„go4hundred“ // Tagebuch eines Neueinsteigers // Kapitel 2

  • Hallo miteinander,

    ich bin bisher nur ein stiller Mitleser gewesen, doch heute möchte ich mich einmal zu Wort melden.
    Als Anfänger ohne Trainer ist Hawkeyes Trainingstagebuch für mich ein wahrer Schatz. Er beschreibt darin nicht nur die Schwierigkeiten, sondern auch seine Lösungsansätze und das Ergebnis, das daraus entsteht. Am Ende jedes Eintrags steht immer eine Erkenntnis, etwas Echtes, das man mitfühlen kann.

    Letztlich gibt es kein festes Rezept. Jeder Mensch ist anders, bringt andere Voraussetzungen mit. Die Grundlagen mögen für viele gleich sein, doch ab einem gewissen Punkt zählt die Individualität, sie macht den Unterschied, sie formt den Weg.

    Was mich und sicher viele andere Anfänger hier besonders inspiriert, ist sein Ehrgeiz, seine harte Arbeit und der unerschütterliche Wille, sich stetig zu verbessern. Er lebt genau das nach, was er im Logo hat. Das Japanisches Wort für Kaizen, Verbessern durch verändern.

    Vielleicht haben einige hier mehr Erfahrung, sind die besseren Schützen, das mag sein.
    doch seid großzügig mit eurer Erfahrung, teilt euer Wissen mit Respekt.

    Lasst ihn seine Reise weitergehen. Denn genau daraus wächst Inspiration, für uns (die vielen Anfängern & passiven Mitlesern).

  • Hallo miteinander,

    ich bin bisher nur ein stiller Mitleser gewesen, doch heute möchte ich mich einmal zu Wort melden.
    Als Anfänger ohne Trainer ist Hawkeyes Trainingstagebuch für mich ein wahrer Schatz. Er beschreibt darin nicht nur die Schwierigkeiten, sondern auch seine Lösungsansätze und das Ergebnis, das daraus entsteht. Am Ende jedes Eintrags steht immer eine Erkenntnis, etwas Echtes, das man mitfühlen kann.

    Letztlich gibt es kein festes Rezept. Jeder Mensch ist anders, bringt andere Voraussetzungen mit. Die Grundlagen mögen für viele gleich sein, doch ab einem gewissen Punkt zählt die Individualität, sie macht den Unterschied, sie formt den Weg.

    Was mich und sicher viele andere Anfänger hier besonders inspiriert, ist sein Ehrgeiz, seine harte Arbeit und der unerschütterliche Wille, sich stetig zu verbessern. Er lebt genau das nach, was er im Logo hat. Das Japanisches Wort für Kaizen, Verbessern durch verändern.

    Vielleicht haben einige hier mehr Erfahrung, sind die besseren Schützen, das mag sein.
    doch seid großzügig mit eurer Erfahrung, teilt euer Wissen mit Respekt.

    Lasst ihn seine Reise weitergehen. Denn genau daraus wächst Inspiration, für uns (die vielen Anfängern & passiven Mitlesern).

    Kann ich so unterschreiben. Und die ganzen echten Profis dürfen ja gerne auch einen Leitfaden hier schreiben, der dann sicherlich auch sehr positiv aufgenommen wird.

    Bis dahin sind die Anfänger froh, dass die Fortgeschrittenen ihre Erfahrungen hier teilen. :peaceful:

  • .......So wieder zurück zu mir: Ich trainiere hart mit allen möglichen Methoden mit stetig steigenden Verbesserungen in der Technik. Ich scheitere an der Wettkampfaufregung und der damit verbundenen Adrenalin-Ausschüttung im Körper. Diese bekomme ich bisher nicht gut reguliert, aber ich arbeite daran.

    Das KANN mit damit zusammenhängen das ich im Training NEBEN reinen Technik Trainings auch immer wieder mal Wettkämpfe schieße. .....

    Auch wenn mein Versuch zu deeskalieren evtl nochmal nach hinten los geht - es geht nur um ein Hobby, bzw einen Sport. Ich komme mir hier teilweise vor wie beim Fußball inmitten von Ultra's :evil:.

    Alles was ich schreibe KANN zutreffend sein, MUSS es aber nicht und ich bin niemandem böse der die Ansicht nicht teilt. Aber eins ist Fakt. Jeder tickt anders; was den einen zu Höchstleistung motiviert, funktioniert bei einem anderen überhaupt nicht und erzeugt das Gegenteil. Einen guten Trainer zeichnet aus, zu erkennen was bei wem am besten klappt - und das geht mE eh nicht in zeitversetzter Ferndiagnose, sondern nur live am Stand (und mit der Zeit das auch ausgiebig zu testen).

