Hinweise Einstieg ins LG (Auflage-)Schiessen

  • Moin,

    ich bin neu im Schiesssport unterwegs und in einem Verein, indem es leider momentan kaum aktive Schuetzen und insbesondere keine Trainer/strukturiertes Training gibt.
    Allerdings wurde ich direkt fuer die LG-Auflage-Mannschaft rekrutiert und da ich prinzipiell kompetitiv bin, moechte ich moeglichst schnell so gut wie moeglich werden :).
    Um rein autodidaktisch voranzukommen hab ich mich nach Ressourcen (Buecher/Videos etc.) umgesehen, die mir beim Lernen/Trainieren helfen koennen.


    Ich wuerde mich ueber weitere Tipps insbesondere im Bereich des Auflageschiessens
    (wie z.B. "low hanging fruit" zur Verbesserung am Beginn der Karriere oder empfohlener Trainingsaufbau fuer Anfaenger) und/oder Literaturhinweise freuen.
    Folgende Dinge habe ich bisher entdeckt:

    Ich kann leider nur an einem Abend in der Woche tatsaechlich schiessen, den Rest der Zeit muss ich zu Hause mit Trockentraining vorlieb nehmen.
    Dazu hab ich mir jetzt einen Auflagestaender und ein Scatt-System gekauft, so dass ich dort zumindest Feedback bekomme und hoffentlich schneller eigene Fehler entdecken kann.
    Mein Gewehr hab ich anhand der Informationen, die ich ergattern konnte, aufs Auflageschiessen "umgeruestet".

    • Adlerauge mit 0.5dpt
    • Verstellbare Irisblende mit Farb-/Polfiltern
    • Duplex
    • Moeglichst gerade Kopfhaltung durch Verlagerung der Schaftkappe nach rechts sowie Verlagerung der Visierlinie nach links.
      Visierlinenerhoehung um 70mm. Demontage des unteren Teils der 3-Teiligen Schaftkappe. Einlegen der Schaftkappe relativ nah am Kopf.

    Ausserdem habe ich mir Schiessschuhe und eine Weste besorgt.
    Falls es beim Setup weitere Dinge gibt, die unbedingt beachtet werden sollten, lasst es mich ebenfalls gerne wissen! :)

    Vielen Dank schonmal vorab fuer eure Tipps und gut Schuss
    rischwa

  • Guten Morgen rischwa und herzlich Willkommen hier bei uns im Forum und dem tollen Sport,

    Deinen Ausführungen nach hast Du Dich aber schon etwas mehr mit dem Thema beschäftigt ;) und das klingt doch schon sehr vielversprechend. Das DSB-Seminar von Iris Zimmer ist eine gute Grundlage und auf Youtube bestimmt nicht nur einmal anzusehen. Hier entdeckt man zwischendurch immer wieder Kleinigkeiten, die man beim ersten Zuschauen nicht wahrgenommen hat. Das Buch 300 plus X kann ich ebenfalls empfehlen, es enthält viel Wissen das gut vermittelt wird. Beim Trainingsprogramm Gewehr bin ich nicht so ganz überzeugt. Der Anteil fürs Auflageschießen ist gefühlt relativ klein. Vom Grundwissen her (Abzug, Visierung, etc.) kann man aber viel übertragen.

    Deine Hardware scheint auch schon gut eingerichtet zu sein. Hier musst Du dann die wichtigsten Einstellungen finden, die auf Deinen Körper passen. Wichtig hier vielleicht die 25mm Regel bei der Schaftkappe nach neuer Sportordnung (falls Dein Verein im DSB ist). Ansonsten hilft nur Training, Training und nochmals Training.

    Ganz wichtig empfinde ich den Kontakt zu anderen Schützen und Vereinen. Da Du schon in einer Mannschaft bist, sollte das kein Problem für Dich sein. Ich bin auch in einem sehr kleinen Verein ohne Trainer und habe viel autodidaktisch erlernt. Durch den Kontakt zu anderen Schützen und den Erfahrungsaustausch kann man den ein oder anderen Tipp für sich mitnehmen und ggf. umsetzen. Es ist aber auch nicht zu vernachlässigen auf fremden Ständen zu schießen, nicht überall sind die Auflagen gleich, da muss man sich immer etwas umstellen. Auch hier im Forum wirst Du viele hilfreiche Tipps mitnehmen können, da ist hier jeder sehr behilflich.

