Wieviele Schießdisziplinen kann man sportlich verantworten?

  • Mein Diskussionsthema: Wie viele Schießdisziplinen können sportlich gesehen geschossen werden. Also wenn man jede einzelne Disziplin ernst betreibt. Ich höre hier immer wieder den Vorwurf anderer Schützen, die nur eine einzige Disziplin schießen, dass man sich nicht verzetteln sollte. Ab wann also verzettle ich mich? Ich schieße Sommerbiathlon LG, LG 10 m, KK 100 m, KK Sportpistole und .38 Revolver. Ist das in der Tat des Guten zuviel??? ?( ?( ?(

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Ich schieße auch meherere Disziplinen: LG, Zimmerstutzen, KK 100m, KK liegend (60 Schuss) und trainiere nebenbei auch noch die Jugend mit.
    Jeder Mensch hat unterschiedliche Belastungsgrenzen und sollte selbst wissen wie viel er schafft.
    Solange du mit deinen Ergebnissen zufrieden bist oder wegen dem Schießen Schule, Arbeit, Familie und Freunde nicht vernachlässigst sehe ich dabei kein Problem.
    Achte darauf das du den Spaß am Schießen nicht verlierst, da können mehrere Disziplinen sogar sehr Interessant sein, da du das Training dann immer wieder neu gestalten kannst.

  • Also ich kann sarah nur zustimmen. Solange du selbst zufrieden bist und nicht überlastet bist, ist es ok. Ich schieße auch LG, KK liegend, KK 100 Meter, Unterhebelgewehr C und bisschen LP. Einfach weil es mir Spaß macht. Richtig ausdauernd schieße ich vor allem LG und in der warmen Jahreszeit KK.


    Ich kenne aber einen Schützen, der unter anderem in unserem Verein ist, der schießt so ziemlich alles, was möglich ist. Sogar noch Disziplinen im BDMP. Und er schoss schon in der Nationalmannschaft mit den schweren Waffen.
    Schießt aber auch LG und LP und wenns gut läuft alles über 370 Ringe.
    Also wie gesagt: Was zu viel ist, weiß jeder nur selbst. Wenn andere dreinreden wollen, sind sie wohl neidisch oder selbst einfach zu faul, mehrere Disziplinen zu trainieren.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo red gecko,


    auf die Frage kann es sicher keine allgemein gültige Antwort geben, höchstens unterschiedliche Sichtweisen.


    Es gibt Schützen, die betreiben nur eine Disziplin und es gibt Schützen, die schießen fast jede Disziplin, auch über Waffengattungen wie Gewehr und Pistole hinweg, wobei letzteres aber etwas seltener ist.


    Es gibt natürlich auch für beide Varianten gute Argumente. Der Zeitaufwand wurde ja schon angesprochen. Wenn man nur eine Disziplin schießt, kann man sich natürlich im Rahmen seiner Zeit gezielter darauf konzentrieren. Aber man hat je nach Disziplin auch nur wenige Starts im Jahr. Wenn es mal nicht so läuft, kann das auch schon mal etwas frustrierender sein. Bei weiteren Disziplinen hat man da dann auch weitere Chancen.


    Manche Disziplinen ergänzen sich auch ganz gut. Dazu zähle ich jetzt mal alle statischen Stehend-Disziplinen mit Langwaffen. Liegend und Kniend sind dann zwar schon unterschiedlich, haben aber auch viele Gemeinsamkeiten. Für die Kurzwaffen gilt ähnliches, wobei es da natürlich auch Unterschiede wie die statischen Disziplinen wie LP und FP im Verhältnis zu den dynamischen Disziplinen gibt. LP ist auch anders als GK-Kurzwaffe. Ein kleines Problem sehe ich manchmal bei den Abzügen. Es ist schon ein Unterschied, ob ich jetzt den Abzug einer FP oder den eines Match-Gewehrs betätige, oder aber den Abzug einer Sport- oder Gebrauchspistole. Ist aber auch nur eine Frage der Übung, wobei man aber sagen muss, dass sich hier die Schützen mit der Umstellung unterschiedlich schwer tun.



    Ich würde als Fazit sagen wollen, man soll ruhig alles mal ausprobieren und dann dass, was man vom Zeitaufwand her ohne Probleme schießen kann, auch betreiben. Ich schieße schwerpunktmäßig nur noch die Disziplinen, die für mich auch ohne großen Trainingsaufwand meistens nicht zu frustrierend enden und überlege mir anhand meiner Zeit von Jahr zu Jahr neu, in welchen Disziplinen ich starte.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Eure Antworten sind allsamt positiv. Natürlich schieße ich nur soviel, wie ich zeitlich unter einen Hut bringe. Ich gehe 4x wöchentlich zum Schützenhaus und kann an manchen Tagen 2 Disziplinen schießen. Das macht mir Spaß, da kann ich abschalten und die Ergebnisse stimmen mich auch zufrieden - meistens jedenfalls. Das Problem mit dem Abzug hatte ich beim Biathlon- und dem Match-Gewehr immer schon. Beim Biathlon-Gewehr wird zudem repetiert und das Abzugsgewicht ist auch nicht zu unterschätzen. Am Match-Gewehr LG habe ich den Direktabzug und beim KK-Gewehr schieße ich mit Druckpunkt. Ich kann - glaube ich - gut umschalten !!!


