Geld verdienen im Sport, nicht nur bei Schützen ein Problem!

  • Wo immer das war?

    Überall in Europa. Der Stasimann stand immer in Sicht und Hörweite. Höchstens auf der Strecke gab es die Möglichkeit für kurze Kontakte. Und da wurde so manche MZ für ein Badezimmer getauscht...

  • Überall in Europa. Und da wurde so manche MZ für ein Badezimmer getauscht...

    Du wolltest wohl Ost Europa schreiben?

    Ein Badezimmer war ein akzeptabler Preis. Meine MuZ musste schon mit DM bezahlt werden.

    Ob diese attraktiven Rennserien bei den RTL Formel 1 Zuschauern bekannt waren?

  • Nein, in ganz Europa. Ein MZ-GS-Werksmotorrad konntest Du zu DDR-Zeiten auch nicht mit DM kaufen.

    Und Fahrer wir "Harald Sturm" und "Jens Thalmann" waren dort auch Sportgrößen mit Privilegien...

    Und heute stehen diese Motorräder in Zschopau im Museum...

  • Nein, in ganz Europa. Ein MZ-GS-Werksmotorrad konntest Du zu DDR-Zeiten auch nicht mit DM kaufen.

    Und Fahrer wir "Harald Sturm" und "Jens Thalmann" waren dort auch Sportgrößen mit Privilegien...

    Und heute stehen diese Motorräder in Zschopau im Museum...

    Wo bei diese Rennserien bei weitem nicht so bekannt waren wie die Formel 1 vor Schumacher oder der Rallyesport.

  • Das ist doch alles Kühmen auf hohem Niveau.

    Ich habe 10 Jahre Motorradsport auf Internationalem Niveau betrieben.

    Wenn ich da die Kosten für eine Saison zusammenrechne... 2 Motorräder, Wohnmobil, Reisekosten, Ersatzteile, Sprit, Ärztliche Versorgung und und und. Da warst Du im Jahr schnell bei einer hohen 5 stelligen Summe.

    Und alles selbst finanziert.

    Und die Jungs aus dem östlichen Nachbarland hatten es natürlich besser, durften aber uns nichts davon erzählen...

    Ob das Kühmen auf hohem Niveau ist weiß ich nicht. Eine Saison hat mich im Schnitt ca 20.000 Euro gekostet plus Verdienstausfall wegen Halbtagsjob plus niedrigere Rente wegen Halbtagsjob plus fehlende Möglichkeit Rücklagen aufzubauen für das Leben nach dem Sport.

  • Wo bei diese Rennserien bei weitem nicht so bekannt waren wie die Formel 1 vor Schumacher oder der Rallyesport.

    Nur gab es in der DDR keine Formel1 und keine Rallye geschweige denn Fahrer in diesen Sportarten.

  • Ob das Kühmen auf hohem Niveau ist weiß ich nicht. Eine Saison hat mich im Schnitt ca 20.000 Euro gekostet plus Verdienstausfall wegen Halbtagsjob plus niedrigere Rente wegen Halbtagsjob plus fehlende Möglichkeit Rücklagen aufzubauen für das Leben nach dem Sport.

    € 20K hätte mal gerade für Reifen und Verschleiß gereicht. Ganz zu schweigen was der Automobilsport kostet... Bis Sebastian Vettel das erste Geld verdient hat, hatten seine Eltern schon Ihr Haus verkaufen müssen...

  • € 20K hätte mal gerade für Reifen und Verschleiß gereicht. Ganz zu schweigen was der Automobilsport kostet... Bis Sebastian Vettel das erste Geld verdient hat, hatten seine Eltern schon Ihr Haus verkaufen müssen...

    Mit einem entscheidenden Unterschied:


    Er hatte den Ausblick mit seinem Sport (auch außerhalb der Formel 1) richtig Kohle verdienen zu können.


    Und diese Perspektive fehlt im Schießsport eindeutig.

  • Mit einem entscheidenden Unterschied:


    Er hatte den Ausblick mit seinem Sport (auch außerhalb der Formel 1) richtig Kohle verdienen zu können.

    Richtig Ausblick, aber wäre ein Lottoschein keine seriösere Alternative zum reich werden?

    Wie viele scheitern auf dem Weg zum Sportmillionär, 98% oder doch mehr?

    Und diese Perspektive fehlt im Schießsport eindeutig.

    Daß auch Leute aus brotlosen Sportarten sich durch den Sport anders entwickeln, für die Zukunft Kontakte knüpfen können die sie weiterbringen zählt natürlich nicht.

