Regeln und Maße für LG/Auflage nach SpO 2025

  • Wer austeilt muss auch einstecken können.

    Da bin ich voll bei dir.

    Hier treffen ja die unterschiedlichsten Leute aufeinander.

    Kampfrichter, Trainer, Anfänger, erfahrene Schützen, Altschützen, sogar ein Anwalt im Waffenrecht ist mit dabei.

    Da entstehen doch automatisch verschiedene Herangehensweisen und Ansichten.

    So lange alles mit etwas Niveau passiert, ist doch alles in Ordnung.

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • ich hatte lange gehofft, dass es nicht so kommt

    ich habe auch lange nach Argumenten gesucht und finde noch immer welche, auch aus der noch immer laufenden Diskussion hier, aber

    ich habe dennoch relativ früh angefangen, mich damit abzufinden, als es aus unterschiedlichen Ecken konkreter wurde und dann

    habe ich mit diesem Maß diverse Einstellungen im Training und zuletzt auch Wettkämpfen angewendet und

    ich komme mittlerweile für meine Ansprüche ganz gut zurecht


    und bin froh, dass es den Austausch hier gab und gibt 👍🏻👍🏻👍🏻

    Feinwerkbau 800 W

    + Gehmann + Grüdl + Korn-Optik Adlerauge + MEC/Centra + MESHPRO + TEC-HRO +

  • und bin froh, dass es den Austausch hier gab und gibt 👍🏻👍🏻👍🏻

    Das könnte doch glatt als würdiges Schlusswort durchgehen. Vielen Dank dafür.

    Und wenn man dann noch die ja auch schon von poolbaucenter genannte große Bandbreite der Teilnehmer und deren ja oft ganz unterschiedliche Sichtweisen und auch Interessen hier berücksichtigt, ist es doch bis auf ein paar Spitzen halbwegs fair gelaufen.

    Im Grunde haben wir hier ja immer auch auf mindestens zwei Ebenen diskutiert:

    Die aktiven Schützen wollten wissen, was sie ändern müssen, um zukünftig noch zum Wettkampf zugelassen zu werden und ohne dabei möglichst viel an Leistung zu verlieren.

    Die für die Ausrichtung der Meisterschaften zuständigen Funktionäre waren in erster Linie besorgt, dass die TK - wieder mal - durch eine nicht wirklich durchdachte Vorgehensweise der Regeländerung die Sportordnung weiter, sorry, vermurksen könnte, wie es ja in letzter Zeit schon häufiger geschehen ist. Auch das sollte nachvollziehbar sein, sind es doch die Funktionäre, die diese Sportordnung um- und auch durchsetzen müssen.

    Daher war und bin wohl auch nicht nur ich ein wenig verärgert über die nassforsche Art, mit der die Vorgehensweise der TK hier durch einige, teils neue Foristi verteidigt wurde. Dabei wurde hier doch ganz ausführlich und anhand des Textes aufgezeigt, wo es durch die Änderungen zu Verwerfungen und Widersprüchen der Sportordnung kommt. Und wenn man auf einer solchen Ebene nicht mehr diskutieren kann, weil man sich einfach darüber hinweg setzt, dann läuft was falsch.


    Ich gebe mir da allerdings auch keinen falschen Hoffnungen hin. Einsicht ist da wohl zur Zeit nur bedingt zu erwarten. Na ja ...


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

  • Vom DSB , bzw. von den Verantwortlichen der TK habe ich etwas mehr Fachwissen erwartet. Statt dessen wurde auch mit der neusten „Klarstellung“ weiter für Verwirrung gesorgt.

    In dem Beitrag #528 ist eine Datei der Technischen Kommission mit Datum vom 31.03.2025 mit folgendem Wortlaut eingestellt:

    Zitat: Bezogen auf einen rechten Wickel zur Laufachse, darf das Ende der oberen Biegung der Schaftkappe, bis zum tiefsten Punkt der Schaftkappe, der an der Schulter anliegt, maximal25mm betragen:

    Wie ist diese Aussage unabhängig von der Zeichnung zu verstehen?

    Zum einen ist die obere Biegung in der Zeichnung nicht gebogen sondern gerade und wird korrekt als Flügel bezeichnet. Sie liegt im Anschlag beim Schützen/in* an der Schulter genau so an, wie am tiefste Punkt der Schaftkappe. Dieser Aussage ist nicht erklärend, wie das Maß von 25mm entsteht. Weiterhin ist nicht erklärt, was der grüne Strich in der rechten Zeichnung bedeutet.

