Beiträge von Carcano

    So ganz stimmt das zwar nicht, was Red Rabbit da schreibt. Aber er weist auf die Schwierigkeiten hin, die einem Vorstand erst einmal durch den Kopf gehen werden, wenn Du ihm Deinen Vorschlag unterbreitest.

    Der Grundgedanke ist richtig. Ebenfalls musst Du damit rechnen, dass der Vorstand überlegen wird, welche Art Vereinswaffe für den Verein am nützlichsten (am breitesten verwendbar) wäre. Verbunden mit Deiner Preisvorstellung wird das dann herauslaufen auf Hämmerli International/208/215, IZH-35, Walther GSP, allenfalls noch Erma ESP 85 A.

    Carcano

    Schade finde ich, dass die älteren Freihandschützen jetzt ab 61 alle in einer Klasse zusammengewürfelt werden. Offensichtlich scheint man beim DSB der Meinung vorzuherrschen, dass ab so 65 eh keiner mehr Freihand schießt. Deswegen wechsle ich aber nicht ins „Altherrenlager“.

    Auf Landesebene (z.B. bei uns im SBSV) gibt es auch schon die Klassen Herren V und Damen V, jeweils über 70.
    Ist m.E. durchaus sinnvoll.

    Carcano

    So. Es gibt positive Neuigkeiten. Wir werden als Verband wohl in Zusammenarbeit mit einem DSU-Verein einen offenen 4mm-Pokal anbieten, so als Testlauf.
    Ob wir da einfach die entsprechenden schon vorhandenen DSU-Disziplinen nehmen oder für die Kurzwaffe noch etwas anderes zusätzlich ausprobieren, schauen wir mal.

    Carcano

    Ich habe die Walther LP 500 auf der IWA anprobiert, und mir lagen Griff, Gewichtsverteilung und Abzugscharakteristik sehr , sehr gut.

    Und auch die Morini 200 gefiel mir besser als ihre Vorgängerin (die eine unserer Vereinspistolen ist).

    Carcano

    Genauso so ist es !

    Dumm ist es nur, wenn fragenden Anfängern sofort und unreflektiert, aber umso vehementer und im trötenden Tubaton der tiefsten Überzeugung die Anschaffung der besten und teuersten High-end-Geräte auf dem Neuwaffen(!)markt empfohlen wird, und nur dieser.

    Den Klops haben sich hier schon einige geleistet... aber sie bekommen dann auch die entsprechenden Bemerkungen. So lange, bis sie's kapieren. :D

    Carcano

    Eigentlich geht es hier um die neue Walther LP 500, die wahrscheinlich ganz wenige schon in der Hand hatten oder gar damit geschossen haben. Warum muss man die Kaufintessenten persönlich angreifen? Warum muss ein Interessent zu der 1 %-Gruppe der Spitzenschützen zählen um die Waffe zu testen?

    Ob die - unleugbare - Ironie von Matze tatsächlich ein "persönlicher Angriff" war, weiß ich nicht. Aber ein Betroffener kann und darf das gewiss legitimerweise so empfinden. Du fragst nun nach dem Warum.

    Erstens geht es Matze um versteckte Produktwerbung. Man stellt einem Angestellten des eigenen Betriebs oder befreundetem Büchsenmacher der eigenen Gegend eine Testwaffe zur Verfügung, mit der Erwartung oder auch mit der ausgesprochenen Bitte "nun schreib' mal was Schönes". Was der Betreffende auch tut. Darin finde ich freilich nichts Anstößiges oder Vorwerfbares. Denn seien wir ehrlich, die sogenannten "Waffentest" der Zeitschriften sind heutzutage deutlich lobhudelnder und weniger sachlich-kitisch als jeder rosa gefärbte social media Bericht eines Influencers. Die Qualität von Autoren wie Robert Field (Lerchenfeld), Hans Aicher, Günter Frères gibt es nicht mehr; sie würden auch von den heutigen Redaktionen gar nicht mehr gedruckt, fürchte ich. Lottes schreibt ja auch nicht fürs DWJ. Das liegt _gerade_ an der beeindruckenden Fachkunde und Qualität seiner Beiträge.

    Zweitens: wofür braucht ein mittelmäßiger Schütze eine (angebliche) Topwaffe? Meine Gegenfrage: warum nicht?

    Ja klar, auch ich habe schon über diese ganz spezifisch deutsche Manie gespottet, die vor allem waffenrechtlich begründet ist. Man trifftt zwar kaum die Scheibe, aber es muss das Allerbeste sein.

    Aber auch ein Schütze wie "Fragen?!" oder gar wie ich ;) muss ja nicht immer mit einer FWB 65 oder einer Hämmerli 208 oder einer GSP schießen (für unsere Ostdeutschen: mit einer Margolin), wenngleich mit denen ein Topschütze auch noch Topergebnisse erreichen _kann_ und wenngleich sie "objektiviert" für unser Niveau vielleicht "ausreichen"....

    Drittens: ja, anscheinend gibt es in diesem Forum einen leicht animosen "Walther-Affekt", wie es auch no.limits in diesem Thread schon andeutete. Das liegt weniger an der Geschichte dieses ehrwürdigen Unternehmens, sondern vielleicht eher an der Person eines Wulf-Heinrich Pflaumer (sen.) und seines Geschäftsgebarens der letzten 40 Jahre.

