Muss beim Wettkampf eine Uhr im Raum sein?

  • Ich hatte heute den Fall, dass ich bei der Kreismeisterschaft KK50m Auflage irgendwann dachte, "Mensch, ich bin ja heute fix mit den Schüssen – ist ja noch massig Zeit. Irgendwann hat mich die Aufsicht darauf hingewiesen, dass die Uhr auf dem Schießstand nicht funktioniert. Ich müsste mich umdrehen und in den Aufenthaltsraum schauen, wenn da nicht gerade Jacken an der Garderobe hängen (was aber der Fall war) könnte ich mich dort orientieren, wie lange ich noch Zeit habe.

    Alles Zuganlagen, also auch kein Monitor mit verbleibender Zeit.

    Das bedeutet, ich muss selbst dafür sorgen, eine mechanische Uhr dabei zu haben? Elektronische Geräte sind ja nicht zugelassen.

  • Was nützt einem eine Uhr, die nicht einsehbar ist? Gegen eine Uhr, auch elektronischer Art, hat in der Regel auch niemand etwas, wenn sie nur die normale Uhrzeit anzeigt. Das kann man aber alles vorher abklären.

    Ansonsten, ohne Uhr oder mit zugehängter Uhr...ich kenne es sogar mit vorhandener Uhr, sollte dieses hier gelten.

    0.6.1.1 Aufgaben des Schießleiters

    Der Schießleiter hat u. a. folgende Aufgaben:

    ...

    8. in 10-m-, 15-m-, 30-m-, 50-m-, 100-m-, 300-m- sowie Vorderladerwettbewerben, wenn keine Uhr am Stand ist, die letzten zehn und fünf Minuten der Schießzeit (über Lautsprecher) bekannt geben.

    ...

  • Ich benutze https://www.tfa-dostmann.de/produkt/digita…oppuhr-38-2010/ bei der ich den Piezo-Summer abgeklemmt habe, wurde bisher auf Kreis- und Bezirksebene nicht angemeckert. Auf Landesebene schieße ich nur LP, da gibts eh elektronische Ziele mit Timeranzeigen. Im Zweifel hab ich aber immer eigenen Timer am Start, es wäre bizarr wenn der nicht zugelassen würde. In der Armbanduhr steckt mehr "Elektronik", ganz zu Schweigen von Smart Watches. Wurde irgendwer mal irgendwo angewiesen die Armbanduhr abzulegen?

  • Lt. meinem Wissen sind elektronische Geräte (Kopfhörer) die die Kontaktaufnahme des Trainers zum Schützen ermöglichen nicht erlaubt.

    Ich würde als KR das Handy als Uhrenersatz (lautlos) gestatten aber den Schützen disqualifizieren sollte der Trainer oder sonst ein Beteiligter ihm eine Nachricht schicken. Dieses würde ich aber im Vorfeld schon ankündigen und jeder Schütze sollte sich über eine mögliche Ablenkung im klaren sein.

    Bedenkt aber bitte das viele Regeln in der Sportordnung für Wettkämpfe auf höchster Ebene gemacht wurden denn welcher Schütze auf einer Kreismeisterschaft hat schon seinen persönlichen Trainer dabei. Ich habe auch noch kein Filmteam auf einen Rundenwettkampf gesehen die sich beschwert haben das man den Schütze wegen einer zu großen Blende nicht von vorne erkennen könne.

  • Wurde irgendwer mal irgendwo angewiesen die Armbanduhr abzulegen?

    Ja, LVM GK Revolver beidhändig, Uhr am linken Handgelenk.
    Da ging es aber wohl mehr um die mögliche Unterstützung des Handgelenks.
    Gegen das Handy als Display auf dem Spektiv hatte aber keiner etwas.

    trainieren, nicht heulen...
    FWB P85
    FWB P8x
    Tesro RS100
    CZ75 Sport II
    Walther GSP 500
    S&W 686-3
    Peters Stahl Multical .45

  • Mir wurde es auf der Gaumeisterschaft sogar per Standbeleuchtung angezeigt, das fand ich allerdings als störend. A lief ja eh die Zeit am Monitor mit und B wenn beim zielen der Stand plötzlich rot wird wirft dich das komplett aus der Bahn. War beim letzten Schuss und anzeige für die letzten 5 Minuten, somit absetzten neu konzentrieren und mit ner 10 aufhören. Also für mich kein Thema in dem Fall, aber hätte ich noch mehr Schüsse gehabt, wäre es doof gewesen. Ich bin aber auch der Meinung dass ein Handy mit Flugmodus um einen Schuss oder ein Ergebnis ohne Blitz zu fotografieren oder einfach nur die Zeit zu prüfen erlaubt sein sollte. Hier sollte die Sportordnung angepasst werden.

    Never give up. With zero you still can reach 390.8)

  • Bedenkt aber bitte das viele Regeln in der Sportordnung für Wettkämpfe auf höchster Ebene gemacht wurden denn welcher Schütze auf einer Kreismeisterschaft hat schon seinen persönlichen Trainer dabei.

    Zu Zeiten des Scheibenwechsels beim Schießen war es auf Kreisebene durchaus üblich, dass der Betreuer am Diopter drehen will oder dem Schützen mitteilen möchte, dass er doch langsam mal drehen sollte. Warum soll sich da was dran geändert haben? Es ist erschreckend, wie viele Schützen auf unteren Ebenen nicht wissen, in welche Richtung und in welchem Umfang sie bei Abweichungen drehen sollen/müssen/können. Wobei da der Aufwand zur Verwendung technischer Hilfsmittel den Nutzen doch übersteigen würde.