  • Guten Morgen DJChriz ,

    ganz vielen Dank!

    Zitat

    Deinen Ausführungen nach hast Du Dich aber schon etwas mehr mit dem Thema beschäftigt ;)

    So gut es geht :). Ich bin zwar erst kurz dabei, aber absolut begeistert und es macht mir wahnsinnig viel Spass, daher hab ich entsprechend viel meiner Zeit (und Geld lol) investiert.

    Das Video mit Iris Zimmer ist ein absoluter Segen, daraus hab ich letztlich auch meine aktuellen Einstellungen am Gewehr abgeleitet. Bevor ich fuer die Auflagemannschaft rekrutiert wurde, hatte ich angefangen freistehend zu schiessen und da war das Handbuch von jochen_P70 einfach grandios. Umfassend aber dennoch in kompakter Darstellung mit vielen praktischen Tipps zu haeufigen Anfaengerfehlern usw. Sowas fehlt mir noch fuer's Auflageschiessen :). Die anderen Werke (vielleicht mit Ausnahme des Videos) sind insbesondere beim Finden der richtigen Einstellungen/Anschlag/Nullstellung etwas abstrakter und da fehlt mir einfach jmd. mit Erfahrung, den ich fragen kann.

    Zitat

    Wichtig hier vielleicht die 25mm Regel bei der Schaftkappe nach neuer Sportordnung (falls Dein Verein im DSB ist)

    Das Gewehr sollte SpO-konform eingestellt sein. Danke an Gerd59 fuer die tolle Infografik der erlaubten Einstellungen!
    Eine Frage haette ich aber vielleicht noch dazu. Laut SpO darf der Korntunnel die Muendung um bis zu 50mm ueberragen. Da waere der Gedanke soetwas ( https://shop.mec-shot.com/visierung/visi…erung/block-agl ) zu nutzen, um die Visierlaenge zu maximieren naheliegend, allerdings sag die SpO in 9.7.3 "Visierschienen oder ähnliche Vorrichtungen sind nicht gestattet". Ich vermute das verlinkte Produkt ist eine Visierschiene (habe keine genaue Definition gefunden) und damit nicht erlaubt, korrekt?

    Zitat

    Auch hier im Forum wirst Du viele hilfreiche Tipps mitnehmen können, da ist hier jeder sehr behilflich.

    Das stimmt, das Forum hier ist eine wirkliche tolle Ressource!

  • rischwa

    darf man fragen, auf welchem Leistungsniveau du so unterwegs bist, dabei wichtig Training - Wettkampf


    Gewehr klingt nach Feinwerkbau

    ob man z.B. den unteren Flügel der Kappe entfernt, da sollte man ein wenig hin und her testen; ich bin mittlerweile mit dem Flügel auf einem besseren Level, weil ich eine Einstellung gefunden habe, wo die gesamte Kappe an der Jacke anliegt und es kaum noch rutscht

    Visiererhöhung macht Sinn, bin selbst vor kurzem höhergegangen (Vario + Centra Block Club) - für die 80mm muss ich nun erst noch etwas mehr Höhe bei der Schaftbacke gewinnen, aber auf jeden Fall war die Kopfhaltung schon mal besser

    Duplex und Adlerauge ist auch sinnvoll, was ich zuletzt feststellte, dass feste Ringkörner deutlich mehr Kontrast und Zielschärfe bieten, als z.B. verstellbare Glasringkörner, aber auch da man selbst testen und schauen, womit man am Besten zurecht kommt

    achso, der Korntunnel darf überstehen, aber nichts, was einer Schiene ähnelt -> es geht also nur sowas wie Gegenlichtblende und das Adlerauge

