Maximales Gewicht wie ausreizen

  • Servus zusammen.

    Gerade beim "Ausreizen" des Gewichts bin ich vorsichtig. Die Waagen, die ich bei den Kontrollen erlebt habe, messen Gewichte wie sie wollen. Hab es an meinem Gewehr erlebt, dass von einer Messung bei der KM zum Limit noch 130g "Luft" waren, bei der Messung an der LM waren es nur noch 30g. Und nein, am Gewehr habe ich in der Zwischenzeit nichts verändert und in beiden Fällen war die Kartusche auch mit 200bar befüllt.

    Woran lag so etwas? Falsche Bedienung der Waage? Elektronik nicht warm? (Ich kenne das aus der Industrie, dass Waagen erst mal eine Zeitlang -also 15-30min- warmlaufen müssen, bevor gewogen werden darf. Aber das waren Waagen, die einer Kalibrierpflicht unterlagen. )

    Ich bin versucht, bei der nächsten Kontrolle mir nachweisen zu lassen, dass die Waage auch korrekt misst. Leider hab ich noch nie ein "Kontrollgewicht" gesehen. Wäre es vermessen, von der Kontrolle zu verlangen, dass sie auch nachweisen, dass die verwendete Waage auch "richtig" misst? Wenn ich 5g zu schwer bin, lässt man mich nicht antreten.

    Gruss Peter

  • Servus zusammen.

    Gerade beim "Ausreizen" des Gewichts bin ich vorsichtig. Die Waagen, die ich bei den Kontrollen erlebt habe, messen Gewichte wie sie wollen. Hab es an meinem Gewehr erlebt, dass von einer Messung bei der KM zum Limit noch 130g "Luft" waren, bei der Messung an der LM waren es nur noch 30g. Und nein, am Gewehr habe ich in der Zwischenzeit nichts verändert und in beiden Fällen war die Kartusche auch mit 200bar befüllt.

    Woran lag so etwas? Falsche Bedienung der Waage? Elektronik nicht warm? (Ich kenne das aus der Industrie, dass Waagen erst mal eine Zeitlang -also 15-30min- warmlaufen müssen, bevor gewogen werden darf. Aber das waren Waagen, die einer Kalibrierpflicht unterlagen. )

    Ich bin versucht, bei der nächsten Kontrolle mir nachweisen zu lassen, dass die Waage auch korrekt misst. Leider hab ich noch nie ein "Kontrollgewicht" gesehen. Wäre es vermessen, von der Kontrolle zu verlangen, dass sie auch nachweisen, dass die verwendete Waage auch "richtig" misst? Wenn ich 5g zu schwer bin, lässt man mich nicht antreten.

    Gruss Peter

    Zumindest in Dortmund, hier sind immer 2 Waagen, hat einer der KR ein 5kg Prüfgewicht dabei. Aber geeicht sind die Waagen auch nicht. Bei der Rheinlandliga hat der KR meist eine übliche 6kg Haushaltswaage. Geeicht ist da nichts.

    Gruß Mike

    ohne Training kein Vorankommen ;)

    Erfolg muss man sich erarbeiten, Neid kommt von allein :)

    KK 500 E Auflage, LG500itec E Auflage :)

    Einmal editiert, zuletzt von mivo1965 (17. Juli 2025 um 08:08)

  • Hallo Peter,

    deine Meinung teile ich. Ans Limit gehen und darauf vertrauen, dass die Waage korrekt wiegt, ist riskant. Bei der letzten Landesmeisterschaft LG-Auflage reichten nicht einmal 50 g Sicherheit nach oben. Nach Meinung des „Wachhabenden“ war meine Waffe 10 Gramm zu schwer. Mein Argument, dass ich vier Wochen vorher bei MEC in Dortmund das Gewicht überprüft habe, zählte für ihn nicht. Es wurde mit dem Argument abgetan: „Was interessiert mich MEC“. Nut trainieren hier auch Kaderschützen, die sich schon darauf verlassen, dass das Gewicht korrekt angezeigt wird. Das die verwendete Waage ein Haushaltsmodell ohne Eichstempel war, und von der Ausführung her die Auflage nachträglich mit einen Holzplatte vergrößert war, zählte für ihn ebenfalls nicht. Er blieb bei seiner Feststellung und ich habe dann den unteren Flügel der Schaftkappe abgenommen. Dieses und mein Ärger führten dann dazu, dass mein Ergebnis entsprechend ausfiel.

    Bei der nächsten LM, KK-Auflage war keine Waage vorhanden und nochmals LM KK-Auflage 100 m an anderem Ort und mit anderer Waage, sogar mit Eichstempel, war das Gewicht bis auf 2 Gramm zu meiner Waage (Apothekenwaage bis 6 KG) identisch.