    Und auch Anschütz hat ja durch sein verfehltes Armatix-Abenteuer einen enormen und bis heute nicht behobenen, sondern fortwährenden Rufschaden erlitten.

    Carcano

    würde ich niemals zum Waffenhersteller selbst gehen denn das ist schlichtweg immer nur Massenware die so einigermaßen funktioniert.

    Die Wahrscheinlichkeit einen Top Lauf zu erwischen ist wie Lotto spielen.

    Also Bleiker, um mal einen typischen und bekannten Hersteller von Waffen in genau diesem angesprochenen Segment (Kleinkaliber-Matchgewehre) zu nennen, hat "immer nur Massenware die so einigermaßen funktioniert"?

    Das nenn ich jetzt mal eine beeindruckende Information... :D

    Carcano

    Na ja.
    Gibt zwei Richtungen.
    Sie schließen einander nicht raus, ergänzen einander im Gegenteil gut.
    Nur sollte man sich gelegentlich überlegen. wo sich bei einem der Schwerpunkt befindet (oder sich allmählich hinverlagert hat):
    1. Basteln, immer mehr basteln.
    2. Trainieren, immer genauer und überlegter (ja, und auch mehr) trainieren.

    Carcano

    Nun, auch ich habe von "Punktierung" nur im Zusammenhang mit Liquorentnahme gehört. Aber vielleicht kannst Du uns ja aufklären...

    Insoweit es das kursiv gesetzte obige Zitat betrifft, hätte ich allerdings zwei Kommata zwischendrein gesetzt. Oder - klüger und sprachlich geschmeidiger - das Adjektiv vorangesetzt und dann nur noch ein Komma gebraucht.

    Aber ich schreibe ja auch noch (weithin) nach alter Rechtschreibung. Die neue lässt insbesondere im Bereich der Zeichensetzung ziemlich viel Unfug und stream-of-consciousness-babbling zu.

    Wenn dann nun der Schütze tiefer in die Thematik einsteigt, wird man sehr schnell auf den Gedanken kommen, dass die richtige Lösung ein angepasster Griff sein MUSS. (...)

    Oft sieht man es nicht auf den ersten Blick. Sehr viele ambitionierte Schützen haben Maßgriffe von Rink. Modellierte Griffe sieht man allerdings ziemlich selten (bis Bezirksebene; auf der kommenden Landesmeisterschaft werde ich mal genauer darauf achten).

    Allgemeiner zu Griffen und Griffherstellern: die Qualität der Griffe von Sportpistolen (einschließlich Standardpistolen) hat sich seit den 1960er und 1970er Jahren enorm verbessert. Und zwar nicht nur bei Aftermarket- und Maßgriffen, sondern auch bei Seriengriffen.

    Man vergleiche nur einmal die ersten GSPs mit den heutigen Fürstenberg-Griffschalen (inzwischen ein Markenname für Umarex-Inhouse-Fertigung). Oder man vergleiche die Ziegenhahn-Werksgriffe aus der DDR (den Namen des Kleinhandwerkers, der sie dort geschnitzt hat und der Anfang der 1980er verstorben ist, kenne ich leider [noch] nicht) mit den Griffen von Willi Hofmann aus Flörsheim, und dann wiederum mit denen von Nill und Rink.

    Eine kleine Geschichte der verschiedenen Griffmacher wäre überhaupt einmal sehr interessant. Da ist noch viel oral history zu erfassen, bevor sie bald verloren geht. Hofmann ist 2015 verstorben; Fürstenberg lebt noch.

    Gruß, Carcano

    Dieses Gerede vom "Konzentrieren" ist so ein Scheiß.... deutet oft auf unsichere und/oder unfähige Trainer hin, die sich für den immer möglichen Fall suboptimalen Abschneidens schon mal präventiv absichern wollen, um dann dem Schützen die Alleinverantwortung zuzuschieben ("ich hab ihm ja gesagt....!"). Eine Monika Karsch freilich lässt sich das nicht gefallen. :)

    Typische Fällen von schweren (!!) Mängeln in den ersten paar Jahren waren z.B. Tesro (die .22er und .32er Pistolen), Walther (SSP), Hämmerli (280; RS 20), Feinwerkbau (Wasserstoffversprödung bei den Schlitten der FWB 93).
    Eigentlich ist es erschreckend, wie üblich es geworden ist, dass völlig unausgereifte und ungetestete Produkte auf den Markt geworfen werden, und es zur Sache der Käufer deklariert worden ist, auf ihre Kosten erhebliche Konstruktionsmängel zu entdecken.

    Carcano *kopfschüttelnd*

    D. h. mitunter müssen die "Treiber" auch feststellen, dass sich eine "Nachwuchshoffnung" aus diesem Kreis zurückzieht, der Aufwand sich aus Verbands-, Vereins- und Trainersicht nicht gelohnt hat.

    "Mitunter"? MITUNTER ??!!!

    Das ist jetzt aber wirklich der Witz des 21. Jahrhunderts!

    Dazu habe ich hier schon gefühlt endlos viel geschrieben, auch mit Rekurs auf die Erkenntnisse und Veröffentlichungen der Sportwissenschaft.

    Carcano