Finger geht nicht krumm, Hemmung vorm Abziehen

  • Hi,


    seit ich wieder mit LuPi trainiere, geht es mir häufig so, dass ich im Halteraum den Finger nicht krumm bekomme.

    Ich schieße viel Großkaliber und KK. Alles kein Thema, nur bei LuPi steckt wohl irgendwie die Hemmung drinne, nicht den "perfekten" Abzugsmoment zu erwischen.

    So breche ich im Training sehr häufig ab und beginne von vorn.

    Auch Trockentraining mache ich. Da gehts ganz gut.

    Irgendwelche speziellen Tipps?

    Danke und Viele Grüße,

    Schmorsis ✌?

    Walther LP500, Walther SSP-E

  • Was hilft diese Antwort?

    Sportbootführerschein Binnen

    Timex Armbanduhr, Krups Mixer und Candy Waschmaschine

  • Irgendwelche speziellen Tipps?

    Die Sache ist nicht so einfach. Ich denke das Problem hat fast jeder Schütze irgendwann mal.

    Es gibt verschiedene Ursachen und Lösungsansätze, die ich für mich identifiziert habe.


    mögliche Ursachen:

    1a. Abzugseinstellung ist vielleicht nicht passend. Druckpunkt zu niedrig => zu viel Gewicht zu überwinden

    1b. " Druckpunkt zu hoch => Angst vor Fahrkarten beim Verpassen des Druckpunkts => man wird zu ängstlich (Finger krampft)

    2. Griff-/Züngeleinstellung ist/sind nicht passend => Waffe wackelt beim Abziehen wie ein Lämmerschwanz => Hand verkrampft

    3. Mangelnde Kraft/Konzentration: zB nimmst du am 2. Haltepunkt den Druckpunkt und versuchst ihn beim Absenken zu halten, in Wirklichkeit lässt du aber unbemerkt den Druck vom Züngel, so dass du unten angekommen mehr Kraft aufbringen musst als gedanklich abgespeichert. Der Kopf denkt dann "Jetzt fällt der Schuss, jetzt aber und jetzt" aber es passiert nichts [mein typischer Fehler...] (hoffentlich konnte ich das verständlich erklären:P)


    Lösungsansätze:

    1. Griff/Züngel korrekt einstellen. Verschiedene Varianten prüfen

    2. gedanklich einen Schritt weiter sein => schon beim Abziehen ans Nachzielen denken

    3. nach dem Schuss den Druck nicht sofort wegnehmen, sondern auf das 2x erhöhen und beim Absetzen halten => beim Abziehen gedanklich auf 1.000g einstellen und nicht auf 500g.

    4. Strukturen: im zweiten Haltepunkt den Druckpunkt nehmen und beim Absenken durch den Halteraum langsam und kontinuierlich erhöhen (innerhalb von einer bestimmten Zeit => gedanklich die Sekunden mitzählen 21,22,23) unten angekommen noch mal 24,25 und dann muss der Schuss fallen [dies ist nur ein Beispiel. Die Struktur kann auch anders aussehen)

  • das ist die ursache....

    Trockenschüsse, serien auf Zeit,....spiegel nicht nach jedem schuss kontrollieren,....damit würd ich es probieren....

  • @Bastian danke für die ausführlichen Tipps.

    Da hab ich was zum ausprobieren.

    Beobachtet hab ich noch, dass die LuPi nachdem der Schuss bricht öfter kurz wackelt an der Mündung, also nicht super "unbeweglich" nachhält.

    Fühlt sich an, alsob sich eine zu große Muskelanstrengung „entlädt“.. oder ich erschreck einfach ?.

    Walther LP500, Walther SSP-E

  • Fühlt sich an, alsob sich eine zu große Muskelanstrengung „entlädt“.. oder ich erschreck einfach ?.

    Das Problem kenne ich sehr gut. Bei mir ist das so, dass ich mich zum Brechen des Schusses regelrecht quäle (besonders bei Wettkämpfen). Wenn der Schuss dann irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit ENDLICH bricht, bin ich nicht nur froh, sondern es entlädt sich eine Verspannung.

    ODER ich bemerke beim Abziehen schon einen Zielfehler (Korn wandert nach rechts/links/unten und ich versuche praktisch im letzten Moment den Schuss durch Zucken (unbewusst) zu korrigieren.


    Mir hilft dann:

    2. gedanklich einen Schritt weiter sein => schon beim Abziehen ans Nachzielen denken

    3. nach dem Schuss den Druck nicht sofort wegnehmen, sondern auf das 2x erhöhen und beim Absetzen halten => beim Abziehen gedanklich auf 1.000g einstellen und nicht auf 500g.

    Einfach mal ausprobieren.


    Vielleicht noch ein Tipp:


    Die Probleme, die du hast, habe ich auch, deshalb habe begonnen mit einer LP65 zu trainieren. Der Nachteil der alten 65 ist, dass der Zeitraum vom Betätigen des Abzugs bis zum Verlassen des Diabolos aus dem Lauf länger ist, als bei der Evo, dh. kleiner Fehler beim Abziehen haben einen größeren negativen Einfluss. Die alte Damen lässt nichts durchgehen;(. Für mich bedeutet dies, dass sie mich zwingt noch mehr auf meine Technik zu achten, was mich (wie beim Schiessen mit der Freien) wesentlich konzentrierter und aufmerksamer macht. Außerdem macht es Spaß mit ihr zu schiessen:thumbup:.

  • Werd ich mal so durchgehen.

    Mit dem Abzugsgewicht an 1000gr denken wird wohl nicht schwer fallen.

    Da ich auch Glocks schieße, denke ich mal an das Abzugsgewicht ?... naja, vielleicht nicht ganz so heftig ?.

    Walther LP500, Walther SSP-E

  • die zehn ist groß die neun ist noch größer....

    es gibt nicht DEN richtigen moment.

    es gibt halteraum, halteruhe, sauberes abziehen und nachhalten. da gibt es keinen unterschied zwischen gk und lp. da du gk schießt ist dein handgelenk eh schon steifer als bei vielen. wie ein vorredner sagte: kopfsache oder kopf aus - musik an