Steyr LP 10 zickig am Abzug und verzeiht keine Fehler?

  • Servus,

    mir ist jetzt schon länger aufgefallen, da ich wieder intensiver trainiere, dass, wenn alles bei der LP 10 passt, besonders der Abzug, dass der Schuss sitzt, Neun oder Zehn. Sobald der Abzug nicht so bedient wird, wie er es möchte, fliegt der Schuss weg, was mir irgendwie zeigt, dass sie da recht zickig ist.

    Habt ihr so etwas auch schon festgestellt?

  • Ich tippe auf Griff. Ich stelle immer wieder fest, dass selbst kleine Änderungen am Griff große Auswirkungen haben. Wenn der Griff aber nicht verändert wird, dann muss man ihn immer gleich halten, was aber wenn er nicht passt oder nur annähernd, halt nicht geht.....
    Dann Abzugsfehler dazu,.....rumms....

    Kompensator mal gecheckt...??

    Griff ab, und oben im Verschluss auf den schwarzen Knebel drücken. Kompensator soll bis anfang /mitte Spannhebelschraube raus kommen.
    Passt das nicht zur Munition wird die Tante LP10 auch etwas sprunghaft.

  • Nabend,

    Griff ist ein Maßgriff von Rink, er passt wie angegossen. :)

    Der Kompensator passt, geht bis kurz vor der Mitte der Schraube. Den Kompensator soll man ja, so wie du es gesagt hast, testen, aber wie merkt der Kompensator, was für ein Gewicht der Diabolo hat? Meiner Ansicht nach ist er praktisch nur für ein Munitionsgewicht gedacht, sonst müsste man ihn beim Schuss testen. Natürlich kann man sagen, dass am Ende der Schraube für schwerere Diabolos besser ist und zu Beginn der Schraube für leichtere Diabolos besser ist. Man sieht ja auch schön in dem Video von Steyr, dass es theoretisch nichts mit dem Munitionsgewicht zu tun hat.

  • Der Kompensator allein hat nix damit zu tun mit dem Gewicht. Nur im gesamten system, also wenn geschoss und kompensator sich gleichzeitig bewegen.
    Nach der Wartung durch Steyr war der Kompensator völlig verstellt und schon sprang das Teil hoch wie hulle......
    An Deiner Stelle würde ich den Abzug vielleicht anders einstellen....
    frag mich jetzt bloß nicht wie, aber das Verhältnis Vorzugsgewicht und Abzugsgewicht beeinflussen sehr stark das Verreissen. Mir hat das umstellen 15 ring gebracht. von 350 bis 365 auf 360 bis 375. Durch erhöhten Vordruck ist die Hand schon vorgespannt und bewegt sich intern nicht mehr so viel beim auslösen.
    Und selbst ein angegossener Griff muss nicht passen,.....Da er nämlich ... nur passt,... Spannungen innerhalb der Hand wirken sich allerdings oft punktuell aus .......daher ist passen nicht gleich passen......
    Hab mir meinen Griff mal vom Meister schleifen lassen,.....
    trotzdem kein besseres Gefühl oder mehr Ringe. Hab mir dann nen gebrauchten Griff vom Meister ersteigert und den in Mühevoller Kleinarbeit geschliffen gespachtelt geschliffen gespachtelt.....Noch mal den vom Meister geschliffenen probiert.....
    Nun bin ich denk ich mal annähernd da wo ich hin muss......
    Aber,.....schaun mer mal.....
    Hab aber für mich beim Anpassen sehr viel gelernt.

  • Servus,

    so verstellt ist er bei mir nicht, mit normaler H&N LP 0,49g Munition und RWS R10 LP 0,45g Munition springt die Waffe nicht, erst mit der LG Munition mit 0,53g.

    Das mit dem Abzug ist so eine Sache! Lach Ich stelle mir immer wieder die Frage, wo ich das Gewicht ansetzten soll am Abzugszügel, bis es heute auf der Kreismeisterschaft Erlösung gab, wo die Sportordnung da auch zustimmte. Ich habe immer an der tiefsten Stelle vom Zügel, ca. 1/4 vom Zügel von unten nach oben gesehen, den Abzug auf ca. 530gr. eingestellt mit 300gr. auf dem Vorzug und den Rest von ca. 230gr. auf dem Druckpunkt. Aber es wird ja genau in der Mitte vom Züngel getestet, so steht es in der Sportordnung, genau da, wo die "große" Rille ist. Tja, da habe ich dann so um die 610gr. als Abzugsgewicht. So brachte es mir beim letzten Wettkampf 366 Ringe ein, nur heute auf der Kreismeisterschaft, wo ich mehr aufgeregt bin, waren es nur 355 Ringe und ich merke genau, dass ich den Abzug nicht so bediente, wie ich es sollte.

    Jetzt habe ich den Abzug so eingestellt, dass ich an dieser "großen" Rille 300gr. Vorzug habe und insgesamt ca. 530gr, bis der Schuss bricht. Da bin ich mal gespannt, wie es wird.

