Beiträge von Geronimo

    Ich zitiere mal aus der Bedienungsanleitung meiner Steyr LP10: "Zur Reinigung des Laufes sollten nur trockene, im Handel erhältliche

    Filzpfropfen oder Putzschnüre verwendet werden." Das sagt eigentlich schon alles. Der Hersteller wird wissen, was er empfiehlt, weil rechtlich dafür gerade stehen muss.

    Sicher, aber daraus kann man nicht schließen, ob es ihm darum geht, dass der Lauf gereinigt wird, oder er vielleicht nur sicherstellen möchte, dass der Lauf dabei zumindest nicht beschädigt wird.

    Hm, ihr kennt das vielleicht, wenn man eine halbe Ewigkeit darüber nachdenkt, was man sagt bzw. was man schreibt, und man erkennen muss, dass es diese schlauen alles klärenden Worte nicht gibt und auch nicht geben kann. Ich möchte euch deshalb nur nahelegen, das eigene Verhalten zu überdenken, denn so führt das zu nichts.

    Ich finde die Hausmarke von Sportschützenbedarf Weiß als „Brot- und Butter-Munition“ nicht schlecht. Damit hatten wir mit den Vereinsgewehren immer ein recht ausgewogenes Schussbild. Auch der Preis kann überzeugen. Für die eigene Waffe würde ich allerdings einen Munitionstest empfehlen.

    Unseren Verein haben wir vor vier Jahren gegründet […] Wir haben auch den Vorteil, dass wir in einer sehr hellen und modernen Schießanlage eingemietet sind, wo eben keine Holzvertäfelung in Rustikal an der Wand hängt, keine Brauereistühle und Tische stehen und die Alten (metaphorisch gesprochen) am Tisch sitzen, Skat klopfen oder Würfeln und die halbleere Kümmelflasche auf dem Tisch steht.

    Naja, wäre allerdings auch verwunderlich, denn geschätzte Traditionen und verdiente Mitglieder, erfordern Jahrzehnte lebendiger Vereinsarbeit.

    Nur in der Praxis ist das relativ schwierig da wenn kein Hauptamtlicher Trainer vorhanden jemand gefunden werden muß der sich dazu bereit erklärt (es ist ja nicht mit einem Tag getan) […]

    Da frage ich mich dann aber schon, warum es nicht gelingen sollte, dafür jemanden zu finden, wo doch auch jede andere Aufgabe, und sei sie noch so undankbar, ehrenamtlich Mitglieder übernehmen. Und wir sprechen hier von einer Tätigkeit, die unmittelbar dem Zweck des Vereins entspricht, und nicht über eine lästige und eher einsame Zusatzaufgabe, wie die Kasse zu führen oder die Toiletten zu putzen.

    […] zum anderen muß der-/diejenige auch wissen was Sache ist und es dementsprechend auch vermitteln können. Und wenn die Anleitung der neuen Vereinskollegen von mehreren unausgebildeten Trainern erfolgt kann als weitere Schwierigkeit hinzukommen daß Technikelemente verschieden vermittelt werden, eben je nachdem wie das Verständnis des Anleitenden ausgebildet ist.

    Die Lösung heißt Technikleitbild. Da muss man auch nicht warten, bis der Verband eins vorgibt, sondern kann sich einfach auf einen Mindeststandard verständigen, den man Anfängern vermittelt und von dem aus man individuelle Lösungen für spezielle Anforderungen ableitet.

    Sorry, aber „Nein.“ ist weder eine Frage noch eine Antwort, also ich möchte als Finalteilnehmer und -zuschauer schon gerne erfahren, wer aktuell die besten Schützen sind und nicht wer nicht durchgereicht wurde, und sich deshalb mühsam von unten hoch qualifizieren muss. Zweck einer Meisterschaft ist ja nicht nur die nächst höhere Meisterschaft zu erreichen, sondern seinen Meister zu ermitteln, auf Vereinsebene, Gauebene, Bezirksebene, etc.