    Mit genau dieser für zu schwer befundenen Waffe bin ich seit 6 Jahren in Dortmund zur DM und habe immer ohne Beanstandung die Waffenkontrolle durchlaufen.

    Das die Waagen bei den Kontrollen geeicht sind, erwarte ich nicht, es ist auch eine Kostenfrage. Eine Eichung im Lebensmittelbereich hat 2 Jahre Gültigkeit und kostet ca. 250 €. Nur sollte der Verantwortliche wissen, dass eine Waage sehr empfindlich ist und durch ständiges transportieren von A nach B an Genauigkeit einbüßen kann. Diese Genauigkeit verändert sich im Verhältnis zum Gewicht. Je höher das Gewicht, um so größer die Abweichung. Aber wer das Sagen hat, der hat auch die Macht!

    Mit Schützengruß

    Max319

  • Es ist sicherlich nicht ratsam mit dem Gewicht zu knapp an die Obergrenze zu gehen. Ich denke 50g weniger bei Pistole-Auflage und 100g weniger bei Gewehr-Auflage sollte genügend Sicherheit bieten. Viel wichtiger ist es das Gewicht an die richtige Stelle zu bringen.

    Auch ich staunte bei den LM nicht schlecht als meine Pistole das Maximalgewicht ordentlich überschritt. Der meinerseits entsetzt- zweifelnde Blick Richtung Prüfer wurde aber mit einem OK quittiert. Wir wissen dass die Waage daneben liegt und legte schmunzelnd das Prüfgewicht auf.

    Aber wer das Sagen hat, der hat auch die Macht!

    Schade so sollte es nicht sein.

    Ich finde zur jeder Waage gehört auch ein Prüfgewicht und im Zweifel das Recht des Schützen es einzufordern.

  • Was erwartet man von einem "Eichstempel"? Eine erfolgreiche Hauptuntersuchung beim Auto sagt ja auch nicht aus, dass ein Jahr später das Auto noch verkehrssicher ist.

  • Wenn man an die erlaubten Grenzen geht, könnte man auch ein eigenes Prüfgewicht mitbringen. Wenn die Waage dann Blödsinn anzeigt, hat man was in der Hand (5kg Argumentationsverstärker)

    trainieren, nicht heulen...
    FWB P85
    FWB P8x
    Tesro RS100
    CZ75 Sport II
    Walther GSP 500
    S&W 686-3
    Peters Stahl Multical .45

  • Was erwartet man von einem "Eichstempel"? Eine erfolgreiche Hauptuntersuchung beim Auto sagt ja auch nicht aus, dass ein Jahr später das Auto noch verkehrssicher ist.

    Das ist nur zum Teil korrekt, ich habe allerdings die Gewissheit das mein Auto bis zum Verlassen des Prüfgeländes verkehrssicher war. Ab dann bin ich als Halter erst einmal wieder für 2 Jahre (Neuwagen 3 Jahre) in der Verantwortung. Der Gesetzgeber wird sich aber etwas dabei gedacht haben, ein KFZ in vorgeschriebenen Abständen dem TÜV vorzustellen. Bei einer Waage kann ich mit ziemlich sicher sein, dass sie auch nach zwei Jahren zuverlässig wiegt. Aus meiner Erfahtung waren die Werte auf einer 10 KG Waage unter 10 Gramm, oder mit 5 KG belastet bei Max 3 Gramm beim fälligen Eichtermin.

    Nun zurück zur Waage.

    Ob eine Waage bei einer schießsportlichen Veranstaltung geeicht sein muss, mag ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich aber nicht. Ich sollte jedoch als Landesverband dafür Sorge tragen, dass die Waage zuverlässig wiegt. Oder als Kampfrichter anders reagieren, denn dass dieses Modell eventuell kein ordnungsgemäßes Gewicht anzeigt, währe nicht unwarscheinlich.

    Als Verbraucher, und dass bin ich im weitesten Sinn gegenüber dem Landesverband, habe ich dass Recht auf eine zuverlässige Messung. Zumal eine ungenaue Messung weitreichende Folgen haben kann. Qualifikation zur Teilnahme an der DM verpasst. Ein Jahr Training umsonst und die Startgebühren abschreiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Max319

  • Ich hab mal eben in der Sportordnung nachgesehen und fand in Bezug auf "Gewichte" nur die Prüfgewichte für den Abzugswiderstand. Ist mir egal aber unter 0.10.1 wäre etwas das man heranziehen könnte: "Die Prüfgewichte (Abzug) dürfen eine Minustoleranz von 2 g aufweisen. Vor Beginn einer Meisterschaft sind die Prüfgeräte (hier sehe ich die Waagen als Prüfgerät an) vom Kampfgericht/von der Jury zu kontrollieren." Ein altes Gewicht einer Dezimalwaage dürfte ja wohl noch irgendwo auffindbar sein.

