Schutzkonzept gegen psychische, physische und sexualisierte Gewalt

  • Du hast in vielen Dingen Recht, CoolMint - wenn ich jetzt weiter Beispiele gebe, wo die meisten von uns vor der staatlicher "Fürsorge" gekuscht und Kröten geschluckt haben, so dick wie Elefanten, dann wirds hier sehr politisch. Das will ich vermeiden. Ich habe mich wenigsten nicht krankspritzen lassen, das war schon schwer genug durchzustehen.

    Ja, in allen Dingen werden saubere Papiere verlangt als Ersatz für sauberes Arbeiten, diese werden dann regelmäßig validiert, verifiziert, monitort, auditiert ... - siehe QM, Arbeitsschutz und Hygiene - in diesen Bereichen war und bin ich bereits mehrere Jahre tätig. Wer nicht mitmacht, wird bestraft. Entweder er bekommt keine Aufträge oder sogar Bußgelder. Was da an komplett überzogenen Forderungen steht, sieht man z.B. in einer niedergelassenen Arztpraxis, sagen wir mal HNO, die selber ihre Instrumente sterilisiert. Ohne zu operieren!

    Oder was ab 2026 eine Hausarztpraxis für "Qualitätskriterien" erfüllen muss, um weiter die sogenannte "Vorhaltepauschale" (das ist die Bezahlung für die Abschreibung von teuren medizinischen Apparaten wie EKG, Spiro, Sonographie... , deren Einsatz jedoch nicht oder so gut wie nicht einzeln bezahlt sondern eben als "Pauschale" abgegolten wird) in voller Höhe zu erhalten - nichts mehr mit "freier Beruf", das war mal.

    Das ist nun mal die Wirklichkeit, in der wir aktuell leben - ändern können wir das nur, in dem wir entweder in die Politik gehen oder das System komplett stürzen - aber dazu hat "der Deutsche" weder den echten Willen noch das Vermögen. Wie schon Genosse Lenin sagte: "Wenn der Deutsche auf dem Bahnhof Revolution machen will, kauft er sich vorher eine Bahnsteigkarte."

    Was ist eigentlich mit „Grenzverletzung“ gemeint? Beispiele?

    Antwort:

    Zitat

    Grenzverletzungen sind Überschreitungen der körperlichen oder psychischen Grenzen anderer Menschen. Sie können aufgrund von unterschiedlichen Empfindungen von Nähe und Distanz oder durch Unkenntnis oder Nichtbeachtung von Verhaltensregeln absichtlich oder unabsichtlich entstehen.

    Der Psychotherapeut John Bradshaw unterteilt Grenzüberschreitungen in fünf Kategorien: sexuell, physisch, emotional, intellektuell und spirituell .

    Das kann z.B. eine "unschön formulierte" Bemerkung über körperliche Gegebenheiten eines Anderen sein, z.B.: "Du bist für diesen Sport einfach zu fett!" oder über mangelnde kognitive Fähigkeiten: "Du bist so blöd wie 100m Feldweg, du wirst das nie begreifen!" - selbst wenn diese Bemerkungen zutreffende Tatsachenbehauptungen sind. Dito Witze über Behinderte, Religionen etc. pp., insbesondere, wenn anwesende Personen dadurch herabgewürdigt werden (könnten). Weiterhin Berührungen, die nichts mit professioneller Hilfestellung zu tun haben. Etc. pp.

    Wenn ich mir das so durchlese, beschleicht mich das Gefühl, daß man als Betreuer:in grundsätzlich als potentielle:r Sexualstraftäter:in gesehen wird, der / die / das / was_auch_immer gerade dabei ist, sich an ein zukünftiges Opfer heranzumachen.

    Das Klima der Angst ist mittlerweile überall anzutreffen.

    Ja, das betrifft aber auch alle Lehrer, Erzieher, Kindergärtner, Altenpfleger ... - überall, wo "mit Menschenmaterial gearbeitet wird".

