Warum ist das so?

  • Es liegt mir schon länger auf der Zunge, weil ich es nicht verstehe.

    Ein Kollege von mir hat ein LG500 mit gleichem Diopter, gleicher Iris 0,8-1,8 und Duplex Vario 3,8-4,8.

    Korntunnel mit verstellbarem Adlerauge und 10er Ringkorn. Adlerauge auf 0,75. Ich habe den offenen Pur "Tunnel" von MEC mit Eagle Eye 0,75. Wenn ich bei mir durchschaue, dann habe ich gefühlt 2mm Kontrollweiß. Bei seinem ist das Ziel gefühlt größer (füllt den 10er Ring also aus) und kein Kontrollweiß.

    Wir haben die Gewehre nebeneinander gelegt, gleiche Visierlinie und Länge.

    Kann mir einer erklären, woran das liegen kann.

    Wenn möglich bitte keine "Ich vermute, ich glaube oder ähnliches". Das bringt keinen weiter. Danke

    Gruß Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    Erfolg muss man sich erarbeiten, Neid kommt von allein :)

    KK 500 E Auflage, LG500itec E Auflage :)

  • Die Sache ist ganz einfach, die Adlerauge ist nicht 0,75 sondern 0,8 oder noch mehr.Das problem habe schon gehabt!

    Gruß Alex

    Also eine schlechte Qualität bei dem verstellbaren Adlerauge. Das würde es erklären.

    Gruß Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

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    KK 500 E Auflage, LG500itec E Auflage :)

  • kann ich bestätigen, es hängt sehr von der Qualität der Gläser in den Optiken ab

    habe gerade heute noch mit zwei Adleraugen getestet

    beide 0,75 - für das, wo ich auch einen Fehler im Zielbild habe, reicht ein 10,1 Ringkorn; für das bessere Glas benötige ich ein 10,5 Ringkorn und habe ein scharfes Zielbild ohne Fehler

    von verstellbaren Adleraugen und Ringkörnern halte ich mittlerweile nichts mehr; klingt zwar erstmal besser, aber die individuelle Verstellbarkeit geht voll zu Lasten von Schärfe und Kontrast

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Kann mir einer erklären, woran das liegen kann.

    Also eine schlechte Qualität bei dem verstellbaren Adlerauge.

    Die Unterschiedlichkeit von 2 gleichzeitig bestellten Adleraugen 0,75 kann ich bestätigen. Ich sah bei mir noch ausreichend Kontrollweiß, beim Gewehr meiner Frau dagegen nicht. Ein Optikermeister (und Sportschütze) hat mir bestätigt, dass die Herstellung der Kunststoffadleraugen offensichtlich nicht so präzise sein kann, wie erwünscht. Noch eklatanter war der Unterschied zwischen normalem Adlerauge und einem verstellbaren Adlerauge. Das verstellbaren Adlerauge hatte lang nicht die Vergrößerungswirkung wie das normalem Adlerauge. Vgl. auch Beitrag AndiG Nr. 4.

    Und was mich gestern beim Training auf 50m überrascht hat, war die Unterschiedlichkeit bei der Trefferlage unterschiedlicher Adleraugen. Ich schieße KK mit Diopter, momentan 100m mit Adlerauge 0,9 und Ringkorn 10. KK50 bisher mit Adlerauge 0,75 und Ringkorn 8,2-8,5. Gestern hatte ich aber versehentlich auf 50m noch das Adlerauge 0.9 drin. Die deutliche Sichtverbesserung hat mich veranlasst, trotz zu wenig Kontrollweiß mal zu probieren. Die Trefferlage an sich war o.k., aber nicht die einzelnen Treffer. Also Ringkorn 0,9 raus und 0,75 rein. Anschließend war die Trefferlage bei 5-6 oben links! Nach Drehen am Diopter war Trefferlage wieder ok, aber der Sicht habe ich doch nachgetrauert. Also Adlerauge 0,9 wieder rein, und siehe da, Trefferlage 7 unten rechts. Nach Erhöhung des Kontrollweiß durch zurücksetzen des Korntunnels und Diopterverstellung Trefferlage o.k.