    Sicher. Aber handelt es sich wirklich um reine Testwaffen, oder sollen diese vielleicht später doch verkauft werden? Also ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass viele Händler sehr ungern überhaupt etwas verstellen, denn man sieht es den Schrauben recht schnell an, dass da schon jemand dran gedreht hat, und die Waffe lässt sich irgendwann nur noch als gebraucht verkaufen. Ich denke da hat man halt immer das Problem, dass zwar jeder gerne Dinge ausprobiert, aber zugleich die gekaufte Waffe wie aus dem Ei gepellt aussehen muss und keinesfalls irgendwelche Gebrauchsspuren aufweisen darf.

    Also haben wir im Grunde drei Arten des Schießens, den Tradition Schützen, den Auflage Schützen der das Auflageschießen Wettkampfmäßig betreibt und den Sportschützen der Freihand schießt.

    Das wird so nichts. Für welche Disziplin sich jemand entscheidet ist erstmal unbedeutend. Dieser erstmal schwer greifbare Zusatz „Wesen“ wird meist dann verwendet, wenn es darum geht, das Drumherum mit abzudecken. Vielleicht täuscht das auch, aber man hört und liest den Begriff „Schützenwesen“, „Sportschützenwesen“ wäre mir hingegen neu, vor allem aus Norddeutschland. Also könnte man vermuten, er hat etwas zu tun mit militärischem Gedöns oder gesellschaftlichem Engagement, aber das können Nordlichter bestimmt besser beurteilen. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr erkennt man, dass Schützenvereine viele Facetten besitzen, und dieses „Mehr-Sein“ (das stammt aus Alice), macht den Austausch erst interessant.

    Ich würde statt des mir bisher nicht bekannten Begriffs Sportschützenwesen einfach Sportschießen verwenden.

    Ich denke das ist vor allem ein Versuch, die enorme Vielfalt zu betonen, denn wenn jemand sagt Schützenverein, dann kann das so ziemlich alles sein, vom jahrhundertealten Traditionsverein bis zum leistungsorientierten Sportverein. Die meisten Schützenvereine liegen wohl irgendwo dazwischen.

    Ich finde es einfach blöd wenn jeder Tread so zertreten wird.

    Um diesen Thread eine ganz neue Breite zu verpassen, berichte ich einfach mal davon, wie ich Produkte auswähle. Ich kaufe meist bei Amazon, aber dort gibt es gar keine Luftpistolen, die Breite wird also bereits jetzt episch. Weshalb bei Amazon? Wegen den Rezensionen. Mich interessiert aber nicht sonderlich, was andere gut finden, sondern was andere stört, und ob ich damit leben kann oder es sogar positiv finde. Diesen Eindruck können solche langen Diskussionen ebenfalls gut vermitteln.

    Was ich auch nicht vestehe - warum ist ein Händler wie Holme (und nicht nur Holme) nicht fähig, alle Vorführ-LP´s mit identischen

    Abzugscharakteristiken vor zu halten.

    Das kostet Zeit und das kostet Geld. Und es dauert auch bestimmt nicht lange, bis jemand etwas verstellt, und man wieder von vorne beginnen kann... ;)

    Ich beziehe mich somit auf die von Dir genannten einer aus 50, die bei uns mehr sind, als einer aus 50. Ich unterscheide auch im großen und ganzen, zwischen einem reinen Druckluftverein und einem GK Verein. Ich mache das nicht um den Druckluftverein abzuwerten, sondern um damit auf die Problematik der Vereine einzugehen, die viele neue Mitglieder zu verzeichnen haben, im KK und GK Segment, wo der Nachwuchs eben nicht die 10 bis 12 Jährigen sondern 30 Jahre aufwärts.

    Versteh meinen Text bitte als einen Gedankengang der Stück für Stück folgende Einschätzung aufbaut: „Man mag sich nicht so recht vorstellen können, dass diese Probleme auch Vereine haben, bei denen das Einstiegsalter generell viel höher liegt, also beispielsweise bei 18 aufwärts, denn da würde man erstmal schon erwarten, dass die Vereine vorbereitet sind und die Strukturen gelebt werden, aber offenbar ist das nicht immer der Fall.“


    Welche Ansätze werden hier bereits verfolgt und welche Ansätze wären außerdem zukünftig denkbar?

