Die Schießkleidung ist eigentlich kein Problem, wir haben insgesamt 17 Schießjacken und entweder gibt's halt eine passende Größe oder halt auch nicht, was gerade mit steigendem Alter immer wahrscheinlicher wird. Die größere Herausforderung sind unsere zehn Vereinsgewehre, Jugendgewehre (kurz und leicht) und Vereinsgewehre (leicht), denn sie sind exakt auf unsere Schützen eingestellt, die damit das ganze Jahr trainieren und natürlich ihre Wettkämpfe bestreiten. Wir können nicht ausgerechnet zum Saisonbeginn auf einzelne Gewehre verzichten bzw. einzelne Gewehre verändern.
Beiträge von Geronimo
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Ich denke die Rolle der Sportschützen bzw. des Sportschützen sollte man wirklich nicht kleinreden. Tim konnte nur deshalb an eine Waffe gelangen - legal oder illegal ist völlig egal - weil sich sein Vater bewusst über grundlegende eigentlich selbstverständliche Aufbewahrungsregeln hinwegsetzte.
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Hallo Karl,
angesichts der vielfältigen Freizeitangebote (Kinderchor, Tanzgruppe, Landjugend, Feuerwehr und natürlich die anderen Sportarten) und auch des Zeitaufwandes für die Eltern / Geschwister / Oma und Opa für das Bringen und Abholen würde ich uns nicht unbedingt als Kinderbetreuer sehen. Bei der Begründung „Keine Lust“ muss man halt immer unterscheiden, ob jemand an unserer Sportart schlichtweg kein Interesse zeigt, oder einfach noch keine Gelegenheit hatte sein Talent zu entfalten, weil a) die Ausrüstung noch nicht stimmt oder b) die Technik noch nicht passt. Da sehe ich vor allem die Betreuer in der Pflicht, denn für die Grundlagen muss man selbst kein superguter Schütze sein oder eine umfassende Ausbildung besitzen, da reicht oft etwas Interesse und natürlich die Fähigkeit das ganze zu vermitteln.
Bei uns ist vor kurzem die Nachwuchsrunde zu Ende gegangen und da schaue ich mir natürlich als Jugendleiter zuerst die Schützen an, die ich während der Nachwuchsrunde nicht selbst betreut habe, bei einem unserer Schützen (Schnitt 112 Ringe, Maximal 121 Ringe) konnten wir durch sehr kleine Änderungen (Schaftlänge, Schaftkappe, Nullpunkt) ein „Traumergebnis“ von 149 Ringen erreichen, aber noch viel wichtiger als reine Zahlen ist dabei die steigende Motivation und Zuversicht des Schützen. Das Potential / Talent / etc. ist für den Breitensport eigentlich eher zweitrangig.
Das mit der Ausrüstung und kein Problem das höre ich auch immer von unseren Sportleitern, nur kenne ich halt die Praxis wenn mal wieder ein Zehnjähriger mit einem über Nacht „gewachsenen“ Gewehr dasteht und sich wundert warum er nichts mehr trifft, oder wenn drei oder vier Mannschaften auswärts schießen und für einige Jugendliche keine Gewehre mehr übrig sind, weil die Vereinsgewehre irgendwelche Erwachsenen nutzen. Man stellt ja ein Gewehr nicht mal eben in ein oder zwei Minuten auf einen Schützen ein, sondern erarbeitet sich den Anschlag Schritt für Schritt, und da wär’s fatal wenn jemand alles über den Haufen wirft. Sehr viele Jugendliche starten zusätzlich beim Rundenwettkampf (sie haben eine eigenen Nachwuchsrunde) und verstärken unsere Erwachsenenmannschaften. 350 Ringe schaffen auch einige Elfjährige.
