Sportgeräte Luftdruck nach Gebrauch Kartusche lösen?

  • Was haltet ihr vom Lösen der Kartusche, wenn das Sportgerät 2x in der Woche benutzt wird..

    Freue mich über eure fachliche Kenntnis und Meinung :)

    Dankeschön

  • Hier und da geben auch die Gebrauchsanweisungen Auskunft. Beispielsweise hier vom Walther LG400:

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Ich schraub die Kartusche etwas los, dass kein neuer Druck aufgebaut werden kann, der vorhandene Druck aber noch nicht übers Gewinde rausgezischt ist, sie gelöst, aber nicht locker, im Gewinde sitzt. Dann schieße ich den vorhandenen Druck mit 2-3 Trockenschüssen aus dem Gewehr raus.

    Wurde mir auch generell so empfohlen, fürs komplette Entfernen der Kartusche, dann entweicht der Druck nicht immer über die Dichtungen.

  • Ich schraube die Kartusche der LP bei regelmäßigen Gebrauch nur zum Befüllen ab. Wenn ich die LP voraussichtlich eine längere Zeit - d.h länger als zwei Wochen - nicht gebrauchen werde, schraube ich die Kartusche ebenfalls ab. Dieses Verfahren wurde ich einer früheren Gebrauchsanleitung (Hämmerli AP 40) empfohlen. (In der letzten Gebrauchsanleitung ist dieser Passus gelöscht. In der Gebrauchsanleitung der Walther LP500 wird dieser Punkt nicht angesprochen. Es wird nur festgestellt, daß die Kartusche jederzeit ab- und aufgeschraubt werden kann.)

    Ein Grund für diese Empfehlung ist - wie bereits oben von Königstiger erwähnt - die Schonung der Gewinde. Ein anderer ist die Schonung der Dichtungen.

  • ich fülle nach jedem "Einsatz" die Kartusche und lagere Sie dann separat bis zur nächsten Nutzung und schraube sie dann ein


    die Kartusche "gelöst" im Sportgerät zu belassen sehe ich "kritisch", weil man hat zwar keinen Druck mehr im System, aber Spiel am Gewinde bzw. dem "Ventil" und je nach Konstruktion kann da durchaus etwas beschädigt werden, wenn es beim Transport mal "wackelt"

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • Ich lass die Kartusche aufgeschraubt. Auch wenn sie von April bis November unbenutzt im Schrank liegt. Das Teil ist jetzt sechs Jahre alt und funktioniert (wie erwartet) immer noch wie am ersten Tag.

    Es steht auch nichts davon in der Anleitung meiner Evo 10, dass man die Kartusche nach zwei Wochen Nichtbenutzung abschrauben sollte.

    Ganz davon abgesehen, stelle ich den Sinn dahinter auch in Frage. Weiß die Dichtung wann zwei Wochen rum sind? Oder drei? Wenn Druck anliegen sollte, der die Dichtung schädigt, dann liegt der immer an, solange die Kartusche aufgeschraubt ist. Und nicht erst nach zwei Wochen. Wenn die Dichtung das nicht packt, hätte sie keine Dichtung werden sollen. Außerdem unterliegt Gummi einer zeitlichen Alterung und daher sollten Dichtungen alle paar Jahre sowieso getauscht werden.

    Es gibt aber auch Leute, die zerlegen ihre scharfen Waffen nach jedem Gebrauch bis zur letzten Schraube und säubern jegliche Rückstände weg. Sinn? Unsinn? Dahingestellt. Wer sich die Arbeit machen will.....nur zu.

    "The pure and simple truth is rarely pure and never simple"

  • Also beim Tauchen ist es grundsätzlich so, das nach dem Tauchgang der Druck von der Flasche zum System gelöst wird. Aber nicht abgeschraubt. In dem Fall hat es zum Beispiel auf einem Schiff mit Feuchtigkeit zu tun.
    Auch soll der Druck von den O Ringen genommen werden..
    Lieb von euch das ihr euch meldet. Die Anregung zu euren Erfahrungen finde ich Klasse.
    Euch schöne Weihnachten…

    LG

  • also ich schraube die Kartusche nach dem Training/Wettkampf immer hab und stecke dann den originalen Staubschutz zum einen in das Gewinde der Pistole und über das Gewinde der Kartusche... (bei der Feinwerkbau waren da zwei schwarze Kappen mit dabei).