    habe bislang aber kaum wen gesehen, der es nutzt, mal abgesehen von 1 oder 2 hier im Forum; die meisten gehen so weit wie möglich mit dem Diopter nach hinten, um eine lange Visierlinie zu erhalten. wichtig dabei, die Reihenfolge der Einstellungen insb. wegen SpO: - Schaftkappe auf die richtige Länge einstellen - Schaftbacke so weit nach hinten, dass man am Ende mit einer 90° Linie nicht über den untersten Punkt der Kappe hinaussteht - dann das Diopter anpassen und dabei die 200mm vom Systemende einhalten :: ich bin so auf eine Visierlinie von ca. 95-100 cm gekommen, mein Korntunnel steht genau mit dem Laufende (schieße nicht nur DSB/RSB sondern auch historisch)


    ich persönlich habe vor ca. 1 1/2 Jahren (wieder) angefangen und das zuerst in einem historischen Verein und dann in einem Schießsportverein; am Anfang halt mehr oder weniger autodidaktisch, bin aber kein "Bücherwurm" und wenn ich es von heute aus betrachte, zu früh zu viel wollend - sprich Technik aufgerüstet wie im Kalten Krieg und eigentlich konnte ich damit noch gar nicht umgehen; die Basics sind das A und O! dann mit Einstieg im "sportlichen" Verein und zeitgleich mit einem Gewehrwechsel alle Änderungen immer nur Schritt für Schritt und auch den nächsten Schritt immer erst dann, wenn ich das Ergebnislevel im Training mehrfach halten konnte, dabei auch viel mehr an mir selbst geändert, als am Gewehr.

    Könnte ein interessanter Austausch hier werden, weil es gerade einige "Neulinge" in der Disziplin gibt, die von einigen erfahrenen Schützen "lernen"

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • rischwa

    darf man fragen, auf welchem Leistungsniveau du so unterwegs bist, dabei wichtig Training - Wettkampf

    Klar darf man :)
    Ich bin wie gesagt ganz am Anfang und im Training momentan bei knapp ueber 300 Ringen (~302-304). Wettkaempfe habe ich noch nicht geschossen. Vielleicht habe ich mit dem Begriff "Mannschaft" aber auch zu hohe Erwartungen hier geweckt :D. Wir sind 3 Leute, die - wenn ich das richtig sehe - so zwischen Oktober und Dezember mit einigen befreundeten lokalen Vereinen reihum ein paar Wettkaempfe schiessen werden.
    Wenn ich es selber bewerten wuerde, sind meine aktuell groessten Baustellen:
    - Abziehen, waehrend ich horizontale Schwankungen habe. Vertikale Kontrolle ueber Atmung geht gefuehlt deutlich stabiler. Ich bekomme es aber auch noch nicht konstant hin ein ruhiges Zielbild zu haben und bin mir nicht 100% sicher woran es genau liegt.
    - selten aber manchmal komme ich ungewollt an den Abzug und es gibt ne random 6 oder 7 oder so
    Ich bin mir sicher, dass jeder andere Punkt des gesamten Vorgangs auch noch sehr viel Arbeit braucht, aber hier liegen - glaube ich - momentan die meisten Punkte fuer mich zum einsammeln rum.

    Gewehr klingt nach Feinwerkbau

    In der Tat. FWB 900 (Alu/Hybrid)

    ob man z.B. den unteren Flügel der Kappe entfernt, da sollte man ein wenig hin und her testen; ich bin mittlerweile mit dem Flügel auf einem besseren Level, weil ich eine Einstellung gefunden habe, wo die gesamte Kappe an der Jacke anliegt und es kaum noch rutscht

    Hier muss ich vielleicht nochmal testen, da ich meine aktuelle Einstellung gemacht hab, bevor ich die Weste hatte. Ich hatte nur das Problem, dass durch die max 25mm Fluegellaenge der Grundwinkel der Kappe so eingeschraenkt ist, dass mir das untere Stueck leicht in die Brust gestochen hat. Hier wuerden 10kg weniger aber vielleicht auch helfen :D

    habe bislang aber kaum wen gesehen, der es nutzt, mal abgesehen von 1 oder 2 hier im Forum; die meisten gehen so weit wie möglich mit dem Diopter nach hinten, um eine lange Visierlinie zu erhalten. wichtig dabei, die Reihenfolge der Einstellungen insb. wegen SpO: - Schaftkappe auf die richtige Länge einstellen - Schaftbacke so weit nach hinten, dass man am Ende mit einer 90° Linie nicht über den untersten Punkt der Kappe hinaussteht - dann das Diopter anpassen und dabei die 200mm vom Systemende einhalten :: ich bin so auf eine Visierlinie von ca. 95-100 cm gekommen, mein Korntunnel steht genau mit dem Laufende (schieße nicht nur DSB/RSB sondern auch historisch)

