„go4hundred“ // Tagebuch eines Neueinsteigers // Kapitel 2

  • Ich habe halt jemanden gesucht der mir nicht lange erklärt warum es nicht möglich ist 400 Ringe zu schießen oder es nicht realistisch ist sich das vorzunehmen, sondern das das durchaus möglich sein kann und wie ein Weg dahin aussehen könnte.

    Bin auf eine online Akademie aus Indien gestoßen. Da lässt sich jemand der sein Wissen in einer Online-Academy anschaulich über online Filme vermittelt, das natürlich sehr gut bezahlen. Es sind auf einander aufbauende Kurse, die so viel kosten wie eine neue LP. Also irre viel Geld. Und er promotet das sehr gut und geschickt.

    Findet ihr unter http://www.foresightshooting.com. Ist aber auf Englisch/indisch.

    Bitte jetzt hier aber nicht abdriften in eine Bewertung der Academie oder des Coaches und ob ein C/B/A Coach in Deutschland mehr drauf hat und das von ihm Schwachsinn ist. Wer da meint dazu was schreiben zu müssen, sollte bitte einen neuen Post aufmachen.

    Für mich persönlich sind viele Ansätze nicht neu aber hilfreich und daher ist es mir es wert das mal zu versuchen. Es ist ja genau das was Nullinger mir empfiehlt: weg von der übermäßigen Kontrolle und Finetuning. Ich stehe aber noch ganz am Anfang der Übungen und Techniken und mir fällt das Loslassen noch schwer.

    Es geht also im Kern darum weg von Kontrolle, Ziel und bewusster Technik zu Flow, Vertrauen und Fokussierung zu kommen. Eine Mischung aus Technik, Meditation und Mantra…

    Ob das was bringt… keine Ahnung. Ihr könnt es an mir ja weiter verfolgen… :)

  • Moin

    Naja so was nennt man Wettkampferfahrung.

    Mir geht es ja nicht anders... Jedes Jahr und jede LM/DM was anderes, was sich als Fehler einschleicht und erst unter Stress zum Tragen kommt.

    Beispiel: Ich schieße mit der Halbautomatischen Langwaffe beim BDS 25m Präzision mit Kimme und Korn und mit Rot Punkt Visierung.
    Ich habe meine Kimme Korn Visierung eingestellt, es hat alles Perfekt gepasst.
    Im Wettkampf war ich mehrere Ringe daneben.

    Folgendes ist passiert: Habe alles zu Hause auf dem Stand eingestellt, mit dem Montierten Holosun Red Dot.
    Also habe ich durch die Glasscheibe des ausgeschalteten Red Dot Visiert.

    Im Wettkampf musste ich das aber abmontieren, ist ja klar.

    Dann war aber der Parallaxe Fehler der Glasscheibe weg und meine Kimme und Korn Visierung hat nicht mehr gestimmt.
    Habe dann versucht das irgendwie auszugleichen, ist aber in die Hose gegangen.

    Ein Jahr später hatte ich zwischen zwei Wettkämpfen an meiner GSP500 die Visierung tauschen müssen, wegen zwei verschiedenen Disziplinen: Offene und Optische Visierung.
    Bei der Montage des Red Dot habe ich die Federn der Halteplatte nicht in die Vorgegebenen Bohrungen gesteckt... (aufregung) es ist mir einfach nicht aufgefallen... dadurch war die Montageplatte unter Spannung montiert.

    3 Minuten Probe: ersten 2 Schuss: auf 6 Uhr in die 3
    Ich war direkt fertig mit der Welt.
    Ich habe das Red Dot komplett in der höhen Verstellung verdreht, und war dann auf Anschlag der Einstellung kam gerade so in die 9.
    Selbst als die Probezeit schon vorbei war habe ich noch die Visierung verstellt...

    Wettkampf ist gelaufen... bin nur noch im Mittelfeld gelandet...

