Beiträge von Geronimo

    Provokant. Das verbindet alle Bemühungen. Wirkung? Ich vermute auch Fußballspieler, vom Hobbykicker vom FC Hinterdupfing bis zum Profispieler vom FC Chelsea, werden „Spaßschützen“, die vorzugsweise die Fenster vom Nachbarn oder die Äpfel vom Obstbaum runterschießen, nicht unbedingt als Sportkollegen sehen, oder?

    Du sagtest zur Feststellung, dass bereits das Schießen auf Luftballons euren Versicherungsschutz gefährdet, dass das „Krass falsch. Nicht nur irgendwie schief, sondern krass und unerträglich falsch.“ sei, eine Begründung kannst oder willst du allerdings nicht liefern. Die Haftpflicht- und Unfallversicherung des BSSB deckt das jedenfalls nicht. Bei solchen Ferienveranstaltungen muss normalerweise ein geeigneter Versicherungsschutz bestehen (Veranstaltervorgabe).

    Wo bleiben deine Argumente?

    Ich find's schwierig zu diskutieren, wenn oftmals nur plattes Einschwören auf „Selbstverständliches“ und Verweise auf „Solidarität“ gebracht werden, aber leider keine echten Argumente. Versicherungsschutz ist generell und besonders bei fremden Kindern ein wichtiger Aspekt und sollte nicht einfach mit Verweis auf den Spaß vom Tisch gewischt werden. Wir stehen als Ehrenamtliche immer mit einem Bein im Gefängnis, aber der eine oder andere scheint das wirklich noch herauszufordern, für euch könnt ihr das sicher entscheiden, als Betreuer bei Freizeiten übernehmt ihr allerdings Verantwortung für Schutzbefohlene! Die Verbandsversicherung deckt üblicherweise keine Schießexperimente.

    Begründung? Ein befreundeter Bogentrainer hat deswegen mal nachgefragt, unsere BSSB-Versicherung (Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung) schließt das jedenfalls aus, eine entsprechende weitere Versicherung wäre relativ teuer.

    Nicht Päbstlicher sein, als der Pabst! Und genau das ist das Zauberwort für das Thema. [...] Wo bitte ist der Holzvogel in der Sportordnung des DSB verankert?Neben dem eigentlichen Training auf ISSF Scheiben, MUSS es auch erlaubt sein, Spaß zu haben und genauso auf andere Dinge zu schießen, so lange die Ziele nicht gesetzeswiedrig sind (z.B. Mannscheiben).

    Für Traditionsschießen wie das Vogelschießen wird üblicherweise eine Sondergenehmigung beantragt. Das ganze ist meist mit Auflagen verbunden wie beispielsweise einer Beschränkung des Zielbereiches (Einspannvorrichtung).

    Der Sport ist nur solange strikt und einseitig, wie die Schützen/Trainer es zulassen und wenn man mal ein paar Bowlingpins vorne aufstellt, ein paar mit Wasser gefüllte PET Flaschen aufhängt, oder, oder, oder, sollte kein Problem darstellen und ist in meinen Augen auch absolut legitim.

    Ken, dazu gleich mehrere Anmerkungen: 1. Was wir dürfen und was nicht, das definiert halt einmal unsere genehmigte Sportordnung, das kann man gut finden oder nicht, aber ich denke die Öffentlichkeit erwartet völlig zurecht, dass zuverlässige Waffenbesitzer den gesetzlichen Rahmen einhalten und nicht nach eigenem Gutdünken ausdehnen. 2. In diesem Punkt verstehe ich übrigens wegis Anmerkung so mancher „Sportler“ wäre keiner. Bin ich ein Radsportler nur weil ich zwei- oder dreimal im Jahr mit dem Fahrrad zum Jugendtraining fahre? Für 3. möchte ich ein weiteres Zitat bemühen...

    Wie gestern bei den Ferienspielen in unserem Verein. Das Schießen auf die Scheiben hat ausnahmslos allen Kindern Spaß bereitet, mit LP/LG und mit dem Bogen. Aber als wir mit den Luftgewehren auf die 25m Bahn sind, wo wir zwei mobile Scheibenträger mit Luftballons und leeren Munitionsschachten bestückt aufgestellt haben, haben die Augen von allen geleuchtet. Beim Bogen schießenj haben wir ebenfalls Ballons zum zerschießen auf der Scheiben angebracht und die Kids hatten riesen Spaß daran. Aber das zerschießen von Ballons steht genauso in keiner Sportordnung! Also ob nun Ballons, oder gefüllte PET Flaschen ist vollkommen egal.

    ... schon das Schießen auf Luftballons mit Bogen, obwohl überhaupt keine Schusswaffe, gefährdet bereits euren Versicherungsschutz. Das können Erwachsene selbst entscheiden, wenn ihr aber Ferienaktivitäten für eigene und fremde (?) Kinder anbietet, dann solltet ihr ggf. die Eltern und außerdem den Organisator der Ferienspiele darüber informieren.

    Wenn das die Frage ist, die die richtigen Sportschützen am Meisten umtreibt, dann bin ich sicher keiner. Solche Diskussionen führen zu weiterer Spaltung statt zu einem gemeinsamen Verständnis und miteinander. Ist es das, was wir wollen?

