Schützenwesen im NWDSB

  • Hallo Nullpunkt
    Du hast vollkommen Recht, ich sehe dies genau so. Auf dem Delegiertentag ist aus meiner Sicht alles fair abgelaufen. Wer das Wort ergreifen wollte, konnte dies. Es wurde immer wieder gefragt, ob Wortmeldungen vorliegen. War dies nicht der Fall, wurde abgestimmt. Selbst der Präsident Bremerhaven hat vor seinem "grandios" inszenierten Abgang die faire Sitzungsleitung von Heinz Otten gelobt. Hier geht es schon längst nicht mehr um den 1,50 €, sondern um persönliche Dinge, die von einigen wenigen Scharfmachern auf dem Rücken der Sportler und der Mehrheit der traditionsbewussten Schützen ausgetragen wird.
    Noch einmal zurück zu der angeblich nicht stattgefundenen Diskussion. Wenn immer wieder von dem gleichen Personenkreis die gleichen Fragen gestellt werden, finde ich es vom Sitzungsleiter durchaus legitim, nicht mehr darauf einzugehen. Dieses wurde auch zu Beginn von ihm in aller Deutlichkeit mitgeteilt.
    Außerdem, wenn von 173 Delegierten ca 130 dem Antrag des NWDSB zustimmen und dazu nicht alle möglichen Antworten und Erklärungen benötigen,spricht dies doch eine deutliche Sprache. Oder ist man tatsächlich im Glauben, die sind alle von gestern und der Rest befindet sich auf dem richtigen Weg? Zu einem guten Demokratieverständnis gehört es,Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren auch wenn man sie sich nicht zu eigen machen kann. Hat man Probleme damit, sollte man für sich die Konsequenzen ziehen und alles andere außen vor lassen.
    Meine Hoffnung liegt im neuen Vizepräsidenten aus Oldenburg, der das Gespräch zu den Verweigerern suchen will. Dies sollte er jedoch schnell tun, denn im verborgenen wird weiter agitiert.

  • Richtig NSV, demokratisch oder satzungslegtim war die Veranstaltung.
    Das ist es ja auch gar nicht was Wilhelm oder ich ansprechen. Die polemische Art, die ja auch teilweise in Zeitungsberichten niederschlägt, will ich hier gar nicht kommentieren.
    Punkt ist: der NWDSB hat seine Finanzierung.
    Was aber in der Luft hängt: Diese Finanzierung passt höchstens bis zur nächsten Mitgliedermeldung.
    Was passiert denn bei einem größeren Mitgliederschwund?
    Es ist doch völlig irrelevant einen Mehrheitsbeschluss zu fassen, wenn danach die Minderheit geht...
    Ein Verein oder Verband hat immer einen Zweck. Wenn ein Mitglied diesen nicht mehr teilt ist es nur rechtens die Organisation zu verlassen. Darauf gründet doch unsere Vereinsfreiheit.
    Man kann das Gefühl haben der NWDSB betrachtet sich als Selbstzweck. Soetwas ist noch nie gut gegangen.
    Die Abstimmung war doch wohl nur ein Phyrrussieg.

  • Gebe Nullpunkt recht. Bei weitem nicht alle Mitglieder in OS würden einen Ausstieg mitmachen. Ich würde sogar behaupten die Mehrheit.
    Wenn es Austritte gibt, dann nur von einzelnen Vereinen. Diese sind dann halt nicht mehr Mitglied im OEGB und damit auch im NWDSB.

    Vielleicht wäre es auch garnicht verkehrt wenn einige Störenfriede den Abgang machen würden. Von einem wurde ja bereits vor Jahren mit einem Abgang gedroht. Hat es aber nicht umgesetzt...

  • Hallo Nullpunkt,
    Gewünscht war sicherlich die Konfrontation mit den Sachfragen, auf die scheinbar die Mehrheit der Präsidiumsmitglieder aber auch die Mehrheit der Delegierten kein Interesse hatten.


    Das alte LLZ war schon lange vor 2009 nicht akzeptabel. Die Suche nach Alternativen hat mehrere Jahre gedauert. Warum es kein Neubau werden sollte, weiß ich nicht. Die Entscheidung für die KMH-Hallen ist scheinbar aus dem Bauch erfolgt - ohne detailliertes Konzept und Nutzungsstrategie.