    Guter Hinweis nochmal, werde ich nochmal durchgehen. Was verstehst Du denn unter der richtigen Laenge der Schaftkappe? Ich hatte mich freistehend an die "Regel" gehalten, die Laenge anhand "Halten des Pistolengriffs und Einlegen der Kappe in den Ellenbogen" einzustellen. Fuer die Auflage habe ich die Kappe kuerzer eingestellt, weil die Schaftbacke nicht so weit nach Hinten verlagert werden kann und ich den Kopf dann weniger gerade auflegen muesste, um die Schaftbacke zu erreichen.

    ich persönlich habe vor ca. 1 1/2 Jahren (wieder) angefangen und das zuerst in einem historischen Verein und dann in einem Schießsportverein; am Anfang halt mehr oder weniger autodidaktisch, bin aber kein "Bücherwurm" und wenn ich es von heute aus betrachte, zu früh zu viel wollend - sprich Technik aufgerüstet wie im Kalten Krieg und eigentlich konnte ich damit noch gar nicht umgehen; die Basics sind das A und O! dann mit Einstieg im "sportlichen" Verein und zeitgleich mit einem Gewehrwechsel alle Änderungen immer nur Schritt für Schritt und auch den nächsten Schritt immer erst dann, wenn ich das Ergebnislevel im Training mehrfach halten konnte, dabei auch viel mehr an mir selbst geändert, als am Gewehr.

    Vielleicht wiederhole ich dahingehend Deine Fehler, habe die Technik auch maximal aufgeruestet. Es macht aber auch einfach Spass sich damit zu beschaeftigen ...
    Ich hab allerdings auch nicht die Vorstellung, dass die Technik fuer mich schiesst. Mir ist bewusst, dass mein Koennen weit hinter dem Material herhaengt und die Schiesstechnik das alles entscheidende ist. Ich bin mir nicht ganz sicher was Du genau mit "eigentlich konnte ich damit noch gar nicht umgehen" meinst. Aufgrund meiner Unwissenheit ist es bei mir vermutlich genauso, aber eigentlich bin ich ganz happy mit den Einstellungsmoeglichkeiten... Wenn ich darueber nachdenke verstehe ich es vielleicht doch, wenn ich hier fragen zum idealen Setup von Dingen stelle, anstatt damit zu arbeiten, was ich habe. Auf der anderen Seite denke/hoffe ich vielleicht, dass sich der Weg vielleicht etwas abkuerzen laesst, wenn ich von euch Profis lernen kann.


    Könnte ein interessanter Austausch hier werden, weil es gerade einige "Neulinge" in der Disziplin gibt, die von einigen erfahrenen Schützen "lernen"

    Ich freue mich auf jeden Fall sehr ueber euren Input und den Erfahrungsschatz, den es im Forum gibt, danke!

  • Klar darf man :)
    Ich bin wie gesagt ganz am Anfang und im Training momentan bei knapp ueber 300 Ringen (~302-304). Wettkaempfe habe ich noch nicht geschossen. Vielleicht habe ich mit dem Begriff "Mannschaft" aber auch zu hohe Erwartungen hier geweckt :D . Wir sind 3 Leute, die - wenn ich das richtig sehe - so zwischen Oktober und Dezember mit einigen befreundeten lokalen Vereinen reihum ein paar Wettkaempfe schiessen werden.
    Wenn ich es selber bewerten wuerde, sind meine aktuell groessten Baustellen:
    - Abziehen, waehrend ich horizontale Schwankungen habe. Vertikale Kontrolle ueber Atmung geht gefuehlt deutlich stabiler. Ich bekomme es aber auch noch nicht konstant hin ein ruhiges Zielbild zu haben und bin mir nicht 100% sicher woran es genau liegt.
    - selten aber manchmal komme ich ungewollt an den Abzug und es gibt ne random 6 oder 7 oder so
    Ich bin mir sicher, dass jeder andere Punkt des gesamten Vorgangs auch noch sehr viel Arbeit braucht, aber hier liegen - glaube ich - momentan die meisten Punkte fuer mich zum einsammeln rum.

