaus, neue Mitglieder gewonnen werden, wird der DSB zufrieden sein.

    Ich stimme Dan More und Geronimo zu.

    Das Starterpaket zum ziel-im-visier wurde von "Experten" entwickelt, die ca. 50-60 Jahre älter sind als das Klientel, das angesprochen werden soll. Welche Jugendleiter hat man dazu befragt?

    M.E. ist kein Jugendlicher stolz auf eine TrimmDich Plakette, obwohl ich die Idee des Parcours sehr gut finde. Da hätte sogar mein Sohn ein ganz anderes Maskottchen aus dem Ärmel schütteln können, was auch bei den 10-18 jährigen ankommt.

    Es gibt Event-Managements-Studenten (mein Sohn studiert das grade), die jung sind und (unbezahlte) Praktikabescheinigungen brauchen. Wenn die letzten Sommer mit einem bezahlten Leiter drei Wochen dran gesessen hätten, dann hätte es ein Rund-Um-Sorglos Paket geben können - und zwar schon im November 2011 (passend VOR den JHVs).

    Manchmal ist Angst der größte Hemmer.

    Probier doch mal genau das Gegenteil aus: Zeit statt Präzision. Sage ihm, egal, wo der Schuss hingeht, er soll 5x so schnell wie möglich schießen und nur versuchen, die Scheibe überhaupt zu treffen. Evtl. diese Übung mehrmals machen und schauen, ob er Gruppe schießen kann.

    Keine Ahnung, ob das beim Schießen klappt - aber wir haben das beim Singen mal gemacht: Die Jungs sollten den Ton nachsingen, eierten total rum und landeten beim falschen Ton. Als die Aufgabe kam, so schnell wie möglich irgendeinen Ton zu singen, haben sie fast alle den richtigen Ton getroffen - einfach so, weil die Aufgabe anders gestellt war.

    Wenn dann das Vertrauen ins eigene Können gewachsen ist, kann man wieder an der Präzision arbeiten.

    Bis zum 31.12.1996 führte der Bayerische Sportschützenbund e.V. (BSSB e. V.) ein auf zwei Jahre befristetes Pilotprojekt durch.

    Zusammenfassung:

    Die durchgeführten Untersuchungen, bei denen besonderer Augenmerk auf die Gewaltdisposition und die Stärke der protektiven Faktoren gelegt wurde, ergaben eindeutig, dass bei den Kindern, die Schießsport betreiben, keine erhöhte Gewaltdisposition gegeben ist.

    Der frühe Umgang mit der Waffe verleitet auch nicht dazu, diese negativ einzusetzen – die befragten Kinder betrachteten die Waffe neutral als "Sportgerät".

    Das Vereinsleben bot hervorragende Möglichkeiten, die Freizeit mit Gleichaltrigen zu verleben, und kam so dem Bedürfnis der Kinder entgegen, Freundschaft, Geselligkeit, Spaß und Freude zu erleben, was für die jungen Schützen noch wichtiger war als der sportliche Erfolg. Durch das gemeinsame Erleben wurde die Ausbildung der protektiven Faktoren sehr gut gefördert.

    Die Studie weist jedoch auch ausdrücklich auf die beispielhaft erziehungswirksame Kinder- und Jugendarbeit innerhalb des BSSB hin, bei der es nicht um den Schießsport als einziger Mittelpunkt ging. Dieses pädagogische Wirken darf daher als Mitursache für das hervorragend positive Ergebnis der vorliegenden Arbeit angesehen werden.

    http://www.legalwaffenbesitzer.de/index.php/alle-news/432-untersuchung-p%C3%A4dagogische-auswirkungen-des-schie%C3%9Fsports-auf-kinder-unter-12-jahren?

    Merci für Euer Lob.

    Wer Englisch kann, dem sei das Buch von Gary Kleck empfohlen. Es ist ein "Augenöffener".

    Insbesondere deshalb, weil Kleck kein Waffenbefürworter ist, sondern tatsächlich ein neutraler Wissenschaftler.
    Ich wurde insbesondere durch sein Buch "Point Blank" annimiert, die deutsche Situation zu betrachten - und hoffe, dass sich endlich auch mal echte deutsche Wissenschaftler diesem Thema unvoreingenommen widmen.

    Hier mal ein paar Hintergrund Infos:

    Wer ist Gary Kleck?
    Eine Übersetzung von http://www.guncite.com/gcwhoGK.html
    Gary Kleck ist Professor an der School of Criminology and Criminal Justice an der Florida State University in den USA. (http://www.criminology.fsu.edu/p/faculty-gary-kleck.php). Seine Forschung konzentriert sich auf Gewalt und Kriminalitätsprävention mit speziellem Fokus auf den Waffenbesitz. Dr. Kleck ist der Autor von Point Blank: Guns and Violence in America (Aldine de Gruyter, 1991), und Targeting Guns: Firearms and Their Control (Aldine de Gruyter, 1997). Er schreibt Beträge in den wichtigsten soziologischen Fachzeitschriften. Im Jahr 1993 gewann Dr. Kleck den Michael J. Hindelang Award der American Society of Criminology für sein Buch Point Blank mit der Begründung, es sei seit drei Jahren der beste Beitrag zur Kriminologie.