    Mehr auf dem Vorzug bringt mir nur Nachteile, dies habe ich schon getestet gehabt.

    Der Griff liegt gut in der Hand, da kann ich nicht klagen!

    Wenn ich zum Vergleich mit einer Morini schiesse, deren Griff mir zu klein ist und der Abzug nicht 90° zum Finger steht am Druckpunkt, bekomme ich bei weniger Konzentration einen kleineren Streukreis hin als mit meiner LP 10! :D

  • Dann ist die LP 10 das falsche gerät.

    Mir fällt aber oft auf, wenn ich fremde LPs schiesse, dass ich geile schussbilder bekomme,......
    aber nur die ersten 10 bis 15 schuss,.....dann läufts nicht mehr.....

  • Mit der Morini habe ich schon öfters geschossen, waren zwei verschiedene, immer das gleiche!

    Nur ich mag meine Steyr so gerne und will eigentlich nie damit aufhören zu schießen.

    Ich bräuchte mal eine Morini für länger, um damit mal mehrere Trainings zu bestreiten, denn zu dem Preis kaufen und dann mit Verlust zu verkaufen wäre doof. Gebraucht gibt es kaum welche und dann sind es alte mit festem Tank, die für über 600€, teilweise 800€ weggehen und das ist mit für eine ca. 15 Jahre alte LP zu viel!

    Wobei ich sagen muss, dass der elektrische Morini Abzug erste Sahne ist und da der elektrische Steyr Abzug nicht ganz ran kommt!

  • Steyr Abzüge sind eigentlich top.
    Aber nicht alles paßt optimal zu jedem.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Hallo,
    schon mal den Abzug auf seine Carakteristik überprüft ?

    Bricht der wirklich Schuss trocken oder schmiert der Abzug ?
    Der Weg des Rastübergriffs/Klinkenüberschneidung sollte gemessen am Abzugszüngel bei anstehendem Druckpunkt nicht mehr als 0,2mm betragen !

    Oder ist der Triggerstop Nachzugsweg zu knapp eingestellt ?
    Zu wenig Nachzugsweg lässt den Druck auf die Waffe zu schnell ansteigen. Profis bevorzugen an der Steyer mindestens einen Nachzugsweg von 0,5 bis 1mm !
    (Der Abzug fällt ja wie bei einigen mittlerweile wenigen Modellen oder bei Revolvern nicht durch).

  • Hallo,

    der Schuss bricht trocken und der Triggerstop kommt so bei 0,5mm bis 1,0mm!

    Der Schuss bricht so, dass das Abzugszügel sich nicht großartig bewegt, vielleicht in dem Limit, wo du geschrieben hast, schwer zu messen!

  • Mir fallen noch zwei Dinge ein:

    1. apropos Züngel; wie sieht es damit aus? Ist die Position deiner Fingerkuppe auf dem Züngel immer gleich?
    2. vllt übst du mit dem falschen Finger Druck aus. Drückst du vllt mit dem Daumen oder Zeigefinger mit? Übst du zu wenig oder zu viel Druck mit dem Mittelfinger aus?


    Ist dein Problem temperaturabhängig?

  • Nabend,

    mein Finger liegt immer gleich an und drückt auch gleich den Abzug.

    Daumen liegt nur an, kein Druck und den Mittelfinger versuche ich ohne Druck mit dem Griff in Kontakt zu halten.

  • Also drückst du mit dem Ringfinger auf den Griff, oder?

    Ich frage deshalb, weil ich festgestellt habe, dass zu wenig Druck oder Druck durch den "falschen" Finger das Gefühl vom Abzugsfinger und entsprechend das Gefühl für den Abzug komplett verändert.

  • Servus,

    ich versuche den Griff locker zu umfassen und keinen Druck auszuüben, egal mit welchem Finger, versuche locker zu halten und das haut fast immer hin! Entschuldige, aber es es schwer zu beschreiben!

  • Hi Daniel,

    Nun kommen wir der Sache schon etwas näher.
    Du schreibst, dass Du den Griff quasi ohne Druck hälst.
    Meine persönliche Erfahrung ist beim "lockeren" halten, dass die Waffe in der Hand tanzt ohne dass man es merkt. Es ist eher ein Federn.
    Ich habe lange an meinem Griff rumgebastelt und habe dann jetzt eine Kombination des Meisters mit meinen Beobachtungen in Gebrauch. Hierbei fasse ich den Griff ruhig kräftig, aber nicht krampfhaft fest. Die Finger liegen um den Griff alle gleichmäßig ohne punktuellen Druck und ohne Lücke an. Der Durchmesser ist so gewählt, dass der Druck der Finger mittig in den Griff geht. Halte ich zu locker geht die Waffe (meist seitlich) weg. Halte ich zu fest, dann krampfe ich und verziehe. Ob ich den Daumen locker oder fest anlege weiss ich gar nicht mal. Der ist einfach da.....
    Ansonsten fassen alle 3 restlichen Finger gleichmäßig kräftig aber unverkrampft um den Griff. Wenn die Kraft der Finger vestärkt wird sollte das Optimum sein, dass sich dabei das Korn nicht seitlich bewegt. Bewegt es sich zu stark ist die Geometrie der Fingerrillen nicht optimal und zentrisch. Somit tanzt die Waffe in alle Richtungen. Man hat aber das Gefühl dass alles passt.
    Beobachte doch bitte mal wie es bei Deinem "Halten" so ist und ob wirklich alles gleichmäßig anliegt.