    Das klingt doch aber schon ganz gut, ich habe zumindest schwächer (wenn auch mit einem Vereinsgewehr) begonnen. Zwischen Oktober und Dezember klingt jedenfalls ganz nach Rundenwettkämpfen und das macht wirklich Spaß. Zum Anfang ist es jedoch Streß, ähnlich wie bei Prüfungen.

    Betreffend der Schwankungen kann es viele Gründe geben, gefühlt ist es meist der Stand. Da hilft nur experiementieren und für sich selbst den stabilsten Stand finden. Iris Zimmer sagt ja in ihren Videos: Das Fundament baut man von unten auf.

    In der Tat. FWB 900 (Alu/Hybrid)

    Ein schickes Gerät :thumbup:. Hätte ich letztes Jahr mehr Auswahl gehabt und wäre mir sicherer Gewesen, dass ich bei dem Sport bleibe, hätte ich den Mehrpreis bestimmt auch ausgegeben.

    Guter Hinweis nochmal, werde ich nochmal durchgehen. Was verstehst Du denn unter der richtigen Laenge der Schaftkappe? Ich hatte mich freistehend an die "Regel" gehalten, die Laenge anhand "Halten des Pistolengriffs und Einlegen der Kappe in den Ellenbogen" einzustellen. Fuer die Auflage habe ich die Kappe kuerzer eingestellt, weil die Schaftbacke nicht so weit nach Hinten verlagert werden kann und ich den Kopf dann weniger gerade auflegen muesste, um die Schaftbacke zu erreichen.

    AndiG Danke für den Hinweis, das muss ich auch noch einmal überprüfen. Die Regel hatte ich auch übersehen, dass die Schaftbacke nicht über den untersten Punkt der Schaftkappe (der die Jacke berührt) herausragen darf :cursing:. Das entspricht zwar kaum dem Körperbau eines normalen Menschen, aber dann muss man den Kopf halt doch wieder etwas mehr nach vorne legen.

    Ich hab allerdings auch nicht die Vorstellung, dass die Technik fuer mich schiesst. Mir ist bewusst, dass mein Koennen weit hinter dem Material herhaengt und die Schiesstechnik das alles entscheidende ist. Ich bin mir nicht ganz sicher was Du genau mit "eigentlich konnte ich damit noch gar nicht umgehen" meinst. Aufgrund meiner Unwissenheit ist es bei mir vermutlich genauso, aber eigentlich bin ich ganz happy mit den Einstellungsmoeglichkeiten... Wenn ich darueber nachdenke verstehe ich es vielleicht doch, wenn ich hier fragen zum idealen Setup von Dingen stelle, anstatt damit zu arbeiten, was ich habe. Auf der anderen Seite denke/hoffe ich vielleicht, dass sich der Weg vielleicht etwas abkuerzen laesst, wenn ich von euch Profis lernen kann.

    Wichtig ist jedenfalls erstmal, dass das Grundgerät auf Dich eingestellt ist. Das zeigt einem im Geschäft meist keiner und bei mir hat es im Verein auch keiner Bemerkt oder gar mit Interesse hinterfragt. Erst als ich bei einem befreundeten Verein mit Trainer gewesen bin und er mich beobachtet hat kam die Frage warum ich mir das Gewehr nicht richtig einstellen würde, die Möglichkeiten sind jedenfalls da. Beim Duplex scheiden sich meist die Meinungen. Ich hatte meins auch relativ früh, der Trainer aus dem anderen Verein hat jedoch angemerkt, dass das für den Anfang mit den ganzen Ebenen der Visierung ggf. zu viel sein könnte. Aber auch da gibts kein richtig oder falsch, das Gefühl muss jeder selbst dafür entwickeln. Es steht zwar nicht in Deiner Liste, ich gehe aber davon aus, dass Du auch ein verstellbares Ringkorn hast zu Deinem 0,5er Adlerauge. Hierbei muss auch jeder für sich entscheiden, wieviel Kontrollweiß man um den Spiegel benötigt.

