Waffenauswahl
In schöner Regelmäßigkeit kommen Hilferufe aus der Community zur Hilfe bei der Waffenauswahl.
Nachdem ich das nun schon sehr lange beobachte und auch meine Ansichten und letztlich auch die Vorgehensweise bei einer vermeintlich anstehenden Entscheidung verändert habe ist das nun mein aktueller Stand zum Thema.
Die Kriterien zu so einer Auswahl können unterschiedlicher nicht sein, es geht aber letztlich darum eine Struktur in die Vorgehensweise zu bringen.
Es wird Punkte geben die zu Entscheiden sind die doch immer sehr persönlich sind und es wird Punkte geben die allgemein gültig sind.
Unterm Strich muss aber jeder selbst entscheiden was für ihn wesentlich oder unwesentlich ist.
Kriterium 1)
Ich würde nach aktuellen Erkenntnissen erstmal das mögliche Budget fixieren.
Das könnte eben ein Totschlag argument sein gegen alles weitere.
Dieser Preisrahmen ist dann auch erstmal abhängig von einer Einschätzung wo es Leistungsmässig hingehen soll. Und was finanziell möglich oder gewollt ist. Da spielt ein gewisser Ehrgeiz mit rein wieviel Leistung oder Hobby es wird .
Schon hier spielen viele Faktoren mit rein.
Was will ich ich? was kann ich?
Wollen tun wir alle viel, aber was ist realistisch?
Was für Rahmenbedingungen spielen mit rein, Job, Familienstand, andere Hobbys, letztlich der gesamte Zeitliche Rahmen, welche Disziplin(en) etc.
Eine gewisse Zielstrebigkeit oder auch nicht kann eine Rolle spielen. Ich habe viele erlebt die kurz nach dem Start massiv eingebrochen sind. Kann vorkommen aber wenn es System hat und in der persönlichen Historie ständig wiederkehrt, sprich es ist einer der jährlich was neues anfängt und regelmäßig nie weit kommt, sollte man es vielleicht erstmal langsam angehen und mit Leih-oder Vereinswaffen die erste Zeit absolvieren.
Wenn der Virus nie richtig zündet ist erstmal viel Geld gespart.
Kriterium 2)
Die Waffenwahl, technisch!
Hier muss selektiert werden welche körperlichen Voraussetzungen auch KO Kriterien bringe ich eventuell mit.
Dabei geht es in der Regel um die Handgrösse, wer kleine oder sehr große Hände hat muss damit rechnen das nicht alle Waffen in Frage kommen oder diverse Probleme mitbringen.
Die Hände sind aber nicht das einzigste es können eine Vielzahl Dinge sein die aber am besten schon mit Leih oder Vereinswaffen zu lokalisieren sind.
Das koaliert auch mit den Disziplinen die man schiessen möchte.
Komme ich mit einer Waffe zurecht oder werden es mehrere, und wie ergänzen die sich, das ist immens wichtig.
Nicht jede Waffe auch wenn sie einem noch so gefällt ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Es gilt halt nun mal hier sowenig wie möglich Reibung einzubauen was immer das ist.
Kriterium 3)
Waffen Tests,
Ich war lange Zeit ein Verfechter von probieren, Tests und Probeschiessen!
Ich bin es auch Heute noch, allerdings mit ganz anderen Erkenntnissen als vor einigen Jahren noch.
Man muss wissen bei einem Test, egal wann, egal wo trifft man auf eine unbekannte Waffe die ihre ganz spezifischen Merkmale hat.
Egal ob das eine neue Waffe direkt aus einem Karton ist oder eine Full Race Gun high end getunt von wem auch immer. Irgendwo dazwischen wird die Waffe liegen mit ihren ganz speziellen Eigenschaften.
Das heißt man trifft auf Merkmale die Fakt sind ob die mich weiterbringen ist genau hier erstmal offen. Genau das hängt nämlich von der Erfahrung ab die der Tester mitbringt, erkennen und überhaupt einschätzen kann.
Ein Neueinsteiger kann es in der Regel nicht.
Was passiert erstmal, es wird die Handlage beurteilt und das mit einem Griff der halt montiert ist mit der Hand in Volumen, Passung, Richtung und Neigung der Testperson nix aber auch gar nix gemein hat.
Ein Passender Griff ist Einzigartig, Punkt.
Fremde Griffe können wenn man keine Erfahrung hat ein gutes Gefühl vermitteln, mehr aber auch nicht.
Genauso geht es eigentlich bei allem was wichtig wäre zum beurteilen auch weiter.
Alles rund um Balance, Abzug, Visierung, Handling ist fixiert und wird beurteilt so wie es zwangsläufig aktuell an diesem Objekt ist und eher nicht wie ich es brauche.
Es wird aber erstmal wahrgenommen und dient fälschlicher Weise zur Beurteilung.
Wenn nichts passt, komisch ist oder drückt wird das dem Modell zugeschrieben und sehr wahrscheinlich erstmal negativ bewertet obwohl vorhandener Erfahrung alles mit mehr oder weniger schnellen Handgriffen passen könnte.
Fatal ist wenn aus so einem Test so eine Fehlentscheidung entsteht.
Hier hilft nur Erfahrung, daraus resultiert erstmal die Erkenntnis möglichst lange mit Vereinswaffen zu schiessen bis eine Erfahrung vorhanden ist.
Wirklich helfen können auch vielfach Tests, ich will sagen so oft wie möglich von Kollegen eine Waffe in die Hand bekommen und Anschläge machen und auch schiessen um für Unterschiede sensibel zu werden.
Fazit wenn man einigermaßen sicher gehen will sollte es eine der modernen Waffen werden die flexibel sind und viele Variationen in den Verstellmöglichkeiten haben. Das A&O ist dabei ein variabler Griff und viel Flexibilität beim Abzug und der Visier Einstellung.
Variabler Griff heißt, viele Verstellmöglichkeiten in Richtung, Neigung und keine bis wenig Einschränkung beim Volumen und Abstand zum Züngel.
Es kann viel Geld und Verdruss sparen.
Man muss sich eigentlich nur vorstellen meine Tochter mit ihrem XS Griff gibt ihre Waffe einem Typ wie Bud Spencer mit Händen wie Kohlenschaufeln oder umgekehrt zu was für einem Testergebnis das führen würde?
Hat was mit Selbsteinschätzung, Analysefähigkeit und Beurteilungsvermögen zu tun.
Soweit so gut, ich habe natürlich zu allem eine bestimmte Erfahrung und Vorstellungen, daraus resultiert diese erste Zusammenfassung.
Diese ist garantiert nicht endgültig, es wird interessant sein was andere hier noch sinnvoll ausbauen können wo ich wenig oder keinen Augenmerk drauf hatte.
Wie gesagt jeder hat ja nur seine eigene und oft auch begrenzte Sichtweise, erweitert nun meine.
Viel Erfolg
No.limits