    Inwiefern gibt ein waffenrechtliches Dokument Auskunft über die Eignung zum Umgang mit Kindern?

    Nichts über die EIGNUNG, nur über die ZUVERLÄSSIGKEIT. Wer eine gültige WBK hat, ist in den letzten 3 Jahren von der Waffenbehörde auf sämtliche Straftaten (und noch mehr), die im Führungszeugnis stehen würden, überprüft worden. Weiterhin ist er SACHKUNDIG im Sinne des WaffG.

    Als Lehrer - und auch als Trainer bei jeder Verlängerung meiner Lizenz - habe ich zwangsweise ein Erweitertes Führungszeugnis vorzulegen, a) bei meinem Arbeitgeber und b) bei meinem (Landes-)Verband. Auch die Lizenz zur JuBaLi-Ausbildung erhielt ich nur gegen Vorlage des Erweiterten Führungszeugnisses beim Justiziar des DSB. De facto kann man gar nicht mehr als lizensierter Trainer arbeiten, wenn man den Wisch nicht regelmäßig beibringt - und der auch "sauber" ist. Das ist aktuelle Realität in Deutschland. Änderungswünsche? Siehe oben!

    Ich stell mal folgende Behauptung auf. Es macht keinen Sinn solche Konzepte in kleinen Vereinen einzuführen.

    Der Sinn ist - bei größeren und in Jugendarbeit aktiven Vereinen mit mehreren Trainern wie dem meinen - Sensibilisierung und Sicherheit durch klare Regeln. ("Nur so genau wie nötig!") - sowohl für die Trainer als auch für den Vorstand.

    Und Fördergelder - das fängt schon mit der Trainerpauschale des Landessportbundes an und die Großgeräteförderung etc. pp. - werden demnächst an das Vorliegen eines solchen Konzeptes gekoppelt werden. Wer die nicht haben will oder sowieso nicht bekommt, ist fein raus.

    Alleine die Beispiele mit dem 80jährigen der stolperte und dem Vater der seine Tochter umarmte sind doch schon ein Zeichen dafür, dass was in die falsche Richtung läuft. Langsam, aber doch.

    Du hast keine Ahnung, mit was für hahnebüchenen Vorwürfen man regelmäßig als Lehrer konfrontiert wird. Ja, natürlich ist das krank. Und das Konzept ist nicht das Rezept, sondern der Krankenschein, das ist mir klar.

    Würde ich freiwillig durch ein reales Minenfeld latschen? Natürlich nicht!
    Werde ich mich freiwillig in meiner Freizeit einer Tätigkeit widmen, wo ich mich ständig um Zeugen umsehen muß, die mir bestätigen, daß ich kein Sexualstraftäter bin und mich so vor der existentiellen Vernichtung bewahren? Eher nicht.

    Zum Glück gibt es immer noch ein paar Verrückte - die, die sich einen faltenfreien Hut aufsetzen lassen und durch Minenfelder mit dem G36 rennen - und solche, die sich die Trainerjacke anziehen und versuchen, dem Nachwuchs etwas Vernünftiges vorzuleben und beizubringen.

    Wenn alle Lehrer z.B. so denken würden, wäre jeden Tag überall schulfrei.

    Ich bin ein Mensch für den Vertrauen und Ehrlichkeit ganz oben stehen in der Wertetabelle. Würde mir so ein Konzept zum unterschreiben vorgelegt, ich würde fragen vertraut ihr mir nicht, was soll das? Wie Coolmint schon geschrieben hat, es geht leise in Richtung Beweislastumkehr.

    Dem ist so. Änderung gewünscht? Siehe oben!

    UND: Den Kindern TROTZDEM vorleben, wie man vernünftig miteinander umgeht, ohne Angst, sondern mit Vertrauen. Als Vater ist mein Multiplikationsfaktor sehr eng begrenzt - als Trainer und Lehrer sehr viel höher.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • ..... ich hab schon mitbekommen, dass du es gut meinst.