  • Das klingt doch aber schon ganz gut, ich habe zumindest schwächer (wenn auch mit einem Vereinsgewehr) begonnen. Zwischen Oktober und Dezember klingt jedenfalls ganz nach Rundenwettkämpfen und das macht wirklich Spaß. Zum Anfang ist es jedoch Streß, ähnlich wie bei Prüfungen.

    Mit dem Vereinsgewehr am Anfang waren es bei mir auf jeden Fall unter 300, da hat die Technik schon etwas gebracht, glaube ich.

    Betreffend der Schwankungen kann es viele Gründe geben, gefühlt ist es meist der Stand. Da hilft nur experiementieren und für sich selbst den stabilsten Stand finden. Iris Zimmer sagt ja in ihren Videos: Das Fundament baut man von unten auf.

    Danke fuer den Hinweis. Ich spuere leider noch nicht so richtig, wo es herkommt, dann muss ich vermutlich tatsaechlich einfach mal experimentieren.

    Wichtig ist jedenfalls erstmal, dass das Grundgerät auf Dich eingestellt ist. Das zeigt einem im Geschäft meist keiner und bei mir hat es im Verein auch keiner Bemerkt oder gar mit Interesse hinterfragt. Erst als ich bei einem befreundeten Verein mit Trainer gewesen bin und er mich beobachtet hat kam die Frage warum ich mir das Gewehr nicht richtig einstellen würde, die Möglichkeiten sind jedenfalls da.

    Ja, an der Front hab ich leider auch keine Hilfe momentan, versuche es mir halt so gut es geht aus den Unterlagen zusammenzureimen und bastel auch noch recht regelmaessig dran rum.

    Beim Duplex scheiden sich meist die Meinungen. Ich hatte meins auch relativ früh, der Trainer aus dem anderen Verein hat jedoch angemerkt, dass das für den Anfang mit den ganzen Ebenen der Visierung ggf. zu viel sein könnte. Aber auch da gibts kein richtig oder falsch, das Gefühl muss jeder selbst dafür entwickeln. Es steht zwar nicht in Deiner Liste, ich gehe aber davon aus, dass Du auch ein verstellbares Ringkorn hast zu Deinem 0,5er Adlerauge. Hierbei muss auch jeder für sich entscheiden, wieviel Kontrollweiß man um den Spiegel benötigt.

    Ich empfinde das Duplex als Hilfreich. Beim Anvisieren gucke ich zuerst auf die Lage von Irisblende/Duplex/Korn zueinander und das wird mit dem Duplex visuell etwas klarer, finde ich. Beim Zielen zum Schluss gucke ich dann nur noch auf das Verhaeltnis Korn zu Ziel. Ich besitze ein verstellbares Ringkorn, musste es aber mit dem Adlerauge auf Anschlag aufdrehen (5.8) und finde das Kontrollweiss recht klein, fuehle mich aber subjektiv ganz wohl damit. Ich hab aber auch noch ein etwas groesseres Ringkorn zum Testen bestellt.

  • Hast du das frei stehende Schießen aufgegeben ?

    Vorerst schon.
    Ich hab mein Gewehr auf Auflage umgebaut und will die begrenzte Trainingszeit, die ich habe, maximal nutzen, um in der Disziplin besser zu werden, die ich dann in ein paar Monaten schiessen muss.
    Prinzipiell haette ich durchaus auch Interesse am frei stehenden Schiessen, aber das macht im Verein niemand und ich will das, was ich mache, dann auch "richtig" machen :).
    Koennte mir vorstellen, dass ich, wenn ich deutlich mehr Routine und ein hoeheres Plateau erreicht habe, vielleicht auch nochmal zwischenzeitlich wechsele.

