Regeln und Maße für LG/Auflage nach SpO 2025
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- Gewehr
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Gerd59 -
22. Dezember 2024 um 12:41
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Nochmal von vorne. Die vielfach zitierten 25 mm gelten aufgrund der TK-Mitteilung vom Oktober 2024 eindeutig für 50m und 100m.
Es war sicherlich angedacht, dass sie auch für 10m gelten. Die entsprechende Umsetzung ist allerdings fehlgeschlagen. 1.4.6 gilt nicht für 10m und galt auch nie für 10m.
Wenn 1.4.6 für 10m gelten sollte, dürfte man auch 10m mit Hakenkappe schießen. Die Schaftkappe für 10m wird in 1.4.7 beschrieben. In 1.5.4 folgen weitere Maße für 10m.
In Teil 9 der SpO stehen Verweise auf die jeweiligen Schaftkappen, für 10m auf 1.4.7, für 50m und 100m auf 1.4.6.
Wenn die 25mm für 10m angewandt werden sollen, müssten in diesen beiden Punkten entsprechende Änderungen eingebaut werden, oder aber in Teil 9 der SpO müsste ein entsprechender Passus eingebaut werden. Letzteres wäre der bessere Weg, da die 25mm für 10m-Freihand mit Sicherheit, wie gehabt, nicht gelten sollen. Dies würde auch im Widerspruch zu den ISSF-Regeln stehen.
Die in der Zeichnung von Gerd59 erwähnte TK-Sitzung vom 08.01.2025 mit entsprechender Klarstellung hat doch offensichtlich nie stattgefunden.
Es hat eine Sitzung am 15.03.2025 stattgefunden, allerdings kann ich bisher nirgends eine offizielle Stellungnahme zu diesem Problem finden. Ich befürchte, man hat das tatsächliche Problem überhaupt nicht erkannt und bin gespannt, wann überhaupt etwas dazu veröffentlicht wird.
Mir ist schleierhaft, warum teilweise in diesem Land eine Regelung angewandt wird, die im Widerspruch zum Wortlaut der SpO steht. Ich bin selbst Kampfrichter und kann die 25 mm nach derzeitigem Stand für 10m nicht anwenden.
shooty59 Ich stimme Dir voll zu! Ähnlich habe ich schon im Januar in einem anderen Beitrag argumentiert. Finde nur die # nicht wieder...
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Ich stimme Dir voll zu! Ähnlich habe ich schon im Januar in einem anderen Beitrag argumentiert
Stellt sich nur die Frage, ob wir die SpO richtig lesen, oder diejenigen, die sie offensichtlich anders auslegen.

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Stellt sich nur die Frage, ob wir die SpO richtig lesen, oder diejenigen, die sie offensichtlich anders auslegen.