  • Die Unterschiedlichkeit von 2 gleichzeitig bestellten Adleraugen 0,75 kann ich bestätigen. Ich sah bei mir noch ausreichend Kontrollweiß, beim Gewehr meiner Frau dagegen nicht. Ein Optikermeister (und Sportschütze) hat mir bestätigt, dass die Herstellung der Kunststoffadleraugen offensichtlich nicht so präzise sein kann, wie erwünscht. Noch eklatanter war der Unterschied zwischen normalem Adlerauge und einem verstellbaren Adlerauge. Das verstellbaren Adlerauge hatte lang nicht die Vergrößerungswirkung wie das normalem Adlerauge.

    Da zu muss ich auch was sagen

    1. Test

    Ich habe ein verstellbares Adlerauge 0 -7,5 auf 0,75 eingestellt, nutze dazu ein Verstellbares Ringkorn 8,0 - 10 auf 8,9 eingestellt, komme ganz gut damit zurecht Scheibe allerdings nicht 100% scharf.

    2. Test

    gleiches Verstellbares Adlerauge 0 - 7,5 auf 0,75 eingestellt ausgeliehen von einem Kollegen an mein LG montiert. Mein verstellbares Ringkorn war bei 10,0 am Ende aber ich hatte noch lange kein Kontrollweiß mußte wechseln auf ein Ringkorn Größe 12 mm um zum gleichen Kontrollweiss zu kommen wie bei meinem eigenen. Scheibe alledings noch unschärfer wie bei meinem.

    3. Test

    auf Grund dieser Diskussion hier habe ich mir ein mono Adlerauge mit 0,75 ausgeliehen, mußte mein Ringkorn auf 8,0 zurück drehen um zum gewohnten Kontrollweiß zu kommen, Scheibe zu 100 % scharf.

    soviel zur Aussage 0,75 heist 0,75 die müssen alle gleich sein, dachte nicht dass solche Toleranzen möglich sind, aber an die 100% Schärfe kann ich mich gewöhnen weiß nur nocht nicht welches mono 0,75 ich nehme.

    Auch die modernste und teuerste Waffe trifft nicht allein,

    ein altes FWB LG P 70 tuts auch.

    Aber, ohne Training geht nix.

  • simar

    ich bin weit vom „Meisterschützen“ entfernt, höre/lese hier gerne die Tipps der Profis, aber bin auch ein Mensch, der vieles selbst step-by-step erarbeiten muss und ich habe nach längeren Tests ein sehr „klares Bild“ bei der Qualität der Adleraugen, nicht zuletzt auch durch den Austausch mit poolbaucenter (DANKE DAFÜR!!!)

    -> für LG-A „indoor“: Korn-Optik Adlerauge als „Premium“ (BAK-4 Echtglas)

    MEC Eagle Eye wird auch als BAK-4 beworben, habe ich selbst aber nie probiert, vielleicht wissen mivo1965  poolbaucenter da mehr

    wenn du simar noch mehr von meinem schmerzhaften Weg lesen möchtest:

    AndiG
    6. August 2025 um 22:49

    und ab hier wird es „interessant“

    AndiG
    11. August 2025 um 21:18


    was ich noch dazu sagen möchte, ich nutze auch nur noch die Ringkorne von Korn-Optik Adlerauge, diese in der „Sight“ Variante, also mit schwarzem Kontrastring

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Das mec eagle eye kann ich empfehlen

    Gruß Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    Erfolg muss man sich erarbeiten, Neid kommt von allein :)

    KK 500 E Auflage, LG500itec E Auflage :)

  • Ich habe für mein neues Gewehr das Kornoptik "Vision Contrast" mitbestellt und habe auf Anhieb einen hervorragenden Kontrast gehabt, vielleicht auch durch den enthaltenen UV-Filter, der die streuenden Blauanteile im LED-Licht rausfiltern soll. Interessant für mich: ich konnte durch das bessere Sehen mit dem scharf abgegrenzten und gleichmäßigen Kontrollweiß ein etwas größeres Korn nehmen und durch das entspanntere Zielen auch mein Abzugsverhalten verbessern. Warum bei so einem wichtigen Teil 20 oder 30 Euro sparen?