  • die Länge der Schaftkappe hatte ich ganz am Anfang auch auf dem freistehend Maß, einfach zum rantasten; mittlerweile aber deutlich "kürzer"


    Schwankungen seitlich: gerne mal Auflage zu hoch, aber auch Stand zu eng, also Füße in etwa schulterbreit stellen, Schultern locker lassen; weil dann geht der Schuss beim auslösen nicht seitlich weg

    hast du die zweite Hand auf dem Gewehr? oder ziehst du am Griff unten?

    was auch viele unterschätzen, den Abzug. damit und dann zusätzlich mal mit dem Griff spielen -> das Züngel in einer Linie unter dem Lauf, dann den Griff auslagern -> Ergebnis dürfte sein, dass das Gewehr so einen schönen Schwerpunkt entwickelt, die Abzugshand auf der einen Seite, die andere Hand dann entsprechend auf der anderen Seite


    wo man auch mal mit experimentieren kann: Gewichte -> Trägheit! das Gewehr darf mit allem 5.5 kg wiegen und ich persönlich habe die Gewichte überwiegend vorne platziert; die Feinwerkbau Gewichte für die Vario Visierung und dann noch TEC-HRO Laufgewichte. das sind gut und gerne 500gramm und die tragen dazu bei, dass das Gewehr im Mündungsbereich recht träge ist, auch was evtl. seitliche Schwankungen ausgleicht


    und viele andere Dinge hat DJChriz schon genannt

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • 0,5er Adlerauge mit 5,8er Ringkorn ist sportlich, je nach Visierlänge. ich hatte die 5,8 auf und dabei nur ein 0,3er Ringkorn. habe dann das 0,5er reingedreht und das weiß war im Grunde nicht mehr zu sehen - aktuell nutze ich das 0,5er Adlerauge in Verbindung mit einem 7,1 Constrast Sight Ringkorn und das funktioniert wirklich gut; viel Kontrast und Schärfe, für mich optimales Kontrollweiß

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Schwankungen seitlich: gerne mal Auflage zu hoch, aber auch Stand zu eng, also Füße in etwa schulterbreit stellen, Schultern locker lassen; weil dann geht der Schuss beim auslösen nicht seitlich weg

    Mein Stand sollte dann breit genug sein (etwas mehr als Schulterbreit), Schultern locker lassen versuche ich, aber das muss ich mir staendig bewusst machen.

    hast du die zweite Hand auf dem Gewehr? oder ziehst du am Griff unten?

    Die zweite Hand habe ich unten, da experimentiere ich noch etwas mit der Position, ob naeher am Abzug oder weiter vorne und ob ich den Arm dran haenge, oder nur versuche es zu beruehren aber keinen Impuls auf das Gewehr zu geben. Ich vermute mal das dranhaengen ist eigentlich sinnvoller, weil die Muskulatur weniger involviert ist, aber es fuehlt sich subjektiv beim Zielen schlechter an.

    was auch viele unterschätzen, den Abzug. damit und dann zusätzlich mal mit dem Griff spielen -> das Züngel in einer Linie unter dem Lauf, dann den Griff auslagern -> Ergebnis dürfte sein, dass das Gewehr so einen schönen Schwerpunkt entwickelt, die Abzugshand auf der einen Seite, die andere Hand dann entsprechend auf der anderen Seite

    Das ist eine super Idee, die ich als naechstes mal testen werde, vielleicht loest das auch direkt mein Problem mit dem "Dranhaengen" der linken Hand.

    wo man auch mal mit experimentieren kann: Gewichte -> Trägheit! das Gewehr darf mit allem 5.5 kg wiegen und ich persönlich habe die Gewichte überwiegend vorne platziert; die Feinwerkbau Gewichte für die Vario Visierung und dann noch TEC-HRO Laufgewichte. das sind gut und gerne 500gramm und die tragen dazu bei, dass das Gewehr im Mündungsbereich recht träge ist, auch was evtl. seitliche Schwankungen ausgleicht

    Dann kann das Wettruesten bei mir ja doch noch weitergehen :D. Leuchtet ein, werde ich dann wohl auch mal testen, danke.

