Granulatgeschossfang

  • Mittlerweile haben ja immer mehr Vereine mit elektronischen Schießanlagen Granulatkugelfänge. Die Vorteile, keine Rückpraller und kein Bleistaub, sprechen ja für sich. Es gibt aber auch Nachteile. Der größte Nachteil ist für mich die aufwändige Reinigung. Unser Verein hat eine Meyton Schießanlage mit 12 Kleinkaliber Ständen, also 12 Kugelfänge zu reinigen. Wir schütten das Granulat in ein Sieb, das Granulat fällt durch und die Geschossreste bleiben auf dem Sieb. Hierbei bleibt das Granulat aber trotzdem staubig.

    Weil mich das Reinigungsproblem beschäftigt und ich angehende Maschinenbauingenieurin bin, möchte ich nun zusammen mit drei Kollegen eine Reinigungsmaschine bauen.


    Dazu wäre ich euch für Anregungen dankbar!


    Wenn ihr auch einen Granulatgeschossfang habt:
    - Wie "reinigt" ihr euer Granulat? Sieben, Wasser,..?
    - Wie oft wird ca. gereinigt? (Bei uns alle 1-3 Monate)

  • Das ist eine interessante Idee!
    Wir haben keinen Granulatgeschossfang, daher kann ich nicht abschätzen, welche Menge an Granulat pro Stand tatsächlich zu reinigen ist.
    Es gibt zum Wiederladen eine Art Trommel zum Trennen von Hülsen und Granulat. Vielleicht wäre das was für euch. Je nach Korngröße geht vllt auch eine Waschmaschinentrommel. Diese drehbar über eine Wanne lagern, mit Kurbel versehen, fertig. Die Details sind was für die Maschenbauer ;) Darüber einen Duschkopf installieren, der Wasser mit Reinigungsmittel großflächig in der Trommel "versprüht", sodass der feine Bleistaub abbindet und nicht von den Arbeitern inhaliert werden muss.
    Das Prinzip ist sicherlich verbesserungswürdig wäre aber mal ein erster Denkanstoß für euch.

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    (Albert Einstein)

  • Ich hab mal gehört, daß das Granulat auf Wasser schwimmt.
    Warum also nicht einen großen Behälter nehmen den mit Wasser füllen und Granulat+Blei da reinschaufeln? Das schwimmende Granulat kann man dann ja abschöpfen und irgend wo trocknen.


    Müsste man halt mal ausprobieren ob das wirklich schwimmt und nicht doch mit dem Blei untergeht.

  • Das Granulat einfach in eine Wanne schütten und dann mit einem großen Seier mit Stecken dran abschöpfen. Ist die einfachste Methode. Das Blei setzt sich nach unten ab und das Granulat schwimmt oben

  • Danke für die bisherigen Antworten,
    das Granulat schwimmt tatsächlich oben, wenn man es in Wasser schüttet. Diese Methode wird so weit ich weiß auch von einigen Kugelfanganbietern empfohlen.
    Dabei hat man dann ja das Problem der Trocknung. Wenn man genug Zeit hat kann man es ja einfach irgendwo liegen lassen und abwarten bis es trocken ist, aber das ist nicht ganz in unserem Sinne, da es lieber schnell gehen sollte.

  • Ein Aquarien-/Teichfilter zur Reinigung des Wassers wäre vielleicht auch eine Idee, dann braucht man nicht Unmengen von Frischwasser.

  • Industriestaubsauger auf richtige Saugkraft einstellen und Granulat aus dem Kugelfang saugen.
    Die Bleigeschisse bleiben im Kugelfang liegen.


    Danach Bleikugeln entnehmen und das Granulat aus dem Saubsauger zurückkippen.