Wie sind eure Erfahrungen beim Ausrollen der Munition ( Diabolos )

  • Dies entspricht 5 10tel Ringe. Womit sich unterschiedliche Streukreise, Ausreisser oder Qualitäten der unterschiedlichsten Lose erklären könnten.

    Das sind aber deformierte Diabolos.

    So etwas hatte ich nicht bei den Chinesen und schon gar nicht bei RWS.

    Dass sich so etwas auf das Streubild auswirkt, ist absolut klar.

    Für mich stellen sich ganz andere Fragen 🤔

    Immer auf der Grundlage, wie deformiert ein Diabolo den Lauf verlässt.

    Woher kommen die extremen Streukreis Unterschiede zwischen den einzelnen Losenummern. 🤔

    Ich habe mal so einen abgeschossen R10 in Wasser aufgefangen und war schockiert, wie der Diabolo durch den Lauf zugerichtet und deformiert wurde.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

    Einmal editiert, zuletzt von poolbaucenter (20. April 2025 um 20:44)

  • Ich habe mal so einen abgeschossen R10 in Wasser aufgefangen und war schockiert, wie der Diabolo durch den Lauf zugerichtet und deformiert wurde.

    hast du davon mal ein Foto oder ähnliches bzw kannst es konkreter beschreiben?

    weil ich hatte sowas ja schon mal geäußert, kenne es aber nur von anderer „Munition“

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • deutliche Spuren hatte ich ja vermutet

    bin nur etwas über die Anzahl überrascht, weil demnach sind es ja scheinbar 12 Felder im Lauf 😳😳😳

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Das sind aber deformierte Diabolos.

    Nur die mittleren sind deformiert dargestellt. Beim rechten ist ein Axialer Versatz ersichtlich. Zwischen Laufachse und Schwerpunktachse ergibt sich eine Exzentrizität die bei Rotation dann ähnlich wirkt wie ein Baumaschinenrüttler. ;)

    Ich habe mal so einen abgeschossen R10 in Wasser aufgefangen und war schockiert, wie der Diabolo durch den Lauf zugerichtet und deformiert wurde.

    Wasser ist nicht geeignet um Diabolos verformungsfrei aufzufangen. Die Diabolos verformen sich nicht im Lauf, sondern beim Aufprall auf die Wasseroberfläche. Mit einer 1-2m langen und mit Watte gefüllten Röhre klappt das besser.

  • deutliche Spuren hatte ich ja vermutet

    bin nur etwas über die Anzahl überrascht, weil demnach sind es ja scheinbar 12 Felder im Lauf 😳😳😳

    Mach mal selber einen Test und schieße in einen Wassereimer,mit einem dicken Lappen am Eimerboden.

    Da passiert dem Diabolo wenig.

    Oder in eine Regentonne. Aber da musst du den Diablo wieder finden ^^

    Es wurde ja hier im Forum schon mal angesprochen, (wo ich unter dem Mikroskop nach Schäden gesucht habe) , was der Lauf mit dem Diabolo macht.

    Das hatte ich so nicht geglaubt, aber da lag ich falsch.🤔

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • Das ist der deformierte Kelch.

    ein ganz normaler vorgang, dass sich hier die züge abdrücken und das material nach hinten verdrängen. der Kelch hat 4,7mm und wird durch ein 4,5mm großes loch gedrückt.
    deshalb finde ich es immer lustig, wenn leute vom Kopfmaß +/- 1/100mm reden und schwören :)

    bis das diabolo dann durch den choke ist, hat es nochmal 5/100mm abgenommen

  • aber niemals erzeugt das Wasser solche Spuren im Kelch des Diabolo;

    die können nur vom Lauf kommen


    im Wasser würde sich maximal der Kopf verformen, vermutlich etwas „aufpilzen“

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • ein ganz normaler vorgang, dass sich hier die züge abdrücken und das material nach hinten verdrängen. der Kelch hat 4,7mm und wird durch ein 4,5mm großes loch gedrückt.
    deshalb finde ich es immer lustig, wenn leute vom Kopfmaß +/- 1/100mm reden und schwören :)

    bis das diabolo dann durch den choke ist, hat es nochmal 5/100mm abgenommen

    Und genau dass ist mein Zweifel.