  • Als Verbraucher, und dass bin ich im weitesten Sinn gegenüber dem Landesverband, habe ich dass Recht auf eine zuverlässige Messung. Zumal eine ungenaue Messung weitreichende Folgen haben kann. Qualifikation zur Teilnahme an der DM verpasst. Ein Jahr Training umsonst und die Startgebühren abschreiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Max319

    Wenn Du als Verbraucher das Recht auf eine zuverlässige Messung einforderst, dann wäre es doch Deine Pflicht gewesen, Dein Recht auf einen Einspruch wahrzunehmen ?


    Manchmal kommt sich ein KR unter Sportschützen vor wie ein Radfahrer bei der JHV des ADAC 🤓

  • Wenn Du als Verbraucher das Recht auf eine zuverlässige Messung einforderst, dann wäre es doch Deine Pflicht gewesen, Dein Recht auf einen Einspruch wahrzunehmen ?

    Irgendwie vermisse ich auch die Leute die früher alles und jeden erfolgreich niedergeklagt haben.

    Manchmal kommt sich ein KR unter Sportschützen vor wie ein Radfahrer bei der JHV des ADAC 🤓

    Ich verstehe nicht was Du sagen willst, denn der ADAC ist auch der größte deutsche Radfahrerverband nach eigener Aussage.

  • Zum Beitrag #30

    Die Antworten zu meinem Einwand waren doch eindeutig. Hinzu kommt noch der Tonfall und die Mimik des Gegenüber. Da soll ich mich 20 Minuten vor dem Wettkampf auf einen Wortwechsel einlassen, geschenkt! Auf einer LM kennt man sehr wohl die Funktionäre. Es gibt solche und solche. Manche halten sich auch für Götter, deren Urteil hat Bestand. Zum Glück sind diese nur vereinzelnd und in diesem Landesverband ist es halt einer.

    Und ja, 20 Minuten sind knapp, ich war aber 1 1/2 Stunden im Stau gestanden weil ein LKW in einer einspurigen Brückenbaustelle mit Defekt liegen geblieben ist. Sonst wäre ich zwei Stunden vor Start im Schützenhaus gewesen.

    Und zum Recht: Der Fehler liegt nicht darin, dass ich meiner Pflicht nicht nachgekommen bin und mein Einspruch nicht erfolgte, sondern dass der Landesverband mit dem bereitstellen der Waage bei einer Landesmeisterschaft nicht sorgfältig in der Vorbereitung war.

    Und dann möchte ich nochmals in Erinnerung bringen, am nächsten Wettkampf gab es keine Waage. Was für eine Waffenkontrolle bei einer LM? und eine Woche später ist eine Waage mit Eichstempel vorhanden !!! Unmut an der richtigen Stelle zeigt manchmal Wirkung.

    Mit Schützengruß

    Max319

  • Ich gehe davon aus, dass bei einer schießsportlichen Veranstaltung die DSB Regeln peinlich genau geprüft werden. Somit kann ich erwarten, dass die zur Verfügung gestellte Waage geeicht ist. Ich lasse mir vor dem Wiegen den Eichstempel zeigen. Sollte dieser nicht vorhanden sein, wird das angezeigte Gewicht infrage gestellt. Mein Sportgerät, ist genau auf einer geeichten Waage 50 Gramm unter dem zulässigen Gewicht ausgewogen. Außerdem habe ich immer bei solchen Veranstaltungen ein 100 Gramm Prüfgewicht dabei.

  • mal eine „banale“ Frage


    habt ihr Unterschiede festgestellt, was die Platzierung der Waffe auf der Waage angeht?


    ich könnte mir vorstellen und es ist im Grunde „Physik“, dass um so weiter vom Schwerpunkt entfernt die Waffe auf der Mitte der Waage liegt, umso höher die Abweichung

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Hallo in die Runde,

    leider wird das Prüfgewicht von 100 g nicht helfen. Die Abweichung der Waage steigt mit zunehmendem Gewicht. Es kommt auf den Waagentyp, Gewichtseinteilung und die max. Belastung an. Z.B. Wiegeschritt 2g oder 5g und Belastung 6Kg oder 10Kg an.

    Bei einer Eichung beginnt man mit dem kleinsten Gewicht und legt jeweils das nächst höhere auf den Waagenteller bis zum max. Gewicht. In diesen Schritten steigt dann auch die Abweichung.

    Zu #35: In meinem Fall lag die Waffe Plan auf dem Holzbrett, welches nicht der Original Wiegeteller war. Hierfür mußte dann noch die Tarataste gedrückt werden und erhöhte somit das Gewicht weiter.

    Gruß

    Max319