    Daß ist ja das Problem!

    Ich stell mal folgende Behauptung auf. Es macht keinen Sinn solche Konzepte in kleinen Vereinen einzuführen.

    Richtig, schon weil vom Dachverband oder höher eine Regelung getroffen wird die dann vorrangig verbindlich wird .

    Alleine die Beispiele mit dem 80jährigen der stolperte und dem Vater der seine Tochter umarmte sind doch schon ein Zeichen dafür, dass was in die falsche Richtung läuft. Langsam, aber doch.

    Wirklich?

    Nein, das zeigt nur daß es manchmal oder häufig am Basiswissen der Experten fehlt.

    Auch beim DOSB hat man durchaus vor der eigenen Tür zu kehren. Da rechtfertigte der Medaillenhunger vieles, dass später als häßlicher Skandal publik wurde. Daher ist es keine Begründung, dass man sowas braucht weil es oben auch gemacht wird.

    Wo früher doch alles besser war!

    Genau deswegen arbeitet man heute die Konzepte aus.

    Uns wird das einfach vorgeschrieben und dann muß es halt sein. Es gab hierzulande einen Riesenskandal um Schirennfahrerinnen, die jetzt schon im Rentenalter sind und in jungen Jahren von den damals wichtigen Leuten mißbraucht wurden. Das konnte nicht abgebügelt werden, wurde öffentlich und jetzt gibt es eben einen Wust an Vorschriften.

    Als wäre das nicht zur aktiven Zeit bekannt gewesen.

    Wenn es irgendwelche Sauereien verhindern hilft, soll mir das nur recht sein. Wird es das? Keine Ahnung.

    Ich gehe mal davon aus.

    Nur weil man früher nicht darüber redete bedeutet das nicht daß es das nicht gab.

    Wenn ich jemanden im Verein habe, der / die nur durch so einen bürokratischen Wust und krankhaftes Mißtrauen jede:r gegen jede:n im Zaum zu halten sind, dann gehört die Person nicht in den Verein und schon gar nicht an diese Stelle.

    Die Leute hat man schon früher gelegentlich im Verein oder Arbeitsplatz anders eingesetzt.

  • Nein, das zeigt nur daß es manchmal oder häufig am Basiswissen der Experten fehlt.

    Wissen setzt voraus, dass es gültige Standards und Regeln gibt, die man kennen kann.

    Leider gibt es diese nicht mehr auf diesem Gebiet - und das, was offiziell "gelehrt" wird, ist z.T. unmenschlich und pädagogisch kompletter Nonsense.

    Nehmen wir mal das nicht ganz fiktive Beispiel einer neunjährigen Lichtschützin. Sie ist extrem ehrgeizig und für ihr Alter auch bemerkenswert gut im Umsetzen der vermittelten Technik. Die umstehenden Trainer sagten: "Die ist ja nicht aus der Ruhe zu bringen, so schön setzt sie die Technik (= Doppeltatmung) um!" - ABER sie schoss bei dem Wettkampf "nur" lauter 7er und 8er, kaum 9er und 10er. (Freihand, nicht aufgelegt!!!). Und dann noch zwei verrissene Schüsse (vor Ärger) unten tief ins Weiße.

    Nach dem letzten Schuss - tief unten im Weißen - brach sie in Tränen aus, da sie ihr selbst gesetztes Ziel nicht erreicht hatte.

    Was macht man da als daneben stehender Trainer? Ich erstmal nichts, ich stand 3 Meter weiter. Aber die sie direkt betreuende Trainerkollegin nahm das weinende Kind sofort in den Arm und tröstete es. Das war in dem Moment absolut richtig und wichtig! Die Eltern schickten am Abend dann noch der Kollegin eine Dankesnachricht, dass sie das Kind so gut aufgefangen hatte.