  • Hab gestern noch ein anderes 0,75 Adlerauge getestet, oh schreck wieder ein anderes Zielbild zwar auch 100% scharf, aber um auf mein gewohntes Kontrollweiß zukommen hätte ich ein Rinkorn der Größe 6,x gebraucht.

    Vier verschiederne Adleraugen der gleichen Stärke 0,75 = vier unterschiedliche Ringkorne in Größen 6,x bis 12, also reine glücksache das "Richtige" zu bekommen:angry:

    Fazit, es bleibt nichts anderes übrig als wie beim Munitions Test das Gewehr auch zu Kauf eines Adlerauges mit zu nehmen.

    Auch die modernste und teuerste Waffe trifft nicht allein,

    ein altes FWB LG P 70 tuts auch.

    Aber, ohne Training geht nix.

  • Hab gestern noch ein anderes 0,75 Adlerauge getestet, oh schreck wieder ein anderes Zielbild zwar auch 100% scharf, aber um auf mein gewohntes Kontrollweiß zukommen hätte ich ein Rinkorn der Größe 6,x gebraucht.

    Vier verschiederne Adleraugen der gleichen Stärke 0,75 = vier unterschiedliche Ringkorne in Größen 6,x bis 12, also reine glücksache das "Richtige" zu bekommen:angry:

    Fazit, es bleibt nichts anderes übrig als wie beim Munitions Test das Gewehr auch zu Kauf eines Adlerauges mit zu nehmen.

    Von den unterschiedlichen Adleraugen und dessen unterschiedliche Zielbildgröße, habe ich hier schon ausgiebig geschrieben.

    obwohl bei allen 0,75 drauf steht. :/:/:/

    mein Optiker hat die Adleraugen auch alle vermessen und alle waren 0,75.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • ich vermute, dass es schlichtweg mit der Qualität des Kunststoff-/Echtglases zu tun hat

    für mein Verständnis, ein Optiker misst doch „nur“ das Zentrum

    die „schlechteren“ Gläser mögen dann zwar im Zentrum noch die 0,75 dpt liefern, zum Rand hin könnte die Vergrößerung jedoch nachlassen; ich beobachtete da bei meinen Tests ja gerne eine Art Unschärfe, teils in Form von „Wölbung“ und Verschwimmen

    das bessere Glas hingegen scheint auf der kompletten Fläche die 0,75 dpt zu liefern und somit ist alles im Bereich des Korntunnels scharf

    zusammen mit passenden, kontrastreichen (schwarzer Ring) Ringkornen ergibt sich dann ein scharfes Zielbild

    wird es im Randbereich aber nun durch schlechte Vergrößerung unscharf und liegt dann was Verschwommenes im Bereich des Ringkorns, fängt das Auge an „auszugleichen“, zu fokussieren und daher resultieren für mich dann auch die unterschiedlichen Ringkorngrößen


    wie schon desöfteren gesagt, ich bin kein Meisterschütze und auch kein Optiker, eher Autodidakt und jemand der sich solche Dinge anliest und dann selbst ausprobiert und vielleicht hat ja jemand sogar eine „faktische“ Erklärung

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Hallo in die Runde,

    Die meisten Optiker messen Gläser auf ihren Geräten nicht in 0,01-dpt-Schritten, sondern in den üblichen 0,25-dpt-Stufen. Dadurch wird in der Regel auf den nächstgelegenen Wert gerundet, zum Beispiel auf 0,75 dpt.Jedes Glas hat zudem Fertigungstoleranzen von etwa ±0,05 dpt – das ist völlig normal. Es kommt aber hin und wieder vor, dass ein Glas deutlich stärker abweicht.
    Deshalb wird bei Korn-Optik Adlerauge jedes einzelne Glas präzise vermessen. Gläser, die nicht unseren Qualitätsansprüchen entsprechen, werden konsequent aussortiert.