    Dass jeder, auch unser Landesverband gegenüber seinen Mitgliedern Verpflichtungen hat, sehe ich genauso. Auch besteht für uns die Verpflichtung den Verband dabei zu unterstützen. Nicht zuletzt deswegen versuche ich mich hier und auch finanziell mit einzubringen.

    Meine Vorstellung ist, dass wir mit einem funktionalem Llz wieder den Anschluss an die übrigen Landesverbände in sportlicher und organisatorischer Sicht bekommen. Durch bessere Möglichkeiten mit einem funktionierendem LLZ sollten auch mehr unterstützende Maßnahmen aus dem Betrieb des LLZ möglich sein. Bestenfalls gibt es dazu schon konzeptionelle Vorstellungen. Das wichtigste Ziel ist dabei den Mitgliederschwund von jährlich durchschnittlich 1,5% zu stoppen.

    Dass Großprojekte nur selten Cent-genau abgerechnet werden liegt in der Natur der Sache. Wenn wir hier zur Zeit die Investitionssumme von ursprünglich 3,5 auf 4,0 Mio EURO gestiegen ist, ist dass für mich kein Thema, zumal auch erläutert wurde, woran es im Wesentlichen lag ( Brandschutz und Belüftungsanlagen). Kritisch ist nur die Art und Weise, wann und wie es kommuniziert wurde. Lange Zeit wurde an den 3,5 Mio festgehalten, seit dem 17.08. sind es jetzt offiziell 3,8 Mio. Dabei wurde aber vergessen, dass in dem Buchwert 2,8 Mio schon gebuchte Abschreibungen iHv 0,2 Mio enthalten sind. Werden die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen hinzugerechnet ( ua. die für die aufgelöste 6b-Rücklage (0,13 Mio.) werden und die noch ausstehende genannte Investitionssumme von 1,04 Mio, dann ergibt das die aktuell richtige Investitionssumme von 4,04 Mio.

    Dass die durchgeführten Baumaßnahmen als gelungen gezeichnet werden können, möchte ich auch bestätigen. Ich bin allerdings kein Handwerker und kann nichts über die dauerhafte Qualität sagen. Dass wäre Aufgabe eines Fachmannes, eines Architekten. Um Geld zu sparen, wurde die teure Lösung durch eine billige Lösung ersetzt. M.w. Ist der monatlich für 4200 Euro Angestellte Fachmann Elektriker. Sollten Schäden in der Bauausführung durch polnische Unternehmer nachträglich festgestellt werden, sieht es wohl schlecht aus, Gewährleistungsansprüche tengeltend zu machen. Dafür sollte schon jetzt eine Rückstellung gebildet werden, was angesichts der momentanen finanziellen Situation utopisch erscheint. Diese Frage wird den Bauverantwortlichen sicherlich auch von der nächsten Bank, bei der ein Kreditgesuch gestellt wird, gefragt. Der Bank geht es dabei auch um die dauerhafte Werthaltigkeit der Vermögenswerte.

    "Der prognostizierte Finanzierungsrahmen sieht auch im Jahr 2013 so aus wie in 2009"
    Wenn man den Finanzierungsrahmen mit dem Volumen beschreibt, hat er sich - wie oben beschrieben - erhöht. Die Situation ist allerdings vergleichbar: ebenso wie in 2009 lassen sich die Bauverantwortlichen darauf ein "ins Blaue zu finanzieren". Es wäre besser , ja vernünftig gewesen, vorab von der Bank eine Fianzierungszusage unter vllt sogar verschiedenen Prämissen zu erhalten und diese dann den Delegierten vorzuschlagen. Jetzt laufen wir wieder den Banken hinterher und werden das an Kredit erhalten was seitens einer Bank mögliche ist. Das können Kredite zwischen Null und 620.000 Euro sein. Nur gut, dass allein zu diesem Punkt j.Otten eingeschränkt hat: wenn es keinen Kredit gibt, ist auch die Nachfinanzierung von 3x1,50 (vorgezogene Sonderbeiträge 2027 bis 2029) erledigt.

    Ich finde es nicht ordentlich, wenn ein Kassenprüfer an der Erstellung des Finanzberichtes mitwirkt! Der Finanzberichtes steckt übrigens voller Fehler. Ich habe mir vor drei Wochen erlaubt nachzufragen. bin mal gespannt, ob ich auf meine Fragen und Hinweise eine Antwort erhalte.
    Allein die substantiellen und formalen Fehler im Bericht wäre für mich Anlass genug, dem Vorstand die Entlastung für 2012 zu erteilen.

