Beiträge von Carcano

    Einen der wichtigsten Faktoren hatte ich 2014 schon einmal näher beleuchtet, nämlich die Rolle von Trainern und Trainerinnen für die Leistungsentwicklung im Schießsport. Manches ist genauso wie in jedem anderen Sport, manches anders (z.B. de besondere Altersverteilung).

    Ein entscheidender Faktor ist tatsächlich die in Deutschland ungenügende TrainerInnensituation. Die "Traineroffensive" des DOSB sieht das Problem, produziert mir aber zu viel wohlmeinend heiße Luft und zu wenig Wirkung.

    Den damaligen Ausdruck des Deutschen Olympischen Sportbundes - "Traineroffensive"- hat nach mir, dann 1 Jahr später, nun auch der Bayerische Sportschüzenverband sehr sinnvoll aufgegriffen.
    Und zwar für ein jetzt laufendes Programm von Thomas Karsch, das er "Pistolenoffensive" nennt, und das sich gut anzulassen scheint.

    Carcano

    Die vorletzte Hürde die die neue Trägerschaft überwinden musste, war eine Absprache bzw. Klärung mit den zwei betroffenen Landesverbänden, wer zukünftig die Meldung der Talente des LLZ Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach an den DSB vornimmt.Hier konnte nach meinem Kenntnisstand bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine einvernehmliche Klärung herbeigeführt werden. Diese vom DSB geforderte Absprache, egal auf welche Variante man sich einigt,ist ein existenzieller wichtiger Bestandteil des LLZ und der Trägerschaft.

    Da stimme ich Dir zu. Sonst wäre es ja kein Leistungszentrum.
    Talentsichtung, -meldung, -förderung und -entwicklung; dafür ist ein solches Zentrum da.

    Fürs Spaßschießen gibt es andere Möglichkeiten.

    Carcano

    @MichaelB

    Was mich dabei allerdings wundert ist, dass alle Anlagen die die letzten 5 Jahre neu gebaut wurden und auf denen ich schießen durfte, optische Anlagen waren, mehrheitlich Disag.
    Ich kenne keine einzige akkustische Anlage die jünger als 5 oder 6 Jahre ist. Was nicht heißen soll das es keine gibt, aber ich denke, dass heute mehrheitlich optische Anlagen installiert werden.

    Da muss man wohl stark unterscheiden nach Kaliber und Entfernung.

    Carcano


    Initiatoren dieser Neuregelung – bisher hatte sich der NSSV in Absprache mit dem NWDSB immer dagegen ausgesprochen, abwanderungswillige NWDSB-Vereine aufzunehmen und auf bestehende Verbandsgrenzen-Einhaltung bestanden – dürften der DSB und der Landessportbund Niedersachsen gewesen sein.

    Nach meinem Eindruck auf der IWA - ich war ja auch da und habe mich am DSB-Stand länger über dieses und jenes unterhalten - könnte diese Einschätzung Wilhelms durchaus zutreffen.

    Carcano

    In Karlsruhe kennst Du den in Frage kommenden Händler ja.

    Ich würde mich an Deiner Stelle mit Fred Keller (A-Trainer bei der SG Karlsruhe 1721) in Verbindung setzen und ihn fragen, welche Waffe/n er Dich vielleicht ausprobieren lassen könnte. Pardini SP hat er glaube ich selber.

    Carcano

    Wie der Deutsche Schützenbund und der Bayerische Sportschützenbund zu der Sache stehen, ist jedenfalls erfreulich klar. Denn beide haben sich eindeutig (und vorbildlich) positioniert.

    Zunächst einmal die Vorgabe des DSB an seine Verbände und Vereine; diese als solche auch deklarierte Präsidiumsmeinung ist abgestimmt mit dem Deutschen Olympischen Sportbund:

    "Wissen Sie, über was ich mich freuen würde? Wenn
    ich demnächst lesen könnte: „Schützenverein nimmt
    sich Flüchtlingen an.“ (...)
    Heute können wir wieder zeigen, dass uns das „schützen“ am Herzen liegt, wenn wir
    den Asylsuchenden aus dem Nahen Osten oder aus
    Afghanistan Hilfe in einer völlig fremden Umgebung
    anbieten.
    Stehen wir als Mitglieder des Deutschen Schützen-
    bundes – jeder an seinem Platz, jeder an seinem
    Ort – dagegen auf und zeigen unsere entschlossene
    Ablehnung, wenn dumpf-nationalistische, fremden-
    feindliche Parolen erklingen, wenn Menschen, die
    vor Krieg und Grausamkeit fliehen, auch hier bei uns
    bedrängt, angepöbelt, belästigt und schlimmstenfalls
    sogar angegriffen werden.
    Mit meinem Stellvertreter, dem 1. Landesschützen-
    meister des Bayerischen Sportschützenbundes,
    Wolfgang Kink sowie dem gesamten Präsidium, bin
    ich völlig einig, dass wir in unseren Schützenvereinen
    keinen Platz für Ausländerhass und Demokratiefeinde
    haben, wie er in seinem Editorial der Bayerischen
    Schützenzeitung vom Januar 2015 deutlich schrieb."