    Zitat:(die Zeichnung erhebt keinen Anspruch auch Maßstabsträue und dient nur der Veranschaulichung der Messweise)

    Diese Aussage ist meines Erachtens irreführend, da beide Zeichnungen der Hinterschäfte von den Maßen her identisch sind. Auf der rechten Zeichnung ist der untere Flügel ausgestellt. Hier ist auch ersichtlich, dass der grüne Strich die senkrechte Linie der linken Zeichnung darstellt.

    Um einen Neutralen, bzw. gleichmäßigen Wert zu erhalten, kann es nicht sein, dass die linke Messlinie (rechte Zeichnung) willkürlich verschoben wird. Damit ist es nicht möglich, dass hier ebenfalls ein Wert von 25mm gemessen wird.

    Der Beitrag #540 von Gerd59 könnte auch darauf hin deuten, dass die ganze Verwirrung mit der Schaftkappe nur dazu diente, Werbung für zusätzliche Lehrgänge, neu ins Programm genommen, anzupreisen.

    Dass es dann noch als „große Nachfrage“ verkauft wird, ist schon dreist.


    Mit Schützengruß

    Max319

  • Fehlt nur noch das Schrödersche "Basta!" zum Abschluss, klar das der schon trainierende Messias des Auflagesports das hyped.

    Werde Kampfrichter und arbeite aktiv an der Beseitigung des Problems, wir brauchen Nachwuchs, damit es neue Feindbilder gibt 😉

    Offensichtlich hast Du auch andere Probleme, auf die wir hier nicht weiter eingehen sollten🤔 Ich teile in der von Dir zitierten Stelle lediglich meine Meinung, mein Verständnis und meine, für mich geltende Konsequenz mit.

    Ich dachte, hier wäre ein konstruktive Forum, welches die eigene Meinung achtet - ohne politische Andeutungen oder "Feindbilder". Aber so sind die Zeiten heute wohl. Wenn einem eine Aussage nicht passt, muss immer gleich zu drastischen Vokabeln gegriffen und Streufeuer gelegt werden.

  • Schreibfehler sind zwar menschlich und passieren immer wieder, ich gebe Dir aber Recht, das eine korrekte Grammatik und eine korrekte Schreibweise in offiziellen Dokumenten erwartet werden sollte.

    Die grüne Linie deute ich so, dass hier auf die Position zur Führungslinie hingewiesen wird und die Messung nicht in der Lücke zwischen den Auflageelementen gemessen werden soll. Das ist nur eine "schönredende" Annahme von mir, da ich sowas mit einem Kampfrichter schon mal erlebt habe. Die Lücke war dabei gerade mal so groß, dass seine Zollstockspitze dazwischen passte. Hat sich dann aber schnell geklärt ;)

  • Zitat: Bezogen auf einen rechten Wickel zur Laufachse, darf das Ende der oberen Biegung der Schaftkappe, bis zum tiefsten Punkt der Schaftkappe, der an der Schulter anliegt, maximal25mm betragen:

    Wie ist diese Aussage unabhängig von der Zeichnung zu verstehen?

    Einfach wie geschrieben, wer es nicht versteht sollte es sich halt erklären lassen.

    Manche Fehler gehen halt beim Korrekturlesen unter das ist für die "Juristen" hier natürlich ein Problem.

  • Im Grunde haben wir hier ja immer auch auf mindestens zwei Ebenen diskutiert:

    Die aktiven Schützen wollten wissen, was sie ändern müssen, um zukünftig noch zum Wettkampf zugelassen zu werden und ohne dabei möglichst viel an Leistung zu verlieren.

    Die für die Ausrichtung der Meisterschaften zuständigen Funktionäre waren in erster Linie besorgt, dass die TK - wieder mal - durch eine nicht wirklich durchdachte Vorgehensweise der Regeländerung die Sportordnung weiter, sorry, vermurksen könnte, wie es ja in letzter Zeit schon häufiger geschehen ist. Auch das sollte nachvollziehbar sein, sind es doch die Funktionäre, die diese Sportordnung um- und auch durchsetzen müssen.

    Aus meiner Sicht haben wir hier mal wieder ein "Extremisten-Problem", aktive Schützen die bis an und über die Grenze des nicht verbotenen gehen und Funktionäre die keinen Bezug zur Praxis haben. Beide leben in ihrer eigenen Blase und sorgen dafür das die anderen sich durch ihr eigenes Verhalten in ihrer Auslegung der Regeln immer mehr versteigen. Ich bin immer noch der Meinung das ein "Funktionär" in dem Bereich für den er sich für zuständig hält auch sportlich aktiv sein sollte. Ich weiß nicht wer oder was in der TK sitzt aber ich halte sie für "Fachidioten" denn eine Regel sollte zumindest in der Praxis (Teilnehmer mit verschiedenen "Abmessungen") und in der Verständlichkeit (auch hier Schützen ohne Studium) geprüft worden sein. Unsere "Sportgeräte" müssen an den Schützen anpassbar gemacht werden können und nicht durch Einschränkungen zu Verrenkungen bei den Teilnehmern führen.