    Kleck schreibt über sich selbst in Targeting Guns:

    Der Autor ist Mitglied von American Civil Liberties Union, Amnesty International USA, Independent Action, Democrats 2000 und Common Cause, sowie anderen politisch liberalen Organisationen. Er ist ein lebenslang registrierter Demokrat und Unterstützer von liberal-demokratischen Kandidaten. Er ist und war nie Mitglied der National Rifle Association, Handgun Control, Inc., oder einer anderen Interessengemeinschaft für oder wider den Waffenbesitz, noch hat er jemals eine Finanzierung für seine Forschung von einer solchen Organisation erhalten.

    Marvin Wolfgang, einer der renominiertesten US-Kriminologen und bekennender Waffenkontrollbefürworter, schrieb über Dr. Kleck:

    Die Studie von Kleck und Gertz beeindruckt mich wegen der Umsicht und den aufwändigen Nuancen ihrer methodischen Untersuchungen. Ich mag ihre Schlussfolgerungen, dass der Besitz einer Pistole nützlich sein kann, nicht, aber ich kann nichts Nachteiliges über ihre Methodik sagen. Sie haben ernsthaft versucht, alle Gegenargumente bereits im Voraus zu berücksichtigen und haben dies außerordentlich gut gemacht. Marvin E. Wofgang, "A Tribute to a View I Have Opposed," Journal of Criminal Law and Criminology 1995, Vol. 86 No. 1.)

    Gary Kleck beschrieb, wie er von einem Waffenkontrollbefürworter, zu einem Kontroll-Skeptiker wurde: [1]

    Bis etwa 1976 gab es nur wenig verlässlich wissenschaftliche Informationen über den Zusammenhang zwischen Gewalt und Waffen. Folglich waren alle, Wissenschaftler eingeschlossen, frei zu glauben, was sie mochten in Bezug auf Waffen und Waffenkontrolle. Es gab keine wissenschaftlichen Belege, die ihre persönlichen Vorurteile störten. Es war leicht, an die Zweckmäßigkeit der Waffenkontrolle zu glauben und an die negativen Auswirkungen des freien Zugangs zu Waffen (oder an die entgegengesetzten Positionen), weil so wenig relevante Informationen existierten, die diesen Glauben hätten erschüttern können. Als ich meine Forschung zu Waffenbesitz im Jahr 1976 begann, glaubte ich, wie die meisten Akademiker, an die "Anti-Gun"-These, d.h. an die Idee, dass die Verfügbarkeit von Waffen einen positiven Effekt auf die Häufigkeit und / oder die Schwere von Gewalttaten hat

    Damals gehörte diese These zum gesunden Menschenverstand, die nicht empirisch überprüft werden müsste. Doch als sich ein gewisser Umfang an zuverlässiger Evidenz (und eine enorme Menge an nicht-so-sicheren Belegen) angesammelt hatte, verschoben viele der fähigsten Spezialisten in diesem Bereich ihre Position von "Anti-Gun"-Position zu einer skeptischeren Haltung. Nun wurde argumentiert, dass die besten verfügbaren Erkenntnisse die Anti-Gun Position nicht mehr überzeugend oder konsistent unterstützen könnten. Das ist nicht dasselbe wie zu sagen, wir kennen die Anti-Gun Position als falsch an, sondern eher, dass es keine starke Argumente dafür gäbe, dass sie richtig sei. Die prominentesten Vertreter dieser skeptischen Position sind James Wright und Peter Rossi, Autoren der besten wissenchaflichen Literaturbewertungen. (Beide waren Professoren am Social and Demographic Research Institut an der Universität Massachusett: http://www.leg.state.co.us/Clics/clics2012a/commsumm.nsf/b4a3962433b52fa787256e5f00670a71/10498c3a3264be7887257998006fe0d7/$FILE/HseJud0202AttachN.pdf )

    [Weitere Forschungen] hatten mich veranlasst, auch die skeptische Position hinter mir zu lassen. Ich glaube jetzt, dass die beste derzeit verfügbare Evidenz, wie unvollkommen sie auch ist (und immer bleiben wird), anzeigt, dass der freie Zugang zu Waffen keinen messbar positiven Effekt auf die Deliktraten von Totschlag, Selbstmord, Raub, Körperverletzung, Vergewaltigung oder Einbruch in den Vereinigten Staaten hat. Dies ist nicht das Gleiche wie die Aussage, dass der Zugang gar keine Auswirkungen auf die Gewaltdelikte hat. Der Zugang hat viele Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs, Verletzung, Tod, Verbrechen und Vollendung, aber diese Effekte arbeiten sowohl in die Richtung von steigender Gewalt als auch in die Richtung von abnehmender Gewalt, so dass sich die Wirkung aufhebt.