    Gruß
    Matze

  • Danke dir, dies werde ich mal beobachten!

    Es ist schwer zu beschreiben, ich nehme die Waffe in die Hand, halte mit allen Fingern sie fest und übe einen klein wenig Druck aus, wie viel, ob zu viel, ist schwer zu schreiben!

  • Guten Abend,

    heute mal wieder schießen gewesen.

    Das lustige ist, es sitzt alles perfekt, der Schuss bricht und der Diabolo fliegt in die Acht und ich merke nicht warum. Bei genauerem überlegen passiert es nur, wenn ich zu lange halte und nicht gleichmäßig abziehe, dann fliegt er weg, die Hand liegt gut dabei im Griff und die Finger drücken mit einem gleichmäßigem Druck, nicht zu fest, an den Griff.

    Dafür habe ich ein anderes Problem an mir entdeckt, ein anatomisches Problem.

    Vor ca. einem halben Jahr habe ich meinen Stand von 100% steil zu leicht offen. Beim Einrichten habe ich schon Probleme, dass der Arm nicht so mittig auf die Scheibe geht wie vorher und wenn es dann passt kommt später eine Überraschung. Auch wenn der Arm passt, in meinen Augen und vom Gefühl her, liegen dann auf einmal meine Schüsse alle rechts, auch auf der weißen Scheibe liegen meine Schüsse alle rechts, obwohl ich mittig anhalte, was vorher nicht war. Dann hebe ich den Arm an, richte ihn aus und gehe auf die Scheibe unter das Schwarze und halte länger, so wie beim Schießen und was sehe ich da, der Arm wandert ganz langsam nach rechts, das passiert auch, wenn ich länger die Augen zu mache. Nun stelle ich mich steil hin, so wie früher, richte mich ein und setzte dann den linken Fuß in richtig offene Stellung, der Arm geht dann schön nach rechst weg und wenn ich ihn Richtung Scheibe drehe, geht er sofort wieder weg. Wenn ich mich Einrichte im leicht offenem Stand, stehe ich doch weit weg von der Zuganlage und schieße schräg, anders geht es nicht, sonst zieht mein Arm automatisch nach rechts weg. Tja, 24 Jahren Schießen im steilen Stand hat wohl die eine oder andere Sehne oder den einen oder anderen Muskel etwas verändert! Ich versuche es mal steil mit ein wenig Richtung offen, nicht viel!

    Kann ich eigentlich ohne Bedenken die Abzugszunge verdrehen Richtung meinem Finger, so dass mein Finger besser anliegt?

    Einmal editiert, zuletzt von DanielB (20. Januar 2016 um 22:11)

  • Moin,

    >Vor ca. einem halben Jahr habe ich meinen Stand von 100% steil zu leicht offen
    Warum??? Öfter mal was neues, aber der Stand ist doch kein Selbstzweck.


    Stefan

  • Hey einen ähnlichen Effekt wie Du habe ich auch mit dem Arm. Ich schiesse halb offen und wenn es mal nicht so mit der Kimme passt gehe ich etwas nach links oder rechts. Das hat den Effekt, dass die Hand sich wie angebunden um einen Fixpunkt dreht. Zupp,....Kimme mittig.
    Du hast Deinen Arm unter Spannung wenn Du schiesst und wenn Du länger hälst gehen die Muskeln in eine vorgespeicherte Stellung zurück. Ähnlich wie bei Liegendschützen wenn die den Lauf ins Ziel heben. Dann ist der Schuss meist oben in der Acht. Das lange halten unterstützt außerdem den Effekt, dass die Waffe beim Abziehen sich unmerklich bewegt. Abtaucht oder weg kippt. Im augenblick habe ich Konditionsprobleme und beobachte etwas ähnliches an mir.
    Auch beim LGA schiessen habe ich einen "Speichereffekt". Wenn ich nicht ganz drin bin und zur Korrektur den Körper bewege / biege dann geht der Schuss über die Korrektur hinaus.
    Das wird also eine knifflige Sache bei Dir. Das ist selten mit ein paar Kleinigkeiten erledigt.

    Das Züngel kannst Du probehalber ruhig mal seitlich verschieben. Hat auch Effekt,...aber das musst Du ausprobieren welchen.
    Ist nicht immer von Vorteil, kann aber helfen.

    Matze