Lupi - Handgelenkstellung

  • Hi zusammen,

    mich beschäftigt seit einiger Zeit die Stellung meines Handgelenks bei der Lupi.

    Wenn ich an den Stand gehe richte ich mich erstmal ohne Pistole ein, mach ein paar Anschläge, schau ob die Richtung passt und ob nix zwickt oder stört, usw.

    Wenn ich dann zum ersten mal die Pistole in die Hand nehme, mit geschlossenen Augen hoch gehe und dann durchschaue steht die Pistole total schräg. In der Regel zeigt sich nach links oben. Das ist soweit auch reproduzierbar.

    Wenn ich nun ein paar Anschläge mit Pistole mache und die Handgelenkstellung entsprechend anpasse funktioniert das dann doch recht gut. Mach ich dann nach ein paar Schuss nochmal die Kontrolle mit geschlossenen Augen ist die Schrägstellung lang nicht mehr so schlimm, da ich das Handgelenk jetzt wie soll ich sagen eingerichtet habe.

    Die Frage, die sich mir stellt ist darf das so sein, ist das bei euch auch so, sollte ich in irgendeiner Art und Weise daran arbeiten, dass die Pistole mit natürlicher Handgelenkstellung auf die Scheibe zeigt?
    Ich kenne auch einige Beispiele, da wird das Handgelenk ja bewusst nach unten abgekippt, soweit anatomisch möglich, um ein weiteres abkippen während des Schießen zu verhindern.

    Freu mich auf etwas Input zu dem Thema.

    Grüße
    Oli

  • Wenn nach dem saubern Aufbau des Anschlags dein Korn immernoch links hoch steht, solltest Du den Griff deiner Pistole entsprechend umstellen. Hier kommt es sehr auf das ensprechende Modell an, wie einfach das zu bewerkstelligen ist.

    Bei den aktuellen FWB, Walther, Tesro, kannst Du den Griff in gewissen Grenzen in alle Richtungen verstellen.

    Du musst nun also den Griff so drehen das in "Nullstellung" das Korn mittig in der Kimme zu sehen ist. Die Höhe des Korns kannst Du über die Änderung des Griffwinkels einstellen.

    Es muss mehr geschossen werden!
    Schießsport ist Vielfalt: Mitglied im DSB, BDS, BDMP

  • Wenn Du mit aktiver Muskelspannung das Korn in die richtige Stellung zwingst ist das nicht optimal, da es möglich ist, dass sich beim Auslösen die Muskulatur zurückstellt.

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  • Bei den aktuellen FWB, Walther, Tesro, kannst Du den Griff in gewissen Grenzen in alle Richtungen verstellen.

    ich hab ne Walther LP500

    In der Richtung war ich auch schon unterwegs. Ich hab den Griff schon entsprechend geschwenkt, sodass der Lauf quasi nach rechts zeigt. Allerdings reicht die Verstellmöglichkeit bei weitem nicht aus, um das zu korrigieren

    Ich hinterfrage gerade auch meinen kompletten Anschlag, ob ich hier nicht von Grund auf, also bei den Füßen angefangen, was ändern muss, damit ich hier besser klar komme. Das wollte ich hier auch noch diskutieren, da aber eventuell nen eigenen Faden aufmachen.

    Da das Thema aber so komplex ist und irgendwie doch alles zusammenhängt weiß ich noch nicht, wie ich das am Besten strukturiert bekomme.

    Baustellen bzw. Fragen hab ich nämlich viele

  • Du musst nun also den Griff so drehen das in "Nullstellung" das Korn mittig in der Kimme zu sehen ist. Die Höhe des Korns kannst Du über die Änderung des Griffwinkels einstellen.

    da bin ich Einstelltechnisch auch schon ziemlich am Anschlag, wobei ich sagen muss, dass ich im Moment noch nen Meshpro Griff schieße und der konstruktionsbedingt etwas höher sitzt, als der Original Walther Griff, was die Winkeleinstellung limitiert.

    Als ich die Fingermulden vor ein paar Wochen noch angepasst habe hab ich versucht das mit einfließen zu lassen und hier noch eine entsprechende Schräge so gut wie möglich reinmodelliert.

