Schützenwesen im NWDSB

  • Welche Durchsuchungen meinst du ? Die von angehörigen des Osnabrücker Präsdiums in der eigenen Geschäftsstelle? Da ist ja wohl nichts bei rausgekommen, bis auf die Tatsache, dass man sich im Präsidium nicht mehr über den Weg traut und der ganze Bezirk auseinanderbricht, wie man ja an den oben verlinkten Berichten wieder mal sehen kann.

    Ich war mir da sicher dass hier im letzte Herbst ein Link zu einem Artikel war, indem auf eine Durchsuchung in Osnabrück hingewiesen wurde. Davon dass das Verfahren eingestellt wurde hat hier keiner was mitgeteilt. Hier wurde lediglich forenamtlich verfügt dass dies keine Straftat wäre. Wenn es da was offizielles gibt nenne einfach die Quelle.


    Karl

  • Du beziehst dich auf den Radiobericht im NDR. Dort hat der NWDSB angekündigt in Osnabrück die Unterlagen zu prüfen.
    Durfte er aber so gar nicht und deswegen ist dort nie etwas in der Richtung erfolgt. Ein Verfahren seitens der Staatsanwaltschaft gab es nie. Es wurde zwar von beiden Seiten erwogen sich anzuzeigen, man hat dann aber vernünftigerweise davon abstand genommen. Wie weit in OS intern die Vorwürfe gegen den Sportleiter und einen Vizepräsidenten geklärt oder untersucht wurden entzieht sich auch meiner Kenntnis, mir ist aber ein Antrag auf Abwahl bekannt der noch zur 'Abstimmung aussteht.

  • Sorry, es war tatsächlich wohl ein etwas missverständlich formulierter Bericht hier im Forum.
    Unbestritten scheint jedoch dass nicht alle Mitglieder gemeldet wurden und da scheint mir die Straftat eindeutig.
    Auch wenn hier ein User meinte dass die fehlende Kontrolle das eigentlich verwerfliche war.

    Karl

  • http://www.nwdsb.de/fileadmin/temp…_2011-04-09.pdf

    Also ich habe selten eine Satzung gelesen, die so "verzweifelt" versucht einen Ausschlussgrund zu konstruieren und das Beste ist, dass man dann noch versucht Mitglieder die Mitglied bleiben wollen ausgrenzt und mit Ausschluss bedroht. Wen will man da "Strafen"? Sich selbst? Was hat den Schreiber dieser Satzung glauben gemacht, dass die Drohung mit dem Ausschluss jemanden halten würde auf den man kein waffenrechtliches Druckmittel hat?

    Was nach dieser Satzung ja auch nicht zulässig ist, sind Schießsportabteilungen bestehender Sportvereine. Da müsste dann auch für die Hand- und Fußballer bezahlt werden. Ob dies unserem Erzwo so gut gefällt und ob da nicht mal "geprüft" werden müsste? Man überlege sich einmal, eine Menge A von Personen die auch Mitglied im Verein X sind beschließen einen Verein Y zu gründen. Diese Gründung kann nun theoretisch zum Ausschluss von Verein X führen (1.2.3).

    So gesehen wäre eine Auflösung des NWDSB bestimmt nicht das schlechteste. <IRONIE>Aber wenn man richtig suchen würde, würde man vielleicht Gründe finden ALLE auszuschließen. </>

    Axel

    5 Mal editiert, zuletzt von AxelA (11. Februar 2014 um 18:30)

  • Mit den konstruierten Ausschlussgründen hast du recht. Vor allem 1.3.2: Wie kann der NWDSB die 'Vereinsfreiheit von Nicht-Mitgliedern in Frage stellen. Für eine DOSB Untergliederung gelten doch wohl besondere Aufnahmebedingungen, er kann nicht willkürlich einen Verein ausschließen oder nicht aufnehmen. Bsp.: Da ist eine Schießgruppe eines verbandslosen Vereins. Der Verein will nicht Mitglied werden, er war es ja auch noch nie. Die Schützen schließen sich deshalb zu einem neuen Verein zusammen um an Meisterschaften teilnehmen zu können. Dieser darf dann nicht Mitglied im DSB werden?
    In den Satzungen der Bezirke sind Mitgliedschaften von Abteilungen von Sportvereinen übrigens möglich. Heißst das die Bezirke werden jetzt ausgeschlossen? Erzw müsste hier wirklich mehr wissen.

