Beiträge von Geronimo

    Servus ihr beiden,

    ok, die Idee seine Ansichten mittels Videobotschaft vorzustellen fand vielleicht keine Nachahmer, aber zumindest die früheren Videos trafen sehr exakt die Gefühle vieler Schützen, belegt durch zahlreiche positive Rückmeldungen, und konnten der Öffentlichkeit ein authentisches sehr eindrucksvolles Bild vermitteln. Ken, du beklagst hier mangelnde Unterstützung, dabei haben diese Schützen aller Coleur mit Empfehlungen und Kommentaren ausgedrückt und veröffentlicht. Ein voller Erfolg! Du musstest keine negativen Erfahrungen machen und erwähnst doch irgendwelche Risiken. Worin bestehen diese? Aus meiner Erfahrung kann ich lediglich eines beisteuern: Ein Internetforum für Sportschützen von Lichtpunkt bis Großkaliber sorgt durchaus für größere Emotionen, die schlimmsten weil persönlichen Anfeindungen kamen ausnahmslos von angeblichen Legalwaffenbesitzern, was diesen noch größeres Gewicht verleiht.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Ich hab' erst vor ein paar Tagen ausprobiert ob ich es auch hinbekomme ohne Blende zu schießen. Die beiden Scheiben (10 Schuss) waren eigentlich nicht schlechter. Man hat ja auch mit Blende diesen gewissermaßen einseitig fokusierten Blick, den man auch ohne Blende erreichen kann und dann fühlt es sich eigentlich recht gewohnt an. Werd' jedenfalls dranbleiben und immer mal wieder ohne Blende üben. Aber wenn man dazu tendiert das zweite Auge zu schließen oder überlegen muss ob denn nun das „linke oder rechte Ziel“ das richtige ist, dann lieber mit Blende.

    Ich würde mir wie bereits oft geschrieben eine größere Differenzierung wünschen, denn es stellt sich für die Öffentlichkeit die Frage ob Schützenvereine eher Bürgerwehren, Trachtenvereine oder Sportvereine sind, und genau das kann man nur mit sowohl als auch beantworten. Da jedoch die einzelnen Facetten nur selten in einem Verein zusammentreffen, ergibt das wiederum keine aussgekräftige Antwort, also müsste man vielleicht den Verein als Kombination verschieder Bausteine beschreiben. Bürgerwehren, Trachtenvereine und Sportvereine, das alles kann drin sein, muss aber nicht, nur wie können wir das zeigen? Da kommt mir spontan eine Kennzeichnung, vielleicht ganz simpel ein Qualitätssiegel wie „Historisch verwurzelt“, „Brauchtum pflegend“ oder „Sportlich orientiert“, in den Sinn. Natürlich beliebig kombinierbar.

    Ich würde eher sagen, das „[...] bei welchem Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen noch eher als Fremdwort behandelt und in den Hintergrund gedrängt wird.“ ist gefühlsmäßig ein „[...] bei welchem die sexuellen oder religiösen Ansichten größtenteils keine entscheidende Rolle spielen.“. Klar, es gibt einige Vereinigungen die sexuelle (bspw. Team München - Münchens schwul-lesbischer Sportverein) oder religiöse Ansichten (bspw. Bund historischer Schützenbruderschaften) thematisieren, repräsentieren und weitergeben. Toleranz ist aber keine Einbahnstraße.

    Ich glaube für die Öffentlichkeit ist das ganze eine kleine Randnotiz. Wenn bereits die Vorgabe eines katholischen UND historischen Schützenverbandes, doch gefälligst bei Brauchtum und Tradition das biologische und nebenbei auch katholische Grundkonzept Manderl und Weiberl einzuhalten, eine handfeste Diskriminierung darstellt, dann müssten bei traditionellen Männerdomänen wie beispielsweise dem „Kölner Dreigestirn“ das selbst die weibliche Rolle hartnäckig männlich besetzt, doch eigentlich längst sämtliche Alarmglocken schrillen, oder? Sorry, aber ich finde Diskriminierung da ziemlich weit hergeholt. Und warum sind eigentlich Kartoffelköniginnen, Spargelköniginnen, Weinköniginnen, usw. grundsätzlich immer weiblich? Hah! Ein handfester Skandal! Oder frühzeitiges Sommerloch?

    Ich kenne das Problem, Carcano, und dennoch gibt's in jeder Sportart zahlreiche Fragestellungen über die halt diskutiert bzw. gefachsimpelt wird. Und gerade bei moralischen, sportlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen würde ich eher auf persönliche Erfahrungen als auf kommerzielle Beratung zurückgreifen. Die bisherigen Antworten sind allesamt reines Grundlagenwissen und Bestandteil der Ausbildung. Das kann / sollte / muss einfach jeder Schütze wissen bzw. nachlesen oder auffrischen können. Eine individuelle Rechtsberatung sollte deutlich mehr leisten. Und jetzt zurück zum Thema.