    Wovon ich in meinem Video spreche, sind die Zielgruppen 1 und 2, denn das ist der Bereich in dem mein Verein sich bewegt und auch der Verein in dem ich vorher gewesen bin. […] Wie gesagt, ich spreche die Zielgruppe 1 und 2 an, und da sehe ich nicht wirklich die Erforderlichkeit einen bezahlten Kurs anzubieten, da es im eigenen Interesse des Vereins liegen sollte, dass das neue Mitglied sich wohl fühlt und sorgsam an die Materie herangeführt wird. Auch hier werden vermutlich einige anderer Meinung sein, was vollkommen in Ordnung ist.

    Danke für deine sehr ausführliche Erläuterung. Diesen Beitrag habe ich bestimmt zehnmal neu angefangen, denn ich möchte auf zwei Dinge eingehen, warum dein Video leicht falsch verstanden werden kann, und warum zugleich breiter Konsens besteht.


    Du stellst in den Raum, dass es im Schießsport nur sehr wenige Trainer gäbe („Warum gibt es so wenige Trainer im Schießsport?“), während allen anderen Sportarten über Betreuer und Trainer verfügen („Ihr nennt den Sport und es wird zutreffen.“). Man würde jetzt erwarten, dass es dir genau darauf ankommt, und dass du deine These im Video weiter ausführst.


    Im weiteren Verlauf wird allerdings klar, dass du eigentlich darauf hinweisen möchtest, dass Anfänger offenbar oft alleine gelassen werden, und wie sie jeder von uns unterstützen kann, ganz unabhängig von der eigenen Ausbildung.


    Und jetzt müssen wir einen kleinen Schwenk machen, denn den machst du auch im Video, indem du auf die Strukturen im Jugendbereich verweist, wo Jugendleiter, Jugendbetreuer und Jugendtrainer ein Rundum-Sorglos-Paket aus Interessensvertretung, Wettkampfbetreuung und Trainingsplanung anbieten. Die notwendige Ausbildung ist durch die gesetzlichen Regelungen vorgegeben: Ausbildung zur Schießaufsicht und Erwerb der Eignung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen.


    Ich wollte ein Beispiel aus der eigenen Praxis möglichst vermeiden, aber ich denke hier kann es sehr zum Verständnis beitragen, und doch versuche ich es möglichst abstrakt zu halten. In einem Verein, der mit Luftdruckwaffen schießt, liegt das Einstiegsalter bei 10 bis 12 Jahren, und genau da gibt es auch die nötigen Strukturen, wenn sich jetzt aber auch Eltern für die Sportart ihres Kindes interessieren und einsteigen möchten, dann ist man darauf nicht vorbereitet und muss improvisieren.


    An dieser Stelle könnte die Frage aufkommen, wie diese improvisierte Lösung aussehen kann, und wie es so ist wenn es keine Struktur gibt, ist das jeweils ganz unterschiedlich, aber man muss sich da auch immer vor Augen halten, dass wir hier von einem von vielleicht fünfzig neuen Mitgliedern sprechen. Die folgenden Lösungen, die keinerlei Anspruch auf irgendwelche Vollständigkeit erheben, und einmal gut funktionieren und einmal total scheitern können, wären hier bspw. gut vorstellbar:

    • Training mit jüngeren Schützen, deren Jugendtraining noch nicht sehr lange zurückliegt, die deshalb die Methoden noch sehr präsent haben, und deren Techniken sich an den aktuellen Leitbildern orientieren.
    • Training mit den bestehenden Mitgliedern der zukünftigen Mannschaft, also höchstwahrscheinlich der niedrigsteklassigsten Mannschaft, die sicher den einen oder anderen Tipp geben können.
    • Training mit Schützen höherer Mannschaften oder Schützen mit Trainerausbildung, um die Technik zu verbessern und die Fortschritte zu überprüfen.
    • Selbst angebotene oder extern zugekaufte Lehrgänge.