    2 Mal editiert, zuletzt von NordWest (11. Februar 2014 um 18:53)

  • Mit den konstruierten Ausschlussgründen hast du recht. Vor allem 1.3.2: Wie kann der NWDSB die 'Vereinsfreiheit von Nicht-Mitgliedern in Frage stellen. Für eine DOSB Untergliederung gelten doch wohl besondere Aufnahmebedingungen, er kann nicht willkürlich einen Verein ausschließen oder nicht aufnehmen. Bsp.: Da ist eine Schießgruppe eines verbandslosen Vereins. Der Verein will nicht Mitglied werden, er war es ja auch noch nie. Die Schützen schließen sich deshalb zu einem neuen Verein zusammen um an Meisterschaften teilnehmen zu können. Dieser darf dann nicht Mitglied im DSB werden?
    In den Satzungen der Bezirke sind Mitgliedschaften von Abteilungen von Sportvereinen übrigens möglich. Heißst das die Bezirke werden jetzt ausgeschlossen? Erzw müsste hier wirklich mehr wissen.

    Nordwest, es tut mir Leid. Entweder hast Du tatsächlich keine Ahnung, oder Du willst hier alle für dumm verkaufen. Und übrigens, beleidigen kann man in der Regel nur jemanden aus Fleisch und Blut. Ein Pseudonym zu beleidigen ist nach meiner Auffassung unmöglich.

  • Hallo zusammen,
    die Anlage 1 zur Satzung und das neue LLZ haben für mich etwas gemeinsam. Beides ist aus guter Verbandssicht initiiert, jedoch ohne das geschlossene Votum der Basis wenig praxisnah - im Zweifel kaum zu realisieren.

    Wer Führungsverantwortung durch Diktate praktiziert, verliert in der heutigen Zeit schnell die Unterstützung der Basis, erst recht wenn dieser die Ziele nicht laufend mitgeteilt werden, Kontrollen und Sanktionen ausbleiben. Wer dann noch unglaubwürdig wird, weil er die Satzungsbestimmungen nicht anwendet, Investitionen ohne Konzept und Qualitätsanspruch von den nicht eingebundenen Mitgliedern bezahlen lassen will, schafft Distanz und Misstrauen.

  • Wilhelm, du hast in diesem Punkt recht.
    Aber nicht nur der NWDSB, auch in die Bezirke zersplittern zusehenst. Osnabrück hatte ich genannt, Ostfriesland steht kurz vor der Abwahl des Präsidenten, Bremerhaven zersplittert. Der Südkreis hat ja gerade nach einem Jahr seinen Präsidenten schon wieder gegen den alten eingetauscht.
    Ich frage mich wer ernsthafte Konzepte für eine friedliche Lösung hat.
    Vieleicht, da werde ich mich wohl wiederholen, wäre Tabula rasa und EIN neuer Nds-Verband das sauberste.

    NSV: den Ton bitte sachlich halten. Nur des Forums wegen.

  • Hallo Nordwest,
    es wäre m.E noch nicht einmal "Tabula rasa" die Vorstellung von einem Landesverband Niedersachsen weiter zu entwickeln - notgedrungen Vernunft. Allerdings ist dafür Zeit notwendig, damit sich die Mitglieder und Vereine darüber klar werden! was sie tatsächlich und wie in Zukunft machen wollen.

    Gibt es ein regionales Konzept, bzw. Lässt es sich noch erarbeiten, in dem sowohl Sport- als auch Brauchtumsschützen eine gemeinsame Zukunft sehen?

  • NSV: den Ton bitte sachlich halten. Nur des Forums wegen.