    Sie hat übrigens den Wettbewerb deutlich gewonnen. Mit der Trophäe in der Hand lachte sie wieder glücklich.

    Merke: Nicht jeder Körperkontakt ist gleich ein sexueller Übergriff. Menschen sind Menschen und Menschen haben Gefühle und brauchen auch die Nähe zu vertrauten Personen, gerade in emotionalen Grenzsituationen. Als Trainer müssen wir situationsbedingt das tun, was uns unser Gefühl sagt, dass es richtig ist.

    Wenn es uns dann noch gelingt, das in ein "Schutzkonzept" hineinzuformulieren, dann haben wir einen weiteren Schritt getan, uns Trainer und Betreuer aus der Rolle der "ständig Verdächtigen" herauszunehmen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Daß ist ja das Problem!

    Ich meine es nicht gut, ich will es gut haben. Das ist ein Prozess, den man alleine nur schwer schafft.

    In der Diskussion, im Ringen um das beste Ergebnis und die Nutzung der Schwarmintelligenz kann man, davon bin ich überzeugt, gute Konzepte kreieren. vielleicht sogar welche, die nicht nur ein Feigenblatt sind, sondern solche, die richtig nützlich sind.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Die Leute hat man schon früher gelegentlich im Verein oder Arbeitsplatz anders eingesetzt.

    Wie in meinem Beispiel vom Ki-Fi-Pater - strafversetzt in die Diaspora, aber dort wieder mit Kinder- und Jugendarbeit betraut. Das darf nicht sein!

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  • Wissen setzt voraus, dass es gültige Standards und Regeln gibt, die man kennen kann.

    Richtig, jetzt kann man streiten wie genau die definiert sein müssen oder ob das ein selbstverständliches Verhalten sein sollte.

    Leider gibt es diese nicht mehr auf diesem Gebiet - und das, was offiziell "gelehrt" wird, ist z.T. unmenschlich und pädagogisch kompletter Nonsense.

    Nicht mehr, da könnte man meinen daß es vorher welche gab.

    Nehmen wir mal das nicht ganz fiktive Beispiel einer neunjährigen Lichtschützin. Sie ist extrem ehrgeizig und für ihr Alter auch bemerkenswert gut im Umsetzen der vermittelten Technik. Die umstehenden Trainer sagten: "Die ist ja nicht aus der Ruhe zu bringen, so schön setzt sie die Technik (= Doppeltatmung) um!" - ABER sie schoss bei dem Wettkampf "nur" lauter 7er und 8er, kaum 9er und 10er. (Freihand, nicht aufgelegt!!!). Und dann noch zwei verrissene Schüsse (vor Ärger) unten tief ins Weiße.

    Nach dem letzten Schuss - tief unten im Weißen - brach sie in Tränen aus, da sie ihr selbst gesetztes Ziel nicht erreicht hatte.

    Was macht man da als daneben stehender Trainer? Ich erstmal nichts, ich stand 3 Meter weiter. Aber die sie direkt betreuende Trainerkollegin nahm das weinende Kind sofort in den Arm und tröstete es. Das war in dem Moment absolut richtig und wichtig! Die Eltern schickten am Abend dann noch der Kollegin eine Dankesnachricht, dass sie das Kind so gut aufgefangen hatte.

    Braucht jeder Einzelfall eine gesetzliche Regelung?

    Die Frage wann man an Wettkämpfen teilnehme soll ist dann schon wieder OT.

    Sie hat übrigens den Wettbewerb deutlich gewonnen. Mit der Trophäe in der Hand lachte sie wieder glücklich.

    Wie beim Kinderskikurs noch ein Pokal für den 8. Sieger und alle sind glücklich.

    Merke: Nicht jeder Körperkontakt ist gleich ein sexueller Übergriff. Menschen sind Menschen und Menschen haben Gefühle und brauchen auch die Nähe zu vertrauten Personen, gerade in emotionalen Grenzsituationen. Als Trainer müssen wir situationsbedingt das tun, was uns unser Gefühl sagt, dass es richtig ist.