    Der Landesverband mag kein Geld aus dem Fenster werden, er sollte sich allerdings schleunigst auf den Weg machen um verlorenes Vertrauen und Motivation zu finden und ein Auseinanderbrechen des NWDSB zu verhindern.

  • Wie ich aus DSB Kreisen gehört habe macht man sich in Wiesbaden mitlerweile Gedanken über ein Austrittsszenario von Osnabrück .
    Die Geschäftsstelle dort hat sich bereits mit dem OEGB in Verbindung gesetzt. Was genau als Alternative gehandelt wird ist mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

  • Der DSB macht sich tatsächlich sorgen um den Sachverhalt Osnabrück. Es ist eine Sondersitzung des Präsidiums geplant, wichtigster Punkt hier ist der Verbleib Osnabrück.
    Ein Verlust von 20.000 Mitgliedern kommt den DSB momentan schlecht zu stehen, da die Beitragsanpassung vorläufig abgelehnt wurde und die Finanzlage etwas angespannt ist.
    Die größte Sorge ist aber ein Flächenbrand, nicht nur im NWDSB ist man unzufrieden mit dem Landesverband. Ein eigener Landesverband Osnabrück könnte zu einer drastischen Zersplitterung des DSB führen.
    Man hofft eher, dass die unzufriedenen Kreise sich dem NSSV anschließen und im DSB bleiben. Langfristig wäre der NWDSB nicht mehr lebensfähig, Niedersachsen bekäme einen einheitlichen Landesverband und es kehrt Ruhe ein. Die Vorgehensweise des NWDSB Präsidiums hat insgeheim nur Kopfschütteln ausgelöst.

  • Vielen Dank Sahra, für diese deutlichen Aussagen.

    Der NWDSB braucht Hilfe. Vor allem sollte die Führung verstehen, dass Kritik in der Sache, Fragen zur Sache dazu dienen können, eigenes Tun zu hinterfragen und Fehler zu vermeiden. Niemand ist perfekt. Offenheit und informationsbereitschaft helfen, verlorenes Vertrauen bei den Mitgliedern zurück zu gewinnen.

  • Der Niedergang des NWDSB setzt sich fort. Während in OS die Kreise wenigstens gewisse Planungen haben zersetzen sich die anderen Bezirke.
    Sogar im Bezirk Hoya, immerhin Sitz des LLZ, sind mittlerweile über 1000 Mitglieder ausgetreten.
    Das organisierte Schützenwesen im Bereich NWDSB könnte einen erheblichen Schaden erleiden, wenn das NWSB Präsidium nicht rasch handelt, interessant wäre das Ergebnis der Sitzung des DSB heute abend, in dem ja über den Sachverhalt beraten wird.

  • Wenn morgen über die Kreditvergabe der Comerzbank an den NWDSB entschieden wird, könnte der Austrittswille der Osnabrücker und Bremerhavener Kreise durchaus eine Rolle spielen. Es geht immerhin um mehrere zehntausend Mitglieder.
    Der DSB hat sich dahingehend geäussert, dass er sich nicht in die Angelegenheiten eines Landesverbandes einmischen werde.
    Tatsächlich rechnen einzelne durchaus damit, dass der Kredit verweigert wird und der NWDSB dermaßen ernste Liquiditätsschwierigkeiten bekommt, die letztendlich zu einer geplanten Insolvenz führen. Vorteile sehen manche hier in einem folgenden Zusammenschluß der NWDSB Kreise mit dem NSSV. Dieser hat selbst Probleme mit seinem LLZ (der Status Bundesleistungszentrum wird in absehbarer Zeit fallen) und könnte durch einen Mitgliederzuwachs profitieren. Weiterer gesehener Vorteil ist, beim NSSV gibt es keine Bezirke, die zukünftige Verbandsgestalltung würde also "ruhiger" verlaufen.
    Abgesehen davon verliefe auch die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund unproblematischer.
    Es bleibt abzuwarten wie sich die Osnabrücker Kreispräsidenten gestern entschieden haben und wie die Entscheidung der Commerzbank morgen ausfällt.