    Zitat

    0,5er Adlerauge mit 5,8er Ringkorn ist sportlich, je nach Visierlänge. ich hatte die 5,8 auf und dabei nur ein 0,3er Ringkorn. habe dann das 0,5er reingedreht und das weiß war im Grunde nicht mehr zu sehen - aktuell nutze ich das 0,5er Adlerauge in Verbindung mit einem 7,1 Constrast Sight Ringkorn und das funktioniert wirklich gut; viel Kontrast und Schärfe, für mich optimales Kontrollweiß

    Visierlaenge ist momentan ca. 96cm, also etwas Luft noch nach oben. Morgen sollte ein 7.0er Ringkorn in der Post liegen, mal gucken, wie es damit aussieht.

  • ich habe ein 800 W und nutze je nach Tagesform den Untergriff zum ziehen oder lege ich die Hand oben auf;

    bei meinem Gewehr habe ich dafür ein "Rack" auf dem System, nun am Ende das von Grüdl, lies dazu gerne mal ab hier: RE: Neue Feinwerkbau 900


    was ich zuletzt nach dem Hinweis eines "Trainers" geändert habe - ich hatte die Hand immer sehr weit vorne auf dieser Ablage und seit kurzem habe ich die Hand noch gerade eben auf dieser Auflage, aber eher Richtung Patronenkammer Lademechanismus und damit sind die aufgelegte Hand und die Abzugshand näher beieinander

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • was ich zuletzt nach dem Hinweis eines "Trainers" geändert habe - ich hatte die Hand immer sehr weit vorne auf dieser Ablage und seit kurzem habe ich die Hand noch gerade eben auf dieser Auflage, aber eher Richtung Patronenkammer Lademechanismus und damit sind die aufgelegte Hand und die Abzugshand näher beieinander

    Ja, das ist ein sehr guter Tip. Je weiter vorne man in Richtung Lauf die Hand hat, desto eher kann man verreißen. Je weiter hinten in Richtung Diopter, desto besser ist es.

    Ich bin mir nur gerade unsicher, wo man genau „auf dem Lauf“ die Hand noch haben darf. Im Buch 300 plus X bin ich der Meinung hat Werner wohl erwähnt, dass die Hand nicht zu weit in Richtung Diopter darf. Konnte aber den Punkt dazu in der Sportordnung nicht genau finden.

  • Ja, das ist ein sehr guter Tip. Je weiter vorne man in Richtung Lauf die Hand hat, desto eher kann man verreißen. Je weiter hinten in Richtung Diopter, desto besser ist es.

    Leuchtet ein

    Ich bin mir nur gerade unsicher, wo man genau „auf dem Lauf“ die Hand noch haben darf. Im Buch 300 plus X bin ich der Meinung hat Werner wohl erwähnt, dass die Hand nicht zu weit in Richtung Diopter darf. Konnte aber den Punkt dazu in der Sportordnung nicht genau finden.

    Evtl. 9.7.6 Punkt 6: "6. Die nicht abziehende Hand muss das Gewehr, von oben, auf dem Fernrohr, auf dem Lauf, von unten
    oder seitlich vor der Abzugseinrichtung in Richtung Laufmündung halten." -> Hand muss vor der Abzugseinrichtung sein
    ?

  • Leuchtet ein

    Evtl. 9.7.6 Punkt 6: "6. Die nicht abziehende Hand muss das Gewehr, von oben, auf dem Fernrohr, auf dem Lauf, von unten
    oder seitlich vor der Abzugseinrichtung in Richtung Laufmündung halten." -> Hand muss vor der Abzugseinrichtung sein
    ?

    Das wird der Punkt sein, ja. Bei der letzten Kreismeisterschaft hatte ich die Hand falsch, quasi dann über der Abzugseinrichtung. Die Aufsicht hat sich jedoch nicht darum gekümmert.

  • Da waere der Gedanke soetwas ( https://shop.mec-shot.com/visierung/visi…erung/block-agl ) zu nutzen, um die Visierlaenge zu maximieren naheliegend, allerdings sag die SpO in 9.7.3 "Visierschienen oder ähnliche Vorrichtungen sind nicht gestattet". Ich vermute das verlinkte Produkt ist eine Visierschiene (habe keine genaue Definition gefunden) und damit nicht erlaubt, korrekt?

    Genau das ist der Punkt, wo sich keiner auf eine Nachfrage einlässt und ich noch von keinem eine fachmännische Auskunft bekommen habe.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)