    Bei den Losunterschieden geht es um 1/100mm,

    Läuft oder läuft nicht 🤔

    Und dann krempelt der Lauf den ganzen Diabolo um.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • schon, aber der lauf tut das immer gleich (abzüglich zunehmende verschmutzung)
    und - zuletzt haben wir nur die innenbalistik betrachtet. da fliegt sogar eine rundkugel schön durch den lauf...

    in wie weit das thema abgangswinkel bei luftdruckwaffen eine rolle spielt kann nur HdR beantworten.
    Aber weiche vs harte bleimischungen, die im choke wieder entsprechend gestaucht und damit gebremst werden, können durchaus den zeitverlauf und damit abgangswinkel des peitschendes Laufes verändern.

  • Zitat

    Die Abweichungen machen ja nicht sicher immer schlechtere Treffer.

    Genau, nur werden die guten Treffer als normal angesehen.

  • Die Berechnung von Bruno Bruckner ist komplett unrealistisch. Wie man aus der Physik weiß dreht sich ein Rotationskörper immer um seinen Rotationsschwerpunkt. Egal wie viele Umdrehungen das Diabolo auf seinem Weg zur Scheibe macht.

    Außerdem streut ein Diabolo radial um das anvisierte Ziel. Zu Gunsten oder Ungunsten des Schützen.

  • Das ist der deformierte Kelch.

    Solche Deformierungen am Diabolo nach verlassen des Laufes beeinflussen bestimmt die Flugbahn. Die Treffpunktlage ist aus einer Waffe abgeschossen vermutlich aber wiederholgenau gleich.

    Um Deformierungen durch Felder und Züge zu vermeiden, müsste ein Polygonlauf verwendet werden. Hat jemand mal von solch einem Lauf bei Druckluftwaffen gehört?

    Ein Klick macht noch keine 10,9. Hang Loos. 8)

  • Zu # Beitrag 32,

    daher gibt das Ausrollen, sofern man es richtig macht, einen Hinweis auf den Schwerpunkt des Diabolo.
    Mit Schützengruß

    Max 319

  • müsste ein Polygonlauf verwendet werden. Hat jemand mal von solch einem Lauf bei Druckluftwaffen gehört?

    im Druckluftbereich sehe ich Polgonläufe nicht, kenne ich nur von Waffen in militärischer Verwendung und Handfeuerwaffen

    kann mir vorstellen, dass das Herstellungsverfahren nur bis zu bestimmten Lauflängen sowie Kalibern möglich und sinnvoll ist; zudem haben wir im „Sportbereich“ ja eher niedrige v0 und Polygonläufe nutzen die Mehrauflage der Munition zur höhren Gaswirkung und damit höheren v0

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Im Druckluftbereich hat Morini CM 200 einen Polgonlauf


    Im Druckluftbereich hat Morini CM 200 einen Polgonlauf

    Einmal editiert, zuletzt von monsterkatze (21. April 2025 um 13:28) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von monsterkatze mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die Berechnung von Bruno Bruckner ist komplett unrealistisch. Wie man aus der Physik weiß dreht sich ein Rotationskörper immer um seinen Rotationsschwerpunkt. Egal wie viele Umdrehungen das Diabolo auf seinem Weg zur Scheibe macht.

    Außerdem streut ein Diabolo radial um das anvisierte Ziel. Zu Gunsten oder Ungunsten des Schützen.

    Nunja ich möchte die vereinfachte Berechnung vom Bruno Brukner nicht unbedingt in Frage stellen. So könnte sie zumindest näherungsweise oder zum einfacheren Verständnis in Betracht gezogen werden.


    Lutz Möller beschreibt in seinen Abhandlungen eine andere Betrachtungsweise:

    Befindet sich das Geschoss im Lauf so sind Lauf und Geschossachse deckungsgleich.

    Ein rotationssymmetrisches Geschoss fliegt erstmal die vorgegebene Richtung weiter.

    Bei einem Geschoss mit verlagertem Schwerpunkt wechselt das Geschoss (beim verlassen an der Mündung) auf die Schwerpunktachse und fliegt in dessen Richtung weiter.

    RexCramer vielleicht sind wir uns jetzt ein Stück näher.;)

    Ich denke die Unwucht (und Unförmigkeit) eines Geschosses spielt bezüglich der Trefferlage eine wichtige Rolle. Wie stark und in welche Richtung bleibt dann Glückssache.

  • Das Geschoss fliegt die ballistische Kurve und fällt ab in Abhängigkeit von der Mündungsgeschschwindigkeit.