    NordWest, ich bin so sachlich wie man sachlich nur sein kann. Ich glaube gerade Du möchtest es garantiert nicht wissen, wenn ich mal laut über Dich und Deine Beiträge nachdenke.

  • Hallo Wilhelm.
    Wie AxelA es schrieb: die LV´s versuchen verzweifelt die Vereine und Mitglieder zu halten. Das neue Waffengesetz hat die Verbandspflicht doch nicht zuletzt auf Treiben der bestehenden Verbände, allem voran dem DSB, eingeführt. Diese Bevormundung hat wohl keinen Verein freiwillig in die Arme des DSB laufen lassen, manche aber zwangsläufig.
    Durch diese Quasi-Monopolstellung konnten die LV´s ruhig neu investieren. Ein großflächiger Abfall von Mitgliedern war ja nach den Statuten des DSB und des neuen Gesetzes unwahrscheinlich.
    Mit dem Problem Rheinland und der Pfalz wurde die Sache erstmals ernst. Konsequenz auf dem Schützentag in Potsdam: Mindesmitgliederzahl auch im DSB eingeführt. Alte Praxis aus 2002.
    Als im Bezirk OS dann erstemals ein Antrag auftauchte, der einen neuen LV vorschlug (OS hat im Gegensatz zu dem versuchten Pfalzverband genug Mitglieder) kamen die Anschuldigungen wegen Unterschlagung.
    Viel Verbandspolitik, die an der Basis entsprechend aufgefasst wurde. Os hat zwei Kreise verloren, Brhv. Nord hat im März Abstimmung. Große Traditionsvereine spalten sich oder treten aus (Twistringen).
    Daneben werden Konzepte erabeitet, die Tradition und die Regionalsportschützen zusammenzuhalten in dem man nur noch Schützen über Kreis SSGs an den DSB meldet. (Keine neue Erfindung, haben bestimmte Verbände seit Jahrzehnten, siehe SSB in NRW.)
    Also um auf deine Frage zu antworten: Ja, regional sehe ich durchaus Chancen und hoffe das sich nicht alles trennt. Der SauerländerSB und die Verbände in NRW machen es vor, Passive, Brauchtums- und Sportschützen arbeiten gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit zusammen.
    Eine Zusammenarbeit der Brauchtumsschützen in Niedersachsen (immerhin nach Bayern DAS Schützenvereinsland) mit den Schießsportgruppen wird wohl in Zukunft nur noch ausserhalb des DSB praktikabel sein.
    Die Schuld hieran liegt in der strukturellen Zusammensetzung der Vereine, aber auch in der Zerstörung des Glaubens an die Verbandsführung. Die war zwar noch nie beliebt, in den letzten Jahrzehnten hat man aber immer geglaubt sie tut das richtige und war bereit sie zu fördern. Das Denkmal LLZ hat dies beendet.

  • Hat schon mal jemand von Euch daran gedacht wer den neuen Verband dann führen soll?

    Wie soll der neue Verband aufgestellt sein, wie bisher, viel Tradition etwas Sport oder doch Sportverband (wg. WaffG) und dann etwas höhere Beiträge.

    Wählen werden ihn wohl die gleichen Leute die z. B. den Anhang der Satzung auch durchgewinkt haben oder glaubt ihr dass sich auch die Vereine von Grund auf erneuern und sich neue Delegierte die auch den Hintern in der Hose haben eine entsprechende Richtung vorzugeben?

    Lasst mal die Nebenkriegsschauplätze WaffG aus der Diskussion , dieser "Verbandszwang" hat dem DSB wohl kaum Mitgliedsvereine gebracht, denn die Traditionsvereine waren schon seit Jahrzehnten im DSB. Auch sollten sich die WBK Besitzer mal ihrer wirklichen Bedeutung klar werden, die immer in den Foren genannten über 5 % Wählerstimmen sind ja nach dem Waffenregister auf ernüchternde unter 2 % geschmolzen. vergl auch http://www.zeit.de/2014/04/waffen-Deutschland abgesehen davon dass gerade die am ernsthaften Schießen interessierten ja wirklich ausreichend Alternativen haben.