    Aber ich glaube das macht jeder wie er will.

    Wer später bremst ist länger schnell :D

  • also ich schraube die Kartusche nach dem Training/Wettkampf immer hab und stecke dann den originalen Staubschutz zum einen in das Gewinde der Pistole und über das Gewinde der Kartusche... (bei der Feinwerkbau waren da zwei schwarze Kappen mit dabei).

    Aber ich glaube das macht jeder wie er will.

    Dito

  • Ich löse die Kartusche immer soweit um den Druck abzulassen und lass die Kartusche dann im Gewehr. Hat bislang immer funktioniert ohne Probleme. Aber das kann, wie schon geschrieben, jeder so machen wie er möchte 😊

    Gruß 😊

    LG800X / QY 4,50
    LG900 Alu / H&N / 4,49 / QY 4,49
    KK2700 Super Match / RWS Rifle Match / Rifle Match S

    KK2800 Alu / Lapua Midas+

  • Mache ich auch so mit meiner Anschütz. Versuche ich auch bei FWB, aber das Gewinde ist so kurz, dass beim Lösen zumeist schon die Restluft entweicht.

    Knapp daneben ist auch vorbei ! ;)
    Anschütz 9015 Black Alu Nuss, FWB 700 Auflage, Anschütz 2007/13, Suhl 150-1, FWB P34, Walther GSP

  • Mache ich auch so mit meiner Anschütz. Versuche ich auch bei FWB, aber das Gewinde ist so kurz, dass beim Lösen zumeist schon die Restluft entweicht.

    Als wir beide vor 2 Wochen zur Rangliste in Saalfeld waren, kam bei einer meine Schützinen beim Reindrehen die ganzen 200bar rausgeschossen.

    Da warst du noch nicht auf dem Stand.

    Das war auch eine Anschütz. Wahrscheinlich hatte die Kartusche sich beim eindrehen verkeilt.

    Das war noch in der Vorbereitungszeit. Wir waren alle munter und der Kampfrichter ist los und hat die Kartusche neu befüllt.

    So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • Ich habe erst seit ca. 3/4 Jahr ein 'Preßluftgewehr', bisher habe ich es so gemacht, wie oben beschrieben und hatte bis dato noch keine Probleme mit dem einschrauben der Kartusche. Wie man die verkeilen kann, ist mir ein Rätsel. Vielleicht mit zu viel Kraft, oder Ungeduld?

    Nach dem Schießen drehe ich wie oben beschrieben, eine Umdrehung raus, ziehe dann 3 bis 4 Mal ab und kann anschließend die Kartusche ganz leicht rausdrehen. Anschließend wird die Kartusche gefüllt und wieder ins Gewehr eingedreht, soweit, bis sich bem eindrehen ein leichter Widerstand spüren läßt, dann nicht mehr weiterdrehen! Erst wenn es zum nächsten Schießen auf den Stand geht.

    Bisher hat daß ohne jeglich Probleme immer funktioniert.

  • Es gibt vermutlich für jede Vorgehensweise einen Grund. Ich würde aber aufpassen, jeder Hersteller hat eine andere Konstruktion und man kann die Vorgehensweise welche von einem Hersteller gemacht wird, nicht automatisch auf Waffen anderer Hersteller übertragen.
    An dem Beispiel einer FWB P8x, Kartuschengewinde und auch Regulator sind beides aus (weichem) Alu und das Gewinde ist relativ kurz. Wenn die Kartusche unter Druck dran bleibt, wird hauptsächlich nur die Ventilfeder und der Ventilbolzen belastet. Die Feder kostet keine 2€ und ist in 5 min gewechselt. Dafür würde ich keinen Schaden an den Gewinden von Regulator oder der Kartusche in Kauf nehmen. Das kann aber z.B. bei einer Walther LP300 ganz anders sein.