Schussbildverlagerung bei KK Auflage

  • Hallo zusammen,
    ich bin Auflageschütze und habe seit kurzem ein Problem mit meinen Anschütz KK 1913 Gewehr, und zwar eine Schussbildverlagerung.
    Munition kann ich ausschließen da sie getestet wurde. Ich schieße fünf Schuss auf die Scheibe und von denen sind 2oder3 in der Zehn und die anderen sitzen am Neunerging
    mal oben oder unter. Habe dabei auch auf Abzug und gleichmäßiges einsetzen geachtet, aber komme nicht dahinter woran es liegt.
    Hatte auf Abzugseinstellung mal getippt. Frage,wer hat solche Erfahrungen auch schon mal gemacht und wie kann ich diese Sache beheben?


    danke schon mal!!!



    Rainer

  • Hm ?


    Wo liegen den die Fingerchen der nichtschießenden Hand ?
    Immer gleicher Anpressdruck (Auflagekraft) an Schulter und Auflage bzw. der beiden Hände nach unten ?

  • Hallo Albert X


    Finger liegen oben drauf immer an gleichen Stelle. Da ich einen Precis Schaft schieße und der Lüftungsschlitze hat
    haben die immer die gleiche Position.

  • Hallo Rainer,


    die Ursache der 9er ist ohne Fotos (Du im Anschlag oder die Schussbilder) kaum zu beurteilen.
    Schau dir alleine das Foto von Albert X an. Da ist das rechte Handgelenk abgeknickt.


    Du beschreibst eine 5er Serie. Da sind 48 Ringe doch schon gut. Das geht nahe an die 290 Ringe. Was darüber hinaus geht, ist die Vermeidung kleinster Fehler, und deren Möglichkeiten sind reichlich. Zur Beurteilung bedarf es schon einiger Serien. Am besten deine 30 Schüsse des Trainigswettkampf. Da musst Du liefern!


    Für mich ist eine Schussbildverlagerung eine Gruppierung von Schüssen abseits meiner bisherigen Trefferlage im Zentrum. Z.B. 23 10er und 7 Schüsse hoch links 9. Das kann sich über die gesamten Serien dann zu einem 2. Schussbild entwickeln. So wie von Dir beschrieben liegen unterschiedliche Fehler im Anschlag vor. Fehler an der Waffe solltest Du ausschließen können, sofern alle Schraubverbindungen und Anbauteile auf festen Sitz geprüft sind.


    Gruß


    Claus-Dieter

  • Wurde die System- / Schaft- Kombination so gekauft oder nachträglich montiert ?


    Wo liegen die Finger genau, auf dem Verschluss oder auf dem Lauf ?

  • Hallo Reiner, zu gern hätte ich gewusst ob das System nachträglich montiert wurde. Beziehungsweise ob zwischen Systen und Schaft auch die Einlage zur formschlüssigen Einbettung vorhanden ist. Ein Schützenkollege berichtete mir erst neulich von einem Fall bei dem die Laufbettung fehlte und die kurze mit der nur minimal längeren Systemschraube vertauscht wurde. Je nachdem welche Schraube zuerst angezogen wird ,wird das System mit nur einer Schraube gehalten.
    Auf Grund von Hebelwirkungen auf die Systembefestigung oder Auswirkungen auf das Schwingungsverhalten des Laufs lass ich bim KK gänzlich die Finger vom Lauf und lege sie lieber auf das System.


    Beim LG sieht es durch die Unterstützung des Laufes im vorderen Bereich wieder anders aus.


    Gruss Albert

  • Hallo Albert


    Danke für die Info,habe das System Ausgebaut aber die Laufbettung ist vorhanden,hat ja bis Datum immer geklappt mit dem Gewehr !!
    Schieße gewöhnlich zwischen 289-295 das ist ja das komische dabei ,du meinst es sind zehner und es sind schwache 9er und dann kommen noch ein paar knappe dazu und du hängst um die 280 rum. Wenn du ein gutes Gefühl hast und es kommt nur wenig zustande dann Fragt man sich woran es liegen kann.


  • Vielleicht ein optisches Problem ?
    Diopter zu nahe am Auge bei zu kleiner Irisblende, um hohe Schärfe zu erreichen (hohe Lichtbeugung, nicht differenzierbare Wunschzielbilder). Der dunkle Lauf sowie der Kornfußhalter verfälschen dann gerne das Idealzielbild (Zentrizität) gerade in der Höhe. Lieber etwas mehr Licht ans Auge und zur Zentrierung des Korntunnels eventuell den SPY verwenden.

  • Mist, da bin ich auch so einem Spaßvogel der "besonderen Art" auf den Leim gegangen.