    Auf dem Bild sieht man es jetzt nicht so gut, aber oben am Mittelfinger ist wesentlich mehr Material aufgetragen, als unten am kleinen Finger

    Zwecks dem Griff bin ich auch aktuell dran mir auf Basis meines Holzgriffes einen neuen zu erstellen

    Einmal editiert, zuletzt von Oli (31. Oktober 2025 um 07:28)

  • Spannendes Thema, da ich ja mit einer relativ alten SpoPi schieße, wo der Griffwinkel noch relativ steil ist. Das kostet Kraft im Handgelenk und ist in der Tat anfälliger für Abzugsfehler da die Hand- Hangelenksmuskulatur zusätzlich mehr mit dem Halten beschäftigt ist. Ich komme mit flachen Winkeln gar nicht klar, aber egal.

    Von Rink gibt es Griffe die schon von Anfang mit einer 7° Grad Stellung aufwarten, sind von der Grundidee - glaub ich - für Schützen mit linksdominanten Auge gedacht. Vielleicht würde das den Verstellbereich erweitern, aber wenn das notwendig wäre, würde ich auch erst mal sehen ob das Gründe hat die man eher angehen sollte.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • ob das Gründe hat die man eher angehen sollte.

    eben, ich hab auch schon mit der Fußstellung und der kompletten Ausrichtung etwas experimentiert, komm da allerdings noch auf keinen grünen Zweig

    Wir haben zwar nen Trainer im Verein, der sich beim Verband auch um die Schüler kümmert, mit dem hab ich auch schon ein paar Sachen probiert. Wir sind da jetzt an nem Punkt, an dem wir nicht weiter kommen

    Es ist jetzt nicht so, dass ich Ergebnistechnisch auf keinen grünen Zweig komme

    Ich merk einfach selber, dass sich alles noch nicht ganz rund anfühlt und es bei mir noch Potential gibt, welches es auszuschöpfen gilt

    Bin auch schon dran meine Fühler etwas auszustrecken, was Trainingsmöglichkeiten mit erfahrenen Trainern in der Gegend anbelangt, um das mal live zu diskutieren. In dem Niemandsland, in dem ich wohn ist das allerdings nicht so einfach bzw. mit weiten Fahrwegen verbunden

  • Oh.... Kumpel von mir wohnt in Burgbernheim.... Aber das hilft dir nix..... Er ist Gewehr Fraktion..... Und ich bin augenblicklich zwischen hameln und Oldenburg unterwegs.

    Einiges wurde schon geschrieben. Wenn Dein korn erst mit probieren mittig steht stimmt einiges am Griff nicht. Mit einspielen tut die Fuß Stellung. Zu beobachten wäre ob sich in den ersten Minuten oder Anschlägen Dein Muskeltonus verändert so dass Du ohne Konditionierung gar nicht schießen solltest. Du bräuchtest dann etwas Aufwärmen und Anstrengung damit die Muskeln und Sehnen sich einarbeiten. Danach erst einrichten und nullstellung im Anschlag suchen.

  • da schwank ich noch etwas

    Mein Sohn hat vom Landeskader (Schüler) einen Aufwärmplan bekommen, den hab ich ehrlich gesagt noch nicht genau angeschaut
    Bei ihm stößt das bisher auf nicht allzu große Gegenliebe, wir schauen aber schon, dass er das auch vor dem Training durchzieht

    Zu der Fraktion Kügele rein und Klappe zu, bevor man überhaupt am Stand steht gehöre ich sicherlich nicht. Mehr machen kann man sicherlich immer

    Ich will mich dem sicher nicht verschließen. Muss halt nur schauen, wie ich die diversen Ansätze strukturiert bekomme. Die Motivation ist im Moment sehr hoch, die Zeit, welche ich einsetzen kann allerdings begrenzt

    Hugo165 aber ja das wäre auch ein Punkt auf meiner Liste, der noch dazukommt

  • wie ging es diese Woche weiter...

    ich hab das Glück gehabt, dass ich einen Tag nach meinem letzten Beitrag mit einem Griffbauer an meinem Griff arbeiten konnte
    der Meshpro liegt nun im Regal

    Wir haben bei der Anpassung die Schrägstellung besprochen. Ich hab den Griff jetzt über das 3D Gelenk so einstellen können, dass das Korn schon wesentlich besser steht. Ein wenig Versatz hab ich noch, aber das wird

    Ich hab heute meine VM geschossen , das war ne absolute Katastrophe und meine Laune danach entsprechend im Keller

    Trotzdem hab ich danach noch ein paar Trockenanschläge gemacht und geschaut, wie sich alles so anfühlt