    Anders Wiederum war es auf der LM mit der LP. Da hatte ich in den Monaten vorher immer wieder was am Griff geändert und es wurde einfach nicht besser... eher von Mal zu Mal schlechter.
    Ich habe mich vor der LM aber nicht mehr getraut den Griff komplett runter zu schleifen und neu anzusetzen...
    Und habe nur 364 geschossen...

    Nach dem Wettkampf noch am Gleichen Sonntag den Griff runter geschliffen, neu gemacht, am Nächsten Tag im Training direkt 10 Ringe mehr geschossen...

    Da denke ich immer noch darüber nach... hätte ich das doch nur vor dem Wettkampf gemacht...

    Was ich damit sagen will:

    Mit jedem Fehler den man im Wettkämpf hat, lernt man draus.
    Vor allem lernt man damit umzugehen und man lernt vertrauen in seine Fähigkeiten zu haben, so das man in der Probezeit diese Fehler weitestgehend unter Kontrolle bekommt, und damit zurecht kommt.
    Man lernt seine Sportgeräte erst richtig kennen, wenn diese einen Defekt oder Fehler ausweisen. Und man lernt diese schnell zu erkennen und zu beheben.

  • Viele persönliche Regeln habe ich ja nicht, ABER: vor einem Wettkampf oder einer Meisterschaft wird rein gar nix geändert.

    Warum sollte das setting meiner Pistole, das das ganze Jahr über perfekt funktioniert hat plötzlich nicht mehr passen, nur weil eine Meisterschaft oder ein Wettkampf ansteht. Und wenn mit der selben Waffe verschiedene Disziplinen geschossen werden, dann sollte nach dem Umbau mindestens ein Trainingstag stehen um die Trefferlage zu kontrollieren.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Ja, diese und Ähnliche Fehler werden mir in Zukunft nicht mehr Passieren.

    Aber bestimmt gibt es noch 1000 andere Fehler die ich noch nicht getestet habe und die bestimmt irgend wann man auftauchen werden.

  • Daß du dann 10 Ringe mehr geschossen hast bedeutet nichts.

    Man kann nicht Trainings- mit Wettkampfergebnissen vergleichen da letztere bis auf wenige Ausnahmen immer niedriger ausfallen als diese welche im Training geschossen werden. Um einen echten Vergleich zu haben hättest du mit dem neuen Griff einen der LM gleichwertigen Wettkampf schießen müssen. Letztlich, ob eine Einstellung was taugt findet man nur im Wettkampf heraus.

    Die beste Einstellung im Training nutzt nichts wenn diese im Wettkampf nicht umsetzbar ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Königstiger (21. Oktober 2025 um 12:17)

  • Wie weiter oben versprochen habe ich mal zusammengeschrieben wie mein Einstieg ins 10m Luftpistolenschießen mit 53 Jahren passiert ist:

    Ich möchte mich heute bei euch bedanken und gleichzeitig meine Erfahrungen teilen, wie ich zum Luftpistolenschießen gekommen bin, und das mit 53 Jahren!

    Durch einen Beitrag hier im Forum, ich glaube es war „10m Luftpistole Orientierungswerte Ringe“ von Hawkeyes.177, wurde mein Interesse geweckt. Die Art und Weise, wie dort über das Thema gesprochen wurde, hat mich sofort angesprochen. Die Leidenschaft, die zwischen den Zeilen spürbar war, hat mich motiviert, es selbst zu versuchen, obwohl ich vorher mit Luftpistole keinerlei Berührungspunkte hatte.

    Ich komme ursprünglich aus dem Bereich Nitro-Schießen (und bin weiterhin dabei) im BDS, BSSB und BDMP, Kurz- und Langwaffe, auch Vorderlader. Das habe ich über Jahre hinweg betrieben und durchaus auch ab und zu erfolgreich ;-). Aber Luftpistole war Neuland für mich.

    Also bin ich einfach losgezogen und habe mir eine Feinwerkbau P8X gekauft, natürlich gleich mit einem maßgefertigten Rink Griff, wie ich es auch bei jeder meiner Sportpistolen mache (außer bei der Expert, da ist es auch mal ein 3D Griff geworden). Für mich ist der Griff nie das Kriterium für die Waffe, er wird passend gemacht.