  • Unsere "Sportgeräte" müssen an den Schützen anpassbar gemacht werden können und nicht durch Einschränkungen zu Verrenkungen bei den Teilnehmern führen.

    Ein Sportler passt sich ans Sportgerät an, da zeigt sich halt der Unterschied zum Schützen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hansaxel (9. April 2025 um 08:54)

  • Ich wusste schon immer das Schießen eine Randsportart ist, auch wenn wir der dritt größte Sportverband sind. Da habe ich doch tatsächlich die letzten 50 Jahr alles verkehrt gemacht.

    Angefangen in der Schützenklasse, ich habe vom Liegendanschlag zum knienden und stehenden Anschlag mein Gewehr immer umgebaut und angepasst. Nun mache ich es im Auflagebereich weiterhin. Schade, dass ich nun kein Sportler mehr bin. Ich schäme mich dessen und werde sämtliche Auszeichnungen zurück geben.

    Ob die Wintersportler, Radrennfahrer usw es ähnlich sehen?
    Gut dass wir in einem geschlossenen Forum sind und der Beitrag #574 nicht an die Öffentlichkeit kommt. Sonst benutzen wir nicht nur Mordwerkzeuge für unseren Sport, sondern werden auch noch für Saublöde gehalten.

    Mit Schützengruß

    Max319

  • Unsere "Sportgeräte" müssen an den Schützen anpassbar gemacht werden können und nicht durch Einschränkungen zu Verrenkungen bei den Teilnehmern führen.

    ich erinnere mich an Zeiten wo man die Schaftkappe und den Vorderschaft kaum verstellen durfte und damals hatte man (ich auch) mit 1,90m Größe einen klaren Nachteil gegenüber kleineren Schützen, das waren Verrenkungen.
    In dem Bereich hat sich in den letzten Jahren sehr viel zum Positiven geändert und auch ich kann mit den heutigen Abmessungen eines LG sehr bequem schiessen.

    Nach deinem Empfinden müsste man die Regeln also Prozentual zu den Körperabmessungen erlassen damit Jeder sein Sportgerät optimal einstellen kann. Geht aber nicht, weil das niemals Jemand nachmessen oder kontrollieren kann. Ein Speer ein Diskus oder eine Hürde sind auch festgelegt, da muss auch Jeder Leichtatleth mit klarkommen, egal wie groß seine Hand oder wie kräftig sein Arm oder Bein ist.
    Bei anderen Sportarten passen die Sportler auch Ihre Sportgeräte an Ihren Körper an, z.B. Radfahren, Fechten, Skifahren, Motorsport, usw.

    Die Mitglieder in der TK als Fachidioten zu beschimpfen finde ich schon ziemlich dreist, denn diese Leute befassen sich ausgiebig mit den Regelungen, wahrscheinlich umfassender als wir hier im Forum. Ich könnte mir vorstellen das die sogar mal Aktive waren oder sogar noch sind.
    Die machen das ja nicht um uns arme Schützen zu schikanieren sondern um eine Chancengleichheit herzustellen.
    Wenn sie uns schikanieren wollten, dann hätten wir immer noch die Standardschäfte aus den 80er Jahren.

    In meinen über 40 Jahren aktivem Schießsport hatte ich lediglich einmal eine "Differenz" mit dem Kontrolleur bei der Waffenkontrolle einer LVM und diese nur weil er keine Ahnung von der Disziplin hatte für die er Waffen kontrollieren sollte. Ein Blick in die Sportordnung und alles war wieder gut. Die Kommentare der anderen Umherstehenden Schützen haben mir aber gezeigt das die auch keine Ahnung hatten und sicher noch nie einen Blick in die Sportordnung geworfen hatten obwohl sie ja für die gleiche Disziplin vor Ort waren.

    Wenn man die Sportordnung für seine eigenen Disziplinen kennt und sich selbst auf dem Laufenden hält, hat man auch nichts zu befürchten. Ist so ähnlich wie mit den Leuten die sich immer über Blitzer aufregen, da gibt eine einfache Lösung um ein Knöllchen zu verhindern, einfach die Zahl im Tacho an die Zahl den Schildern anpassen.