  • Eine Mehrheit hat sich gestern in OS wohl gegen den nwdsb entschieden. wie genau es weiter geht ist aber noch nicht klar. es wurde eine 12köpfige Arbeitsgruppe gebildet die über alternativen beraten wird. es gibt aber auch kreise die sich bereits in der auflösung befinden.
    mein Verein wird austreten. von den 160 Mitgliedern sind nur 22 aktive Schützen. Uns wurde empfohlen uns doch einer ssg anzuschließen. und so sieht es in vielen vereinen aus.

  • liebe Leser/innen
    dieses wurde vor ca. 10h auf der faceboook Seite des SK Wesermünde Nord veröffentlicht. Da es für alle zugänglich ist, denke ich dass ich es hier posten kann.
    Der "offene Brief" kann dort ebenfalls nachgelesen werden.

    "Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, auf mein Anschreiben vom 21. August 2013 an den DSB-Präsidenten Fischer habe ich eine erste unbefriedigte Antwort heute bekommen. (Mail liegt den Vereinsvorsitzenden vor) Der DSB-Präsident schreibt wörtlich," Ich kann und werde nicht beurteilen, ob in Ihren Delegiertenversammlungen Satzungsverstöße erfolgt sind. Diese Beurteilung und die daraus zu ziehenden Folgerungen können nur inIhrem Verband geklärt werden." Diese Antwort kann uns nicht beruhigen. Kein Bedauern, kein Vorwurf eines Fehlverhaltens! Ich habe dem Präsidenten heute erneut geschrieben und erwarte eine kurzristige richtungsweisende Entscheidung für uns Schützen. Gerd Hillebrandt - Kreispräsident"

    Langsam frage ich mich, ob das alles noch real ist oder ich tatsächlich in einem Kindergarten gelandet bin. Das Verhalten des Kreispräsidenten G. Hillebrandt ist in meinen Augen mittlerweile mehr als infantil und überaus peinlich.

    In den Delegiertenversammlungen 2013 des NWDSB sind von den Delegierten - nicht vom Präsidium - mehrheitlich Beschlüsse gefasst worden, die es zu akzeptieren gilt. So einfach ist das!
    Versammlungen sind dazu da, Entscheidungen zu treffen, das ist geschehen. Und wenn ein Antrag abschlägig beschieden wird, sollte das akzeptiert werden, genauso, wie Anträge, die "durchgehen".

    Es war doch klar, dass der Präsident des DSB sich nicht in Landesangelegenheiten einmischt, das ist in der Vergangenheit schon so gewesen.

    Leute kommt doch bitte auf den Boden zurück und arbeitet wieder mit dem gesunden Menschenverstand.

    Gruß, die Kräuterhexe


  • Der NWDSB hat den Kredit nicht bekommen. Zumindest vorerst nicht, die Bank will die Vergabe weiter prüfen. Man will wohl erst abwarten wie die Entwicklung in Verband weitergeht.
    In Bassum will man sich nun evtl. Geld bei Privatpersonen leihen. Ein entsprechender Vorschlag wurde bereits in der Präsidiumssitzung gemacht. Wie das genau aussehen soll und in wieweit Sicherheiten geboten werden ist mir allerdings nicht klar.
    Fakt ist zumindest, dass das Geld knapp wird. Auch ein Schützenkreis in Hoya denkt nun über Austritt nach.

  • Diese Entwicklung wurde auf der Delegiertentagung ja bei aller Sprachlosigkeit schon angesprochen.

    Wird es jetzt eine weitere Delegiertentagung geben, auf der den interessierten Delegierten im finalen Anlauf die konzeptionelle Umsetzung zum laufenden Geschäftsbetrieb des LLZ, die Restinvestitionen in das LLZ sowie die Entwicklung des laufenden Beitrages (Beitragserhöhung) transparent gemacht werden?

    Anders ausgedrückt: Wie sieht die zukünftige Entwicklung des NWDSB ohne die wohl bald schon ausgetretenen Mitglieder aus den Bezirken Osnabrück, Bremerhaven-Wesermünde und Hoya aus? Welche Handlungsalternativen bestehen noch für die Nwdsb-Verantwortlichen?

  • Hallo SC Anschütz

    Das ist der erste vernünftige Beitrag, den ich hier lese. Hoffentlich schließen sich noch viele Vereine diesem Beispiel an.