    Wovon Träumt der denn Nachts. 295 KK-Auflage schießen und keine Ahnung vom Gewehr.
    Wo findet der denn die Laufbettung. Der Lauf soll frei schwingend sein. Und das System beim 1913 ruht auf einem Widerlager und dieses ist in den Schaft eingelassen. Das bezeichne ich als Systembettung.


    Diese Beiträge sollten entfernt werden. Verschandeln das gesamte Forum

  • Hallo Claus Dieter,
    ich bin kein Spaßvogel!!!!
    bin nur auf der suche nach der Uhrsache warum ich keine hohen Ergebnisse mehr schieße!!!
    Natürlich schießt man nicht jeden Tag locker Über 290 Ringe ....Dafür muß man Üben....Üben Üben
    Hast recht es heißt Systembettung ,der Lauf muß schwingen!! Die Systemschrauben müssen mit
    einem bestimmten Drehmoment angezogen werden!
    Vielleicht mache ich einen Fehler den ich selber Übersehe, und darum bin ich hier!!!


    ich glaube darum ist das Forum doch da!
    Um sachlich miteinander über Probleme zu reden....oder liege ich da falsch

  • Hallo,


    vielleicht kann, ich schreibe bewusst kann, die Verwendung eines Zielfernrohrs mit sehr starker Vergrößerung helfen, letzte Feinheiten und mögliche Fehler im Anschlag zu erkennen. Man darf das aber auch nur mit Bedacht einsetzen, denn da so wirklich jeder Herzschlag und jedes noch so kleine Vibrieren deutlich sichtbar wird, oft sieht auch so erst wirklich, wie bescheiden man wirklich hält, besteht eben auch das Risiko, dass man den Abzug entweder zu ruppig bedient oder sich gar nicht mehr richtig traut, auszulösen. Liegend wird diese Methode aber selbst von einigen Weltklasseschützen mit Erfolg angewendet.


    Aber abgesehen davon kann so ein ZF eventuell in Verbindung mit einer Bench Rest auch hilfreich sein, die Munition auch nochmal zu überprüfen. Denn so ein Munitionstest ist ja in Wirklichkeit immer nur der Versuch, in die Zukunft zu schauen. Wir erhalten ja immer nur eine Aussage über die Qualität der schon verschossenen Munition. Man kann sich in der Regel zwar schon darauf verlassen, dass sich zumindest die Patronen einer Serie halbwegs ähnlich verhalten, sollte der Hersteller da nicht auch noch ein bisschen geschummelt haben, die Patronen altern aber auch und auch der Lauf kann sich ja im Laufe der Zeit verändern, z. Bsp. verbleien, sich weiter abnutzen oder aber auch durch falsche Pflege misshandelt werden.


    Aber, viel wahrscheinlicher ist natürlich, dass der Fehler bei uns liegt, wir z. Bsp. mit der Zeit wieder etwas weniger sorgfältig auf all die kleinen Dinge achten, die erst den Treffer in der Zehn möglich machen. Nur etwas weniger sorgfältig auf die Nullstellung achten, etwas weniger genau auf die Spannungen im Anschlag achten, etwas zu spät auszulösen, wo sich auch durch die Atmung schon wieder Spannungen aufbauen, etwas zu ruppig den Abzug bedienen, schon lacht einem die Neun oder gar Schlimmeres entgegen. Manchmal täuscht uns auch unsere Wahrnehmung, welche ja subjektiv ist. Und die Sache mit dem zu langen zielen dürfte ja auch bekannt sein.


    Im Grund hilft dabei nur ein sehr systematisches Vorgehen, um dieser Fehler Herr zu werden. Was man in der Phase aber besser nicht machen sollte, sind größere Veränderungen des Anschlags und damit verbunden auch größere Schraubereien am Gewehr vorzunehmen, denn erfahrungsgemäß landet man nach so einer Aktion nach vielem Umwegen oft wieder genau am Ausgangspunkt, ohne in Bezug auf das Problem auch nur einen Schritt weiter gekommen zu sein.



    Ansonsten hat Claus-Dieter natürlich auch Recht. Ergebnisse an die 295 KK-Auflage sind schon eine Ansage und so viele Schützen gibt es in diesem unseren Land auch nicht, die das überhaupt schaffen. Und da zeigt sich übrigens auch die fatale Wirkung dieser Beiträge mit seltsamen Legenden und unglaubwürdigen Ergebnissen. Irgendwann vergiften diese Beiträge nämlich die gesamte Atmosphäre hier.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Frank,


    danke für diesen sehr guten Beitrag!!!
    werde ihn mir mal zu Herzen nehmen und abarbeiten.
    Ich weiß schießen ist Kopfsache und da hat man schnell ein paar Ringe liegen lassen.


    Werde mich mal an die Scatt anlage hängen vielleicht bringt die mich wieder etwas weiter.


    Mit freundlichem Schützengruß


    Rainer

  • Geronimo

    Added the Label Gewehr