    Nun wünschen wir das Diabolo würde gerade fliegen, es fliegt im besten Fall spiralförmig.
    Je homogener die Masseverteilung und die Form, desto kleiner der Durchmesser der Spirale.
    Hat hier jemand Werte von dem Drucmesser?

    Das Gewicht hat einen Einfluss auf die Mündungsgeschwindigkeit.
    Bin gerade mit Haustechnik beschäftigt und habe keine Zeit, um die Spanne zu berechnen und damit zu beurteilen
    wie gross die Auswirkung ist. Ich erinnere ich hier schon einmal die Gewichtsverteilung der Diabolos aus den Boxen gesehen zu haben.

    Hat das hier schon einmal jemand gerechnet?

    Linksschütze
    P8X
    GSP Atlanta
    FWB 800 Wood Basic
    Anschütz 8002
    Anschütz1903

  • Moin, ich habe mal ein paar Tests bezüglich V0 mit verschiedenen Gewichten gemacht. Die Unterschiede lagen dabei unter 10m/s was auf den ersten Blick viel erscheinen mag. Zu bedenken ist aber, dass leichtere Geschosse stärker durch den Luftwiderstand abgebremst werden als schwere. Dies führt zu einer nahezu identischen Trefferlagen. Könnt ihr gerne selber mal nachrechnen.

    Spannend fand ich, dass bei meinem Munitionstest die schwerere Mun deutlich besser Abschnitt als die leichte.

    Der Luftwiderstand hat eine für uns erhebliche Kraft auf den Diablo. Ein nicht achstreuer Kopf führt zu Taumelbewegungen, welche im Trefferbild auf Papierscheiben deutlich sichtbar sind. Schaut euch mal die Rückseite der Scheiben an und fragt euch, woher die unterschiedlichen Ausrisse stammen. Bei schlechter Mun seht ihr in der Regel einen deutlichen, langen Ausreißer - meist begleitet von 1-2 kleinen direkt neben dem langen. Bei guter sind es 2-3 um das Einschussloch herum, ohne dass einer extrem länger ist.

    Die Passform des Diablo kommt nicht vom Kopf sondern vom Kelch. Der Kopf soll nur sauber stanzen und den Schwerpunkt ausgleichen. Ist der Kelch verbogen, wird dieser im Rahmen des Möglichen durch den Lauf "zurechtgebogen". Dabei könnte der Kopf, soweit nicht zentriert, mit verformt werden. Da habe ich keine Erfahrungen.

    Nach Verlassen des Laufes ist auch die nachströmende Luft zu beachten, welche auf einen verformten Kelch anders wirkt als auf einen symmetrischen. Ist dann der Kopf nicht perfekt zentriert, summieren sich unter Umständen die Fehler.

    Noch ein Funfact für die Fraktion der Seitenspanner. Provoziertes extrem langsames zu besonders schnellem, fast schon rabiaten Spannen führte in meinen Tests zu Abweichungen der V0 von 153 zu 185 m/s. Eine 10.9 bleibt aber auch hier weiterhin eine 10. Da gibt es auch rein rechnerisch echte Abweichungen im Ziel. Bei den "Kartuscheschützen" sind Abweichungen von 3-5 m/s im Trefferbild vollkommen unwichtig.

    Scatt misst "nur" Bewegungen im Gewehr. Die Berechnung der V0 ist reine Statistik. Bei eingespanntem System, einem Direktabzug mit 20g Anzugsgewicht, keinen Schwingungen in der Aufhängung, Boden, wirklich KEINE Bewegung beim Spannen und Beladen etc. dürfte jeder Schuss eine Scatt 10.9 sein. Echte, wissenschaftlichen Untersuchungen habe ich dazu noch keine gefunden. Gerne würde ich dazu was lesen.😉

    Da ich leider noch immer deutlich schlechter schieße, als der Streuwert meiner Mun (107,6) es erwarten lässt, liegen die Fehler wohl im Durchschnitt bei mir. Dennoch halte ich Munitionsselektion nicht nur mental für absolut sinnvoll und zu 100000% für nervig😵‍💫

    Einmal editiert, zuletzt von Zuckerklatsche (22. April 2025 um 08:26)

  • Ich schiesse Luftpistole Auflage mit gutem Niveau. Aktuell Schweizer Meister Ü70. Ich schiesse eingeschossene Munition, die ich in der Schüttelbox optisch überprüfe. Solange bei anderen Faktoren noch so viel Luft nach oben bleibt, genügt das völlig.