Man sollte eher zwischen Theorie und Praxis unterscheiden.
Es ist schon was wahres dran, die Änderung in der 1.4.6. für LGA anzuzweifeln.
Aber in der Praxis müssen wir mit den anstehenden Landesmeisterschaften auch klar kommen.
Die nach der neuen Regeländerung geschossen und kontrolliert werden.
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Man sollte eher zwischen Theorie und Praxis unterscheiden.
Es ist schon was wahres dran, die Änderung in der 1.4.6. für LGA anzuzweifeln.
Aber in der Praxis müssen wir mit den anstehenden Landesmeisterschaften auch klar kommen.
Die nach der neuen Regeländerung geschossen und kontrolliert werden.
Da magst Du Recht haben. Mal sehen, was dort so alles passiert. Könnte möglicherweise nach hinten losgehen, sodass immer weniger mitmachen.
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Da magst Du Recht haben. Mal sehen, was dort so alles passiert. Könnte möglicherweise nach hinten losgehen, sodass immer weniger mitmachen.
Das glaube ich nicht. Es ist ja abzusehen, dass die Änderung auch für LG-A kommen wird, stellt sich die Frage nach der widerspruchsfreien Umsetzung. Fatal wäre es jedoch, sollte sich herausstellen, dass DQ voreilig ausgesprochen wurden oder werden.
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"Fingerspitzengefühl" - siehst doch zu was das geführt hat.
"Der Kunde (Schütze) ist König" - vorbei - klare Kante zeigen (wieder Respekt vor dem Kampfrichtern und der SpO bekommen)
Das Fingerspitzengefühl hat seinerzeit dazu geführt, dass überhaupt noch Schützen zu den LVMs gemeldet haben. Das was Du gutheißt, das mag vielleicht sportlich gerecht sein, das ist aber bewiesenermaßen ein Sargnagel für die Meisterschaften.
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Das Fingerspitzengefühl hat seinerzeit dazu geführt, dass überhaupt noch Schützen zu den LVMs gemeldet haben. Das was Du gutheißt, das mag vielleicht sportlich gerecht sein, das ist aber bewiesenermaßen ein Sargnagel für die Meisterschaften.
Unsere Landesmeisterschaft in zwei Wochen in Suhl ist bis auf den letzten Stand und Start ausgebucht.
Wir hatten in diesem Jahr auch schon Wettkämpfe in Suhl mit den neuen Regeln.
Da hat keiner was negatives darüber verloren.
Wichtig war nur dass es kontrolliert wurde und die Bedingungen für jeden Schützen gleich waren.
Obwohl es in Thüringen eh nicht die großen Schrauber gibt.
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Unsere Landesmeisterschaft in zwei Wochen in Suhl ist bis auf den letzten Stand und Start ausgebucht.
das kann sogar daran liegen dass es für die LM kein Ergebnislimit gibt, zumindest bei uns, wer sich bei der KM nicht schriftlich abgemeldet hat darf zur LM
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Nochmal von vorne. Die vielfach zitierten 25 mm gelten aufgrund der TK-Mitteilung vom Oktober 2024 eindeutig für 50m und 100m.
Es war sicherlich angedacht, dass sie auch für 10m gelten. Die entsprechende Umsetzung ist allerdings fehlgeschlagen. 1.4.6 gilt nicht für 10m und galt auch nie für 10m.
Wenn 1.4.6 für 10m gelten sollte, dürfte man auch 10m mit Hakenkappe schießen. Die Schaftkappe für 10m wird in 1.4.7 beschrieben. In 1.5.4 folgen weitere Maße für 10m.
In Teil 9 der SpO stehen Verweise auf die jeweiligen Schaftkappen, für 10m auf 1.4.7, für 50m und 100m auf 1.4.6.
Wenn die 25mm für 10m angewandt werden sollen, müssten in diesen beiden Punkten entsprechende Änderungen eingebaut werden, oder aber in Teil 9 der SpO müsste ein entsprechender Passus eingebaut werden. Letzteres wäre der bessere Weg, da die 25mm für 10m-Freihand mit Sicherheit, wie gehabt, nicht gelten sollen. Dies würde auch im Widerspruch zu den ISSF-Regeln stehen.
Die in der Zeichnung von Gerd59 erwähnte TK-Sitzung vom 08.01.2025 mit entsprechender Klarstellung hat doch offensichtlich nie stattgefunden.
Es hat eine Sitzung am 15.03.2025 stattgefunden, allerdings kann ich bisher nirgends eine offizielle Stellungnahme zu diesem Problem finden. Ich befürchte, man hat das tatsächliche Problem überhaupt nicht erkannt und bin gespannt, wann überhaupt etwas dazu veröffentlicht wird.
Mir ist schleierhaft, warum teilweise in diesem Land eine Regelung angewandt wird, die im Widerspruch zum Wortlaut der SpO steht. Ich bin selbst Kampfrichter und kann die 25 mm nach derzeitigem Stand für 10m nicht anwenden.
Hallo shooty59
deine Anmerkungen sind auch aus meiner Sicht nach wie vor zutreffend und valide.
Bliebe nur noch die Frage, warum schafft es das zuständige Gremium des DSB offensichtlich bisher nicht, diese Widersprüche auch zu erkennen und auch entsprechend zu berücksichtigen? Auch Du nennst doch schon eine Lösung ohne die jetzigen Widersprüche.
Jetzt wäre doch eine gute Gelegenheit zurück zur verbindlichen und auch handhabbaren Sportordnung.
Wenn wir uns wenigstens hier einigen könnten, dass die jeweils gültige SpO die einzig verbindliche Instanz sein sollte und keine Zettel fraglicher Herkunft, wären wir doch schon einen deutlichen Schritt weiter.
Ich befürchte allerdings, wenn ich die teil begeisterten Kommentare hier zur jetzigen Praxis lese ... Etwa doch auch ganz eigene Interessen?
Mit bestem Schützengruß
Murmelchen
Apropos, sollten meine Beiträge hier etwas vermurkt rüber kommen, ich bin zur Zeit gesundheitlich etwas angeschlagen und sehe die Fehler oft nicht oder erst dann, wenn ich sie nicht mehr korrigieren kann. Seht mir das bitte nach. Im Zweifel denkt euch einfach das 'Richtige'. Wie ja auch in der SpO.

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Stellt sich nur die Frage, ob wir die SpO richtig lesen, oder diejenigen, die sie offensichtlich anders auslegen.

Ich befürchte ja, den meisten werden diese Widersprüche gar nicht auffallen. Die winken einfach durch, was vorgelegt wird.

Mit bestem wenn auch etwas respektlosem Schützengruß
Murmelchen

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Murmelchen - Na dann, gute Besserung.
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das kann sogar daran liegen dass es für die LM kein Ergebnislimit gibt, zumindest bei uns, wer sich bei der KM nicht schriftlich abgemeldet hat darf zur LM
das stimmt, in Thüringen gibt es kein Limit
in Sachsen Anhalt wurde ein Limit eingeführt.
das war aber bei LGA unter 300
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Ich befürchte ja, den meisten werden diese Widersprüche gar nicht auffallen. Die winken einfach durch, was vorgelegt wird.