  • Tach auch,

    ich verwende auch heutzutage noch eine einfache analoge Armbanduhr ohne Stoppfunktion. Die nehme ich aber ab und lege sie entweder auf die Ablage oder auf den Boden, da mich eine Uhr am Arm beim Schießen stört.

    Damit ich mich im Wettkampf aber ganz sicher nicht mit der Zeit vertue, insbesondere, wenn der Wettkampf nicht zur vollen Stunde startet, mache ich mir immer noch einen Zettel, auf dem ich neben der Endzeit auch teils weitere Zeiten für mögliche Pausen und gerade auch die geplante Zeiteinteilung für Dreistellung vermerke.

    Es ist nämlich mehr als blöd, wenn man sich im Wettkampf mit der Zeit vertüdelt.

    Der eine oder andere Schütze wird das jetzt möglicherweise als übertrieben ansehen, aber ich kann dazu nur sagen, aus Erfahrung wird man klug, jedenfalls manchmal. ;)


    Mit besten Grüßen

    Murmelchen

  • Irgendwann hat mich die Aufsicht darauf hingewiesen, dass die Uhr auf dem Schießstand nicht funktioniert.

    Ob irgendwo eine Uhr hängen muss weiß ich nicht.

    Aber wenn da eine hängt muss ich davon ausgehen, dass sie funktioniert. Warum nimmt der Veranstalter sie nicht vor dem Schießen ab? Oder verdeckt sie?

    Das ist ja schon leicht dämlich.

    DSB/WSB-Sportschütze, nur KWs - für LW fehlt mir das Talent :)

    4,5mm Steyr EVO 10, .22 Walter GSP Expert, .357 S&W 686, .45 ACP HCG/Peters Stahl,

    Wiederlader, Geschossselbergießer und Beschichter

    https://www.ssvbwk.de

  • Lt. meinem Wissen sind elektronische Geräte (Kopfhörer) die die Kontaktaufnahme des Trainers zum Schützen ermöglichen nicht erlaubt.

    Ich würde als KR das Handy als Uhrenersatz (lautlos) gestatten aber den Schützen disqualifizieren sollte der Trainer oder sonst ein Beteiligter ihm eine Nachricht schicken. Dieses würde ich aber im Vorfeld schon ankündigen und jeder Schütze sollte sich über eine mögliche Ablenkung im klaren sein.

    Bedenkt aber bitte das viele Regeln in der Sportordnung für Wettkämpfe auf höchster Ebene gemacht wurden denn welcher Schütze auf einer Kreismeisterschaft hat schon seinen persönlichen Trainer dabei. Ich habe auch noch kein Filmteam auf einen Rundenwettkampf gesehen die sich beschwert haben das man den Schütze wegen einer zu großen Blende nicht von vorne erkennen könne.

    Genau, es geht um Kommunikations-Geräte - diese sind nicht erlaubt. Gegen digitale Spektive - auch mit dem Smartphone ist nichts einzuwenden.

    In "Der Kampfrichter weiß das" 10/2020 steht "Verwendung von Bildgeräten als Aufsatz zu Spektiven. Diese Bildgeräte sind bei Papierscheiben zugelassen, da die Sportler bei elektronischen Anlagen diese Bilddarstellung über die Monitore erhalten.
    Ergänzung zur Veröffentlichung vom 11/2019: Sollten für die Bilddarstellung mobile Telefone verwendet werden müssen diese im Flugmodus sein. Zuwiderhandlungen werden mit einer Verwarnung geahndet"

    DSB/WSB-Sportschütze, nur KWs - für LW fehlt mir das Talent :)

    4,5mm Steyr EVO 10, .22 Walter GSP Expert, .357 S&W 686, .45 ACP HCG/Peters Stahl,

    Wiederlader, Geschossselbergießer und Beschichter

    https://www.ssvbwk.de

  • ich kenne es so, das gesagt wird wo die Uhr hängt und wenn eventuell eine defekt ist wird auch das gesagt.
    Wenn zwei oder mehrere da sind wird gesagt welche die Maßgebende Uhr ist, könnten ja eventuell unterschiedlich laufen.
    Zudem werden die letzten 10 und 5 Minuten angesagt, teilweise auch bei Elektronik wo ja eine Uhr mitläuft.

  • ich kenne es so, das gesagt wird wo die Uhr hängt und wenn eventuell eine defekt ist wird auch das gesagt.
    Wenn zwei oder mehrere da sind wird gesagt welche die Maßgebende Uhr ist, könnten ja eventuell unterschiedlich laufen.
    Zudem werden die letzten 10 und 5 Minuten angesagt, teilweise auch bei Elektronik wo ja eine Uhr mitläuft.

    so kenne ich das auch

  • Schön wär's. Bei uns geht das alles etwas... na ja, sagen wir mal hemdsärmliger zu, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Bei der KM LG-Auflage fragte ich den Schießleiter in weiser Voraussicht, wie lange wir Zeit hätten (Zuganlagen). Er sagte 45 Min. Also gab es erst mal wieder Diskussionsbedarf.

    Bei KK-Auflage war die Startzeit 11:20 Uhr. Um 11:16 durften die Stände belegt werden. Koffer auf, Gewehr zusammenbauen, Auflagenhöhe einstell..... Da kam schon um Punkt 11:20 die Ansage: "Wir starten JETZT".

    Die verbliebene Schießzeite wird natürlich nicht angesagt, 10 und 5 Min. vor Ende. Von wem auch? Aufsicht macht, wer gerade nicht schießt. Ich dachte bislang, das wäre alles so üblich und normal...