Die meisten Anfänger (10 bis 12 Jahre) schießen erstmal einige Trainingstage aufgelegt bis zumindest die grundlegende Schießtechnik auch wirklich sitzt. Die beiden möglichen Zwischenschritte, Training mit Schlinge (ist einfach umständlich) und Schießen auf LP-Scheibe ohne Ringkorn (wird schnell langweilig), überspringen wir allerdings meist. Ich möchte euch auch kurz erklären, warum ich jetzt das Lichtpunktschießen angesprochen habe. Bei beiden Disziplinen, Aufgelegtschießen und Lichtpunktschießen, heißt es immer für Kinder oder Senioren ok für alle anderen jedoch indiskutabel. Warum? Ich denke genau diese Disziplinen sind vermutlich die einzige Möglichkeit die Traditionsvereine von Trachtenverein bis Faschingsverein wieder sportlich anzusprechen. Sicher bekommen einige Lust auf anderes und versuchen die olympischen Disziplinen. Aufgelegtschießen und Lichtpunktschießen sind vielleicht unser Fuß in der Tür. Meint ihr nicht auch?
Beiträge von Geronimo
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Interessant. Da mangelt's aber eigentlich an geeigneten Trainern und sportlichem Ehrgeiz. Ist vielleicht die Kritik an Aufgelegtschießen oder Lichtpunktschießen ein ziemlich leicht durchschaubarer Rechtfertigungsversuch?

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Ich kann diese Rivalitäten nicht wirklich nachvollziehen. Es wird ständig versucht anderen die Schuld daran zu geben, dass es einem schwer fällt Sportler für seine eigene Disziplin zu begeistern. Luftgewehr aufgelegt oder Luftpistole aufgelegt ist schlichtweg eine eigenständige Disziplin. Ich denke wir können die Ergebnisse von Luftgewehr, Luftgewehr 3-Stellung und Luftgewehr aufgelegt doch sicher alle einordnen, oder? Die erzielten Ringzahlen sind jedenfalls nicht aussagekräftig.
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Ich finde die Auflagedisziplinen haben durchaus ihren Platz. Nur sollte man nicht den Fehler machen sie ständig mit anderen Disziplinen zu vergleichen. Luftgewehr und Luftgewehr Auflage oder Luftpistole und Luftpistole Auflage haben ungefähr soviel gemeinsam wie Golf und Minigolf. Was schwieriger ist? Ansichtssache.
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März und April würde bei uns gehen. Wir müssten dann allerdings die normalen Wettkampfergebnisse verwenden. Ich glaube halt unsere Jugend ist mit NWR am Dienstag und RWK am Freitag bereits ziemlich ausgelastet. Vom 30. April bis 20. Mai ist immer das Gauschießen. Da können wir sicher ein Ergebnis mal nebenbei mitschießen. Anfang Juni beginnt dann bereits das Biathlontraining ohne Ringergebnisse. Der mögliche Zeitraum ist damit halt leider recht begrenzt.
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Die ziemlich unterschiedlichen Jahresplanungen sind wirklich eine größere Herausforderung. Eine interessante Idee wäre es auch das Pokalschießen mit der Nachwuchsrunde, also Rundenwettkämpfen auf Gauebene oder Kreisebene für Schüler und Jugend, zu kombinieren. Man könnte die erzielten Ergebnisse dann einfach hier verwenden. Wann findet bei euch die Nachwuchsrunde statt? Beziehungsweise gibt's überhaupt etwas vergleichbares? Wir schießen die Vorrunde von Anfang März bis Anfang April und die Rückrunde von Anfang Oktober bis Anfang November. Welcher Zeitraum wäre für euch perfekt?
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Sporthosen statt Jeanshosen? Wäre etwas luftig.
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Ich kenne die Gründe. Aber wirklich gut erklärt.

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Klar, die meisten Sportschützen setzen sich nicht mit Schützenbund oder Schützenjugend auseinander. Du vermisst die unmittelbaren Rückmeldungen? Mal anders gefragt: Was bieten denn speziell Schützenbund und Schützenjugend den Sportschützen? Sie erstellen die Sportordnung. Der normale Sportschütze hat damit halt keinen Berührungspunkt. Noch nicht einmal jeder Sportleiter ist darin bibelfest. Die wenigen etwas seltsamen Änderungen werden irgendwann auch umgesetzt. Beispiel: Die warum auch immer jetzt etwas schmalere Blende. Meinetwegen, das kostete uns allerdings 80 Euro.
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Ich kann diese Scheu nicht so recht bestätigen. Wenn man sich mal bei den Netzathleten umschaut, entdeckt man dort sogar mehrere hundert Sportschützen die Schießsport und Vereinsleben sehr offen zeigen. Bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Lokalisten und sogar bei Xing (!) gibt's außerdem recht frequentierte Schützengruppen. Du verfolgst die Arbeit der Deutschen Schachjugend? Wo siehst du größere Unterschiede? Ich denke die Schützenwelt ist insgesamt eher schlecht vernetzt und hoffe wir können das ändern.
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Ich denke niemand lässt sich gerne aufklären. Die immer gleichen Diskussionen bringen niemanden weiter. Wir sollten der Öffentlichkeit endlich einen wirklichen Einblick gewähren und aufhören den Schießsport als Eventsportart zu verkaufen. Der wirkliche Schießsport ist größtenteils der 60er-Jahre-Keller. Und? Was zählt ist unser Sport. Wir sollten ihn - so wie er ist - in allen seinen Facetten zeigen, damit sich jeder unbeeinflusst seine Meinung darüber bilden kann. Und wenn diese Meinung „Waffennarren“ oder „Amokläufer“ lautet? Bitteschön. Das müssen und können wir verkraften.