    Man konnte die Ergebnisse inkl. Trefferlage auch bisher gut verfolgen. Ich hab' gerade noch einmal mit WM-RWK rumgespielt und irgendwie schon Zweifel ob wirklich jeder gut damit zurechtkommt. Da muss man sich schon etwas damit befassen. Ich glaub' bereits beim Speichern des Wettkampfs vor Beginn dürften sich einige schon aufhängen.

    Wir hatten WM-Shot beim letzten Gauschießen (~ 1000 Starter und 86000 Schuss) im Einsatz und waren eigentlich sehr zufrieden. Einarbeitung, Hardwarebeschaffung, Wettkampfkonfiguration und Teamleiterschulungen kosteten mich ungefähr sechs Wochen. Aber bringt's das wirklich für den einzelnen Wettkampf die Ergebnisse auf dem Fernseher zu präsentieren? Für das Gauschießen war natürlich die Darstellung mit WM-Listen ein Pluspunkt, aber ich finde die WM-RWK-Oberfläche nicht unbedingt sehr spannend, was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?

    Servus,

    da unsere Disag RM II nach immerhin rund 20 Jahren ihren Dienst verweigert hat und zur Reparatur eingeschickt ist - Kostenvoranschlag steht noch aus - überlegen wir momentan eine Disag RM IV anzuschaffen. Wir möchten seit längerem die Ergebnisse bzw. die Schussbilder auf den Fernseher übertragen was bisher am DOS-basierten Auswertsystem scheiterte (ich hab' euch ein Foto der bisherigen Darstellung angehängt). Die neue Lösung wäre Notebook, WM-RWK und RM IV. Mir wär's dabei wichtig, dass wie bisher ohne größere Einführung jeder Wettkämpfe auswerten bzw. durchführen kann.

    Was meint ihr? Ich hab' noch etwas Zweifel ob diese „Technikschlacht“ auch wirklich Vorteile bringt.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Ich find’s sehr einseitig jetzt Toleranz zu fordern bzw. Rückständigkeit zu attestieren. Ein verbiesterter Verein? Wer Toleranz fordert der sollte auch Toleranz gewähren. Das katholische Glaubensmodell und beispielsweise eine homosexuelle Lebensweise können durchaus parallel existieren. Nur wenn sie aufeinanderprallen dann gibt's halt durchaus etwas Konfliktpotential. Da braucht's keine Hassgefühle sondern Rücksichtnahme. Und zwar auf beiden Seiten! Ich würde mir allerdings mehr Transparenz wünschen, denn wo Schützenverein drauf steht, kann vom bürgerlichen, kirchlichen oder militärischen Gesellschaftverein bis ernsthaften Breiten- und Leistungssport so ziemlich alles drin sein.

    Ich weiß nicht so recht worauf du mit deinem Verweis auf den 2. Weltkrieg abzielst, aber gerade in diesem Zeitraum war die Religionsausübung sehr massiv eingeschränkt, das katholische Familienbild - und biologisch auch vorgesehene Grundprinzip - Vater-Mutter-Kind ist bereits „etwas“ langlebiger. Der zweite Punkt, Pfarrer wären vermutlich alle homesexuell ist schon alleine wegen der vielen Pfarrerskinder nicht haltbar, da wäre ein Verzicht auf das Zölibat aber vielleicht sehr sinnvoll und würde dem Priestermangel auch effektiv entgegenwirken, nur hat das mit dem Bund Historischer Schützenbruderschaften halt wenig bis nichts zu tun.

    Klar, ich find's auch altmodisch. Nur sollte man nicht als Mitglied eines Verbandes dessen Grundregeln kennen und leben? Da akzeptiert ein katholischer Schützenbund (Modell: Vater, Mutter, Kind) keine andersartigen Partnerschaften, wobei das nicht so ganz stimmt, denn homosexuelle Menschen werden aufgenommen und dürfen mitmachen aber sollen ihre Überzeugungen nicht öffentlich demonstrieren. Sollten wir vielleicht das einfach mal akzeptieren? Sind eigentlich bspw. islamische Kulturvereine die ausschließlich ihre Glaubensbrüder aufnehmen und vermutlich kein Spanferkelessen anbieten damit automatisch auch rassistisch? Da muss man die Kirche halt auch im Dorf lassen, oder?