  • Der Beitrag #540 von Gerd59 könnte auch darauf hin deuten, dass die ganze Verwirrung mit der Schaftkappe nur dazu diente, Werbung für zusätzliche Lehrgänge, neu ins Programm genommen, anzupreisen.

    Dass es dann noch als „große Nachfrage“ verkauft wird, ist schon dreist.

    Aber es ist doch wie es ist, versuch doch mal ein paar Tage nach dem Erscheinen der Lehrgangstermine einen zu bekommen,

    die sind doch sofort weg. (Mir ging es auch so...) Der DSB wäre ja dumm wenn er nicht für zusätzliche Termine die Werbetrommel rühren würde und somit bestimmt 12 Personen je Disziplin glücklich macht, noch einen zu bekommen.

    Und ich schließe mich übrigens dem Beitrag von AndiG an was den Austausch hier angeht. Ich bin nur überrascht wie entspannt hier manche auf an sie gerichtete Kritik reagieren. Hut ab!

    Gruß, Gerd

    Feinwerkbau 800 Alu Hybrid rot

    Mec Spy Long BR / Irisblende Centra sight 1,8 Indoor

    Duplex Vario / Duplex Iris

    Verstellbares Ringkorn 8 - 10 / Adlerauge 0.75 Centra Eagle-Eye Change Linse AC UV420

    DoubleFit Schaftbacke

  • Ich bin nur überrascht wie entspannt hier manche auf an sie gerichtete Kritik reagieren. Hut ab!

    Gruß, Gerd

    ^^^^^^ ich sehe das nicht als Kritik ;)

    Ist halt nur eine andere Sichtweise.

    Solange es nicht in persönliche Beleidigungen über geht - ist doch alles im grünen Bereich. :)

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)


  • Bei anderen Sportarten passen die Sportler auch Ihre Sportgeräte an Ihren Körper an, z.B. Radfahren, Fechten, Skifahren, Motorsport, usw.

    Aber auch da gibt es Grenzwerte die eingehalten und nicht zum Wohle des Einzelnen ausgelegt werden.

    Wer sehr groß und kräftig ist braucht beim Fahrrad halt einen schwereren Rahmen.

    Vielleicht wäre ja das "Einheitsgewehr" eine Lösung, das funktioniert in anderen Ländern ja auch.

  • Ich denke, dass bei der vorliegenden Problematik es für die TK nicht einfach gewesen ist. Es scheinen zu viele Schützen das Maximum ausgereizt zu haben, so dass die Kappe "auf der Schulter auflag". Natürlich hat jeder von uns einen anderen Körperbau, so dass bei dem einen der obere Flügel bei 25mm Überstand noch schön am Schlüsselbein oder sonst wo aufliegt, bei dem anderen jedoch nur der untere Flügel Kontakt hat und der obere in der Luft hängt. Da müssen wir nun aber alle durch. Ich verstehe auch die Meinungen hier, dass es auch für andere Disziplinen gelten könnte, weil es eben in der 1.4.6 steht, andere Regeln jedoch nicht mit angepasst worden sind. An dieser Stelle hat man es sich meines Erachtens jedoch schon zu einfach gemacht. Hier gibt es ein 2-seitiges Dokument, das einfach als Anhang an die SpO gehängt und für gültig erklärt wird, anstatt die SpO an den richtigen Stellen anzupassen. Wahrscheinlich weil keiner alle Querverbindungen zwischen einzelnen Regeln kennt und der Aufwand zu groß wäre :/. Sie werden schon ihre Gründe dafür gehabt haben.

    Diese Regelung ist abgesehen von uns Schützen aber wahrscheinlich auch noch viel weitreichender. Sämtliche Hersteller können ggf. nun ihre Kappen neu konstruieren/abändern, da vielleicht das ein oder andere Modell in der jetzigen Version ggf. nicht mehr verkaufbar ist. Wer kauft sich schon einen Ferrari, wenn man eh nur 70 fahren darf?

    Ich wünsche uns allen mit der neuen Regel weiterhin Gut Schuss und kann nach meinem Umbau auch nur sagen, dass es funktioniert und man nicht unbedingt schlechter trifft. Den Sitz der Kappe muss man zwar öfters noch einmal kontrollieren und sich etwas mehr konzentrieren, aber das kann man gut in seinen Ablauf einbauen. Dank an Gerd59, poolbaucenter , AndiG und alle anderen für den regen Informationsaustausch zu diesem Thema hier :thumbup:.