    Da besteht wohl größerer Diskussionsbedarf. Von einem Meinungsaustausch können wir sicherlich alle profitieren, einerseits durch besseres Verständnis anderer Sichtweisen und andererseits durch geradlinigere sonstige Diskussionen.

    Wenn man's ganz streng nimmt, ist bereits das beschießen weißer Traininingsscheiben nicht abgedeckt, aber ich denke da sollte man nicht päpstlicher als der Papst sein. Wenn man aber Gegenstände im Schießstand platziert und beschießt, dann können diese durchaus Projektile ablenken und ggf. eine deutliche Gefahr darstellen. Also bitte größte Vorsicht!

    Hm, ich bin da echt hin- und hergerissen, einerseits finde ich keine groben Schnitzer, aber zugleich haut mich die Seite auch nicht vom Hocker, eine leicht altbackene Gestaltung und leicht zahlenlastiger Inhalt, da fehlt mir jedenfalls die Antwort auf die Frage „Warum soll ich ausgerechnet bei euch trainieren?“ oder kürzer auch einfach „Was zeichnet euren Verein aus? Wo liegen eure Stärken?“. Das eine oder andere Bild könnte da vielleicht mehr vermitteln als 1000 Worte.

    Die Grenzen des Sports. Das kam mir beim durchlesen dieser Beiträge in den Sinn. Um das hier noch einmal klar zu sagen, ich finde man kann mit ausnahmslos jeder Waffe sowohl Breitensport als Leistungssport betreiben und frage mich schon, wie man ernsthaft behaupten könnte das Schießen mit Waffe XYZ oder beispielsweise mit deutlichem Schwerpunkt auf gesellige Abende sei schließlich kein Schießsport. Ja, sicher kein Leistungssport aber sehr wohl Breitensport und der soll ja auch nicht zu kurz kommen, oder? Um auf Kens Frage was denn falsch daran sei, anstelle einer ISSF-Scheibe auf jagdliche Scheiben oder auf gefüllte PET-Flaschen oder einen alten Laptop zu schießen, abschließend auch noch kurz einzugehen: Nichts, mit einer kleinen Einschränkung, die genehmigte Sportordnung muss das natürlich auch vorsehen. Ich könnte mir vorstellen, dass alternative Verbände größere Spielräume ermöglichen, aber im DSB gibt's dafür kaum Möglichkeiten.

    Absolut. Aus dieser Überzeugung heraus entstand auch unsere Forenstruktur. Dem sportlichen Austausch über Disziplin- und Landesgrenzen hinweg verschließen sich allerdings einige Disziplinen. Aus welchem Grund?

    Gero, Du willst es einfach nicht verstehen oder? [...] Das gesamte Thema Waffenrecht, Sportfschießen und Waffenbesitz ist zu einem rein gesellschaftlichen Thema geworden! [...] Es geht um die Gesellschaft, die durch die Politik und die Medien, gepaart mit einigen Weltverbesserern, manipuliert werden.

    Genau das schrieb ich. Bei diesem Klima ist's besonders fatal, wenn Sportschützen einzelner Disziplinen (und bitte kommt mir jetzt nicht wieder mit Bürgerrechten oder Selbstverteidigung, Bedürfnisgrund ist größtenteils das Sportschießen, und das sollte bei eurer Argumentation im Mittelpunkt stehen!) diese überhaupt nicht präsentieren. Sie verspielen eine Riesenchance. Aufhören zu kritisieren und anfangen zu begeistern!

    Wir kommen vom hundersten ins tausendste. Bürgerrecht auf Waffenbesitz oder Selbstverteidung mit Waffenanwendung, das alles sind reine Gesellschaftsdiskussionen, ich kritisiere das drastische Vorgehen gegen engagierte Sportkameraden. Ich muss doch auch als Tennisspieler nicht automatisch alle möglichen Ballsportarten gut finden oder unterstützen! Oder nochmal etwas konkreter: Wenn ein Tennisspieler bspw. sagt er könne sich nicht Fußball anfreunden, weil das doch lauter Gewaltmenschen sind, die sich gegenseitig die Beine kaputtschlagen, dann liegt es doch bei den Fußballspielern diese Einschätzung - sofern natürlich nicht zutreffend - zu entkräften. Durch positive Kommunikation und stimmige Öffentlichkeitsarbeit. Tu gutes und sprich darüber! Das teilweise sehr aggressive Auftreten bestätigt fatalerweise sämtliche Vorurteile. Man gewinnt den Eindruck es gäbe gar keine Sportler im GK-Bereich. Ein klarer Irrtum!

    Ja, Kritik kann man natürlich immer äußern, aber Hexenjagden wie dagarser sie veranstaltet sind einfach nur unwürdig. Sie fördern keinen Dialog, sie ändern keine Einschätzungen, sie schaffen neue Gräben. Anstatt zu versuchen die anderen Sportschützen zu maßregeln und zu beeinflussen, sollte man vielleicht mal überlegen, warum man bisher wohl versäumt hat Sportkollegen und Öffentlichkeit über GK-Disziplinen zu informieren und dafür zu begeistern (der wichtigste Aspekt!).

    Aufwachen! Viel Zeit bleibt „euch“ nicht mehr! 8)