    Mein erster Versuch: 40 Schuss, 344 Ringe. Da dachte ich mir: „Da geht was!“ Und ab da war ich angefixt.

    Das war im Mai dieses Jahres. Seitdem sauge ich alles auf, was ich an Wissen bekommen kann: Bücher, Internet, Foren, YouTube, Weltcup-Übertragungen, alles, was mir hilft, besser zu werden. Anfangs dachte ich, Training bedeutet einfach nur 40 Schuss zu machen, manchmal auch dreimal hintereinander. Doch mit der Zeit habe ich Techniktraining, Haltetraining, allgemeines Fitnesstraining usw. entdeckt und integriert.

    Die P8X habe ich später verkauft und mir eine Pardini K12 zugelegt, wieder mit angepasstem Griff. Die Pardini war klasse, aber nach zwei Monaten musste es dann doch eine LP500E sein. Auch hier wieder ein neuer Griff, und aktuell bin ich bei der LP500E geblieben, weil ich mit ihr am besten zurechtkomme. Eine Morini oder Steyr traue ich mich noch nicht zu testen, vielleicht irgendwann mal (sonst wird meine Finanzministerin wohl recht... ihr wisst was ich meine) :-).

    Mittlerweile schieße ich konstant zwischen 360 und 372 Ringe, Im Wettkampf eher um die 360, im Training um die 370. Das hat mich viel Hingabe, Trainingsfleiß und Zeit gekostet. Ich habe mir zuhause einen 10m Lupistand aufgebaut und kann dort regelmäßig trainieren. Trockentraining nimmt dabei den größten Teil meiner Zeit ein. Insgesamt investiere ich etwa 6–7 Stunden pro Woche. Das umfasst das Training im Verein, der Stand Zuhause, Trockentraining und Haltetraining usw.)

    Was mich besonders freut: Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel Freude am Luftpistolenschießen entwickeln würde. Und als positiver Nebeneffekt bin ich auch bei der Sportpistole, Vorderladerpistole und generell bei der Großkaliberpistole deutlich besser geworden.

    Nochmals vielen Dank an dieses Forum und die vielen hilfreichen Tipps, ohne euch wäre ich diesen Weg wohl nie gegangen! Mal sehen wie weit ich komme, ist in meinem Alter dann auch nicht mehr so einfach.

    Viele liebe Grüße
    Grolli

    Steyr EVO10e :successful:

    Walther LP500 Expert E:)

    Walther GSP Expert:/

    CZ Taipan^^

    Walther Q5SF 8)

  • Es ist ja genau das was Nullinger mir empfiehlt: weg von der übermäßigen Kontrolle und Finetuning. Ich stehe aber noch ganz am Anfang der Übungen und Techniken und mir fällt das Loslassen noch schwer.

    Es geht also im Kern darum weg von Kontrolle, Ziel und bewusster Technik zu Flow, Vertrauen und Fokussierung zu kommen. Eine Mischung aus Technik, Meditation und Mantra…

    Ob das was bringt… keine Ahnung. Ihr könnt es an mir ja weiter verfolgen… :)

    Ne, meine Analyse ist ne andere und ich würde Dir auch was anderes empfehlen.
    Aber Du gehst Deinen eigenen Weg und das ist OK.

  • Liebes Tagebuch, Liebe Mitleser,

    die Bauchlandung meines Höhenfluges geht leider weiter… Wer glaubt dass Golf den Sportler mentalen Demut lehrt, der sollte es mal mit Schießen versuchen. Mann, Mann, Mann, was hab ich mir den Start in die neue Liga-Runde anders vorgestellt…

    Nach der Nerven-Achterbahn des BL-Trainings wurde ich dieses WE in der LOL in Brühl eingesetzt. Ich denke das war auch die bessere Wahl für mich heute. Kurzes Ergebnis: 1. Duell gewonnen (356 Ringe) / 2. Duell verloren (350 Ringe). Und leider habe ich es beide Male nicht über auf die 360 Ringe geschafft. Wie schade.

