Beiträge von Carcano

    Nun ja. Es gibt beides. Es gibt einige (sehr wenige) Athleten. die die enormen Dopelbelastungen eines Studiums neben dem Sport bewusst auf sich nehmen; obwohl sie wissen, dasss in aller Regel _beide_ Hälften darunter leiden werden.

    Und es gibt viel mehr, die den Sport an den Nagel hängen, wenn es mit dem Studieren ernst wird, und wenn sie wirklich intellektuielle und akademische Ambitionen haben (und nicht nur einige Buchstaben hnter den Nachnamen setzen wollen).

    Ein aufschlussreiches Beispiel ist z.B. die exzellent begabte englische ehemalige Pistolenschützin Anna Rehfisch, die vier Jahre in Oxford Archäologie und Anthropologie studierte und auch politisch und gesellschaftlich aktiv war und ist. Freilich muss man bei ihr dazusetzen, dass sie unter dem wohl inkompetentesten und sportlerfeindlichsten aller (!) europäischen Schießsportverbände litt [der NSRA], da fiel die Entscheidung für das Studium und für den eigenen Kopf also vemutlich nicht sehr schwer.

    Carcano

    Die Geschichte _klingt_ zwar nach einer gut erfundenen oder zumindest etwas ausgeschmückten Story. Sie_ könnte_ aber wahr sein.

    Allerdings spricht ein Umstand u.U. gegen die konkrete Ausgestaltung durch die Verzählerin: die Polizei hat bei solch einer Konstellatrion schwerlich eine Handhabe, sich den Kofferraum öffnen und gar noch die erlaubnisfreie (!) Waffe vorzeigen zu lassen. Und eigentlich wissen zumindest westdeutsche Polizisten das auch ganz gut, Die kennen ihre Kontroll- und Eingriffsbefugnisse nämlich aus dem ff.

    Carcano

    Um mehr ging es mir in meinem Beitrag auch gar nicht: Mit geringstem Aufwand/Kosten mir Diskussionen, Zeit und Nerven zu (er)sparen. Wurde wohl falsch aufgefasst.

    Du hast falsch aufgefasst und mehrere Dinge vermischt. Das weißt Du jetzt.

    Gegen die Anbringung (und ggf. auch die Betätigung) eines Schlosses an einem Waffenkoffer oder Waffenfutteral ist selbstverständlich nicht das Geringste einzuwenden, und das kann den betr. Waffenbesitzern auch nur empfohlen werden. Ein Zahlenschloss ist ggü. einem Schlüsselschloss dabei weit vorzuziehen.

    Man darf halt nicht darauf verfallen, das zur "Vorschrift" zu erheben; eine typische Krankheit unter Schützen, obwohl alle Fachkundigen sich seit 15 Jahren [!] bemühen, ihnen diesen Quatsch auszutreiben, und es wahrlich unzählige richtige Darstellungen zur Rechtslage im Netz gibt, bei allen Verbänden einschließlich FWR. Egal ob Kohlheim, Streitberger oder ich, wir haben's alle schon ewig richtig dargestellt und wieder und wieder wiederholt.

    Und Munition wird sinnvollerweise *IM* Waffenkoffer transportiert, wo auch sonst. Außer es wären einige tausend Schrotpatronen. :D Aber grundsätzlich kann man die Patronenpackung auch in der Jackentasche spazierentragen, bzw. die .22er-Schachtel in der Hosentasche.

    Carcano

    Wenn solch unkundige Uebertreibungen dann auch noch bei "Sachkunde"ausbildungen ventiliert oder von Hochmuths aller Verbaende kolportiert werden, dann muss man sich freilich ueber nichts wundern.

    Aha. Ich sehe zwei Schlösser. Wer die nutzen und das ganze Behältnis abschließen will, der soll das ruhig tun, solange er's keinem anderen als "unbedingt notwendig und immer vorgeschrieben" aufdrängen will.
    Details kann man in der WaffVwV Ziffer 12.3.3.2 nachlesen

    Michael B schrieb:

    "Die Bundeswehr unterstützt die duale Karriere, sieht aber Prio 1 in den Wettkämpfen und der Laufbahnausbildung, z.B.: Findet ein Feldwebellehrgang statt, dürfen in diesem Zeitraum keine Kurse an der FH belegt werden."

    Da erinnere ich mich doch an einen Konflikt der damaligen Hauptgefreiten (und damaligen deutschen Staatsangehörigen) Munkhbajar Dorjsuren mit ihrem Dienstherrn... sie und die Bundeswehr hatten anscheinend unterschiedliche Auffassungen, was die Präsenzpflicht in Deutschland, bzw. die Dauer ihrer Aufenthalte in ihrem damaligen zweiten Lebensmittelpunkt Kuortane (FI) anging...

    Carcano

    Auf den Hinweis von Michael hin lese ich gerade ein wenig auf den Seiten der Sporthilfe, und freue mich, dass zumindest für einige (wenige) Athleten die Möglichkeit eines Studiums (und das will heißen: richtiges Studium, nicht vier Semester "Eventmanagement, Touristikförderung und Mediengestaltung") eröffnet wird. Hier helfen auch Stipendiengeber (z.B. Deutsche Bank).

    Eine Statistik dazu habe ich freilich noch nicht gefunden.

    Na ausgezeichnet... das ist doch eine positivere Perspektive als ich Califax' Posting entnehmen konnte.

    Zudem glaube ich mich jetzt zu erinnerm, dass auch Julia Hochmuth (Pistolenschützin) studiert.