    Wer unter den gefühlt über 100 (es sollen ja alle Verbnde berücksichtigt werden) DM/EM/WM soll dann an den Trog dürfen?

  • Oh je, du hast ein echt süßes Bild vom Leistungssport. Ausrüstung und Munition stellen nur einen Bruchteil der laufenden Kosten dar. Die größeren Blöcke sind Mobilitäts- und Übernachtungskosten sowie Verdienstausfall. Ich hatte zur Spitzenzeit für alle diese Punkte Sponsoren plus eine Teilzeitstelle bei einem Sponsor. Die Saisons gingen null auf Null raus und ich war froh, dass ich auch Geld für so banale Sachen wie Essen und Wohnung hatte.


    Ich habe das auf diesem Level drei Jahre mitgemacht und dann aufgehört. Dieses Pensum bedeutete null Freizeit bei null Rücklagenaufbau und der ständigen Angst nach dem nächsten großen Wettkampf aus der Förderung zu fliegen oder einen Sponsor zu verlieren.

    Leistungssport ist in Deutschland aktuell nicht erstrebenswert bei diesem Konditionen.

    LoL….Dein einleitender Satz und Dein letzter Satz passen nicht wirklich zusammen.

    Ich sagte ja,

    Zitat

    Aber im Nischensport kann man froh sein, wenn man einigermaßen die laufenden Kosten finanziert bekommt. Also Ausrüstung und Munition durch Sponsoring.

    Ob nun Ausrüstung oder Unterkunft und Co. ist da eher bums.

    Davon Leben kann man hier nicht als Sportschütze. Man kann froh sein einigermaßen die laufenden Kosten gedeckt zu bekommen.

  • LoL….Dein einleitender Satz und Dein letzter Satz passen nicht wirklich zusammen.

    Ich sagte ja,

    Ob nun Ausrüstung oder Unterkunft und Co. ist da eher bums.

    Davon Leben kann man hier nicht als Sportschütze. Man kann froh sein einigermaßen die laufenden Kosten gedeckt zu bekommen.

    Dachte in einem Schützenforum wäre das nicht nötig zu erwähnen, dennoch konkretisiere ich meine Aussage:

    Leistungssport als Sportschütze ist aktuell in Deutschland nicht erstrebenswert.

  • Dachte in einem Schützenforum wäre das nicht nötig zu erwähnen, dennoch konkretisiere ich meine Aussage:

    Leistungssport als Sportschütze ist aktuell in Deutschland nicht erstrebenswert.

    Erzähle das mal den Auflageschützen hier.

    Bei der Vorlage muss das sein.

  • Erzähle das mal den Auflageschützen hier.

    Bei der Vorlage muss das sein.

    Was soll ich da erzählen? Dass es für diese Gruppe keine nennenswerten internationalen Wettbewerbe und keine Nationalmannschaft gibt? Dass diese Leute aufgrund ihres Alters oftmals schon Rentner sind und daher ihre Zeit nicht mehr mit Arbeit verbringen müssen, weil die Rente jeden Monat kommt?

  • Dachte in einem Schützenforum wäre das nicht nötig zu erwähnen, dennoch konkretisiere ich meine Aussage:

    Leistungssport als Sportschütze ist aktuell in Deutschland nicht erstrebenswert.

    Auch wenn es hier ein Schützenforum ist geht es diesmal nicht um die exklusive Opferrolle der deutschen Schützen, sondern um die Situation in einem anderen Sportverband.

    Was soll ich da erzählen? Dass es für diese Gruppe keine nennenswerten internationalen Wettbewerbe und keine Nationalmannschaft gibt? Dass diese Leute aufgrund ihres Alters oftmals schon Rentner sind und daher ihre Zeit nicht mehr mit Arbeit verbringen müssen, weil die Rente jeden Monat kommt?

    Du scheinst hier Leistungssport mit Sport als Beruf gleich zu setzen das trifft eher selten zu.

  • Auch wenn es hier ein Schützenforum ist geht es diesmal nicht um die exklusive Opferrolle der deutschen Schützen, sondern um die Situation in einem anderen Sportverband.

    Du scheinst hier Leistungssport mit Sport als Beruf gleich zu setzen das trifft eher selten zu.

    Ich muss an meiner Wortgenauigkeit arbeiten. Dann nenne ich es Profisport in Abgrenzung zu den Leistungssportlern im Amateuerbereich.