    Bin heute früh als erstes noch zu einem meiner Vereine gestartet um sicher zugehen., dass die LP auf die Mitte der Scheibe trifft, da ich am WE den Griff nochmal angepasst habe (später dazu mehr). Ergebnisse waren heute früh super und die machten Mut. Der schwand dann allerdings während dem Wettkampf.

    Die Vorbereitung lief eigentlich super. Hier würde ich mir eine gute Note geben:
    - Isolierte mentale Vorbereitung
    - Aufwärmen und Dehnen
    - Progressive Muskelentspannung
    War eigentlich sehr fokussiert und ruhig am Werk. Probeserie war auch noch ok…

    Und dann fing jedes Mal wenn ich heute im Wettkampf an die „scharfen Schüsse“ ging mein Arm aus der Rückenmuskulatur und am Handgelenk an zu zittern. Schlimm. egal was ich gemacht habe. Pause, Atmung, PMR… halt alles nur ein wenig geholfen. beim Trockenschuss bleibt das Handgelenk ruhiger. Aber wenn ich dann den Diabolo lade geht es wieder los.

    Erster Wettkampf lief mit 85/90/88/93 noch ganz ok. In der letzten Runde hatte ich mich gefangen und dann 4x 10er in Folge geschossen. Blieb zwar unter den erhofften 360 aber da ich meist im zweiten Wettkampf ruhiger bin, blieb die Hoffnung.
    In der Pause entspannt und sogar eine kleine Meditation gemacht.

    Im 2. Wettkampf war ich von der Aufregung deutlich ruhiger und entspannter, aber ich habe es nicht geschafft den 9er Kreis zu halten: 87/88/85/90. Die ersten 3 Serien habe ich rings um in die 8 gewackelt. Wenigstens habe ich mit einer symbolischen 10,8 aufgehört.
    Wie schade…

    Aber gehen wir mal in die Analyse:

    • die Tage vor dem Wettkampf haben mich spürbar beschäftigt nach dem BL-Ergebnis. Die Anspannung konnte ich schon die letzten Tage spüren.
    • Der Technik-Check vor dem Wettkampf hat mir nochmal Sicherheit gegeben
    • Mentales und körperliches Aufwärmen war sehr gut
    • Progressive Muskelentspannung hat mir auch gut getan (vor und während dem Wettkampf)
    • Einrichten am Stand & Co war auch ok und ruhig
    • Trockenklicks vor dem Start und nach Pausen war auch gut
    • Adrenalin-Schub mit „Start“-Kommando bekomme ich nicht kontrolliert…
    • Das Zittern lässt sich kaum bewältigen
    • Mit bleibenden schlechten Schüssen verlasse ich dann leider zu schnell meinen Rhythmus und die Spirale kann ich kaum durchbrechen. Im ersten Wettkampf ja, im 2. Wettkampf nicht.

    Mit dem neuen Griff komme ich leider garnicht zu Recht. Ich hatte mir bei den Jungs von Mesh-Pro meinen Griff scannen und anschließend drucken lassen. Ist ein wirklich tolles Stück geworden. Leider habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht: ich habe gelesen, dass ein flacherer Winkel das Abziehen und ruhige Zielen erleichtern kann. Daraufhin habe ich den Griffwinkel im Konfigurator flacher gestellt.

    Das hat leider 4 blöde Effekte:
    01. der Druck des Griffes der Handfläche wandert nach oben zwischen Daumen und Zeigefinger. Wahnsinnig unangenehm und schmerzhaft.
    02. die Fingerrillen passen leider auch nicht mehr zu 100%. Ebenfalls unangenehm.
    03. die Fingerposition am Abzugszügel ändert sich. Fühlt sich nicht mehr so ruhig und kontrollierbar an
    04. die bewusste Fixierung des Handgelenkes klappt nicht mehr so gut. Das ging beim steilen Winkel deutlich besser & kraftvoller.
    Da muss ich leider nochmal Zeit und Geld investieren. Das kann so nicht bleiben… :(

    Aber der Griff hat nichts mir dem Ergebnis von heute zu tun, denn natürlich sind es aber meine eigenen Ambitionen, das eigene Ego, der Wunsch nach Erfolgen, die mich selbst so unter Druck setzen und dann daran scheitern lassen. Und dass ich auch weiterhin ein Trainings/Wettkampf-Gap haben werde, war mir eigentlich klar. Nur hatte ich gehofft dass es sich nach den Monaten des Trainings schon weiter geschlossen hätte… Gut dem ist nicht so…

    Bleibt nur das Motto: „face it, fix it and do it agian“.