    Bundes-Kader-Sportler können sehr wohl studieren. Das nennt sich Duale Karriere und wird auch z.B. von der Sporthilfe gefördert. Es gibt sogar ein extra Studien Stipendium:

    https://www.sporthilfe.de/foerderer/wirt…/deutsche-bank/

    Und auch bei der Bundeswehr ist es durchaus in Absprache mit der Bundeswehr möglich ein Studium zu absolvieren:

    https://www.bundeswehrkarriere.de/bundeswehr-spo…rung-bundeswehr

    Ich glaube Califax bezog sich mit seiner Aussage speziell und eigens auf SPORTSCHÜTZEN in der Kaderförderung. Hätte er das deutlicher machen sollen?
    Denn Du hast sicherlich recht damit, dass - auch und vor allem dank der zwischenzeitlichen Athletenvertreter in den Verbänden - die Möglichkeiten dualen Studiums in vielen Fachsportverbänden exploriert werden, teilweise auch bereits aktiv gefördert.

    Für welche unserer Sportschützen gilt das?

    Carcano

    (Was ich ganz persönlich über die TK denke, bleibt in meinem Kopf ... - die Gedanken sind frei.)

    Es ist auch nicht so ganz einfach, herauszufinden, wer der TK (Technischen Kommussion) überhaupt angehört, wie deren Mitglieder bestimmt werden, wann sie tagt etc. In der DSB-Satzung z.B. konnte ich gerade nichts über deren Existenz überhaupt finden. Kann aber auch an mir gelegen haben... :)

    Ich freue mich natürlich für Eure Schützin und auch für Euren Verein ! Ihr habt's verdient. Aber gerade in teilnehmerarmen Disziplinen kann die Durchführung eines Finales nach ISSF-Regel schon mal zu absurden Ergebnissen führen. Der Schützin ist etwas Glück natürlich zu gönnen, aber ich erinnere mich von der gleichen LM noch an einen korrespondierenden anderen Eintrag, wo eine Spitzenschützin, die mit unglaublichem Vorsprung aufgrund der Qualifikation vorne lag, im Finale erheblich zurückfiel. Insoweit ist Deine grundsätzliche Intervention sicherlich sportlich richtig und begrüßenswert gewesen.

    Klar kann man dann argumentieren, dass sei eben der Reiz, das Glücksrad drehe sich im Sport genauso wie im Leben, das sei was für die Zuschauer, und die physische Stamina und mentale Resilienz, nach einem anstrengenden Wettkampf noch einmal ganz neu ein nervenaufreibendes Finale durchzustehen, die müsse eine Spitzenschützin eben haben.
    Jaja, verstehe ich soweit, diese ISSF- und IOC-Überlegung.


    Abe dann fände ich eine athletischen Enddurchgang der 8 besten als "Ninja Warriors" (wie im Fernsehen) viel sexier und fürs Publikum interessanter, als noch eimal Löcher bohren in die Scheibe mit Glückselement. :D

    Carcano (panem et circenses !)

    Die 45°-Grad-Regel wird von Kampfrichtern gerne mal und vor allem gerne recht abiträr angewandt.

    Die meisten, die ich erlebt habe, geben aber faiererweise einen Hinweis vorweg. Den BEACHTET man dann auch einfach, und bedankt sich höflich, anstatt herumzumotzen und sich auf einen Streit einzulassen. Auch wenn man selber recht hätte, und die Waffe wirklich schon um 47,75° abgesenkt war und nicht weniger. Denn letzterer (scil. Streit) kostet im Wettkampf wesentlich mehr Nerven und damit Ringe.

    Im übrigen haben diese Kampfrichter auch noch aus einem anderen Grunde "recht", zumindest trainingstechnisch. Worauf no.limits bereits hingewiesen hat. Die Waffe auf sagen wir 50° oder 60° oder gar 65° abzusenken, ist tatsächlich weniger anstrenger und BELASTET die Arm- und insbesondere Schultermuskulatur WENIGER, als ein genauer 45°-Winkel. Aus genau diesem Grunde wird im Technikleitbild einiger asiatischer Nationen auch nicht endlos nachgehalten (wie z.B. bei Cora Dörr und Céline Gobervillle), sondern relativ rasch abgesetzt. Das hat ja seinem Grund. Schussbeobachtung und Ruhe in der Schussabgabe lernen die auch, aber im Präzisionsteil. Im Schnellfeuerteil wird Energie gespart.

    Und offenbar sind jene Trainer der Auffassung (warum auch immer), dass im Schnellfeuerteil eine schnelle Bewegung die Regeneration des Muskels besser befördert als eine langsame, und somit eine Dauerermüdung besser aufschiebt. Damit frau auch im Finale noch kraftvoll zubeißen kann. :)

    Carcano

    Ich habe gestern beim Training (SCHEISS-Pardini-Abzugssystem !!!) mit einem Mitschützen gesprochen, der bei den LM in der alten Disziplin regelmäßig ganz vorne war (bei uns war die auch für Erwachsene offen).
    Er bewertete den Wechsel ähnlich negativ wie ich.
    Wollen wir hier wirklich englische Zustände?! *Kopfschüttel*

    Carcano

    Dann beantworte ich die Frage mal mit der mir eigenen Klarheit:

    Weil sich Jan-Erik Aeply endlich seinen persönlichen Traum erfüllen wollte, "seine" bayerischen Disziplinen (da gab es sie schon) deutschlandweit vorzuschreiben und die Alternative plattzumachen.
    Die Luftpistolen-Klappscheibendisziplin der ISSF, die eine fantastische Idee für die Popularisierung des Schießsports und für eine gewisse Öffentlichkeitstauglichkeit ist (ebenso wie Biathlon), hat er immer schon diffamiert und als "Kirmesschießen" herabgesetzt.

    Carcano