    Richtig, warum dann oben das Beispiel vom 80 jährigen Stolperer?

    Wenn es uns dann noch gelingt, das in ein "Schutzkonzept" hineinzuformulieren, dann haben wir einen weiteren Schritt getan, uns Trainer und Betreuer aus der Rolle der "ständig Verdächtigen" herauszunehmen.

    Muss alles bis ins letzte geregelt werden, ist das nicht wieder zu umfangreich und schafft nur neue Lücken wie zB.den 80 jährige Stolperer.

    Ich meine es nicht gut, ich will es gut haben. Das ist ein Prozess, den man alleine nur schwer schafft.

    Ich habe auf das Zitat geantwortet und Du passt wieder die Frage an.

    In der Diskussion, im Ringen um das beste Ergebnis und die Nutzung der Schwarmintelligenz kann man, davon bin ich überzeugt, gute Konzepte kreieren. vielleicht sogar welche, die nicht nur ein Feigenblatt sind, sondern solche, die richtig nützlich sind.

    Ob Du da den richtigen Schwarm fragst?

  • Ob Du da den richtigen Schwarm fragst?

    Welchen soll ich dann fragen anstelle der "Meisterschützen" - also die "ernsthaften Sportschützen und Trainer"?

    Der Threadstarter Ludwig hat sich ja nie wieder hier gemeldet.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Welchen soll ich dann fragen anstelle der "Meisterschützen" - also die "ernsthaften Sportschützen und Trainer"?

    Der Threadstarter Ludwig hat sich ja nie wieder hier gemeldet.

    Die, die sich mit dem Thema beschäftigen.

    Soweit es um eine Ergänzung der Satzung, Weisungen für Mitarbeiter und Mitglieder geht erwarte ich dass die Verbände rechtzeitig brauchbare Richtlinien zur Verfügung stellen.

    Sollte es künftig in der Ausbildung Angebote geben müssen, könnten die im überfachlichen Rahmen stattfinden, besondere Anforderungen für Schützen sehe ich da nicht.

    Persönliche Bildungsangebote kenne ich in Bayern bei den Lehrern und verschiedenen Berufsverbänden, an Fortbildungsangebote verschiedener Organisationen erinnere ich mich auch noch.

  • Soweit es um eine Ergänzung der Satzung, Weisungen für Mitarbeiter und Mitglieder geht erwarte ich dass die Verbände rechtzeitig brauchbare Richtlinien zur Verfügung stellen.

    Spaßvogel!

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  • Ich meine es nicht gut, ich will es gut haben.

    Genau so geht das. Und zwar in zwei Richtungen:

    • Wenn ich weiter auf dem Karussell mitfahren will, wo ich schon sitze, suche ich mir darauf den besten Platz und richte mich mit Umsicht und Sorgfalt ein. Notfalls erkämpfe ich mir das Gewünschte gegen das bürokratische Monster.
    • Wenn ich aber flexibler bin und es einfach nur gut haben will, bin ich auch dafür offen, ausgetretene Pfade zu verlassen und mir etwas ganz Neues zu suchen. Beispielsweise kann man ganz alleine und ohne Verein, Verband, Sportordnung, Kampfrichter, Schutzkonzepte und Zeugen zur Einhaltung derselben auf einen Berg gehen und sich die braven Ameisen von ganz weit oben ansehen.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Wenn ich aber flexibler bin und es einfach nur gut haben will, bin ich auch dafür offen, ausgetretene Pfade zu verlassen und mir etwas ganz Neues zu suchen. Beispielsweise kann man ganz alleine und ohne Verein, Verband, Sportordnung, Kampfrichter, Schutzkonzepte und Zeugen zur Einhaltung derselben auf einen Berg gehen und sich die braven Ameisen von ganz weit oben ansehen.