    Es ist schon fast komisch, wenn man uns Schützen beim Wettkampf zusieht: Angespannt, oft kopfschüttelnd, roter Kopf, zitternde Hände, nach dem Wettkampf oft Frust über die eigenen Leistungen die ja noch im Training ganz anders waren…. „Normale“ Menschen fragen einen dann warum man das als Hobby macht, wenn man dabei doch eher Druck und Stress statt Spaß und Freunde hat… Das wäre schön, wenn man den Wettkampf mit einem Lächeln und Freude starten würde..

    Ich glaube das ist möglich, ich habe nur noch nicht rausgefunden wie… Und ich glaub dass wenn ich das rausgefunden habe, ich auch das erreichen kann, was ich mir erhoffe zu erreichen…. Ob ich das erreiche? Keine Ahnung, wenn ja werdet ihr hier davon lesen…

  • Servus, darf ich fragen, warum änderst du in der kurzen Zeit deinen Griff zweimal und das zu Wettkämpfen? Noch dazu, wenn du mit deinem gewohnten Griff viel besser schiesst bzw besser triffst?! Nimm den alten Griff wieder und schleif dir den Meshpro nach der Wettkampfsaison in Ruhe zurecht. Nichts für ungut :)

  • Klar darfst Du fragen. Den Griff habe ich 2mal angepasst um die Stelle zwischen Daumen und Zeigefinger zu entlasten. Hat sogar heute ein wenig funktioniert. War nicht mehr so schmerzhaft. Mit Schmerzen hätte ich den Wettkampf noch schlechter absolviert.

    ABER: es liegt nicht am Griff. Ich hab heute Morgen im Technik-Check die 10 aus dem Papier ausgeschossen. Es lief richtig super. Auch wenn der Griff nicht richtig passte.

    So gerne ich das auch den Griff schieben würde, und vielleicht hat er auch einen Beitrag, aber der Hauptpunkt ist der Kopf…

    Im meinem ersten Duell heute hab ich zum Ende als klar war dass ich das Duell gewonnen habe 4x 10er geschossen…

    So gerne ich es darauf schieben würde… das ist nicht der Grund…

  • Du darfst nicht immer Training und Wettkampf miteinander vergleichen. Der drückende Griff mag dich im Training nicht stören, kann aber im Wettkampf ein weiterer Störfaktor sein, der deine Konzentration beeinflusst.

    Ich hatte mal ne kleine unpassende Kante nach der Griffbearbeitung am kleinen Finger. Im Training hab ich die gar nicht richtig gemerkt, beim Wettkampf hat se mich fast in den Wahnsinn getrieben :thumbdown:

  • So gerne ich das auch den Griff schieben würde, und vielleicht hat er auch einen Beitrag, aber der Hauptpunkt ist der Kopf…

    Mein Kopfproblem kommt eher beim vollen SpoPi-Programm hoch, vor allem, wenn der Präzi-Teil gut war. Da macht man sich in der Pause viel zu viele Gedanken. Da muss man tatsächlich etwas meditieren. Bei LuPi hilft es, den Ablauf im Kopf durchzusprechen. Ich nehme mal an, das mit Nachhalten hast du dir bereits verinnerlicht. Selbst fürs Abzug loszulassen kannst du dir paar Sekunden Zeit lassen. Dann den Arm senken und erst dann auf Monitor schauen, falls die Anlage elektronisch ist. Das alles hilft, die Gedanken im Zügel zu halten.

