Sogar in München dürfen Schützen an die Schulen!

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  • Mir sind mehrere Orte bekannt, in denen regelmäßig ganze Schulklassen zum Schießen gehen im Rahmen von Sportaktionstagen.

    Da sind wir aber wieder bei einem anderem Thema:

    Wer kümmert sich um diese Schützen dann an diesem Tag?

    Wer hat die entsprechenden Qualifikationen?

    Was ist das langfristige Ziel hinter solchen Aktionen?

    Wer kümmert sich langfristig um die eventuellen neuen Mitglieder?

    Aus meiner Erfahrung sind die Schulen deutlich offener für solche Aktionen, als man denkt. Öfter scheitert es am "Personal" der Vereine.

  • Viel interessanter ist doch der einzige Kommentar unter dem Artikel dieses Boulevard-Schund-Blattes....

    "user8687599L

    Eine sehr interessante Frage in diesem Zusammenhang wäre doch:
    Wie verhindert der Verein, dass er sich Amokschützen wie in Graz heranzieht?
    Findet vor der Mitgliederaufnahme ein psychologischer Test statt?
    Seit Graz hätte ich Angst vor Jugendlichen, die mit Gewehren umgehen können …"

    So ticken viele unserer Mitbürger.

    Wie verhindern eigentlich Fahrschulen, zukünftige Amokfahrer auszubilden?

    Wie verhindern Eltern, dass sie sich solche seltsam denkenden Menschen heranziehen?

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • Mir sind mehrere Orte bekannt, in denen regelmäßig ganze Schulklassen zum Schießen gehen im Rahmen von Sportaktionstagen.

    Dann ist das ja toll, ich schrieb aber von München, da ist vieles anders, nicht nur daß der Bezirk größer ist als mancher Landesverband.

    Da sind wir aber wieder bei einem anderem Thema:

    Wer kümmert sich um diese Schützen dann an diesem Tag?

    Wer hat die entsprechenden Qualifikationen?

    Was ist das langfristige Ziel hinter solchen Aktionen?

    Das ist Schütze, erstmal die Probleme suchen.

    Bei den Sportlern wäre klar daß sich da in erster Linie Vereine und Verbände darum kümmern.

    Bei Schützen?

    Wer kümmert sich langfristig um die eventuellen neuen Mitglieder?

    Die Frage stellte sich mir öfters, wenn wieder mal einem "angesagten" Boom nachgelaufen wurde. Wenn zur Behebung des Mangels an Mitarbeitern zusätzliche Baustellen eröffnet werden.

    Aus meiner Erfahrung sind die Schulen deutlich offener für solche Aktionen, als man denkt. Öfter scheitert es am "Personal" der Vereine.

    Richtig, das wollen wir aber nicht wissen, wir wollen uns in unserer Opferrolle suhlen.

  • https://www.noz.de/lokales/neuenk…bei-dm-48976272

    Hoffentlich regt dieser Kommentar weniger auf.

  • Was genau ist dein Problem bzw warum stilisiert du München so hoch? Klar ist in München vieles anders, aber nicht immer strenger oder negativer. Wie du selbst schreibst ist das Schützenverein dort sehr stark vertreten und es hatte schon so ziemlich jeder mal Berührungspunkte mit dem Schützenwesen - und sei es in der Schützenfesthalle auf der Wiesn oder dem traditionellen Schützenumzug zu Beginn der Wiesn.

    Ich berichte hier oft meinen Erfahrungen und die ist, dass Schulen sehr offen für solche Aktionen sind, es aber oft an den Vereinen scheitert. Das wird auch hier im Forum oft bestätigt: zu wenige Ehrenamtliche, zu wenige ausgebildete Trainer, Ehrenamtler ohne Bock auf Weiterbildung, Autodidakten als Sportler, generelle Ablehnung Gegenüber Trainern, antiquierte Ausstattung der Vereine, Trainer müssen am besten selbst noch Geld mitbringen.

    Das sind einige der häufigsten Probleme in Schützenvereinen. Vereine, die diese Probleme für sich gelöst haben, bieten auch solche Aktionen an und haben keine Nachwuchsprobleme.

  • Was genau ist dein Problem bzw warum stilisiert du München so hoch?

    Mach ich das?

    Du kennst natürlich das KVR besser und hattest nie Probleme?

    Ich berichte hier oft meinen Erfahrungen und die ist, dass Schulen sehr offen für solche Aktionen sind, es aber oft an den Vereinen scheitert. Das wird auch hier im Forum oft bestätigt: zu wenige Ehrenamtliche, zu wenige ausgebildete Trainer, Ehrenamtler ohne Bock auf Weiterbildung, Autodidakten als Sportler, generelle Ablehnung Gegenüber Trainern, antiquierte Ausstattung der Vereine, Trainer müssen am besten selbst noch Geld mitbringen.

    Das sind einige der häufigsten Probleme in Schützenvereinen. Vereine, die diese Probleme für sich gelöst haben, bieten auch solche Aktionen an und haben keine Nachwuchsprobleme.

    Gute Schilderung der Realität, nicht nur der Schützenvereine. # 3 zeigt deutlich genug daß bei den Schützen noch genügend Nachholbedarf besteht.

  • Wir haben jedes Jahr einen Sporttag in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gymnasium, bei dem eine gewisse Anzahl zu uns schießen kommen darf (und andere in anderen Sportvereinen bespaßt werden)

    Hin und wieder bleiben ein paar hängen.

    Zitat

    In München gibt es Projekte, wo Schüler ab der 8. Klasse statt in den Sportunterricht zum Schießen gehen.

    So ein Schmarrn. Da sollen also die Schützenvereine die Arbeit machen, die der Staat nicht mehr leisten will, weil er nicht genügend Lehrer hat?

    Und ab 8. Klasse - viel zu spät, die bekommen im leistungsorientierten Sport kein Bein mehr auf den Boden.

    Zitat

    Welche Vorteile hat Schießsport für Kinder und Jugendliche?

    Studien zeigen, dass Kinder mit ADHS beim Sportschießen ihre Konzentration und damit ihre schulischen Leistungen verbessern. Am Schießstand kann man nicht rumhampeln. Da müssen sich die Jugendlichen konzentrieren und ihre Atmung kontrollieren. Außerdem hat man schon bei kleinen Veränderungen ein Erfolgserlebnis.

    Sportschießen fördert also die Konzentration.

    Man entwickelt auch ein Gefühl für den Körper, arbeitet an der Auge-Hand-Koordination und dem Gleichgewicht. Aber vor allem die Konzentration sorgt bei vielen dafür, dass sie in der Schule besser werden.

    Richtig, so "verkaufen" wir uns auch.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • a) Bei unseren Sporttagen die Trainer (soweit sie sich an dem Tag frei nehmen können), weitere erwachsene Mitglieder und auch unsere Nachwuchsschützen, die dafür eine Freistellung von der Schule bekommen. Dann sind in der Regel auch noch 1-3 Lehrer vom Gymnasium dabei.

    b) Wenn man die nicht hat, braucht man das nicht zu tun. Es reicht für den Schießstand die JuBaLi (oder eine adäquate Lizenz) und für Lichtpunkt, Sport & Spiel nur verantwortliche Erwachsene. Jugendliche können hier nur unterstützen.

    c) Mitgliedergewinnung - wir versuchen die möglichst früh zu bekommen, da wir mit Licht anfangen. Faszination Lichtschießen ist hier eine gute Einstiegsmöglichkeit, die Kids spielerisch ans Schießen zu bringen.

    d) Die Trainer. Wir bilden gerade dieses Jahr 3 aus.

    e) Das kommt drauf an. Von den 6 Schulen in unserem Ort haben wir mit einer ein Agreement (Gymnasium), bei den anderen haben wir entweder keinen Fuß in der Tür oder wir wollen auch die Schuler nicht in unserem Verein (so viel Inklusion können und wollen wir nicht anbieten).

    f) Erfolg lässt sich nicht in der Komfortzone züchten.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Da bin ich voll bei dir. Mein Beitrag hatte eine andere Intention, die leider nicht rüber kam.

    Mir ging es um Folgendes:

    Solche Angebote wie Teilnahme an Schulkooperationen sind oft relativ leicht möglich. Sowohl in Großstädten, als auch auf dem flachen Land. Das Hauptproblem sind dabei die Schützenvereine, die sich oft selbst im Weg stehen mit verkrusteten Strukturen und fehlendem Konzept. Nehmen solche Vereine an Aktionen teil,verpuffen die Effekte schnell und der Nachwuchr wird eher vertrieben.

  • So ein Schmarrn. Da sollen also die Schützenvereine die Arbeit machen, die der Staat nicht mehr leisten will, weil er nicht genügend Lehrer hat?

    Wie kommst Du auf das dünne Brett?

    Weils im "Boulevard-Schund-Blatt" stand und der geübte Schütze alles nur negativ sehen darf?

    Sport-nach 1 und SAG Pauschale könnten da interessante Suchwörter sein.

    Und ab 8. Klasse - viel zu spät, die bekommen im leistungsorientierten Sport kein Bein mehr auf den Boden.

    Richtig, so "verkaufen" wir uns auch.

    Daß dem nicht so ist hat uns Carcano schon oft genug erklärt.

    Immerhin kann der Jugendliche dann bis zum Abitur noch 5 oder mehr Sportarten durchprobieren.

    Welche Vorteile hat Schießsport für Kinder und Jugendliche?

    Studien zeigen, dass Kinder mit ADHS beim Sportschießen ihre Konzentration und damit ihre schulischen Leistungen verbessern. Am Schießstand kann man nicht rumhampeln. Da müssen sich die Jugendlichen konzentrieren und ihre Atmung kontrollieren. Außerdem hat man schon bei kleinen Veränderungen ein Erfolgserlebnis.

    Sportschießen fördert also die Konzentration.

    Therapie und Sozialarbeit, da würde ich die Kinder lieber zum Sportverein schicken.

    Da bin ich voll bei dir. Mein Beitrag hatte eine andere Intention, die leider nicht rüber kam.

    Mir ging es um Folgendes:

    Solche Angebote wie Teilnahme an Schulkooperationen sind oft relativ leicht möglich. Sowohl in Großstädten, als auch auf dem flachen Land. Das Hauptproblem sind dabei die Schützenvereine, die sich oft selbst im Weg stehen mit verkrusteten Strukturen und fehlendem Konzept. Nehmen solche Vereine an Aktionen teil,verpuffen die Effekte schnell und der Nachwuchr wird eher vertrieben.


    Da liegt aber das Problem ausnahmsweise bei den Schützen selbst.

  • und der geübte Schütze alles nur negativ sehen darf?

    Ja, weils so drin stand - und ich den Lehrermangels aus professioneller Sicht betrachte.
    "SAG-Pauschale" sagt ja, dass der Verein - was löblich ist - für die sonst hoheitliche Aufgabe bezahlt wird.
    Trotzdem brauchen die Kiddies Bewegung - und da gibt es nur sehr wenige Schießsportvereine (ich schreibe extra nicht Schützenvereine), die das auch in ihr Training wirklich einbauen. Wir tun das - leider aus Zeitmangel viel zu wenig.

    Daß dem nicht so ist hat uns Carcano schon oft genug erklärt.

    @Carcono schrieb, dass s.M.n. man das mit ERWACHSENEN tun kann, die ihren Platz im Leben gefunden haben.

    8. Klasse - ganz blödes Alter. Da stoßen die Haare an den Schlüpper, die Eltern (und Lehrer) sind voll peinlich ...
    Im Leistungssport viel zu spät, um in der Juniorenklasse noch was zu reißen - es sei denn, Ausnahmetalent.

    Das kannst du einem erfahrenen und auch erfolgreichen Kinder- und Jugendtrainer ruhig glauben.

    Therapie und Sozialarbeit, da würde ich die Kinder lieber zum Sportverein schicken.

    Das verstehe ich jetzt nicht - oder falsch?

    Das Hauptproblem sind dabei die Schützenvereine, die sich oft selbst im Weg stehen mit verkrusteten Strukturen und fehlendem Konzept. Nehmen solche Vereine an Aktionen teil, verpuffen die Effekte schnell und der Nachwuchs wird eher vertrieben.

    Das kann sicher sein. Zum Glück bestätigen Ausnahmen diese Regel.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Ja, weils so drin stand -

    Im Boulevard-Schund-Blatt?

    Eben nicht, Zeitungen muß man lesen können, auch im Westen.

    Nochmal für Schützen und Lehrer:

    Es geht um ein zusätzliches Angebot zum Sportunterricht nicht um einen Ersatz.


    Trotzdem brauchen die Kiddies Bewegung - und da gibt es nur sehr wenige Schießsportvereine (ich schreibe extra nicht Schützenvereine), die das auch in ihr Training wirklich einbauen.

    Richtig, das haben sogar die Bayern erkannt und arbeiten deshalb auch an einer Erweiterung des regulären Sportunterrichts.

    @Carcono schrieb, dass s.M.n. man das mit ERWACHSENEN tun kann, die ihren Platz im Leben gefunden haben.

    Und genauso von "Seiteneinsteigern" in jugendlichem Alter.

    8. Klasse - ganz blödes Alter. Da stoßen die Haare an den Schlüpper, die Eltern (und Lehrer) sind voll peinlich ...
    Im Leistungssport viel zu spät, um in der Juniorenklasse noch was zu reißen - es sei denn, Ausnahmetalent.

    Es geht ja auch nicht um Meister in der Juniorenklasse, die kann und konnte der Schulsport nun mal nicht schaffen.

    Das verstehe ich jetzt nicht - oder falsch?

    Die Sportvereine verkaufen Spaß und Freude, die Schützen bringen seit über 20 Jahren ihre Erfolge in der AHDS Therapie, das mag ja toll sein, ist aber für die Generation Fun nicht die beste Werbung.

    Zitat

    Schießsport als ADHS-Therapie zu verkaufen ist größtenteils eher maßlose Selbstüberschätzung.

    Schrieb hier ein User 2012

    • Hilfreichste Antwort

    Nein, der Forenbetreiber.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Zitat

    Schießsport als ADHS-Therapie zu verkaufen ist größtenteils eher maßlose Selbstüberschätzung.

    Ich kenne eine Juniorenmannschaft, in der von drei Schützen einer ADHS und einer ADS (also ohne H) haben. Beide empfinden Schießsport als eine Art Therapie, wobei die natürlich nicht primär deswegen zum Schießen gekommen sind. Es hat sich so entwickelt.

  • Es kommt drauf an.

    a) sie KÖNNEN die anderen stören

    b) man KANN auch die positiven Eigenschaften der Neurodiversen (nicht nur ADS/ADHS) auch positiv nutze. (habe ich einen kurzen Vortrag dazu)

    c) Das ist natürlich mit zusätzlichem Aufwand für die Trainer verbunden.

    d) Man kann es auch rein therapeutisch betreiben, allerdings halte ich speziell hierbei die Bogensportler für noch besser uns Knallschütze. (persönliche Meinung)

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)