    Während diese Toleranzen bei Brillen kaum spürbar sind, können sie bei unseren präzisen Sportoptiken den entscheidenden Unterschied machen. Noch engere Toleranzen sind technisch möglich, bedeuten aber auch höhere Kosten – hier gilt es, die richtige Balance zwischen Präzision und Preis zu finden.

    die verwendeten Kunststoffgläser stammen aus der Brillenindustrie und bieten eine hochwertige Vergütung zu einem fairen Preis. Diese Gläser sind in der Regel so konzipiert, dass sie den optischen Mittelpunkt optimal wiedergeben. Im Randbereich gibt es leichte Abweichungen, die jedoch in der Praxis keinen signifikanten Einfluss haben.

    Hersteller wie Carl Zeiss haben bereits Lösungen entwickelt, um diesen Effekt zu minimieren (Link zu Zeiss ClearView). Wir haben entsprechende Tests durchgeführt, mussten jedoch feststellen, dass eine Umsetzung preislich kaum realisierbar ist. Die meisten Schützen dürften kaum bereit sein, rund 100 € für ein Adlerauge zu investieren.
    Zu diesem Thema habe ich interessante Unterlagen angefragt, die – sofern freigegeben – hier gerne geteilt werden.

    Mineralische Gläser (Glas) bieten hingegen den Vorteil einer klareren Sicht über die gesamte Fläche. Allerdings sind die Verarbeitung und die Materialbeschaffung deutlich aufwendiger und teurer, was sich entsprechend im Verkaufspreis niederschlägt.

    Für unser Adlerauge VisionContrast setzen wir aktuell auf hochwertige Kunststoffgläser. Dank eines zuverlässigen Partners können wir auf ein Kunststoffmaterial zurückgreifen, das in puncto optischer Qualität und Stabilität höchste Ansprüche erfüllt – auch wenn dies mit etwas höheren Produktionskosten verbunden ist.

    In naher Zukunft wird das Adlerauge VisionContrast auch mit mineralischen Gläsern verfügbar sein. Wir arbeiten derzeit daran, eine ebenso qualitativ hochwertige wie zuverlässige Bezugsquelle zu sichern, um diese Option anbieten zu können.

    Sowohl Kunststoff- als auch mineralische Gläser haben ihre Daseinsberechtigung – am Ende sollte jeder Schütze individuell entscheiden, welches Material am besten zu seinem Einsatzzweck passt.


    Hier eine klare Gegenüberstellung von Kunststoffgläsern und mineralischen Gläsern (Glas), speziell im Kontext bei einem Adlerauge:

    KriteriumKunststoffgläserMineralische Gläser (Glas)
    Optische QualitätSehr gute Abbildungsqualität im Zentrum, leichte Abweichungen am RandSehr hohe optische Klarheit über die gesamte Fläche
    GewichtLeichtDeutlich schwerer
    BruchfestigkeitSehr bruchsicher, ideal für den SporteinsatzSpröde und bruchempfindlicher
    BeschichtungHochwertige Vergütungen möglich (z. B. BBAR, UV-Filter), oft günstigerEbenfalls vergütbar, jedoch meist teurer und aufwendiger
    BearbeitbarkeitEinfacher zu bearbeiten und individuell anzupassenAufwendigere Bearbeitung, erfordert spezialisierte Maschinen
    KratzeranfälligkeitHöher, obwohl moderne Beschichtungen Schutz bietenWeniger anfällig für Kratzer
    LangzeitstabilitätKann mit der Zeit leichte Alterung zeigen (Vergilbung bei minderwertigem Material)Sehr langlebig und farbstabil
    VerfügbarkeitBreite Auswahl, kurze LieferzeitenEingeschränktere Verfügbarkeit, längere Lieferzeiten möglich
    EinsatzempfehlungPreisbewusste Schützen, hohe Alltagstauglichkeit, geringes Risiko bei BruchAnspruchsvolle Anwender, die maximale optische Klarheit wünschen und das höhere Gewicht akzeptieren