In den Gebrauchsanleitung (z.B. der Walther LP400) steht, daß die Pistole - bis auf das Laufinnere und die Oberfläche - wartungsfrei ist. Wie steht es damit nach 10 Jahren intensiven Gebrauchs? Können sich eventuell Fehlfunktionen des Abzugsmechanismus und des Absorbers durch Abrieb, Staub oder fehlende Schmierung ergeben? In welchen Abständen sollte eine Generalüberholung vorgenommen werden?
Wartung LP nach 10 Jahren
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- Pistole
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Hans48 -
16. Februar 2025 um 23:27
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Es gibt keine mechanischen Maschinen, die komplett "wartungsfrei" sind - nicht mal die legendäre LP65.
Es kann nicht schaden, die Waffe hin und wieder mal dem Service zur Begutachtung zu geben.
Gute Gelegenheit bietet da normalerweise die DM in München. -
Ich kann Califax nur zustimmen. Mein Schützenbruder hatte zumindest mit seinem Walther LG 400 (etwas über 10 Jahre alt) immer wieder Probleme mit Ausreißern (gefühlt jeder dritte Schuss), die nicht auf seinen Anschlag zurückzuführen waren. Das LG war aber auch nie richtig zur Wartung, weil es ja auch immer funktioniert hat.
Mit der Fehlerbeschreibung "Unsauberes Schussbild" war das Sportgerät nun bei Walther und hat darauf einen Service mit Dichtungswechsel erhalten. Nun sind auch keine Ausreißer mehr festzustellen, außer die von ihm selbst verursachten. Ein Service zwischendurch kann sich also lohnen, ob nun bei einer Veranstaltung vor Ort oder per Versand zu Walther. Letzteres dauert natürlich leider etwas und man steht erstmal ohne Sportgerät da.
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Nach drei Jahren intensiven Gebrauchs geht meine evo10E zum Händler meines Vertrauens auch um neue Munition für Luftpistole Auflage einzuschiessen.
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Wo lasst ihr eure LuPis denn warten, beim Hersteller direkt oder bei einem Händler?
Was ist empfehlenswert?
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Ich habe sowohl die Walther LP400 als auch die Hämmerli AP 40 Balance vor Längerem zu Walther nach Ulm zur Reparatur (Undichtigkeit) geschickt. Dabei wude auch der Abzug neu eingestellt. Der Service war sehr gut.
Ich würde die LP immer direkt zum Hersteller zum Service schicken. Der Händler würde es auch nicht anders machen. Dort sind erfahrene Fachleute am Werk, die auch die nötigen Ersatzteile zur Hand haben.
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Am Sonntag habe ich beim Training eine Überraschung erlebt. ich war alleine auf dem 10 Meter Stand und habe die LP geladen abgelegt. Nach einigen Sekunden löste sich - ohne äußere Einwirkung - der Schuß. Etliche Minuten später wiederholte sich der Vorgang. Noch etwas später setzte ich die geladene LP ab und nahm dabei den Finger vom Abzug. Nach eingen Sekunden löste sich der Schuß von alleine. Zuhause habe ich versucht, den Vorfall zu Wiederholen. Es gelang mir nicht - trotz Schütteln und Stoßen. Ich sehe vor einem Rätsel.
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Am Sonntag habe ich beim Training eine Überraschung erlebt. ich war alleine auf dem 10 Meter Stand und habe die LP geladen abgelegt. Nach einigen Sekunden löste sich - ohne äußere Einwirkung - der Schuß. Etliche Minuten später wiederholte sich der Vorgang. Noch etwas später setzte ich die geladene LP ab und nahm dabei den Finger vom Abzug. Nach eingen Sekunden löste sich der Schuß von alleine. Zuhause habe ich versucht, den Vorfall zu Wiederholen. Es gelang mir nicht - trotz Schütteln und Stoßen. Ich sehe vor einem Rätsel.
Aus dem Grund: Eine geladene Waffe wird nicht aus der Hand gelegt

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Klinkenüberschneidung bei Kälte könnte der Auslöseer sein, zu spitz eingestellt
Grüße aus ndem Süden
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Die Kälte wird wohl der entscheidende Faktor bei der geschilderten Fehlfunktion sein. Bei Zimmertemperatur reicht die Klinkenüberschneideung zwischen der Auslöseklinke und der Halteklinke offenbar aus.