Beste Grüße
Gerhard
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Hallo,
wir haben seit Jahren das Problem, dass viele bzw. die meisten Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren dem Schießsport a) den Rücken zukehren oder b) die Aktivität reduzieren. Als Gründe werden „keine Lust“ oder „keine Zeit“ genannt, wobei das eine sicherlich das andere beeinflusst, also woran liegt’s nun, dass früher sehr engagierte und ehrgeizige Nachwuchsschützen vermeintlich ganz plötzlich die Lust verlieren? An mangelnder Perspektive (seit Jahren das gleiche Training), ungenügender Ausrüstung (die bisher genutzten Vereinsgewehre sind langsam ausgereizt), fehlender Unterstützung (Eltern, Freunde, …), schlechtes Vereinsklima (mangelnder Trainingseifer, fehlendes Mannschaftsgefühl, etc.) und genau da möchte ich mal bei allen Jugendlichen und allen die sich noch an diese Zeit erinnern können nachhaken.
Die fehlende Perspektive
Wie gelingt es euch bzw. euren Trainern das Training für den zehnjährigen Anfänger und den 16-jährigen Routinier attraktiv zu gestalten? Bindet ihr eure bereits etwas älteren Jugendlichen nicht nur in die Trainingsplanung, sondern auch in die Trainingsgestaltung ein, so dass sie bspw. Anfängern die ersten Grundlagen vermitteln und bei Problemen assistieren können, auch im Hinblick auf eine evtl. spätere Trainerlaufbahn. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?Die ungenügende Ausrüstung
Wir stoßen bei den meisten Schützen im Alter von 17 bis 21 Jahren an die Grenzen unserer Ausrüstung. Die vorhandenen Jugendgewehre und Vereinsgewehre sind nicht unbedingt für größere Schützen ausgelegt. Mit teuren Anbauteilen verlängerte Vereinsgewehre sind allerdings für kleinere Schützen nur schlecht bis nicht nutzbar. Die vereinseigenen Schießjacken decken einen groben Bereich von Größe XS bis Größe L ab, wobei der Schwerpunkt auf Größe S bis Größe M liegt, und werden natürlich auch irgendwann zu klein. Obwohl meine Idee die Schützen mit 18 darauf hinzuweisen, dass sie sich demnächst eigene Ausrüstung zulegen sollten, in einem anderen Thema nicht gut ankam, denke ich es führt kein Weg daran vorbei, denn mit Vereinsausrüstung wird die Leistung entweder stagnieren oder sogar sinken. Eine „feste“ Obergrenze von 21 Jahren würde zusätzlich etwas anschieben.Die fehlende Unterstützung
Bei einigen Jugendlichen hat man den Eindruck, dass sich die Eltern kaum für die Aktivitäten und die Leistungen ihrer Kinder im Verein interessieren, wobei das natürlich auch täuschen kann, und obwohl ich ihnen schon immer ihre Ergebnisse in Form der Streifen und außerdem als Leistungsentwicklung mit allen Trainings- und Wettkampfergebnissen und grafischer Aufbereitung mit nach Hause gebe, habe ich doch das Gefühl da könnte ein „Elternabend“ (vielleicht etwas weniger bürokratisch verpackt) doch vieles bewirken. Da wir das noch nie versucht haben, würden mich da ganz besonders eure Erfahrungen interessieren, nur einige meiner Fragen: Kinder und Eltern einladen oder vielleicht nur die Eltern separat (ich tendiere zu ersterem), mit einem „Elternschießen“ verbinden, damit sie die Sportart ihrer Kinder auch gleich mal selbst ausprobieren können. Inwiefern ist die Kombination aus aktiven Sportschützen als Eltern und bisher kaum informierten Nichtschützen eine Herausforderung?Ein schlechtes Vereinsklima
Bei unseren Erwachsenen ist der Trainingseifer eher gering bis nicht vorhanden, auch die eine oder andere Mannschaft in der auch Jugendliche mitschießen (sie starten außerdem in einer separaten Nachwuchsrunde) ist eher ein Negativbeispiel was Trainingseifer und auch den Mannschaftsgeist angeht, ein richtiges Training, und damit meine ich gar nicht unbedingt ein von einem Trainer geleitetes Training, sondern einfach jemanden der da ist und bei eventuellen Problemen gefragt werden kann, findet anders als im sehr aktiven Jugendbereich nicht statt. Fändet ihr es motivierender wenn die Jugendlichen in einer eigenen rein aus Jugendlichen bestehenden Mannschaft starten und das Feld gewissermaßen von hinten aufrollen oder funktioniert nach eurer Erfahrung auch das aktuelle Prinzip die Jugendlichen nach Leistung auf die Mannschaften aufzuteilen?Der vergessene Punkt
Was nimmt den Jugendlichen sonst noch alles die Lust am Sport?Ich freue mich auf eure Ideen, und dabei soll es weniger um das ultimative Patentrezept gehen als um viele Anregungen, die weitergesponnen und verfeinert werden. Was in einem Verein funktioniert, muss im anderen noch lange nicht funktionieren und natürlich gilt das auch andersherum.
