Siehe 1.0.3.6.3.2 und 1.0.3.6.3.3. Die Gewehrtabelle sagt nur keine Handstütze. Die Vorderschaftverstärkung ist außer in 1.0.3.3.2 auch nicht weiter definiert.
Also ich hab' mir jetzt die Regeln nochmal angeschaut, und ich kann nirgends finden, dass der Schaft unten eben sein muss.
Ich sehe nicht welche Regel z.B. einer Ausfräsung an der Stelle für die Faust entgegenspricht - Auch für LG.
Da diese Unterscheidung zwischen Handstütze und Vorderschaftverstärkung in der Gewehrtabelle aber drin ist, macht die ganze Sache ja nur Sinn, wenn für die Verstärkung nicht die gleichen Freiheiten gelten, wie für die Handstütze. Da bleibt dann nur noch die Orientierung an der klassischen Schaftform wie für LG und GK-Standard.
Die klassische Schaftform gibt es seit den Aluschäften nicht mehr. Das sind ja nur noch Gerippe mit Holzstücken wo man hinlangt.Ich hab mir auch am Luftgewehr das Holzteil unter dem Aluschaft so gestaltet, dass ich immer möglichst gleich mit der Hand hingreife.Und ich hab' da von guten Schützen noch wildere Konstruktionen gesehen.
Für das KK hab' ich mir schon mehrere solcher Holzteile unter den Schaft für das Stehendschiessen gebaut. Da wird dann mit der Raspel angepasst, und wenn zuviel angepasst wurde kommt halt ein neues Stück Holz auf meinen Grundhalter:-)
Und das Gewicht in den KK-Disziplinen orientiert sich ja auch nicht am LG. Warum soll das dann bei was anderem so sein, ohne dass es dasteht.
Aber die ganze Sache ist wirklich nicht eindeutig und bedarf daher auch dringend mal einer Klärung und Überarbeitung.
Ha, wovon träumst du Nachts? Ich hab' mal an den Sportwart beim DSB gemailt um zu erfahren wie denn ein Stabilisator am LG definiert ist, der seit letztem Jahr verboten ist. Ich hab' ein Mail zurückgekriegt dass ich mich an meinen Landesverband wenden soll, und meine weitern Mails wurden nicht mehr beantwortet. Vom WSV ist auch keine Antwort gekommen.
Deshalb habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für die Sportordnung auch nicht wissen, was sie da genau schreiben.
Beim Kampfrichterlehrgang haben wir uns darauf geeinigt, dass alles was nicht wirklich verboten ist, erlaubt ist. Also im Zweifel immer für den Schützen. Deshalb gebe ich nichts auf irgendwelche interpretationen. Aber man muss eventuell bei der Waffenkontrolle so früh da und so regelfest sein um seinen Standpunkt fundiert vertreten zu können. Wobei ich noch nie eine Diskussion hatte.
Wobei Regel hin oder Regel her... Bei der beschriebenen Problematik würde ich zuerst nach dem Anschlag schauen. Denn wenn der stimmt kann die Hand nicht rutschen. -> Die Hand weiter zurück am Schaft, und wenn das Gewehr dann zu hoch ist nicht mehr die Faust verwenden sondern z.B. auf der flachen Hand auflegen. Oder so...
Gruss Axel