    Was ich gemerkt habe. Ich hab seither den Blick bei der ersten Atmung fest auf der Scheibe gehabt und hab beim Hochgehen gleich die Visierung aufgenommen
    Nach einem Gespräch mit unserem Trainer hab ich das dann anders versucht, dass der Blick bei der ersten Atmung auf dem Boden hinten an der Wand ruht. Den Blick auf die Visierung hab ich dann später aufgenommen. Vorteil war auf jeden Fall man sieht gleich, passt die Richtung oder nicht. Nach der zweiten Atmung bin ich dann im Vergleich zu den VM wesentlich stabiler gestanden. Jetzt nicht nur wegen der Aufregung, es hast sich einfach besser angefühlt.

    Wenn ich den Ablauf so mache muss ich allerdings meine Fußstellung komplett ändern. Seither bin ich so bei 30-40° gestanden. Wenn ich das mit dem Ablauf jetzt so mache bin ich Meilenweit zu links. Also hab ich mich steiler hingestellt, was eventuell auch zu der gefühlt besseren Ruhe beigetragen hat.

    Was ich in der Zeit bisher gemerkt habe ist, dass ich lieber einen Steilen, als einen offen Anschlag schieße.

    Was mich aber noch weiter beschäftigen wird ist, dass meine Handgelenkstellung, wenn ich es nicht irgendwo hindrücke schon recht komisch ist.

    Ich muss hier auch wieder den Griff ziemlich nach hinten kippen, sodass das Korn entsprechend steht. Das klappt wie oben beschrieben ganz passabel.

    Was mir keine Ruhe lässt, ist dass ich den Griff wie oben im Bild echt weit schwenken muss, damit ich ein ordentliches Zielbild habe.
    Oder ich richte das mit der Kopfstellung, was dann auch nicht so glücklich ist.
    So wie ich den Griff jetzt gedreht habe könnte ich fast mit nem Kreuzdominanten Griff schießen, obwohl ich mit rechts halte und schieße.

    Das gibt mir im Moment noch zu denken.

    Die Ergebnisse sind zwar so lalala da, aber ich hinterfrage im Moment echt alles, was hier zu einer Art Strudel führt, in den ich hineingerate und Gefahr laufe darin unterzugehen

    Als ich im Frühjahr mit dem Pistolenschießen angefangen habe war das einfach Pistole rausheben und ein bisschen zielen und gut ist, hier ist mir mit den ganzen Erfahrungen, die ich gemacht hab und dem Wissen, welches hinzugekommen ist die Leichtigkeit etwas abhanden gekommen

    Auf lange Zeit wird sich das sicherlich auszahlen, im Moment ist es einfach frustrierend

  • wie ging es diese Woche weiter...


    ....Die Ergebnisse sind zwar so lalala da, aber ich hinterfrage im Moment echt alles, was hier zu einer Art Strudel führt, in den ich hineingerate und Gefahr laufe darin unterzugehen.....

    Ja bloß nicht. Du hast Dir jetzt den Griff angepasst so dass es augenscheinlich passt, jetzt schieß erst mal und gewöhn Dich an die Veränderung. Aufgrund eines "Gefühls" bei einem oder zwei schießen jetzt gleich wieder fünf andere Baustellen aufzumachen macht Dich höchstens schwindelig, aber nicht konstant - besser schon gar nicht.

    Ist halt nicht wie ZF einstellen wo man ein paar Schräubchen links und hoch einstellt und alles ist gut. Da ist der Mensch halt eher wie ein ganzer Eimer voller Stellschrauben - und je nach Mensch haben die dann blöder Weise auch noch unterschiedliche Gewinde ;).

    Ich bin aber immer noch der Meinung dass - vor allem bei Anfängern - der Griff die letzte Baustelle wäre.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Ich stimme da ganz und gar nicht mit der Auffassung überein dass der Griff das letzte ist was ein Anfänger in Angriff nehmen sollte. Dass ein Anfänger mit einem ausgereizten Griff überfordert ist das mag stimmen aber warum sollte man einen Anfänger zwingen seine Hand an den Griff an zu passen??? Es ist doch sooo einfach. Fragen wo das Korn steht..... Anpassen und die Fingerlage grob anpassen. Das Züngel an Position stellen und dann erstmal schiessen lassen. Nach einigen Wochen das Schussbild betrachten und je nach Fortschritt kann dann der Griff weiter verbessert werden. Ich kaufe mir auch kein Auto und stelle den Sitz und Spiegel erst nach 2 Jahren ein.....