Beste Grüße
Gerhard
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Stimmt schon, wer so fragt, ist sicher um eine ausgewogene Berichterstattung bemüht.
Naja, er spielt vor allem den Ball dem anderen zu, was der daraus macht, klar, das kann man noch etwas zurechtbiegen, aber letztendlich - das müssen sogar strengste Kritiker zugestehen - kommen die Schützen recht sympathisch rüber, oder?
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Das wir alle Vollhonks mit Waffen sind?
Du hast die Sportschützen als solche empfunden?
Das wir alle aus der Bewegung schießen?
Weshalb? Es wurden auch statische BDS-Disziplinen vorgestellt, oder?
Das wir alle 20 Waffen zu Hause im Waffenschrank haben?
Du solltest doch eigentlich wissen, eine Waffe oder tausend Waffen, Mördern reicht bereits eine einzige.
Das die Bewilligung der Disziplinen gemauschelt sein könnte?
Das konkrete Vorgehen wurde überhaupt nicht kritisiert. Ich denke bei solchen Themen braucht's immer eine Kombination aus Sachverstand und Neutralität und empfand das eigentlich als simple Einladung zur eigenen Meinungsbildung.
Das das FWR bei den Innenministern vorsprechen kann, wann sie wollen?
Das hatte irgendwie etwas mafiamäßiges. Und schmeichelt dem Lobbyistenego. Get cape. Wear cape. Fly.

Beim DSB wird genauso GK geschossen, wie in den anderen Vereinen. Auch dei Zeitserien mit der Kurzwaffe sind dynamische Disziplinen, die auch Geschwindigkeit aufbauen. Bei den Ordonanzdisziplinen, wird genauso mit GK Waffen geschossen, wie bei den anderen Verbänden. Das wurde aber gänzlich verschwiegen.
Es ging halt einfach nicht darum.
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Der gestrige Film vereinte Zeitgeschehen (Fakten, die zeitliche Nähe war allerdings Zufall) mit persönlichen Ansichten aktiver Sportschützen und betroffener Familienmitglieder und bleibt dabei relativ neutral. Das großkopferte Auftreten der vermeintlichen Waffenlobby ist allerdings eine Herausforderung: Konnte man jahrelang alle Anfeindungen da hätte die mächtige Waffenlobby mal wieder ihre Finger im Spiel ganz einfach damit beantworten, dass es eine solche Waffenlobby zwar sicherlich im Rüstungsbereich aber nicht im Sportbereich gibt, wurde jetzt deren Existenz verkündet bzw. bestätigt. Ihr kennt vielleicht die Superheldenanleitung: Get cape. Wear cape. Fly. Die ersten beiden sind sicher kein Problem. Gemessen wird man jedoch an letzterem. Ich hoffe sie können die gewählte Rolle auch füllen bzw. ausfüllen.
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Ja, der DSB wurde diesmal nicht genötigt eine Stellungnahme zu Disziplinen anderer Verbände abzugeben, der BDS konnte erstmals (?) seine Angebote selbst vorstellen. Schießsport, Lobbyismus und Waffenrecht. Ausgewogen? Ich find' schon.