    Thema weiße Wand (da das vormals ultimative Bügelbrett zum Schluss ja nur noch als popelige Waffenablage gestrandet ist): Kann man durchaus mal machen und immer wieder mal mit einbauen, es aber sicher kein Heilmittel für viele andere Probleme sein kann. Behebt nämlich nicht das Problem, dass ich wenn's drauf ankommt immer ein Ziel anvisieren muss und keine weiße Wand. Insofern mag das zwar helfen Abzugsfehler zu minimieren, erhöht aber ggf die Fehlerquote unter Stress. Daher gilt bei militärischer Schießausbildung: "Train as you fight". Natürlich auch hier unter der Vorraussetzung dass die Grundlagen sitzen.

    Das mit dem Adrenalin Schub im Wettkampf kannst ja ja entweder nur selbst mit der Zeit (und dem Risiko dass es dabei noch schlimmer wird) lösen, oder mit einem professionellen Sportpsychologen vor Ort. An die DSB Profis: Gibt es beim DSB nicht immer wieder mal Lehrgänge zum Mentaltraining? Vielleicht würde das zumindest helfen Stressabläufen auf die Spur zu kommen.

    Zweite Variante: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Versuche so viele Wettkämpfe und Meisterschaften zu bestreiten wie Du kannst, oder wie wo anders (oder gar hier) schon gelesen, auf möglichst vielen Ständen als Gast zu schießen. Verbunden mit dem Ziel Deinem Kopf beizubringen, dass Wettkampf und wechselnde Standbedingungen keine herausragenden Ausnahmezustände, sondern der Normalzustand sind. Vielleicht bringt das den Stresspegel nach unten. Dass das möglicher Weise am Anfang erst mal mit schlechteren Ergebnissen einhergeht musst Du einkalkulieren.

    Zum Abschluss sei noch kurz erlaubt: Ich schieße auch Trap (aber jagdlicher Anschlag), was ja bekanntlich ein Reaktionssport ist. Auch mit Kenntnis aller Grundregeln zum Anschlag, Visierung, unterschiedlichen Vorhaltungen, unterlaufen oder überlaufen der Taube usw. passiert es mir doch je nach Tagesform immer wieder, dass ich wie ein Jack Russel beim Anblick einer Katze reagiere sobald die Taube kommt.

    Der vergisst alles was man ihm beharrlich beigebracht hat und denkt nur noch: KATZE!!! :combative:

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Danke Dir für die erneute deeskalierende Nachricht. Es geht ja nicht um die weiße Wand ;) Ich steh sogar oft davor und mache Trockenübungen (ich schieb ja, dass ich viele Dinge übernommen habe). Es ja geht mehr um „Trainer“-Ego und „Schüler“-Arroganz, in welcher Phase Schüler für welche Tipps offen sind und eine Grundsatzphilosophie „im Training auf Ringe schauen oder nicht“. Jeder geht seinen Weg und wer das nicht akzeptieren kann, sollte seine Meinung besser für sich behalten.

    Den Mental-Workshop habe ich besucht. War toll und sehr informativ. Kann ich auch nur empfehlen. Daher war ich so enttäuscht, dass mein erster Stresstest nicht so erfolgreich war wie ich mir das gewünscht hatte und die gelernten Techniken zwar im Ansatz gegriffen haben, aber bei weitem nicht so wie ich mir das erhofft habe. Aber Du und Erzwo richtig schreibt: da war jetzt eine lange Phase ohne echte Wettkämpfe. Die internen Duelle sind zwar eine nette Übung, erzeugen aber nicht den gleichen Druck.

    Ich glaube mehr und mehr (auch durch diese Forsight-Academy) zu verstehen dass meine „Art“ zu schießen zwar schnelle Trainingserfolge in optimaler Umgebung erzeugt. Aber die Fehlerpotenziale unter Adrenalin und einem angespannten Muskeltonus sich potenzieren. Daher wackelte ich auch in der 8 rund ums Ziel im Wettkampf. Dazu waren die bisherigen Videos der Foresight-Academy sehr hilfreich. Ich starte nun seit gestern damit meine Methode umzustellen und die Trainingsakademie zu durchlaufen. Das wird mir sehr schwer fallen und braucht viel Disziplin aus dem alten Muster zu kommen. Aber ein Versuch ist es wert und daher kam auch die Idee zum Kapitel 2 meines Blogs: als eine zweite Lernetappe. Leider mit einem blöden Start. Ich schreib dazu in Kürze mal ausführlicher, damit die die das lesen wollen, das auch nachvollziehen können…

    LG & Dir einen schönen Tag :)

  • @Alle

    Im Grunde wollen wir doch alle das Gleiche. Einfach ab und zu mehr an die Gemeinsamkeiten denken, statt an die Ansichten die uns trennen.

    Und da appeliere ich an mich selbst natürlich auch, weil mir das auch selbst ab und an schwer fällt bzw nicht gelingt :saint:.

    Allen gut Schuss :partying:

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.