    Karl

  • Um mal auf die Satzungsverstöße zurückzukommen. Der NWDSB hat in seiner Satzung (siehe AlexAs Beitrag) ja die Ausschlüsse von Bezirken geregelt.
    In Oldenburg heisst es in der Satzung:
    "§5Mitgliedschaft1.
    Mitglieder des Vereins sinda) ordentliche Mitgliederb) außerordentliche Mitgliederc) Ehrenmitglieder.
    2.Ordentliche Mitglieder sind die unmittelbaren und die mittelbarenMitglieder.
    a)Unmittelbare Mitglieder können alle im früheren VerwaltungsbezirkOldenburg bestehenden und noch zu gründenden Schützen- undSchießsport treibenden Vereine sowie Spielmannszüge werden, sofernihre Einrichtungen der Satzung des OSB entsprechen und sie imVereinsregister eingetragen sind, ferner Sparten (= Abteilungen) dieserVereine, soweit sie Schützen- oder Schießsport betreiben.
    b) Mittelbare Mitglieder sind die Mitglieder und Angehörigen derunmittelbaren Mitglieder."

    Hier verstößt die Satzung gegen die des NWDSB.

    Und der Bezirk hat erst im letzten Jahr eine Abteilung eines Schützenvereins aufgenommen ( http://www.nwzonline.de/oldenburg-krei…1419468752.html ), nämlich nur 35 Aktive dieses Vereins.
    Handelt der NWDSB hier etwa nicht weil die Oldenburger brav zur Fahne stehen?

  • Wenn in den Satzungen der Bezirke festgelegt ist, daß Mitgliedsvereine nur Teile melden müssen, also die Vereine quasi filtern dürfen, hat das weitreichende Folgen. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz muss dass dann für alle gelten. Wenn aber jeder Verein nur noch aktive Schießgruppen meldet, man kann dadurch erheblich sparen, fehlen tausende Mitglieder.
    Und was ein Verein darf, das kann einem Kreis oder Bezirk nicht verboten sein. Diese dürfen auch die Mitgliederzahlen melden die sie für richtig halten. Versicherungstechnisch auch kein Problem. Die nichtgemeldeten Mitglieder kann man für unter 90cent versichern.
    Eine durchaus interessante Variante, zumindest erstmal für die Mitglieder des OSB.

  • Das wird im Endeffekt ein Eigentor für alle , was die Zukünftigen Kosten und die Starts im Sportschießen anbelangt. Es ist doch noch keine Alternative geschaffen, außer für die Vereine die sich einem anderen Landesverband anschließen. Wenn so viele den Verband verlassen, können die verbleibenden Vereine die auf sie zu kommenden Kosten nicht stemmen. Na warten wir ab, ob noch eine zufriedene Lösung für alle gefunden wird.

  • Ich kann die Nachteile für die Tradionsvereine nicht erkennen? Gibt es welche?

    Axel

    Vielleicht bei der Nachwuchsrekrutierung? Ich sehe allerdings auch bei den Sportlern einen Vorteil, nämlich dass sie sich auf den Sport konzentrieren können.

    Karl

  • Für die Traditionsvereine ? Wenn man alles auseinander dividieren will nein, aber dann ist das Schützenwesen als eine Einheit im Eimer. Wir sind auch ein Traditionsverein, geben aber dem Sportschießen den gleichen Stellenwert in unserem Verein. Wir werden wohl kaum zur DM kommen aber es gehört dazu, denn mit der Tradition alleine können wir keinen Hering vom Teller ziehen. Ein vielfältiges Angebot beschert auch Mitglieder. Aber wie gesagt, es kommt darauf an wo ist der Verein ist er der Einzige im näheren Umkreis wie ist er aufgestellt. Es spielen halt viele Faktoren eine Rolle, jeder Verein muss halt für sich entscheiden was er macht.