    Also ich merke, wenn man gerne schießt - ist es durchaus legitim mehrere Disziplinen zusammenzufassen. Na denn..... 8o !!! Weiter geht's.

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • mir geht es genau so


    ich schieße LG, Zimmerstutzen, Kleinkaliber, Karabiner und 300-Meter (war schon öfters auf der Deutschen und war an der Entwicklung vom Mauser 83 mit beteiligt; habe die Disziplin als Bezirks-Sportleiter bereits 1986 hier im Schwarzwald eingeführt). Dann schieße ich Luftpistole, Spopi .22 und .32 sowie GK-Pistole .357 Mag.
    Mein ABSOLUTER Lieblingssport ist jedoch Sommerbiathlon mit LG und KK. Letztes Wochenende in Sondershausen habe ich 20 von 20 Treffern gehabt, nur klappte eine Scheibe wieder zurück. Kostete mich den dritten platz (HEUL)
    Wurfscheiben habe ich auch schon geschossen und beim Bund war ich in der Scharfschützenausbildung wo wir bis 700 Meter in Meßstetten geschossen haben. War echt g....l
    Also alles was rumst -halt nein, meine Tochter schießt Bogen und da muss ich jetzt auch noch ran. Wurde 2. Württ. Meisterin PUH
    Aber die Umstellung von 40 Gramm-Abzug LG auf Sobi mit 500 Gramm (mindestens) ist eine große Herausforderung welche ich aber auch relativ gut wegstecke.
    Also ich finde -wie Red Gecko- Solange es Spaß macht und ERNSTHAFT betrieben wird (ich mag keine Ballerer) sehe ich absolut kein Problem
    Dieter

  • Zwischen schießen und etwas dabei sportlich betreiben liegen aber schon Welten!


    Aus Spaß kann man ja viel schießen bzw. ab und an etwas treffen aber aus sportlicher Sicht würde ich nicht von Pistole auf Gewehr und umgekehrt wechseln.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • klar, weiss ich


    aber ich betreibe das auch nicht mehr als Leistungssport und habe mich mehr auf das Training der Jugendlichen bzw. Aktiven-Mannschaften verlagert. Das Schießen -ich baue einige Waffen ab- mache ich um einen Bedürfnisnachweis zu gewährleisten


    Dieter

  • Meine Frage war auch garnicht so sehr leistungsorientiert gestellt. Klar schieße ich einzelne Wettkämpfe mit und in meiner AK kann und will ich mich über Ergebnisse nicht ärgern - denn ich schieße in meinem Leben sicher niemals in der ganz oberen Klasse... !! Aber wenn einem der Schießsport Freude bereitet, hier und da regionale Wettkämfpe wie z. B. Rundenkämfpe bestreitet, an Kreismeisterschaften und vielleicht sogar Landesmeisterschaften teilnimmt, ist das doch schon der Lohn für all' die "Trainingsmühe". Sicher setzen sich junge sportlich engagierte Schützen da ganz andere Maßstäbe und das ist ja auch gut so. Aber aufzuhören, nur weil der eine oder andere Ring nicht mehr dort auftrifft, wo man ihn bei Schussabgabe gerne gesehen hätte - kommt für mich nicht infrage.


    @ Dieter: Glückwunsch an Dich (in erster Linie mal für die Null-Runde, auch wenn eine Klappe nicht wollte) - Sondershausen muss toll gewesen sein. Habe mal in die Ergebnislisten geschaut. Das ist ja wirklich schade, dieser eine dumme Zufall mit der Klappe. Und die Mädels wie Berna, Martina und Ulla haben ein Exempel statuiert. KLASSE Leistung von euch allen. :thumbsup:

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Hallo wegi82,


    Zwischen schießen und etwas dabei sportlich betreiben liegen aber schon Welten!


    Keine Frage. Aber etwas sportlich betreiben ist von Breitensport bis Leistungssport auch ein weites Feld.


    Aus Spaß kann man ja viel schießen bzw. ab und an etwas treffen aber aus sportlicher Sicht würde ich nicht von Pistole auf Gewehr und umgekehrt wechseln.


    Das mag so für Dich zutreffen. Aber ich kenne Schützen, die bis hin zur DM zeitgleich Pistole und Gewehr geschossen haben und damit durchaus erfolgreich waren. Zwar gibt es nicht so viele Schützen, die Pistole und Gewehr gleichzeitig schießen, aber es ist durchaus möglich, auch als Leistungssport, wobei ja auch der Begriff Leistungssport eine Frage der Definition ist.



    sobigrufti


    Diese überzogene Reglung mit den Bedürfnisnachweis gehört nicht nur meiner Meinung nach in die Tonne. Aber das ist wieder eine andere Baustelle.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank