der Korntunnel darf überstehen
Befestigungen und Schienen aller Art dürfen nicht überstehen
so wurde es mir auf Nachfrage erklärt
der Korntunnel darf überstehen
Befestigungen und Schienen aller Art dürfen nicht überstehen
so wurde es mir auf Nachfrage erklärt
Oh vielen Dank fuer den Hinweis! Tatsaechlich besitze ich das Buch (50 Trainingstipps fuer Luftegewhr und Luftpistole) auch bereits, weiss nicht, warum es mir oben durchgerutscht ist, leider kann ich den Beitrag nicht mehr editieren.
Einen ggf. noch wichtigen Tip betreffend Deiner Schwankungen ist mir noch eingefallen, da ich den Fehler auch immer wieder mache (gestern erst
)
Fühle Dich nie gezwungen einen Schuss nach dem anderen abzugeben. Du hast während des Trainings und während eines Wettkampfes meist genügend Zeit für die 30 Wertungsschüsse. Wenn Du Dir bei einem Schuss unsicher bist und/oder wackelst/schwankst, dann brich den Schuss einfach ab. Baue Dich erneut wieder auf, gehe in Dich, Atme ruhig und gehe erneut in die Visierung. Ein "rausgedrückter" Schuss alleine aus Zwang einen Schuss abgeben zu müssen, geht meist daneben.
Einen ggf. noch wichtigen Tip betreffend Deiner Schwankungen ist mir noch eingefallen, da ich den Fehler auch immer wieder mache (gestern erst
)
Fühle Dich nie gezwungen einen Schuss nach dem anderen abzugeben. Du hast während des Trainings und während eines Wettkampfes meist genügend Zeit für die 30 Wertungsschüsse. Wenn Du Dir bei einem Schuss unsicher bist und/oder wackelst/schwankst, dann brich den Schuss einfach ab. Baue Dich erneut wieder auf, gehe in Dich, Atme ruhig und gehe erneut in die Visierung. Ein "rausgedrückter" Schuss alleine aus Zwang einen Schuss abgeben zu müssen, geht meist daneben.
Danke! Das ist definitiv eine meiner groesseren Baustellen momentan. Insgesamt zu schnelle Folge an Schuessen und dann insbesondere das Versuchen einen schlechten Ansatz zum Ende zu bringen statt abzubrechen.
ich würde mich trauen zu behaupten, dass Problem haben ALLE (!) Schützen bis zum Level Bu-Li und "International" bzw bis hin zu den DM in unserer Disziplin; manche können es aber in den unterer Ligen schon umsetzen, wenn das (mentale) Training "wirkt"
schau dir aus Spaß mal Bu-Li Wettkämpfe an. nicht wegen dem Anschlag aber einfach mal wegen der mentalen Technik
man sieht mitunter Schützen, die nur noch wenige Minuten auf der Uhr haben, aber dennoch "ablegen", teilweise in den "Trockenanschlag" gehen , nur um dann die letzten Schüsse in hohe Zehner zu platzieren
Vielen Dank nochmal an DJChriz und AndiG ,
ich hab versucht eure Ratschlaege beim Gewehr und bei der Ausfuehrung heute im Training umzusetzen, war damit heute kein einziges mal unter 305 und konnte meine vorherige Bestleistung auf von ich glaube 303,8 auf 308,0 steigern.
Es waren immernoch einige Schuesse dabei, die ich haette abbrechen sollen, aber es werden weniger :).
darf ich mal fragen, welche Schuhe du dir zugelgt hast?
ich habe aktuell diese als Favorit: https://simetra-wear.de/101-corami-sch…ortschuh-gewehr
darf ich mal fragen, welche Schuhe du dir zugelgt hast?
Sauer Perfect X. Ich kann allerdings nur sagen, dass sie einen spuerbar stabilieren Stand ermoeglichen als meine Sneaker. Ich habe leider keinen Vergleich mit anderen Schiessschuhen.
Es waren immer noch einige Schüsse dabei, die ich hätte abbrechen sollen, aber es werden weniger :).
Solange du deine Fehler erkennst, bist schon einen großen Schritt weiter ![]()
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Moin Rischwa,
wie sind ähnlich unterwegs, auch ich bin noch "Total-Anfänger", habe im Februar das erste Mal geschossen und ab April dann regelmäßig 3x pro Woche trainiert. Zuerst mit Übernahme einer alten Anschütz2002 von einem Schützenbruder, mich dann aber Ende Mai doch entschieden, in ein neues, eigenes zu investieren - nun weiß ich zumindest sicher, dass alle Fehler nur bei mir zu suchen sind. Wie du in der Konfi unten siehst, haben wir einen sehr ähnlichen, teuren, Geschmack. Was Bessere gibt es nicht. Der Rest liegt nun bei uns.
Auch deine Literaturliste kommt mir sehr ähnlich vor - auch ich hatte das Problem, sehr gerne gleich alles wissen zu wollen und sooo viel Literatur gibt es gar nicht, oder oft veraltet oder (gerade am Anfang) nicht besonders hilfreich. Wie es scheint, gehst du an das neue Hobby auch eher "intellektuell" ran. Am Anfang kann die Fülle an Infos und Begriffen dann ganz schön erschlagend sein, das Trainingsbuch Gewehr von Reinkemeyer lese ich nun bestimmt das vierte Mal. In der ersten Runde habe ich vielleicht 15% verstanden, nun sind es gut 80%. Und ich beginne zu erkenne, welche Kapitel einfach nur interessant sind - oder welche für mich eine Rolle spielen (das Problem mit den versehentlich ausgelösten Schüssen hatte ich auch lange - ein hoch-fein eingestelltes 900 ist nun mal in nicht unbedingt ein "Vereinswaffen-Einsteigermodell". Den raschen Anstieg hatte ich dann auch, eben noch bei 295 - und gleich die erste Runde mit der eigenen FWB900 bei 313,9 (8 - ich weiß es schon nicht mehr!!) - und alle Treffer rot. Ging dann aber auch erst mal wieder bergab in die Tiefen der 305-308, nun knapp einen Monat später bei 3x Training die Woche mit dem Gefühl mich "zuverlässig" über 309 bewegen zu können (mit einer Teilserie 106,8 - die sich wie ein Lotto-Jackpot anfühlt - und sicher erst mal einer bleiben wird.). Die "Kopfarbeit" habe ich für mich jetzt zunächst erledigt. THEORETISCH weiß ich zu meiner Waffe, dem Ziel- und Abzugsvorgang alles, was man sich erlesen kann. Ich weiß, wie es aussehen muss, um richtig zu treffen, habe einen 48klick und kann präzise die notwendigen Diopterkorrekturen ermitteln, wenn Abweichungen sich perfekt wiederholen, weiß wie ich nachhalte usw.
Meine schönste Serie waren am Mittwoch 4x 10,9 direkt hintereinander - gefolgt von 2x10,8 (Serie begann mit 4 schwächeren Schüssen und insgessamt dann die besagten 106,8). Und dann ging es wieder runter (102 in der nächsten Teilserie. Autsch)
Der kognitive Kopf hat -aus meiner Einschätzung- nun genug getan. Nun ist die emotionale Intelligenz gefordert. Ich versuche aktuell z.B. zu erkunden, in welcher Stimmung ich war, wenn es richtig gut lief - wie war mein Tag zuvor? Und was hatte ich -außerhalb des Schießstandes- gefühlt, wenn es nicht so lief? Was passiert mit mir beim Schießen, wenn es enorm gut läuft (da der Unterschied zwischen 10,9 und 10,8 meist in Bereichen liegt, die selbst die besten nicht gezielt beeinflussen können: 6 Mal "Volltreffer" hintereinander sind toll - "machen" aber was mit dem Kopf, was dann für die nächsten Treffer nicht gut ist. Überheblichkeit? Angst, dass es nur schlechter werden kann? Aufregung - wie viel geht noch? Fatalismus (kann nur Zufall sein) usw.
Und: Inwieweit beeinflussen diese Gefühle mein Trefferbild - was mache ich falsch, wenn da plötzlich ne 9,8 reinknallt? Etwas - was THEORETISCH - wenn man alles technisch richtig macht, nicht passieren könnte. Was sind meine Fehler, wenn die Psyche regiert? Verreißen im Schuss/ Nachhalten? Nervöser Abzugsfinger? Zuckende Augen? Zu langer Zielvorgang? Überstürzter Schuss? Angst vor dem Schuss?
Das können Noobs wie wir, die viel in Ausrüstung investiert haben und mit großem theoretischen und Trainings-Fleiß an die Sache heran gehen letztlich nicht beschleunigen. Nun sind Routine und Erfahrung erforderlich, um weiter auszubauen. Wenn ich einen Beitrag mal in irgendeinem Thread von mir, als ich hier im Forum angefangen habe, von Mivo richtig verstanden habe, sind wir aus dem gröbsten raus, wenn wir zuverlässig irgendwo zwischen 318 und 321 landen. 321 finde ich aus dem, was ich bis jetzt mitbekommen habe, ein bisschen viel verlangt, außer das Ziel heißt, ganz vorne bei den Deutschen mitzuschießen. Aber 318 wäre schon fein, ab und an zu erreichen.
Und wie bei jeder Sportart: Umso mehr schon geschafft ist, umso schwerer wird der nächste Schritt. Ne hohe 313 konnte ich inzwischen wiederholen, unter 305 steht nicht mehr zur Disposition. Mein nächstes Ziel wären nun 315 Ringe und ich ahne: Das wird ein harter Weg.
Wenn ich die dann irgendwann genau so zuverlässig erreiche, wie ich nun über 305 bin, wäre für mich die Zeit für Wettbewerbe gekommen - vorher eher nicht.
Denn machen wir uns nichts vor: Im Training 315 zu schießen, heißt noch lange nicht, die im Wettkampf auch zu erreichen. Da werden dann vielleicht 311 oder 310 draus, und damit ist man dann zumindest nicht der Allerletzte.
In dem Sinne: GUT SCHUSS! Und füttere gerne die Literaturliste weiter - obwohl ich "Stammkunde" bei Holme bin, habe ich deren Werk noch gar nicht entdeckt (und gerade diese Woche wieder was bestellt gehabt, wo es mit ins Päckchen gekonnt hätte. Arrrrgh!!!
Moin Stephan,
vielen Dank fuer Deinen ausfuehrlichen Text!
Schoen von jemandem zu lesen, der in einer aehnlichen Situation ist.
Das Problem mit der Literatur bzw. anderweitigen Materialien hat mich tatsaechlich etwas verwundert, u.a. deswegen ja auch mein Post.
Gefuehlt findet man zu jedem Hobby heutzutage unendlich viel Material im Internet von Tutorials, Youtube-Videos, Blogs bis zu bezahlten Apps oder "Online-Trainern" usw.
Bis auf ein paar Perlen, ist im Bereich LG/Auflageschiessen im Vergleich geradezu gaehnende Leere. Marktluecke? ![]()
Schoen zu sehen, dass es potenziell recht zuegig bergauf geht, wenn man die entsprechende Arbeit reinsteckt. Ich bin ja gluecklicherweise noch in einer Phase, in der ich konstante Verbesserungen merke und auch noch genug Schusstechnik-Baustellen selbst entdecke, an denen ich arbeiten muss anstatt richtig hart um jedes weitere Epsilon kaempfen zu muessen.
Du scheinst dort ja schon definitiv ein paar Schritte weiter zu sein und Deine Aussage, dass sich nicht alles beschleunigen laesst, sondern es einfach ne Menge Arbeit ueber Zeit braucht kann ich nur unterstreichen. Es waer sonst ja auch irgendwie langweilig, wenn man es schnell "durchspielen" kann :).
Die Angabe der 318-321 Ringe um aus dem groebsten raus zu sein erscheint mir - zugegebenermassen unqualifizierter Weise - doch recht hoch. Selbst wenn man im Wettkampf -10 Ringe schiesst, waerst Du damit hier im Kreis und bei der LM noch im Mittelfeld, wenn ich die Listen richtig lese. Wenn der Anspruch DM ist, sieht das vielleicht anders aus ![]()
In der Sache bin ich noch anderer Meinung als Du, denke ich. Du hast in einem anderen Post gesagt, dass Du erst stabil 315 erreichen willst, bevor Du Dich an Wettkaempfe machst. Ich hab Wettkampferfahrung nur aus anderen Bereichen, aber das ist eigentlich auch etwas, was man trainieren kann und sollte. Gegen die Wettkampfjitters hilft auch Desensibilisierung, d.h. einfach so viel Exposition an Wettkampfsituationen wie irgend moeglich. Auch einfach als eine Art Psychologisches-Training sehen. Sonst wuerde ich befuerchten, dass der Abfall im Vergleich zum Training um so staerker ausfaellt, wenn Du so gut bist und dann auch gleich mit dem entsprechenden Anspruch an die ersten Wettkaempfe gehst, ganz vorne mitzuspielen.
Was die Ausruestung angeht scheinen wir ja tatsaechlich sehr aehnlich aufgestellt sein. Das Problem, zu viel Versandkosten bezahlen zu muessen, weil mir kurz nach dem Kauf von irgendwelche Teilen einfaellt, was ich vielleicht noch gern haette, hab ich auf jeden Fall schon haeufiger gehabt :D.
Ich bin auf jeden Fall gespannt weiter von Dir zu hoeren, wie Dein Weg verlaeuft und wenn Du in Zukunft noch mehr Erkenntnisse zu teilen hast, waer ich auch dankbarer Abnehmer ![]()
Gut Schuss!
ohne Wettkampferfahrung kommt man nicht weiter, ist zumindest meine Meinung und je früher, desto besser
interessant ist, es gibt Schützen, bei denen liegen zwischen Training und Wettkampf bis zu 5 Ringe und da rede ich nicht mal mehr über Zehntel;
viel wichtiger ist eine möglichst geringe Differenz zwischen Training und Wettkampf
und das geht nur über Wettkämpfe, regelmäßig und möglichst differenziert.
ich selbst habe nach 2 Monaten den ersten Wettkampf geschossen, historisch, Wintervergleich, danach auch mal Pokalschießen und mit den Sportschützen dann jetzt Liga, Turniere und auch mal Training Auflage-Altersklasse gegen die Bundesliga-Mannschaft
jeder Wettkampf ist anders, die Stände, die Gegner, die Zuschauer, die Atmosphäre und wenn ich an die Anfänge denke, da kam mir das Herz gefühlt zum Hals raus vor Aufregung und heute bekomme ich schon kaum noch mit, was um mich rum passiert und „nur“ der erste Wettkampfschuss ist Adrenalin pur, zum Ende wird es dann immer besser, bis zum letzten, weil keiner mag als letzten Schuss „gelb“, dass da stehen bleibt
Ich kann mich AndiG nur anschließen. Habe auch erst im Herbst 2016 im Alter von fast 54 Jahren mit dem Schießsport begonnen, zunächst mit LG-Auflage, dann KK-Auflage. Zu Beginn hatte ich eigentlich auch nicht vor, unbedingt gleich Wettkämpfe zu schießen. Aber mir wurden die gleichen Argumente entgegengebracht, wie AndiG sie hier anführt. 2017, bei meiner ersten Kreismeisterschaft, konnte ich auf Anhieb in beiden Disziplinen den 3. Platz erreichen und 2017 und 2018 sogar die gleiche Platzierung beim Landespokal LG-Auflage. 2017 kam LG-Freihand hinzu und ich konnte bei meiner ersten Kreismeisterschaft 2018 immerhin den 4. Platz von 7 Teilnehmern erreichen. An Landesmeisterschaften habe ich ab 2019 mit LG- und KK-Auflage teilgenommen, bislang meist mit Platzierungen im (oberen) Mittelfeld. Dieses Jahr hat es mit etwas Glück zur Vizemeisterschaft LGA und zum Meistertitel KK 100m Freihand gereicht. Ein besonderes Wagnis und Höhepunkt war 2019 meine Teilnahme an den ISSF World Masters (Senioren-WM) in Suhl. Ich fand es zuerst etwas vermessen, daran teilzunehmen, da ich als zu den "jüngeren" Senioren gehörig noch 60x Freihand schießen musste und 2017 erst damit begonnen hatte. Aber meine Frau hatte mir Mut gemacht, so eine WM "vor der Haustür" und ohne Limit, käme vielleicht nie wieder. Also hin, mit zwei Zielen: Nicht Letzter zu werden und zu versuchen, 500 Ringe (Zehntelwertung) zu erzielen. Freilich nicht "die Welt", aber für mich als Anfänger schon ambitioniert. Letzteres Ziel habe ich verfehlt, bin aber Vorletzter geworden.
Was ich damit sagen und AndiG damit bestätigen möchte ist, die Wettkampferfahrung und der Kontakt mit den "alten Hasen" ist unbezahlbar. Man kann sich viel abschauen, unterschiedliche Bedingungen kennenlernen, sich Notizen zu den Ständen machen, auf denen man regelmäßig schießt, quasi ein "Tagebuch" darüber führen und wird mit der Zeit immer ruhiger und "abgebrühter". Man sollte keine Angst davor haben, sich zu "blamieren", kein echter Sportschütze wird einen je auslachen, weil alle wissen, wie es zu Beginn ist. Vielmehr erhält man oft wertvolle Tipps für Verbesserungen. Mit der Zeit entstehen Freundschaften und man freut sich darauf, sich jedes Jahr wieder zu treffen. "Dabei sein ist" nämlich doch "alles"! Man sollte auch damit leben können, mal "auf die Mütze" zu bekommen. Tut kurz weh, aber daraus lernt man häufig am meisten. Habe ich heute leider gerade selbst wieder mal erfahren müssen...
wie erwähnt: Hatte ich zunächst auch so gesehen, aber durch viele Kommentare oder auch direkte Anmerkungen von einigen von euch "Profis" hier zurückgestellt. War in jungen Jahren in anderen Sportarten Leistungssportler und habe meine (deutschen) Meistertitel (in zwei total verschiedenen Sportarten) und auch höhere internationale Platzierungen gehabt. Ist bald 30 Jahre her, sähe mir auch keiner mehr an. Aber die Kulisse war schon insbesondere in der einen ein "bisschen größer", eigentlich fast immer Liveübertragung (damals auf "Eurosport" - kennt heute kaum noch einer), Interviews usw. Den Druck/ das besondere "jetzt zählts-Gefühl" im Kontrast zu Training kenne ich daher ziemlich gut, vielleicht sogar ein bisschen stärker, als die meisten der besten Schützen hier. Von damals weiß ich (und auch heute noch muss ich viel in Situationen, die bei anderen "Lampenfieber" auslösen), dass meine Psyche da erstaunlich kaltblütig ist und ich eher dazu neige, noch fokussierter zu sein. Halte es aber auch für absolut möglich, dass sich das beim Schießen ganz anders verhält, da ja hier Mikrobewegungen eine erhebliche Rolle spielen, die in den meisten anderen Sportarten vermutlich nie auffallen würden, da bin ich tatsächlich auf mich selbst neugierig, wie sich mein Körper verhält.
Durch diese "Wettkampforientierung" in jungen Jahren spielen für mich "Assoziationsketten" eine Rolle, die ich halt - auch wenn sie sicher falsch ist - nicht ganz abstellen kann.
A) Ein nettes, unverbindliches Pokalschießen bei einem Nachbarverein etc. ist letztlich ein "Spaßevent". Spannend, nett - auch bestimmt interessant "mal woanders" zu schießen, aber die Assoziation "dass ist jetzt ein Wettkampf" kommt da bei mir nicht so richtig auf. Bitte nicht falsch verstehen, dass kann ja total überheblich wirken, gerade von einem Anfänger. Ich habe hohen Respekt davor, dass dort sehr viele Leute viel, viel besser als ich schießen werde. Aber vom ganzen Setting her entsteht da bei mir im Kopf einfach keine Wettkampfatmosphäre. Da werde ich bestimmt bald einsteigen und Erfahrungen sammeln
B) Was ganz anderes ist für mich die Schiene Kreis/Land/DM (wobei letzteres für mich sicherlich nicht erreichbar ist). Da kann ich durchaus und gut mit leben, nicht zu gewinnen oder gaaaanz vorne mit dabei zu sein. Und wenn es so ist, dass ich durch Tagesform whatever letzter werde - dann ist es so. Aber dorthin gehen, wenn man von vorneherein weiß, dass es nur einer der allerletzten Plätze mit größerem Abstand werden kann würde für mich heißen: Üb weiter, bis du dich messen kannst.
Netter Weise haben mir ja einige Ergebnisse geschickt und ich habe, da wo ich fündig wurde, natürlich auch selber geguckt.
Kreismeisterschaften (und der Kreis ist bei uns nicht groß...): Erster Platz 316,9 - letzter Platz immerhin noch 304,3. Durchschnitt:
308,6 - nur im Kreis....
Landesmeisterschaften: 318,0 - 317,6 - 316,9 - 316,4 - 316,3 - 316,3 - 315,6 - 315,3 usw. Mit 309,8 hatte man schon 26 Schützen vor sich und nur noch ganz wenige dahinter...
Will ja gar nicht ausschließen, dass ich die irgendwann schaffe, möchte aber in meiner Selbstwahrnehmung da auch realistisch bleiben, dass ich mit 314 Ringen im Training da noch lange nicht hingehöre. Nettes Pokalschießen in Rellingen etc.: Gerne her damit.
Und das meine Lernkurve (Anfang Mai überhaupt das erste Mal 300 Ringe, sonst eher 290, allererstes gewertetes Schießen im April mit 275) in dem Tempo weitergeht, ist rechnerisch ausgeschlossen und unlogisch. Jetzt sind die 315 dran - vielleicht bis Ende des Jahres einmal, im nächsten dann vielleicht (!) zuverlässig.
komm‘ davon weg, dass es einen Unterschied macht, wie hoch das Event angesiedelt ist….
da du Mensch und Sportgerät auf die Umgebung anpassen musst, kann ein Pokalschießen aus technischer Sicht anspruchsvoller sein, als ein Ligawettkampf oder die Verbandsmeisterschaft
mein aha-Erlebnis ist jedes mal, der Stand eines benachbarten historischen Schützenvereins auf dem Dachboden, wackelnder Holzboden mit Teppich, Seilzuganlage, die Auflagen, sehr unterschiedliche Lichtverhältnisse - nicht nur das man am Gewehr drehen und justieren muss, vor allem die körperliche Anpassung kostet Zeit macht Stress
DAS sind dann die Wettkämpfe an denen man wächst, oder auch zerbricht, denn selbst sonst 298-300er Schützen kommen dort mitunter mit 28X vom Stand
...das hast du falsch verstanden. Sollte nur heißen: Ja, Pokalschießen etc. werde ich bestimmt demnächst anfangen, hab da auch keine Scheu und ja: Andere Stände oder technisch schwierige Bedingungen haben gewiss ihren (wichtigen) Trainingseffekt.
Nur meine "erst will ich 315 safe im Training", die ja zur Disposition bzgl. des Hintergedankens standen, beziehen sich auf die "Wettkämpfe der anderen Sorte", das wollte ich damit sagen. Mit Kreis/ und Landes lasse ich mir noch Zeit, dafür bin ich nicht weit genug.
komm‘ davon weg, dass es einen Unterschied macht, wie hoch das Event angesiedelt ist….
da du Mensch und Sportgerät auf die Umgebung anpassen musst, kann ein Pokalschießen aus technischer Sicht anspruchsvoller sein, als ein Ligawettkampf oder die Verbandsmeisterschaft
mein aha-Erlebnis ist jedes mal, der Stand eines benachbarten historischen Schützenvereins auf dem Dachboden, wackelnder Holzboden mit Teppich, Seilzuganlage, die Auflagen, sehr unterschiedliche Lichtverhältnisse - nicht nur das man am Gewehr drehen und justieren muss, vor allem die körperliche Anpassung kostet Zeit macht Stress
DAS sind dann die Wettkämpfe an denen man wächst, oder auch zerbricht, denn selbst sonst 298-300er Schützen kommen dort mitunter mit 28X vom Stand
Es macht mental einen großen Unterschied wie hoch das Event angesiedelt ist. Das ist ab einem gewissen Grad der Routine völlig normal und auch in Ordnung.
Ich weiß noch wie mir am Anfang bei Preisschießen der Puls ging und wie ich dann 20 Jahre später bei der Deutschen der Puls nicht mehr hochging, weil es mich nicht mehr gereizt hat.
Ihr könnt euch beim Schießen nicht selbst beobachten.
Ihr braucht einen Trainer (den brauche ich auch), der euch zuschaut, der kann noch sehr viel verbessern.
Ideal ist meiner Meinung nach ein Kurs beim DSB in Wiesbaden mit Iris Zimmer.
Empfehlenswert ist auch das Video von Iris, das sollte bei youtube abrufbar sein.
Es hilft, aber es ersetzt nicht den Trainer, der euch genau beobachtet.
bei uns im Verein hat ein Trainer mal einen Tageslehrgang für Interessierte gehalten
leider war ich an dem Tag verhindert, aber durch den Lehrgang, an dem einzlene/mehrere Schützen aus den Auflage-Mannschaften teilgenommen haben, achten „wir“ Schützen nun untereinander auf den Anderen und geben Tipps und Hinweise.
und genau das ist der Vorteil, weil mehrere Schützen aus dem gleichen Verein und teils sogar der Mannschaft teilgenommen haben, denn nun steht man nicht alleine da, sondern kann immer wieder auf die Kollegen zurückgreifen und so erarbeiten wir uns so auch das eine oder andere selbst bzw „weiter“
was sich dadurch für mich persönlich sehr verändert hat und so wie es aussieht, auch mit „Erfolg“
- meine Fußstellung
- durch ein paar Anpassungen am Gewehr nochmals die Kopfhaltung
- ganz einfach der Umgang mit der Mannschaft und dem Verhalten im Wettkampf