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Stirnband oder Schießbrille?
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Klar, dass manche diesen Sport nichtmal als Sport bezeichnen. Die Leute vergleichen Schießen dann gleich mit Amokläufen oder so. Deswegen denke ich, dass viele Vereine auch nicht in die Medien "wollen", weil sie denken, dass es eh überlesen/übersehen wird und sie umsonst irgendwelche Kosten zahlen müssen.
So gesehen sind Metzger, Chirurgen und Hausfrauen verkappte Messerstecher. Ich denke die vielen Vorurteile können wir einfach durch gelungene Öffentlichkeitsarbeit aufklären. Die meisten Tageszeitungen bezahlen sogar für Berichte und Fotos der Vereine. Für meinen Weihnachtsfeierartikel beispielsweise 8,49 Euro (Text und Foto).
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Da werde ich gleich mal mithalten. Wie kann man denn Google Kalender und Outlook Kalender mehrerer Benutzer synchronisieren? Wäre wirklich sehr praktisch.
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Seriöser geht's eigentlich nicht.

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Nein. Skifahren oder Schlittenfahren?
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Wie wir vill. alle wissen oder es schon mal gehört haben, sind die Mitgliederzahlen im Deutschen Schützenbund rückläufig. Doch warum? Wie stark im Vergleich zu anderen Sportarten? und was können wir da gegen tun?
Eine besondere Herausforderung des Deutschen Schützenbundes ist sicherlich der Spagat zwischen Sportverein (Breitensport und Leistungssport), Trachtenverein (Lederhose, Lodenjacke und Charivari) und Faschingsgesellschaft (Pseudouniformen, Schützenumzüge und Schützenfeste). Das erschwert jede gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.
Wir wissen doch selbst: Jede dieser kleinen Facetten ist Vorurteil und (!) Wirklichkeit.
Vergleiche zu anderen Sportarten, zeigen das es noch viel größere Verlierer gibt. Der Deutsche Tennis Bund (Hoffe das schreibt sich so) hat nach dem Steffi Graf und Bobbele nicht mehr Tennis spielten ca. 1/3 seiner Mitglieder eingebüßt. Der DTB würde an unserer Stelle von "goldenen Zeiten" sprechen, wenn es denen so ginge wie es uns jetzt geht. Heißt somit unser Sport ist vielen mehr wert als andere Freizeit-Beschäftigungen, was wir um jeden Preis halten müssen.
Wo bleiben aber unsere Symbolfiguren? Klar, Magdalena Neuner und Sonja Pfeilschifter. Wer kennt denn schon unsere Vereine und Schützen der Bundesliga? Da erntet man fragende Blicke. Wer verfolgte die Weltmeisterschaft? Die haben leider sogar die meisten Sportschützen nicht wirklich wahrgenommen. Man hatte wohl bereits damit gerechnet und kurzerhand die notwendigen Besucherparkplätze eingespart.
Ja da seit jetzt mal Ihr gefragt, wie Ihr Euch die Verbands-Strukturen in der Zukunft vorstellt.
Ich hoffe die Sportschützen vernetzen sich unabhängig von Vereinen und Verbänden.
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Wir sind bereits seit 2000 im Netz verteten und waren damals einer der ersten (Schützen-)Vereine mit einer eigenen Website. Ich habe sie lange Schritt für Schritt ausgebaut. Vor zwei oder drei Jahren war noch jeder Bericht mit Fotos dort sofort abrufbar, wir hatten außerdem eine Terminliste mit wirklich allen Vereinsterminen. Das allerdings ist Vergangenheit.
In diesen Jahren kamen eigentlich keine Rückmeldungen und selbst die anderen Vorstandschaftsmitglieder hatten kein großes Interesse inhaltlich etwas beizutragen. Ich werde die Website als Jugendleiter auf eine reine „Visitenkarte“ reduzieren. Das bedeutet eher statische Inhalte die lediglich monatlich oder jährlich aktualisiert werden. Das erfolgreichere Konzept ist sicherlich unser vierseitiges Schützenblattl: Interessantes, Denkwürdiges und Merkwürdiges aus dem Vereinsleben in Papierform frei Haus. Ich hoffe mein Nachfolger als Schriftführer wird zumindest das weiterführen.
Die zweite Möglichkeit ist altmodisch aber wirksam: Man sollte gewisse Informationen im / am Schützenheim aushängen. Unsere Trainingsabende der Erwachsenen am Dienstag und Freitag sind äußerst schwach besucht (zwei oder drei Schützen). Wer etwas erfahren möchte, müsste dann gefälligst selbst vorbeischauen und würde vielleicht auch gleich trainieren.
Karl-Wilhelm hat außerdem die vermeintliche „Scheuh offen zu zeigen, das man SV-Mitglied ist“ und auch die Aktivität der Schachjugend bei Facebook angesprochen. Ich denke unsere Jugendlichen haben einfach keinen persönlichen Kontakt zur Bayerischen Schützenjugend oder Deutschen Schützenjugend. Da gibt's selbst für Jugendleiter wenig bis keine Berührungspunkte. Man muss etwas kennen, bevor man etwas gut finden oder unterstützen kann.
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Danke für die tolle Erklärung, Frank. Ein gutes Argument beim Munitionskauf etwas genauer hinzuschauen. Das gezeigte Schussbild irritiert mich allerdings etwas. Eine solche Abweichung würde ich höchstens beim aufgelegten Einschießen akzeptieren. Wir verwenden für unsere Vereinsgewehre (Anschütz 2002 / 8001 / 8002) günstige Standardmunition aber haben solche Schussbilder bei 15 bis 20 Schuss. Wobei ich mich als Fehlerquelle dabei absolut nicht ausschließen möchte.
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Liegendschießen als Einstieg wird sowieso oft empfohlen.