    Beispiel: wenn Aggressoren Waffen haben, werden sie (1) ihre Opfer weniger wahrscheinlich körperlich angreifen, (2) weniger wahrscheinlich ihre Opfer durch einen Angriff verletzen, aber (3) mit größerer Wahrscheinlichkeit ihre Opfer eher töten als zu verletzen. Wenn die Opfer Waffen haben, ist es weniger wahrscheinlich, dass die Aggressoren sie angreifen oder verletzen und es ist weniger wahrscheinlich, dass sie ihr Eigentum bei einem Raub verlieren. Auf der aggregierten Ebene, in den besten verfügbaren Zeitreihen-und Querschnittsstudien, ist der gesamte Nettoeffekt des Zugang zu Waffen auf die Gesamtrate von Gewalt nicht signifikant von Null verschieden. Die positiven Zusammenhänge, die oft zwischen den aggregierten Gewaltindizes und dem Waffenbesitz gefunden werden, scheinen in erster Linie darauf hinzuweisen, dass Gewalt zu mehr Waffenbesitz führt, jedoch nicht umgekehrt.

    Die Verfügbarkeit von Waffen wirkt auf die Rate von bewaffneter Gewalt (z.B die Mordrate mit Schusswaffen, die Selbstmordrate mit Schusswaffen, die Raten von bewaffnetem Raub) und der Anteil der Gewalttaten, die mit Waffen begangen werden (z. B. der prozentuale Anteil der Tötungsdelikte, Suizide oder Raubüberfälle mit Schusswaffen); die Verfügbarkeit von Waffen hat jedoch keine Wirkung auf die Gesamtrate der Gewaltdelikte (auf die absolute Höhe der Mordrate, Selbstmordrate, Raubrate, etc.).

    Gary Kleck, Address to the National Academy of Sciences/National Research Council Panel on the Understanding and Prevention of Violence (Apr. 3, 1990) (prepared statement, on file with the Tennessee Law Review).

    [1] Don B. Kates (et al), Tennessee Law Review, 1994, Guns and Public Health: Epidemic of Violence or Pandemic of Propaganda?", pp. 9-10, http://www.constitution.org/2ll/2ndschol/58tenn.pdf

    Es geht wirklich um die doppelte Überprüfung bzgl. Jagd- und Waffenrecht. So wurde es auch in den letzten Jahren von den Jagdzeitschriften begleitet.

    Bei den Richtern ist die Gefährlichkeit von Waffen auch schon angekommen. Ich finde ja Autos und Messer viel gefährlicher, aber anscheinend sehen unsere Richter das anders. (siehe letzte Satz unten fett markiert).


    Auszug: Der Kläger ist Jäger und Waffenbesitzer. ...

    Der beklagte Landkreis musste von der erneuten Regelüberprüfung nicht deshalb absehen, weil er dem Kläger etwa ein Jahr vor dieser
    Regelüberprüfung einen Jahresjagdschein erteilt hatte.

    Zwar ist vor der Erteilung des Jahresjagdscheins nach der hierfür einschlägigen Vorschrift des Bundesjagdgesetzes ebenfalls die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung des Jägers zu überprüfen. Jedoch waren hier aufgrund der Verwaltungspraxis des Landes Niedersachsen bei der Erteilung des Jahresjagdscheins die nach den waffenrechtlichen Bestimmungen vorgeschriebenen Auskünfte aus dem Bundeszentralregister, dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister und der örtlichen Polizeidienststelle nicht eingeholt worden.

    ... Wegen dieser an die Gefährlichkeit von Waffen anknüpfenden Pflichtenstellung des Erlaubnisinhabers fällt auch die Überprüfung seiner Zuverlässigkeit und persönlichen Eignung in seinen Verantwortungsbereich und wird von ihm im Sinne des Gebührentatbestands veranlasst.

    Bundesverwaltungsgericht | Pressemitteilung

    M.E. geht es hier um die DOPPEL-Überprüfung im Jagd- und Waffenrecht.

    Im Gegensatz zu Sportschützen werden Jäger nicht bei jedem Neukauf geprüft. Auch enthält die jagdrechtliche Zuverlässigkeitsprüfung nicht alle Bausteine der waffenrechtlichen Zuverlässigkeitsprüfung. Letzteres war der Grund, warum das Gericht eine weitere waffenrechtliche, kostenpflichtige Zuverlässigkeitsprüfung als richtig ansieht.

    Wenn man also Jäger ist, muss man zweimal für die Zuverlässigkeitsprüfung zahlen - und dagegen haben die Leute geklagt.

    Ein guter Lösungsansatz wäre, alle Bausteine der waffenrechtlichen Prüfung der Zuverlässigkeit in die jagdrechtliche übernehmen und nur einmal prüfen. Aber da in einigen Ländern, diese beiden Behörden getrennt sind - und jeder seinen Job behalten will, ist so ein logischer Vorschlag, der nur einmal Gebühren verursachen würde, natürlich nicht im Sinne der deutschen Amtsschimmel.