Mit bestem wenn auch etwas respektlosem Schützengruß
Murmelchen

Ich durfte als Vertretung für unseren Landessportleiter zweimal an dieser Sitzung in Wiesbaden teilnehmen.
Da ging es nur um olympische Disziplinen, Deutsche Meisterschaften in München, Bundesliga, Kaderschützen .........

Das "Auflageschießen" hat dort überhaupt niemanden interessiert.
Und wenn dann so ein Antrag vom Auflageschießen auf den Tisch kommt, wird der nur belächelt und schnell abgearbeitet.
Wie Digedag schon geschrieben hat : " Ich frage mich, ob die meinen Antrag überhaupt gelesen haben"
Man sollte den Fehler im System aber nicht nur bei den hohen DSB Funktionären suchen,
sondern auch bei euren gewählten Landessportleitern, den die Auflageschützen einfach am Arsch vorbei gehen .
Weil genau so habe ich diese in Wiesbaden erlebt.
Dass liegt aber auch daran, dass die Probleme mit den olympischen Disziplinen überwiegen und schon den kompletten Zeitrahmen in Anspruch nehmen .
Für den Breitensport bleibt da leider keine Zeit mehr.
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Wichtig war nur dass es kontrolliert wurde und die Bedingungen für jeden Schützen gleich waren.
Es ist allerdings ein Problem, wenn nach eigener Regelauslegung, die nicht durch die SpO abgedeckt ist, kontrolliert und sogar disqualifiziert wird. In anderen LV wird da evtl. anders vorgegangen. Wo ist da die Gleichbehandlung?
Man sollte den Fehler im System aber nicht nur bei den hohen DSB Funktionären suchen,
sondern auch bei euren gewählten Landessportleitern, den die Auflageschützen einfach am Arsch vorbei gehen
Hier sehe ich die Ursache auch darin, dass der ehemalige Vizepräsident Sport die Änderungen in der SpO anscheinend im Alleingang vorgenommen hat und sich leider alle darauf verlassen haben. Nun musste der BSpL diese Aufgabe wohl übernehmen und hat sich die SpO nicht genau genug angeschaut oder die Zusammenhänge auch nicht erkannt.
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Es ist allerdings ein Problem, wenn nach eigener Regelauslegung, die nicht durch die SpO abgedeckt ist, kontrolliert und sogar disqualifiziert wird. In anderen LV wird da evtl. anders vorgegangen. Wo ist da die Gleichbehandlung?
Das stimmt nicht ganz
Es wurden und werden alle Landesmeisterschaften die zur Qualli der DM gewertet werden, nach der neuen 1.4.6. und 1.5.1.-6 geschossen.
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Hier sehe ich die Ursache auch darin, dass der ehemalige Vizepräsident Sport die Änderungen in der SpO anscheinend im Alleingang vorgenommen hat und sich leider alle darauf verlassen haben. Nun musste der BSpL diese Aufgabe wohl übernehmen und hat sich die SpO nicht genau genug angeschaut oder die Zusammenhänge auch nicht erkannt.
das kann schon sein,
Wenn ich so ein Amt übernehme, dann sollte ich mir auch sicher sein, das man genug Kompetenz und Fachwissen mitbringt, um das Amt nahtlos weiter zu führen.
Wenn man das sich mal vortragen lässt, erkennt jeder das Problem
Es interessiert nur niemanden, weil andere Sachen wichtiger sind
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Ich durfte als Vertretung für unseren Landessportleiter zweimal an dieser Sitzung in Wiesbaden teilnehmen.
Da ging es nur um olympische Disziplinen, Deutsche Meisterschaften in München, Bundesliga, Kaderschützen .........

Das "Auflageschießen" hat dort überhaupt niemanden interessiert.
Auflageschießen wurde ja eigentlich nur eingeführt um die "alten" bei der Stange zuhalten damit die Mitgliederzahlen nicht noch weiter zurück gehen.
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Auflageschießen wurde ja eigentlich nur eingeführt um die "alten" bei der Stange zuhalten damit die Mitgliederzahlen nicht noch weiter zurück gehen.
Genau, und mit den Hype hat damals bestimmt keiner gerechnet

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Es wurden und werden alle Landesmeisterschaften die zur Qualli der DM gewertet werden, nach der neuen 1.4.6. und 1.5.1.-6 geschossen.
1.5.1.-6 steht auch nicht zur Debatte, die Regelung und TK-Mitteilung ist eindeutig. Und 1.4.6 gilt nicht für 10m. Wer es für 10m anwendet setzt die SpO eigenmächtig außer Kraft.
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