  • Adrenalin-Schub mit „Start“-Kommando bekomme ich nicht kontrolliert…
    Das Zittern lässt sich kaum bewältigen

    Ich lese deine Berichte hier schon sehr lange mit und einige deiner Schilderungen haben mir wirklich geholfen.
    Ich bin natürlich nicht auf so einem Level wie Du aber die Probleme sind anscheinend in allen Klassen ähnlich.

    Hatten am Freitag RWK und es ging mir genau wie Du es beschreibst. Gut motiviert, Nullstellung, Aufbau alles prima
    und nach der Probe vorbei. Unruhe, Zittern, steifer Abzugsfinger.

    Ging dann auch völlig in die Hose. Ich schiesse im Training nie auf Ringe nur Technik Training usw.

    Erfolgskontrollen so bei 330-360 je nach Form aber nicht sauber reproduzierbar. In dem besagten RWK 307.

    Nun gehts heute Abend zum Training, freu mich drauf, wir werden sehen.


    Dir weiterhin gut Schuß und viel Erfolg

    Es muss mehr geschossen werden!
    Schießsport ist Vielfalt: Mitglied im DSB, BDS, BDMP

  • Ich denke den meisten Schützen get es so. Manche haben es über die Zeit besser zu kontrollieren gelernt andere haben sich daran gewöhnt und andere kämpfen immer wieder damit. Vermutlich gibt es auch seltene Exemplare, die der Wettkampf eher noch anspornt und stärker macht.

    Und zum Level: wie du siehst ist das total relativ und nebensächlich. So lange man dieses Delta zwischen Trainingund Wettkampf hat, sind wir alle auf dem gleichen Level. Im Training kannst du 375-380 schießen und dann im Wettkampf total daran scheitern.

    Es ist halt doch ein langer demütiger Weg voller Hoch und Tiefs. Aber durch jede Erfahrung lernt man wieder etwas für das nächste Mal…

    Habt alle einen guten Stat in die Woche!

  • Ja es ist so, die meisten haben das, von euch beschriebene, Problem. Es ist/wird umso größer, je mehr man aufs Ergebnis schaut, jeweniger Wettkampferfahrung man hat. Mein Erfahrungswert, beim ersten Mal gehts eigentlich immer schief, man bleibt unter seinen Möglichkeiten.

    Nach ein paar Mal wird es besser. Also Kopf hoch und weitermachen. Nicht vergessen, man wächst an den Niederlagen, nicht an den Erfolgen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Jepp, und man soll es kaum glauben, dass sich dieses "seltsame Gefühl" im Wettkampf sogar nach über 25 Jahren plötzlich einstellen kann obwohl es vorher nie da war.

    Geht zumindest mir so und ich knabbere nach wie vor dran, bzw komme erst langsam wieder aus dem Strudel raus.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Bin auf eine online Akademie aus Indien gestoßen

    ist zwar etwas weg vom Thema. Ich hab mit Onlinetraining in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen gemacht.

    Ich hab, als ich ins Mountainbiken abgetaucht bin einen Onlinekurs gemacht und damit nen Bunnyhop gelernt. War da anfangs selber recht skeptisch, aber die Leute haben das echt super gemacht und top Feedback gegeben. In einem zweiten Kurs hab ich mir dann (ohne Feedback) nur mit Lektionen das Hinterrad versetzen beigebracht.

    Was ich damit sagen möchte, wenn man da bei der Sache ist, sich selber gut reflektieren kann und das Gegenüber das auch entsprechend lebt kommen da recht brauchbare Sachen raus.

    Viel Erfolg damit

  • Warum auch nicht die Möglichkeiten nutzen die die Zeit so bringt. Kann und muss ja jeder selber bewerten ob das für ihn zielführend ist und was er dafür - eben auch finanziell - bereit ist aufzuwenden.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Auf Ringe schieße ich im Training "eigentlich" auch nicht, aber halt typische Wettkampfserien. Da stehen die Ringe trotzdem da - auch wenn sie mir mal mehr und mal weniger gefallen :D

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.