    Quelle: http://www.dsb.de/media/PDF/Publ…ef_2015_web.pdf

    Ja, ich sehe jetzt eine kurze Zeitungsnotiz aus dem November 2014:

    "Die Gruppe suchte den Kontakt zur Stadt und erfuhr, dass die Verwaltung derzeit Flüchtlinge nicht nur in den Mobilheimen unterbringt, sondern auch eine Immobilie am Bramstedter Kirchweg angemietet hat. Das Gebäude (ehemaliges Domizil des NWDSB) gehört Christian Wichmann. Er bringt dort im Sommer Erntehelfer unter. Bis März steht das Haus jedoch leer."
    http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepho…er-4487440.html

    Tja. Ein kleines Update gibt es auch inzwischen.
    Sowohl die Bundes-NPD als auch die NPD Sachsen haben die Entscheidung und die Äußerungen des (ggw. noch amtierenden) Schützenmeisters der Feuerschützen Gars auf ihren Facebook-Seiten bejubelt. Mit den erwartbaren rassistischen und hetzerischen Parolen.

    Natürlich kann beispielsweise als Politiker niemals 100 % sicher sein, dass man für eine richtige Sache nicht auch Beifall von der falschen Seite bekommt. Das ist in der Politik ein normales Berufsrisiko. Da die meisten Mandatsträger inzwischen sehr gut teflonbeschichtet sind, perlt dergleichen ungewolltes Lob meist ab und klebt nicht lange.

    Etwas anderes ist es aber, wenn man als Sportfunktionär Beifall für die falsche Sache bekommt, und dann auch noch von der falschen Seite. So wie hier. Das ist dann schon schädlicher.

    Carcano

    Gibt es den Beitrag irgendwo in der Mediathek?

    Ja, ich habe mal gesucht, ich bin aber bisher nur halb fündig geworden. Es war ein eingeschalteter Beitrag innerhalb des sogenannten "Studiogesprächs" ab 18.00 Uhr gestern innerhalb der "Abendschau". Die Redaktion - ich habe eben gerade mal angerufen - hat mir netterweise beim Finden geholfen.

    Ob man das Studiogespräch - das mit 11 Minuten so ewig lang ja nicht ist - als Hauptformat ansieht, und den Bericht über Gars [der in Tat für das Format eines solchen Kurzbeitrags ziemlich gut recherchiert war, auch wenn die Kommentare hier im Forum manche mangelnde Medienkompetenz zeigen] als dessen Illustration; oder ob man umgekehrt den Bericht über die Integrationsverweigerung bei den Garser Feuerschützen als den für uns hier eigentlich interessanten Inhalt ansieht, und das vor- und nachfolgende Studiogespräch als dessen Aufbereitung und Einordnung in größerem Kontext... nun, das ist eine vermutlich eher BR-interne Gewichtungsfrage.

    Hier ist jedenfalls erst einmal der genannte Link zu dem nachfolgenden Studiogespräch; eingeschaltet darin von 3:30 bis etwa 7:30 Minuten:
    http://www.br.de/fernsehen/baye…-basir-100.html

    Tja. Deine Beweggründe erschließen sich dem Leser aus einer eigenen Komunikation , also Deinem Posting.

    Aber zum BR-Fernsehbeitrag. Die Journalistin hatte ihn ja ziemlich abgewogen konzipiert, nicht etwa schießsportfeindlich oder schützenfeindlich. Und wenn man einmal etwas nachschaut, erschließt sich auch warum: die Rebekka Preuß ist selbst ehemalige Leistungssportlerin (Fechten, Junioren-Nationalkader).

    Zum Thema "Gars" gibt es auch örtliche Hintergründe, wenn man die namentlich genannten Akteure des Merkur-Artikels recherchiert. Insbesondere der Bürgermeister ist interessant. :)

    Auf Schmidtchens Einwände müsste man ausführlicher eingehen. Das Wichtige am Wort"Verbandsausschlussverfahren" ist hier der Bestandteil "verfahren", nicht "ausschluss". Und ja, in dem Bereich kenne ich mich tatsächlich etwas aus und bin tätig. Häufiger für die Ausschließenden, wenier oft für Ausgeschlosene. Daher sind mir natürlich auch die Probleme bewusst.

    Carcano

    Jetzt haben es die Garser sogar bis in den Bayerischen Rundfunk geschafft. In eine ziemlich ausführliche Sendungsbeitrag von Rebekka Preuß in der Abendschau, und nachfolgender moderativer Behandlung. Recht positiv für das Schützenvereinswesen allgemein, katastrophal jedoch für die Garser Schildbürgerschüzen.

    Ich denke, es wird jetzt Zeit für ein Verbandsausschlussverfahren im BSSB. Noch deutlicher und skandalöser kann man sich "verbandsschädigendes Verhalten" schlechthin nicht vorstellen. Geht ja gar nicht.

    In der Sendung trat übrigens auch Benedikt Flexeder von den Graf-Lodron-Schützen auf, den einige hier ja kennen. Er wurde als positives Gegenbeispiel zum Obigen kontrastiert; es ging den Journalisten ganz ersichtlich auch sonst nicht darum, "die" Schützen allgemein schlechtzumachen.

    Carcano

    Jetzt mal eine Verständnisfrage zwischendrin:
    Was geschah denn mit den alten (wirklich alten und wohl recht maroden) Gebäuden des Verbandes und mit dem alten offenen Schießstand? Stehen sie noch und gammeln leer vor sich hin, sind die vollständig abgerissen oder teilweise, was kommt ggf. jetzt an deren Stelle?

    Carcano