    Okay, zur Erinnerung noch einmal über wen wir hier sprechen, über den einen aus fünfzig neuen Schützen, der nicht so einsteigt, wie es üblich ist, der nicht so einsteigt, dass die Strukturen des Vereins für Neumitglieder für ihn passen würden. Das wäre in den Luftdruckdisziplinen jemand, der 40 ist statt 10, und den man nicht ins Jugendtraining stecken kann, denn das ist zwar auch ein Anfängertraining, aber auf eine kindgerechte und für Erwachsene vermutlich nicht optimale Art.


    Man mag sich nicht so recht vorstellen können, dass diese Probleme auch Vereine haben, bei denen das Einstiegsalter generell viel höher liegt, also beispielsweise bei 18 aufwärts, denn da würde man erstmal schon erwarten, dass die Vereine vorbereitet sind und die Strukturen gelebt werden, aber offenbar ist das nicht immer der Fall.


    Sorry, dass der Beitrag etwas länger geworden ist, und danke an alle, die bis hier her gelesen haben. Wir sollten generell darauf achten, nicht Unterschiede zu betonen, sondern Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Wenn Anfänger keine Betreuung erhalten, dann ist das generell ein Problem, ganz unabhängig davon, ob es sich um ein Kind mit 10 Jahren oder einen Erwachsenen mit 40 Jahren handelt.

    nein hier geht es nicht darum einen Schuldigen zu finden. Aber ich sehe schon, in welche Richtung dieser Thread sich wieder bewegt. Ich erkenne auch, es war ein Fehler zu glauben, es hätte sich in diesem Forum etwas verändert. Schade eigentlich.

    Nein. Denn nach wie vor haben wir hier nicht so etwas wie eine Forenmeinung und nach wie vor lassen wir uns auch keine diktieren.

    Das erstaunliche ist, in den 16 Seiten dieses Beitragsstranges wird das Fehlen von Trainern im Schießsport, besonders in den unteren Ebenen, zigfach bestätigt. […] Eine in meinen Augen sehr ausgewogene Diskussion, die Fehler im System aufzeigen und auch sinnvolle und richtige Lösungsansätze aufgezeigt haben.

    So recht kann ich darüber nicht erstaunt sein, denn das ist glaube ich jedem bewusst, nur sieht halt nicht jeder ein Problem darin, dass die Sportschützen im Breitensport vor allem an sich selbst arbeiten, und nur bei Bedarf auf die Hilfe anderer Schützen zurückgreifen oder Lehrgänge besuchen.

    Es wird genauso bestätigt, dass viele die Weiterbildung zum Trainer, in welcher Stufe auch immer, gemacht haben, aber eher nicht zum Allgemeinwohl im Verein verwenden, sondern inaktiv bleiben und nur für sich zu verwenden scheinen.

    Hier wurden ja bereits einige Ansätze genannt, wie man die vorhandenen Trainer dafür begeistert, Trainingsstunden oder Lehrgänge anzubieten. Eine permanente Betreuung einzelner Schützen ist vermutlich für Ehrenamtliche zeitlich schwer umsetzbar. Aber wenn der Verein die Ausbildungs- und Weiterbildungskosten übernimmt, und die sind gar nicht mal niedrig, könnte sich der Trainer auch zu der einen oder anderen Stunde verpflichten.

    [...] noch verstehe ich Richtung in die Geronimo versucht die Diskussion zu lenken.

    Ich diskutiere mit. Wenn ich versuche zu lenken dann merkt man das... ^^

    Ob man nun einen Trainer, Trainer nennt, Tippgeber, Betreuer, ist vollkommen egal und reine Wortklauberei.

    Stimmt, man kann den Trainer auch Günther nennen, und doch hat er eine klare Funktion, die sich von den Aufgaben eines Betreuers oder von den Möglichkeiten eines Sportkameraden stark unterscheidet. Und wir hatten auch bereits festgestellt, dass es nicht sehr viele gibt, und von diesen bereits sehr wenigen verfügbaren Trainern, nur manche für andere Trainingsstunden anbieten. Von einem Coaching einzelner Schützen ganz zu schweigen.

    Hast Du schon mal daran gedacht, dass in vielen Vereinen, wie auch schon hier angemerkt und bestätigt wurde, viel Einsteiger keine wirkliche Unterstützung erfahren, sondern man sie oftmals am langen Arm verhungern lässt?

    Das hatten wir bereits diskutiert.