Schaft Umbau Anschütz 1813

  • Hallo zusammen und Frohe Weihnachten!

    Ich habe ein Anschütz 1813 gekauft und auch schon einen Munitionstest gemacht. Die Schussleistung ist gut, 10 Schuss verschwinden unter einem Centstück.

    Nun ist das Gewehr ziemlich abgegrabbelt und das Auge isst ja mit, sagt man. Da ich Auflage schieße, müsste ich nun vorne noch einen Keil drunter machen, wie man das eben so kennt. Ich finde das allerdings maximal hässlich und der Schwerpunkt ist sehr hoch. Also möchte ich den Schaft gerne umarbeiten. Ein neuer Schaft kommt finanziell nicht in Frage.

    Meine Frage nun. Da der Lauf ja sowieso frei schwingt, könnte ich doch den Vorderschaft in der Höhe bearbeiten – also von unten was abnehmen, so dass er nicht mehr diese Keilform hat. Oder?

    Gibt es noch andere Ideen oder Lösungen? Falls es was anderes gibt als diese Holzklötze zum drunterpacken, wäre ich ja vielleicht auch schon zufrieden – allerdings bliebe der ungünstige Schwerpunkt.

    Hat vielleicht jemand so was schon mal gemacht?


    Gruß, Rainer

  • Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube dass unterm Lauf noch Aussparungen also Taschen sind, die eine Bearbeitung einschränken. Wenn dem so ist sind die zur Ballastierung gewesen... Zumindest dafür nutzbar.

    Theoretisch könntest Du den Schaft runter schneiden wobei er mehr und mehr Eigenleben entwickeln wird mit weichen Schwingungen und er kann sich leichter verziehen bei Luftfeuchte. Da könnte es mehr Sinn machen dann einen gewissen Teil des entfernten Schaftes wieder mit Schichtholz auf zu füttern. Zum einen für Gewicht und um die zulässige Breite auszunutzen.

  • Ja, da sind Taschen. Das ist mehr so eine Art Gerippe.

    Ich dachte, wenn ich den Schaft runterschneide und das was ich dem Bild als Auflage angedeutet habe nicht so klein ausführe, sondern über die ganze ausgesägte Schaftlänge und das direkt darunter leime (also ohne Abstandhalter), dann wäre die Stabilität doch wieder gegeben. Damit könnte ich auch die maximale Breite von 60mm erreichen.

  • Ehrlich gesagt würde ich mir eher einen Keil anfertigen und den unten mit einer unlackierten multiplexplatte aus birke oder Buche versehen. Das Risiko dass der Schaft einen nicht erkennbaren Riss hat oder eine Schwächung wäre mir zu gross. Buche ist fest und kurzfaserig. Für viele Dinge gut. Nun sind aber diese Gitter da drin was bedeutet dass Du das wirklich tragende Material abträgst und frisches Baumarkt gelagertes Material wieder drunter bastelst. Ich denke es geht aber Du hast unterm Strich sehr wenig Futter zum Verleimen und verschrauben. Alle Löcher müssen vorgebohrt werden und Spannungsfrei und Spaltfrei verleimt werden. Du brauchst also eine genaue Säge oder Fräsvorrichtung und es kann sein dass der Schaft durch die Kräfte vom Einspannen kaputt geht. Ich lasse mich gern eines besseren belehren. Gehen wird es aber mit einem Risiko dass es nix wird. Also doch Schaft für 1000 euro....

    Meiner Meinung nach nur minimal invasiv an den Schaft ran gehen anstatt OP am offenen Herzen.

  • OK. Ich nehme mir Deine Worte zu Herzen, weil ich weiß dass Du Dich auskennst. Hast Du nicht auch mal einen Beitrag geschrieben, in dem Du die Anschütz-Systeme verglichen hast...?

    Also, ich denke noch mal über das Projekt nach. Letztendlich würde ich mich schwarz ärgen, wenn die relativ gute Schussleistung unter dem Umbau leiden würde.

    "...minimal invasiv... anstatt OP am offenen Herzen"

    Sehr schön ausgedrückt :)

    Danke und Gruß

    Rainer

  • Moin Rainer..... Neee Vergleich der Anschütz Systeme..... Kann ich mich wenn es von mir war nicht mehr dran erinnern. Bin eher im Bereich Lupi FP und Griffgestaltung unterwegs.....

    Matze

  • Hallo

    Ich würde an deiner Stelle einen alten geraden Supermatch aus Holz suchen den gibt es ab und zu bei Egun für ca 300

    Ein Aluschaft gibt es aber auch für 650 habe mir für mein1813 einen gekauft

    Gruß Jürgen