Beiträge von dago

    Aus eigener Erfahrung kann ich euch berichten, wie von den Waffenbehörden der Nachweis des Bedürfnisses gehandhabt wird.

    Ich bin seit mehr als 30 Jahren als Jugendtrainer im Verein tätig. Nachdem wir unsere guten Nachwuchsschützen auch mit den KK-Disziplinen (Dreistellungs- und Liegendkampf) vertraut machen wollten, habe ich die Sachkundeprüfung gemacht und mir vor 10 Jahren eine gelbe WBK besorgt. Zusammen mit den entsprechenden Bescheinigungen des Vereins konnte ich damit unsere Vereinswaffen vom Tresorraum im Schützenhaus zu den verschiedenen Schießständen (z.B. zu Bezirks- oder auch den Bayerischen Meisterschaften) transportieren, um unseren Nachwuchsschützen die Teilnahme an diesen Meisterschaften zu ermöglichen.

    Nun erhielt ich einen Brief vom Landratsamt, dass meine WBK eingezogen werden müsse, da ich seit Ausstellung der WBK keine Waffe eintragen habe lassen und damit sei das Bedürfnis entfallen. Meine o.g. Gründe für die Ausstellung der WBK bezüglich meiner Jugendarbeit im Verein seien waffenrechtlich unrelevant und daher müsse ich die WBK wieder abgeben.

    Nachdem der Erwerb der WBK, wie ja jeder weiß, mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, habe ich nun eine gebrauchte KK-Waffe erworben. Diese wurde nun anstandslos vom Landratsamt eingetragen.

    Dago

    Wie die Grünen uns Sportschützen gegenüberstehen kann ich garnicht so richtig einschätzen.

    Hallo Ludwig,

    wenn man sich die Wahlaussagen führender GRÜNEN-Politiker vor der letzten Bundestagswahl zum Waffenrecht ansieht (im Internet auf den Seiten des DSB nachlesbar), dann gibt es eigentlich nichts einzuschätzen.

    Das Ziel dieser Politiker ist, den Schießsport generell zu boykottieren und am besten per Gesetz abzuschaffen. Die Jugendarbeit in unseren Vereinen ist für diese Leute wertlos und dient lediglich "der Erziehung der Kinder zum Schusswaffengebrauch und letztlich zum Töten von Menschen" (das genaue Zitat von Renate Künast weiß ich nicht mehr aber es blieb mir so irgendwie in Erinnerung).

    Was das bedeutet, wenn diese Politiker mal das Sagen haben sollten, dann Gute Nacht für uns Sportschützen. Traurig ist, dass auch viele ihrer Parteigenossen diese Ansicht teilen.

    Dass Amokläufe nie verhindert werden können - egal ob mit legal oder illegal beschafften Waffen - das scheinen die Politiker nicht wahr haben zu wollen.

    Dago

    Eng wird es für uns Sportschützen erst werden, wenn Renate Künast und Gleichgesinnte (Zitat von 2009: "Wozu brauchen wir überhaupt Sportschützen in Deutschland?") einmal das Sagen bekommen sollten. Dann wird es wohl auch keine LG- und LP-Waffen mehr geben und auf den Deutschen Meisterschaften sind dann nur noch Laserwaffen zugelassen.

    Jahrhunderte alte Traditionen zählen für diese "Sauberfrauen und Saubermänner" der verschiedenen politischen Parteien nichts.

    Gottlob waren gestern keine Bundestagswahlen!!!

    Dago

    Auch ich habe den ZDF-Bericht gesehen und war froh, dass wir Sportschützen noch ganz gut dabei weggekommen sind. Wir haben ja in den letzten Jahren so unsere Erfahrungen mit den Beiträgen im Fernsehen gemacht, die meiner Meinung nach den Zuschauern den Eindruck vermitteln sollten, dass alle Waffenbesitzer potentielle schießwütige Amokläufer sind. Was habe ich mich da geärgert.

    Was mich aber auch an dem ZDF-Beitrag wieder genervt hat, ist, dass nur Disziplinen gezeigt wurden, die für uns Sportschützen eigentlich gar nicht relevant sind. Auch scheint es für Fernsehteams nur großkalibrige Kurzwaffen zu geben.

    Einzig positive Ausnahme dieser Fernsehberichte war ein 45-minütiger Beitrag im BR, der voriges Jahr ausgestrahlt wurde. Hier wurde auch die Jugendarbeit in einem Münchner Schützenverein dargestellt und es wurden Aufnahmen während der WM 2010 in Hochbrück gemacht. Dieser Bericht war wirklich objektiv. Ein Dank an den BR.

    Dago

    Ich wurde kürzlich vom Landratsamt angeschrieben und aufgefordert, einen Nachweis über die ordnungsgemäße Aufbewahrung meiner Waffen vorzulegen. Es reichte dabei die Kopie der Rechnung meines Waffenschranks. Ich hatte diesen vor gut vier Jahren günstig in einem Baumarkt gekauft und mir eine Rechnung mit Angabe meines Namens und meiner Anschrift ausstellen lassen.

    Ob es noch zu einer Kontrolle vor Ort kommt, weiß ich nicht. Dieser sehe ich aber gelassen entgegen, denn für uns Sportschützen ist es schließlich Ehrensache, dass wir unsere Waffen ordnungsgemäß aufbewahren.

    dago

    Liebe Forumsmitglieder,

    nachdem ich bisher schon des öfteren im Meisterschützen-Forum gelesen habe, hat mich mein Sohn dazu "gedrängt", mich nun auch als Mitglied anzumelden. Es ist zufällig die 1000. Anmeldung geworden.

    Nun zu meiner Person:

    Ich bin 53 Jahre alt und übe den Schießsport seit meinem 15. Lebensjahr bei der Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Ering a. Inn (Schützenbezirk Niederbayern) aus.

    Ich habe schon in jungen Jahren verschiedene Ämter in der Vorstandschaft übernommen und war lange als Jugendtrainer und Betreuer für unseren Schützennachwuchs tätig. In dieser Zeit habe ich selbst nicht mehr aktiv geschossen, also keine Rundenwettkämpfe und Meisterschaften, sondern nur vereinsintern.

    Seit mein Sohn vor einigen Jahren diese Nachwuchsarbeit zum Großteil übernommen hat, habe ich wieder angefangen, mit dem Luftgewehr und Kleinkaliber-Gewehr zu trainieren. Ich beteilige mich auch wieder an Rundenwettkämpfen und Meisterschaften. In der Altersklasse reicht es für mich allerdings derzeit nur für die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften.

    Ich bin allerdings mit Frau und Sohn immer noch mindestens zwei Mal wöchentlich als Schießleiter oder Trainer im Einsatz.

    So, ich glaube, das reicht erst mal für ein erstes Kennenlernen.

    Liebe Grüße aus Niederbayern
    dago