    Jemand der mit einem nicht (grob) angepassten Griff schiessen soll verliert doch nach 3 Monaten die Lust und den Spaß weil er keinen Fortschritt sieht.

    Aber was weiß ich denn schon...... Hab halt keine Ahnung vom Schiessen und Griffe gestalten.....

    Matze

  • Hi zusammen,

    zum Thema Griff, ja da gibt es solche und solche Meinungen, ich kann irgendwie beide Argumente von Matze1965 , also auch von uodalrich nachvollziehen. Wenn ich zum Vergleich jetzt den Walther Holzgriff oder den Meshpro in die Hand nehme sind das Welten. In den aktuellen Greif ich rein und fühl mich einfach wohl. Ob der dann bis ins letzte ausgereizt ist sei dahingestellt. Eventuell werd ich da später nochmal ne Schleife drehen müssen.

    Mein geschreibe vom Freitag war zugegebenermaßen frei Schnauze und voller Emotionen und vor allem Frust, was sich in der Qualität des Textes widerspiegelt

    Ich bin jetzt wieder klarer im Kopf, und hab einen groben Plan, wie ich weitermachen möchte. Ich werde dann berichten.

    Grüße
    Oli

  • Ich stimme da ganz und gar nicht mit der Auffassung überein dass der Griff das letzte ist was ein Anfänger in Angriff nehmen sollte. Dass ein Anfänger mit einem ausgereizten Griff überfordert ist das mag stimmen aber warum sollte man einen Anfänger zwingen seine Hand an den Griff an zu passen??? Es ist doch sooo einfach. Fragen wo das Korn steht..... Anpassen und die Fingerlage grob anpassen. Das Züngel an Position stellen und dann erstmal schiessen lassen. Nach einigen Wochen das Schussbild betrachten und je nach Fortschritt kann dann der Griff weiter verbessert werden. Ich kaufe mir auch kein Auto und stelle den Sitz und Spiegel erst nach 2 Jahren ein.....

    Jemand der mit einem nicht (grob) angepassten Griff schiessen soll verliert doch nach 3 Monaten die Lust und den Spaß weil er keinen Fortschritt sieht.

    Aber was weiß ich denn schon...... Hab halt keine Ahnung vom Schiessen und Griffe gestalten.....

    Matze

    Ich spreche niemandem ab Ahnung von Griffen zu haben. Das wollen wir mal festhalten. Aber ich spreche einem Anfänger ab zu wissen wo und in welcher Prio seine Stellschrauben sitzen und was seine eigentlichen Fehlerquellen sind.

    Lass mich erklären warum - bei mir - der Griff das absolut letzte wäre wo es Änderungen erfordert. Griffe ab Werk sind so konzipiert, dass sie einen möglichst breiten Bereich abdecken. Genauso wie Deine zitierten Autositze. Passt also für alle "ziemlich" gut und den Rest stellt man sich mal ein - aber man baut sich nicht schon kurz nach der Auslieferung einen komplett neuen Sitz ein. Dass das anfangs gute Gefühl nix heißt, hat man ja am Meshpro gesehen.

    Beispiel der Anfänger steht falsch, hält falsch, zielt falsch und zieht falsch ab. Das kompensiert man jetzt alles mit einem Maßgriff. Jetzt stellt er sich nach einiger Zeit mal richtig und/oder zielt richtig und/oder zieht richtig ab und "irgendwas" passt plötzlich nicht mehr. Der Griff kann es ja nicht sein, denn der war teuer oder ist ja auf Maß gefertigt. Also wird eine weitere Baustelle aufgemacht, herumprobiert, neue Fehlerquellen produziert und das Karussell dreht sich bis man keine Lust mehr hat und auf Männersynchronschwimmen umsteigt.

    Erst mal richtig Stehen, richtig Zielen und richtig Abziehen - dann kann ich mich mit dem Griff befassen. Was nützt mir der schnuckeligste Autositz, wenn ich keine Ahnung habe wie man anständig Auto fährt.

    Aber es ist ja jedem freigestellt das anders zu sehen und zu machen :coffee:

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Hi zusammen,

    ...... Wenn ich zum Vergleich jetzt den Walther Holzgriff oder den Meshpro in die Hand nehme sind das Welten.....,

    .....
    der Meshpro liegt nun im Regal......

    So viel zum guten Gefühl ;)

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.