Wenn der Schütze zunächst einen über den Vorzug hinausgehenden Druck auf den Abzug ausübt und dann die LP absetzt, ohne den Schuß auszulösen, müßte der auf die Halteklinke ausgeübte Druck der Halteklinkefeder ausreichen, um den ursprünglichen Zustand der Klinkenüberschneidung herzustellen. Ich vermute, daß die Stärke der Halteklinkenfeder zu gering ist, um bei Kälte die Klinkenüberschneidung wiederherzustellen. Möglicherweise wäre die Schmierung beider Klinken an den Berührungsstellen, um die Reibung bei Kälte (Sprödigkeit des Materials) zu verringern. Bevor ich an die Versstellung der Klinkenüberschneidung herangehe, werde ich mich zunächst der Schmierung zuwenden.
Danke für die Anregung und Grüße nach Süden!
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Ich habe meine zickende Walther LP400 untersucht. Die Klinkenüberschneidung ist sichtbar ausreichend. Schmierung ist ausreichnd vorhanden. Ich habe den zur Seite gescherten Teil an die kritischen Stellen zurückbefördert. Diese Aktion hatte zur Folge, daß die LP unmittelbar nach dem Spannen des Schlagmechenismus sofort automatisch auslöste. Die Auslöseklinke bekommt offensichtlich zu wenig Federdruck, um die Halteklinke in ihrer Position zu halten.
Ich habe den Abzugsmechnismus meiner LP mit den entsprechnden Blidern aus dem Web verglichen und festgestellt, daß bei meiner LP eine Feder fehlt. Es ist die starke Feder, welche die Auslöseklinke in die Ausgangsposition drückt. Da die LP schon mal beim Service in Ulm war, kann sie nur dort abhanden gekommen sein. Einfach herausgefallen kann sie angesichts der Spannung im eingebauten Zustand nicht sein.
In der Ersatzteilliste ist diese Feder nicht enthalten.
Ich werde wohl um einen erneuten Service bei Walther nicht herumkommen.
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ich habe meine P44 nach 8 Jahren das erste mal zu Feinwerkbau zum Service geschickt.
Ich hatte dort erst mal vorher angefragt ob das nötig ist.
Diverse Dichtungen unterliegen einfach dem Verschleiß und müssen (wenn auch nur vorsorglich) von Zeit zu Zeit getauscht werden.
Des weiteren werden die Innereien des Abzugs gesäubert und neu gefettet sowie die saubere Funktion der Waffe geprüft.
Das hat zwar etwas gekostet aber so kann ich die P44 noch viele Jahre problemlos weiter schießen.
Jetzt muß ich mir erst einmal eine neuen Kartusche organisieren da meine dieses Jahr ausläuft.
... was habe ich die P44 jetzt schon wieder fast 10 Jahre???? wie die Zeit vergeht

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Ich habe die Klinkenüberschneidung - entgegen meinen esten Überlegungen entsprechend der Benutzeranleitung - neu eingestellt. Die LP funktioniert wieder. Wegen des offenbar fehlenden Teils habe ich beim CW-Service angefragt. In der Benutzeranleitung ist es abgebildet. An meiner LP ist es nicht vorhanden.
Nach der oberflächlichen Inspektion habe ich den Eindruck gewonnen, daß ein Service (Reinigung, Abschmierung, Abdichtung, Neujustierung) bei CW sinnvoll wäre. Nach meiner bisherigen Erfahrung fällte ein service wegen außerordentlichen Vorfällen (Undichtigkeit, Fehlfunktionen) so alle 6 bis 8 Jahre ohnehin an. Insofern möchte ich mich der Einschätzung meines Vorredners anschließen.
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Ich habe eine Antwort von CW-Service auf meine Anfrage erhaten.
(1) Bei dem Abzug gibt es 3 verschiedene Ausführungen. Bei den zweiten Ausführungen war die große Feder enthalten und in der aktuellen Stufe 3 ist diese nicht mehr enthalten.
(2) Einen Service empfehlen wir alle 1-2 Jahre. Dies hängt mit der tatsächlichen Nutzung der Waffe zusammen.
Meine Walther LP400 ist also die letzte Version. Die Suche nach der großen Feder hätte ich mir sparen können. Ich schätze, daß der Service alle 6-8 Jahre reichen würde - allein schon wegen des Aufwands. Der Service meiner LP400 müßte demnach in Kürze stattfinden.