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Naja, es ist ja nicht so, dass man da als Mitglied wählen hätte dürfen.

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Nicht? Ich fand ihn eigentlich recht ausgewogen. Die „mächtige“ Waffenlobby, führende Funktionäre, bekannte Waffenhändler und begeisterte Sportschützen aus dem Großkaliberbereich konnten sich ausführlich darin äußern.
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Es ist einfach eine Frage des Ansatzes, möglichst breit aufgestellter wenig spezialisierter Verein oder möglichst klar positionierter stark spezialisierter Verein. Laufen kann beides. Konkurrenzfähiger ist möglicherweise ein spezialisierter Verein. Man traniniert beim Gewehrverein schlechthin - oder spezialisierter dem Großkaliberverein schlechthin - und nicht bei einem von vielen Vereinen die alles mehr schlecht als recht versuchen.
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„Zwischen Schießbude und Bundestag: Die ARD-Doku "Waffen sind mein Leben" geht auf Tuchfühlung mit deutschen Sportschützen und ihren Interessenvertretern in Berlin. In dieser Welt herrscht eine Logik, der zufolge das Ballern sogar bei der Bildung hilft.“ (Spiegel Online)
Ja, Schießsport erfordert und trainiert Konzentrationsfähigkeit und Körperbeherrschung. Das Thema ist allerdings die Sendung „Die Story im Ersten: Waffen sind mein Leben“ (Trailer), die morgen von 22:45 bis 23:30 Uhr auf ARD läuft.
Die beiden Reporter machten sich über ein Jahr auf die Suche nach der „ominösen und abstrakten“ Waffenlobby. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen eine Waffenlobby gibt's sicherlich im Rüstungsbereich, bei uns Sportschützen kommt allerdings diese Bewegung von den Sportlern selbst, die sich nicht länger diffamieren lassen möchten.
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Ein grober Richtwert. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen das passt für 80 Prozent aller Schützen, die anderen kommen mit etwas längeren oder kürzeren Schäften besser zurecht. Da bleibt ein Spielraum von 1 bis 2 Zentimeter. Es kommt im Kinder- und Jugendbereich natürlich häufig vor, dass der Schaft dem schnellen Wachstum etwas hinterherhinkt, das kostet dann jedenfalls ganz eindeutig Ringe. Eine bequeme völlig schmerzfreie Handhaltung sollte allerdings immer möglich sein.
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Danke. Ich hab' die Verlinkung im Startbeitrag jetzt einfach mal ergänzt.

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Ich würde als erstes die Länge deines Gewehres überprüfen. Bei optimaler Länge - wenn du das Gewehr mal testweise nicht in die Schulter, sondern in die Ellbogenkehle einsetzt, sollte dort ein leichter Druck zu spüren sein - ist normalerweise eine entspannte und damit auch schmerzfreie Handhaltung möglich.
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Na dann alles Gute, Hot!

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Mag sein, dass der eine oder andere hier komplett anders auftritt als wenn man ihn persönlich bei Wettkämpfen oder Veranstaltungen trifft, aber nach meiner Erfahrung sind die meisten in echt genauso oder noch viel sympathischer.

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Ein echtes Kunstwerk.

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Hallo,
da kann ich dir leider nicht weiterhelfen, aber bedenke auf jeden Fall, dass das Auswertgerät nach größeren Änderungen vermutlich neu justiert werden muss.
Beste Grüße
Gerhard
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Du hast dir also etwas mehr erwartet, ok, aber ich habe das Gefühl so mancher sehr engagierter Lobbyist übersieht die gemächliche aber kontinuierliche Gesamtbewegung, eine lebendige Sportart mit vielen Facetten. Ich find's schade, dass du deine Videobeiträge wieder entfernt hast, aber aufgefallen wäre mir das nicht unbedingt, weil ich zumindest die ersten mehr als einmal gesehen und weiterempfohlen habe, aber nicht noch einmal sehen muss. Was zeigt dir, dass „Nicht LWB`s“ nicht erreicht werden konnten?