    Beste Antwort. You made my day.

    1. Wenn ich weiter auf dem Karussell mitfahren will, wo ich schon sitze, suche ich mir darauf den besten Platz und richte mich mit Umsicht und Sorgfalt ein. Notfalls erkämpfe ich mir das Gewünschte gegen das bürokratische Monster.
    2. Wenn ich aber flexibler bin und es einfach nur gut haben will, ... ganz alleine und ohne Verein, Verband, Sportordnung, Kampfrichter, Schutzkonzepte und Zeugen zur Einhaltung derselben auf einen Berg gehen und sich die braven Ameisen von ganz weit oben ansehen.

    Ich fürchte, ich bin inflexibel und haue lieber ein paar Leute vom Karussellpferd runter.

    Ameisen betrachte ich nicht so gern und wenn ja, mit einem Kochtopf voll siedenden Wassers in den Händen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Richtig, schon weil vom Dachverband oder höher eine Regelung getroffen wird die dann vorrangig verbindlich wird .


    Wo früher doch alles besser war!

    Glaubst du das wirklich? Regelungen in den höheren Ebenen dienen doch meist dazu sich unangreifbar zu machen. Mit dem Verweis auf er/sie/es hätte sich doch an die Regeln halten müssen und im Führungszeugnis stand auch nichts, kann man die Hände weiter in Unschuld waschen. Wenn es Versäumnisse gab, dann stehen die Mitschuldigen fest.

    Früher war es nur anders bescheiden. Genau dort, wo die größte Betroffenheit und Schockierheit geheuchelt wird, dort werden doch die dicksten Regularien aufgesetzt.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Glaubst du das wirklich?

    Ich vertraue darauf, das beruht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit.

    Glauben dürfen gerne andere.

    Regelungen in den höheren Ebenen dienen doch meist dazu sich unangreifbar zu machen.

    Was Du im ersten Satz noch bestreitest.

    Die negative Einstellung scheint Charaktermerkmal der Schützen zu sein.

    Es ist sicher sinnvoller wenn man einmal von Fachleuten eine Richtlinie erstellen lässt als sich in jedem Verein etwas gut gemeintes zu basteln.

    Die höheren Ebenen sind genau dafür da.

    Mit dem Verweis auf er/sie/es hätte sich doch an die Regeln halten müssen und im Führungszeugnis stand auch nichts, kann man die Hände weiter in Unschuld waschen. Wenn es Versäumnisse gab, dann stehen die Mitschuldigen fest.

    Richtig, zumindest kann dann niemand mehr behaupten nicht gewusst zu haben was selbstverständlich sein sollte.


    Früher war es nur anders bescheiden. Genau dort, wo die größte Betroffenheit und Schockierheit geheuchelt wird, dort werden doch die dicksten Regularien aufgesetzt.

    Für Organisationen im weiteren trifft das zu.

  • Ich fürchte, ich bin inflexibel und haue lieber ein paar Leute vom Karussellpferd runter.

    Ameisen betrachte ich nicht so gern und wenn ja, mit einem Kochtopf voll siedenden Wassers in den Händen.

    Ich behalte die flexible Variante gerne als Option im Hinterkopf, während ich am Karussell herumturne. Das Wissen um eine sehr lebenswerte Alternative, die genau eine Entscheidung entfernt ist, macht die Situation entspannter. Und das hilft auch beim Finden passender Texte für aufgezwungene Regelungen.

    Von einem ausreichend hohen Gipfel betrachtet erscheinen die herumwuselnden Zweibeiner nicht mal mehr als Ameisen. Sie sind einfach zu winzig. Und auf dem Weg nach oben gehen alle die Sorgen, Streitereien, Ärger und Zweifel einfach am Wege verloren. Oben angekommen ist nichts mehr wichtig, außer dem Augenblick in herrlicher Landschaft. DAS ist Lebensqualität.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!